Mädchen entdecken das Uhrmacher-Handwerk
Girl’ Day – Mädchen-Zukunftstag bei SINN Spezialuhren
Sechs Frankfurter Schülerinnen verbrachten ihren Girl’s Day am 26. April bei der Uhrenmanufaktur SINN Spezialuhren zu Frankfurt am Main. Mit dem bundesweiten Berufsorientierungstag, der zum 7. Mal stattfand, sollen Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren für technische Berufe begeistert werden. SINN stellt seit 1961 hochwertige, meist mechanische Zeitmesser in Handarbeit her. Die Schülerinnen gewannen praktische Einblicke in diese Arbeitswelt, knüpften erste Kontakte und erlebten, wie spannend das moderne Uhrmacher-Handwerk ist.
Das Ausprobieren im Mittelpunkt
Tobias Sannig und Nils Hunder, Auszubildende bei SINN im zweiten Lehrjahr, organisierten aufgrund ihrer letztjährigen Erfahrungen mit dem Girl’s Day den Schnuppertag. Nach der Begrüßung zeigte Nils Hunder den Schülerinnen bei einem Rundgang das Unternehmen. Anschließend begleiteten Vanessa Bunge, Simon Hock und Aaron Kraus, ebenfalls Auszubildende bei SINN, die Schülerinnen in Zweier-Teams durch den Tag. An drei Stationen konnten die Mädchen verschiedene Arbeitsschritte beim Entstehen einer mechanischen Armbanduhr erleben, wobei das Ausprobieren im Mittelpunkt stand. So übten sie an der ersten Station mit winzigen Werkzeugen und Uhrmacherlupe das Gravieren. Hier galt es, auf der Rückseite einer Metallplatte den eigenen Namen einzugravieren. Das Ergebnis war ein individueller Schlüsselanhänger und tolles Erinnerungsstück an den Girl’s Day. Bei der anschließenden „spanabhebenden Verformung“ sollten die Mädchen ein feines Gewinde ins Metall schneiden. Die dritte Station stand im Zeichen der „Zeit“: Mit einem High-Tech-Stethoskop hörten die Schülerinnen den „Herzschlag“ einer fertigen Uhr ab und regulierten den Gang. Zum Schluss überprüften sie die Wasserdichtheit – schließlich sind Uhren aus dem Hause SINN für ihre Robustheit bekannt und oft in härtestem Einsatz bei Piloten, Tauchern oder dem Bundesgrenzschutz.
Traditionelles Handwerk und moderne Technik
Bei ihrem Rundgang erlebten die Mädchen die helle und freundliche Arbeitswelt der Frankfurter Uhren-Manufaktur. „Bei uns hat die Ausbildung im traditionellen Handwerk und in moderner Technik einen ebenbürtigen Stellenwert. Auf diese Weise garantieren wir die permanente Fortschreibung unserer Qualitätsstandards. Und wir fördern den eigenen Nachwuchs an Fachkräften“, erläutert Uhrmachermeister und Ausbildungsleiter Wolfgang D. Brauckmann.
Ausgezeichnete Zukunftschancen
Die Ausbildung bei SINN zum Uhrmacher und Graveur bietet ausgezeichnete Zukunftschancen. Aufgrund der sehr guten wirtschaftlichen Situation des Unternehmens konnten bisher alle Auszubildende in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Gut ausgebildete Fachkräfte werden in ganz Europa gesucht. SINN geht deshalb mit gutem Beispiel voran: Zu den rund 65 Mitarbeitern gehören insgesamt fünf Auszubildende, die das Handwerk des Uhrmachers und Graveurs lernen. Mit einer Quote von fast 10 Prozent liegt SINN damit weit über dem deutschen Durchschnitt. Wie hoch die Qualität der Ausbildung ist, zeigt die Tatsache, dass in der Vergangenheit immer wieder Uhrmacherinnen und Uhrmacher als Jahrgangsbeste ausgezeichnet wurden. Die sechs Schülerinnen jedenfalls waren begeistert von ihrem Girl’s Day bei SINN. Ihr einhelliges Urteil zum Ausbildungsberuf: Faszinierend!