Beiträge von Sinner&Saint

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur schönen "Taupe" Laco! : doppelt Daumen hoch :applaus:

    Laco bietet für's Geld wirklich einiges und wer sich nicht an den zuverlässigen Miyota-Werken stört, kann hier mit der "Basic" Flieger Linie selbst beim gleichen Hersteller einiges sparen : klasse

    Meine erste Laco war eine Augsburg (Flieger Typ A) für nicht mal 300€ brandneu. Diese habe ich vor einigen Wochen für mittlerweile (immer noch faire) 340€ wieder neu gekauft, weil ich sie einfach vermisst habe ^^

    Auch das Metallband ist klasse! Ich wusste allerdings garnicht, dass Laco so ein Band für die Flieger anbietet?

    Laco bietet sogar einige verschiedene Metallbänder mit Laco-Branding an. Siehe: https://www.laco.de/de/accessoires

    Im Gegensatz zu den allermeisten anderen Marken sind die Preise auch absolut fair (max. 89€ für's Metallband!). Auch die vielen dort angebotenen Lederbänder sind recht fair bepreist. Das unterstreicht für mich die Authentizität der Marke! : doppelt Daumen hoch : 10Punkte

    Besten Gruß,
    Daniel

    Hallo Dirk! Auch von mir noch herzlichen Glückwunsch zu dieser blau-silber-glänzenden Schönheit! : 10Punkte :applaus: : doppelt Daumen hoch

    Die ZB-Farbe kommt wirklich richtig klasse rüber und ich finde es auch klasse, dass Sinn das Ziffernblatt ansonsten komplett "leer" gelassen hat! Besonders, weil das Sinn-Logo generell recht attraktiv ist und auch vom Schriftzug in diesem Fall perfekt zum Stil der Uhr passt :yeah:

    Ich bin gespannt, wie sich das Silber-Gehäuse bei dir über längere Zeit hinweg verhält Gruebeln

    Danke dir für's Vorstellen und ganz viel Spaß mit der Uhr! :flw:

    Besten Gruß,
    Daniel

    Hallo Dirk! Auch von mir noch herzlichen Glückwunsch zu dieser blau-silber-glänzenden Schönheit! : 10Punkte :applaus: : doppelt Daumen hoch

    Die ZB-Farbe kommt wirklich richtig klasse rüber und ich finde es auch klasse, dass Sinn das Ziffernblatt ansonsten komplett "leer" gelassen hat! Besonders, weil das Sinn-Logo generell recht attraktiv ist und auch vom Schriftzug in diesem Fall perfekt zum Stil der Uhr passt :yeah:

    Ich bin gespannt, wie sich das Silber-Gehäuse bei dir über längere Zeit hinweg verhält Gruebeln

    Danke dir für's Vorstellen und ganz viel Spaß mit der Uhr! :flw:

    Besten Gruß,
    Daniel

    Das klingt für mich nach einer Seiko-typischen Absicherung wie mit den Gangwerten die meist deutlich besser sind als auf dem Papier ;)

    Zur Not passen da ja auch Standard-Federstege dazwischen, falls diese vom Metallband wirklich in irgendeinerweise "speziell" sein sollten :P

    Danke für die Rückmeldung Richard!

    Also so wie ich in der ersten Minute recherchiert habe, ist "Landeron" wohl sowas wie "STP" - also eine eigene Firma, die ETA-basierte Werke unter anderem Namen anbietet. War mir bis dato bis auf den Namen ehrlich gesagt auch nicht bekannt Gruebeln STP-Werke setzt ja u.a. Formex ein, auch wenn diese meines Wissens immer noch häufig oder wieder vermehrt Sellita-Werke verbauen. Landeron siehe: https://www.landeron-swiss-movements.com/

    Daher gehe ich mal davon aus, dass es sich um genau so ein Werk handelt, was auch den Landeron Schriftzug erklärt. Wenn du genau hinschaust und es so ist wie bei STP, wirst du auf der Grundplatine am Rand auch keine Sellita- oder ETA-Punze finden, da vermutlich dann das gesamte Werk bei Landeron gebaut wurde.

