Guude,
angeregt durch die tolle Werksführung bei Sinn habe ich mich mal auf die Suche nach Informationen zum Thema Magnetfeldschutz gemacht.
Die DIN 8309 besagt ja einen Schutz derart, daß sich bei Einwirkung eines Magnetfelds der Stärke von 4´800 A/m bzw. 6mT das Gangverhalten der Uhr nicht stärker als +- 30s/D verändern darf.
Jetzt vermisse ich aber Details zur zeitlichen Komponente. Gilt die DIN nur für die Zeit der Einwirkung? Das würde bei beispielsweise 5 min die zunächst doch recht großzügig scheinende Toleranz der 30s wieder relativieren. Was bleibt denn nach der Einwirkung an Fehler übrig?
Wenn ich mich mit einem durchaus guten Kompass auf eine Metallplatte stelle, ist eine korrekte Peilung nicht möglich, gehe ich runter ist alles wieder ok. Lege ich einen Magneten für einen Tag neben den Kompass, würde ich dessen weitere Brauchbarkeit in Frage stellen.
Hier: http://www.ecolog-institut.de/fileadmin/user…h_Kapital_4.pdf sind auf Seite 16 ein paar interessante Werte für haushaltsübliche Quellen von Magnettfeldern angegeben.
Bemerkenswert finde ich zum einen, daß die gemessenen Feldstärken schon bei relativ geringer Entfernung zur Quelle recht schnell sinken, noch interessanter aber die überraschend geringen Werte für die als eher "böse" vermutete Mikrowelle und dagegen die Werte für so "banale" Gebrauchsgegenstände wie Fön und Elektrorasierer
Da rappelts ja richtig im Karton. Auch ein küchenüblicher Handmixer hat es in sich. Und alles Quellen, bei dem die "Kurzstreckenmessung" zum tragen kommt. Leider fehlen in diesem Bereich die Werte für Hifi-Anlage und TV-Gerät und es ist auch nicht näher beschrieben, ob es sich um Verstärker oder Lautsprecher, Röhre oder LCD handelt, wobei ich bei letzterem aber LCD annehme.
LG
Manfred