Jetzt mal ganz blond: Was bringen die ETA-Gradings?

  • Meine LIeben!

    Ein bisserl (kleines bisserl) kenne ich mich ja schon mit den fundamentalsten Begriffen aus.
    Kann mir bitte jemand erklären, was die Gradings beim 2824-2 in der Praxis bringen?

    Soweit ich sehe, ist der Hauptunterschied, dass die beiden niederen Stufen und die beiden hohen Stufen sich durch ein anderes Material bei der Aufzugsfeder und der Unruhefeder unterscheiden. (Es geht mir nicht um die Anzahl der Lagen in der Regulation!!!).

    Bringt das langfristig was?


    Danke,
    Hans

  • Der Unterschied liegt auch in der Verwendung der Unruh selbst. Es gibt hier ebenfalls zwei Stufen (Beryllium oder Glucydur - grade oder gebogene Schenkel). Die Temperaturempfindlichkeit ist unterschiedlich. Die Unruhfeder ist neben der Unruh selbst ein entscheidendes Kriterium für die Isochronie eines Kalibers :siehe auch Gangabweichung.
    Die Stufe TOP unterscheidet sich von der Stufe Chronometre nur noch durch die Abstimmung der Unruh/Feder/Brücke, die beim Chronometer aus diesem Grund im Falle eines Defektes oder im Rahmen des Verschleißes (bei der Revision) auch komplett erneuert werden muss.
    Die unteren Stufen verfügen auch über andere Hebesteine als TOP und CHRONOMETRE. Was die Steine für Aufgaben haben, findest du hier: Technik innerhalb der Uhr in Punkt 7.
    Das die Hauptfeder unterschiedliche Qualitäten haben soll, ist mir neu.

    Die verschiedenen Stufen haben unterschiedliche Präzision und damit auch sehr unterschiedliche Reaktionen auf Lagefehler und Lebensdauer.
    In der Praxis ist die Kaliberqualität für mich der ausschlaggebende Faktor, nicht allein eine schöne Finissierung oder ein aufwendiges Gehäuse.

    Gruß Gero

  • Lieber Gero!

    Kann man es ganz einfach gesagt so zusammenfassen: je "genauer" das Werk läuft, desto länger hält das Werk. Wobei nun nicht Ganggenauigkeit gemeint ist. Weiters, dass höhere Gradings auch durch die Bank "genauer" laufen - sprich, ein höheres Grading (jetzt Top-Chronometer ausgenommen) zahlt sich in der Gebrauchsdauer aus?

    Wäre das so richtig?

  • Lieber Gero!

    Kann man es ganz einfach gesagt so zusammenfassen: je "genauer" das Werk läuft, desto länger hält das Werk. Wobei nun nicht Ganggenauigkeit gemeint ist. Weiters, dass höhere Gradings auch durch die Bank "genauer" laufen - sprich, ein höheres Grading (jetzt Top-Chronometer ausgenommen) zahlt sich in der Gebrauchsdauer aus?

    Wäre das so richtig?

    Ja, das kann man so sagen.

    Gruß Gero

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