    Abgesehen davon finde ich die Veredelung dieser Werke wirklich schick : doppelt Daumen hoch Ähnlich bei STP. Entsprechen ja meistens den "TOP" Level Finishes der "originalen" Werke. Finde ich bis heute schade, dass Seiko sich hier v.a. bei den etwas höherpreisigeren Uhrwerken (4R, 6R etc.) nicht mehr Mühe beim Finish gibt, weil dieses heutzutage ja auch 100%ig maschinell angefertigt wird. Gibt dem ganzen aber besonders optisch finde ich nochmals so das i-Tüpfelchen Top1

    Hi Richard!

    Schöne Vorstellung zu dieser durchaus attraktiven GMT! : doppelt Daumen hoch : good posting

    Trotz offensichtlich wenig kreativer Farbgebung wirkt die Uhr dank schwarzer (und schön matter!) PVD-Beschichtung und einigen kleinen Details sehr eigenständig : klasse
    Ich bin zwar nicht so ein Nato-Fan (auch wenn ich viel zu viele davon besitze... FrecheFratze ), aber diese und auch das schwarze Velourleder-Band passen wirklich sehr gut zur Uhr : yourock

    Gibt es eigtl. weitere Details zum Werk? Ist das ein "off the shelf" Werk oder hat hier MV wirklich eigene Anpassungen vorgenommen?

    Dir auf jeden Fall viel Freude mit dem Schmuckstück! :applaus:

    Danke & besten Gruß,
    Daniel

    Altere Schwede, die ist lecker :

    Aber es war klar. Die, die mir am besten gefällt, kostet 3300,-- Euro TraurigWinken

    Gleiches Problem hier FrecheFratze

    Liegt in dem Fall u.a. vor allem am 8L35 Uhrwerk, was kurz vor GS-Qualität liegt:

    Ich bin da ja etwas zwiegespalten mit Seiko, wenn ein 6R35 drin ist. Meins hatte damals +30s/Tag in der 147. ;(
    Da spare ich mir die 1.300 Euro lieber. Da läuft meine Boldr Venture mit dem NH35 deutlich besser (+6s/Tag).
    Aber es gibt schon einige schöne Varianten bei den Tauchern...

    Typisches Seiko-Regulierungsthema. Die Kaliber schwanken teilweise vom Werk massiv - meistens hatte ich aber mit um die 5-10 Sekunden Abweichung täglich recht Glück. Manche liefen auch präziser.

    In jedem Fall lassen sich die Seiko Werke allerdings sehr einfach regulieren. Ich mache dies bei all meinen Seiko Werken seit Jahren selbst. Die Werke laufen dann absolut auf ETA-Niveau - viel wichtiger wie die reine Gangabweichung pro Tag ist m.M.n. die kontinuierliche Leistung über Wochen oder Monate. Und da ist meine Erfahrung, dass selbst die günstigen Seiko-Werke sehr stabil und zuverlässig laufen, wenn sie mal einreguliert sind. Mein bisheriger Spitzenreiter war eine 100€-Seiko mit dem uralten 7S26 Werk, was täglich maximal eine Sekunde Abweichung über Wochen gehalten hat. Daher hab ich persönlich überhaupt kein Problem mit den Seiko Werken ;) Ganz im Gegenteil: Die aktuellen ETA aka "Powermatic 80" Werke, die vor allem von der Swatch Group massiv gepusht werden, lassen sich leider nicht mehr einfach regulieren ;(

    Auf jeden Fall schön, dass der Forums-Chefe hier auch neue Seiko's hier bewirbt ^^ : doppelt Daumen hoch

    Besten Gruß,
    Daniel

    Rolex macht alleine mehr Umsatz als die gesamte Swatch Group. :respekt:

    Ich finde solche Statistiken immer interessant. Wie ich selbst auch schon seit Jahren sage, sind die Umsätze von Rolex jenseits von denen der Konkurrenz. Daher muss ich immer sehr schmunzeln, wenn die Leute Rolex "künstliche Verknappung" vorwerfen. Man muss sich nur die produzierten Einheiten ansehen (da alle COSC-zertifiziert werden kann man das sehr genau prüfen) und die mit der Konkurrenz vergleichen. Dann merkt man angesichts der nicht zu leugnenden Beliebtheit der Uhren(marke), dass die Nachfrage einfach höher ist als das Angebot und Rolex mal nicht "einfach nur mehr produzieren" kann.

