Spencer
Das hast Du schön geschrieben, geht aber aber meiner Meinung nach vielfach am Thema vorbei. Bedenke, die jungendlichen Amokläufer kamen aus der gehobenen Mittelschicht und Oberschicht; ihnen fehlte es an nichts, was ein besseres Bildungssystem ändern könnte. Das Problem sehe ich nicht im sozialen Bereich, eher im familiären Umfeld. Dieses ist schwer zu überwachen und deshalb müssen Waffen und Munition dort raus. Die Kosten für Aufbewahrung und Überwachung müssen die Waffenliebhaber tragen, nicht der Staat. Ich möchte hier nicht nach dem Staat rufen und diesen finanziell in die Pflicht nehmen.
Die Verabschiedung eines Gesetzes mit entsprechender Überwachung und drakonischen Strafen reicht. Wer bei Zuwiderhandlung mit 100.000 € Strafe oder gar 5 Jahren Gefängnis zu rechnen hat, wird sich den Umgang mit Waffen und Munition und seine Einstellung zur Sicherheit sehr gut überlegen.
Wer schreibt, dass diejenigen, die sich Waffen beschaffen wollen, dies auch können, mag recht haben, macht es sich aber zu einfach. Deshalb muss man es ihnen nicht einfach machen sich diese zu beschaffen. Dann könnten diese bei Aldi, Lidl und Co. im Regal liegen.
Mich wundert es immer wieder, dass in solchen Zusammenhängen von Kinderarmut etc. gesprochen wird. Nicht der Staat ist schuldig, sondern jeder einzelne, jede Familie. Alle erwarten eine erneute Umgestaltung des Systems, aber es wird von Reform zu Reform schlimmer. Komisch nur, dass das Bildungssystem in den 50-er, 60-er und 70-er funktioniert hat und mit jeder Reform ein Stück mehr den Bach 'runter geht. Die Rechtschreibreform war doch nur eine Anpassung an die Dummen im Staat.
Ich habe das Gefühl, dass Eltern ihre Kinder als Melkkuh sehen und dem Staat die Schuld geben, wenn dieser nicht genug Kindergeld zahlt. Alle müssen heute teure Autos fahren, Fernreisen in die Sonne machen und teure iPods, iPhones, LCDs etc. ihr Eigen nennen. Das Wort Sparen kennen viele nicht mehr, die Raten stehen ja auch an den Regalen bei MM, Saturn und Co..
Sicher liegt einiges im Argen, das Rentensystem, das Gesundheitssystem und den Kommunen fehlt das Geld für Investitionen. Ich bin auch kein Beführworter des Euro um jeden Preis und gegen eine finanzielle Hilfe für Griechenland. Dies alles hat aber mit diesem Thema wenig bis nichts zu tun.