    Interessant auch die Grafik, die zeigt, dass Rolex, AP, PP und RM zusammen deutlich profitabler zu sein scheinen als die Konzernmarken.
    Ich denke, das liegt nicht an besseren Kostenstrukturen sondern, daran, dass diese vier mehr oder weniger verlangen können, was sie wollen ...

    Das kann ich so unterschreiben ;)

    Rolex macht alleine mehr Umsatz als die gesamte Swatch Group. :respekt:

    Ich finde solche Statistiken immer interessant. Wie ich selbst auch schon seit Jahren sage, sind die Umsätze von Rolex jenseits von denen der Konkurrenz. Daher muss ich immer sehr schmunzeln, wenn die Leute Rolex "künstliche Verknappung" vorwerfen. Man muss sich nur die produzierten Einheiten ansehen (da alle COSC-zertifiziert werden kann man das sehr genau prüfen) und die mit der Konkurrenz vergleichen. Dann merkt man angesichts der nicht zu leugnenden Beliebtheit der Uhren(marke), dass die Nachfrage einfach höher ist als das Angebot und Rolex mal nicht "einfach nur mehr produzieren" kann.

    Interessant auch die Grafik, die zeigt, dass Rolex, AP, PP und RM zusammen deutlich profitabler zu sein scheinen als die Konzernmarken.
    Ich denke, das liegt nicht an besseren Kostenstrukturen sondern, daran, dass diese vier mehr oder weniger verlangen können, was sie wollen ...

    Das kann ich so unterschreiben ;)

    Der nächste Wristshot von Dir sollte im Faden „Promis und ihre Uhren“ auftauchen.

    Ach hör doch auf Claus :ash: :flw:

    : Danke002

    Mann, freue ich mich auf meine 17.09!

    Oh ja, das kannst du! Ich glaub die Uhr liefert ziemlich genau das, was du dir vorstellst. Ich kann mir die 17.09 wunderbar in deiner außergewöhnlichen Kollektion vorstellen! : doppelt Daumen hoch

    Wenn Du nun vor der Herausforderung "Vorstands-Sitzung - Vernissagen-Besuch - After-Work-Party" stehst, bist Du erneut perfekt ausgerüstet.

    : muaha

    Wie immer besten Dank für die motivierenden Worte, Richard : yourock

    Für mich persönlich muss ich sagen ist allerdings Dein Uhrengeschmack noch mehr beachtenswert! Ich will hier nicht die Uhren von SINN vernachlässigen, da ich selbst GRÖSSTER RIESIGST-Fan bin und meine Sammlung zu fast 70% aus Sinn besteht und noch einige Sinns auf meiner Liste stehen.... aber was Du in letzter Zeit hier präsentiert hast, ist schon in meinem Geschmack ultra-lecker!!!! Gefällt mir wieder sehr sehr gut!!!

    Vielen lieben Dank auch dir für das große Lob! :hatoff: Ja das Uhrenhobby ist so eine Reise und ich hab schon so einiges probiert. In letzter Zeit wurde es immer abwechslungsreicher, was weniger mit gezielt gewollter Vielfalt zutun hat, sondern eben mit meinem sich verändernden Geschmack. Und so langsam weiß ich, welche Art Uhren mir gefallen und welche nicht. Natürlich sind da immer noch ein paar Stücke dabei, die ich rein aus Interesse an Marke & Uhr (Qualität) kaufe, wo absehbar ist, dass diese nicht auf lange Sicht in meiner Sammlung bleiben. Aber auch das gehört für mich dazu! Ist ja wie mit Autos. Da gibt man sich ja auch nicht damit zufrieden, dass man weiß, was es so tolles gibt. Nein, die meisten wollen in jüngeren Jahren mal was sportlich-spritziges selbst gefahren sein, mit dem Wissen, dies später nicht mehr zu brauchen / wollen. So sehe ich es eben auch ein wenig mit den Uhren :) Und jede Erfahrung formt und feilt meinen persönlichen Geschmack Top1

    Dein Bericht ist wie immer Extraklasse.
    Nimm mir das Folgende bitte nicht krumm, es hat nix mit Deinen Uhren zu tun. Die sind Klasse

    Danke Rudi für dein gewohnt ehrliches Feedback! Ja, ich verstehe absolut, wenn man vom derzeitigen "Hype" abgeschreckt ist. Oder einem die Marke auf dem Papier nichts gibt, was man nicht schon woanders gesehen hätte.
    Wie ich in meiner Vorstellung auch schon so in etwa erwähnt habe, muss man die Faszination für so eine Marke eben einfach haben. Mich begeistert die Geschichte von Ming Thein und seinem Team und die von Anfang an klare Designsprache. Für mich ist eine Ming daher quasi ein Zeitzeuge dieser Entwicklung, nicht nur was die Marke selbst, sondern den Aufstieg vieler unabhängiger Uhrmacher / Microbrands betrifft. Auch hier ist die Unterscheidung schwer zu machen, wie Claus ja auch schon erwähnt hat. Für mich gehört Ming nach meiner Recherche und Erfahrung aber klar zu den "ernstzunehmenderen" kleinen Marken, die nicht nur mit ein paar Design-Ideen / Hommage Uhren irgendwo per Kickstarter mit Sitz in Asien gestartet wurden.

    Bei dieser Art von Uhren sind wir also schon ganz klar im nicht-rationalen Liebhaber-Bereich - und genau das finde ich persönlich schön ^^

    Kann aber voll und ganz deine Meinung und Einstellung nachvollziehen, Rudi! :hatoff: Man muss ja nicht alles gut finden ;)

    Was mich anspricht, ist dieses grandiose Clous-de-Paris Zifferblatt. Das ist ja unglaublich ! Besonders draußen und im Sonnenlicht ist das bestimmt ein Knaller !

    Ja, die Wirkung des ZB in diesem tollen rot ist schon klasse! : doppelt Daumen hoch Eins der wenigen roten ZB, die mich so angesprochen haben. Und ich wollte eben jetzt bewusst mal kein blaues ZB. Daher war ich jetzt ein wenig "mutig" und habe damals stattdessen meine Sartory Billard in diesem beeindruckenden "electric blue" geordert ^^

    Danke für die tolle Vorstellung !!!

    Wie immer - und auch an alle anderen, denen ich nicht direkt geantwortet habe - sehr gerne! :hatoff:

    LiebhaberInnen aufgepasst! Heute möchte ich euch ein weiteres spezielles Stück meiner kleinen Sammlung vorstellen ^^

    Lange habe ich über den Umfang der heutigen Vorstellung nachgedacht. Zur Marke, deren Gründer und den Uhren gibt es jede Menge zu erzählen. Daher habe ich in dieser Vorstellung auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da ich weiß, dass noch jemand aus unseren Reihen sehr an Marke & Uhr interessiert ist und dazu auch schon einiges recherchiert & auf die Beine gestellt hat, möchte ich an dieser Stelle gerne zur Verbesserung und / oder Ergänzung aufrufen : Danke002
    Vll. mag die angesprochene Person ja bei Erhalt des eigenen Exemplars noch eine extra Vorstellung schreiben oder diese hier mit entsprechenden Infos weiter anfüttern - ich freue mich schon darauf! : DuBistEinSchatz


    2017

    ... wurde die Marke erst gegründet bzw. das erste eigene Modell veröffentlicht. Und zwar von einem illustren Sammler- und Liebhaber-Kollektiv, bestehend aus 6 Gründern: Chan Kin-Meng, Praneeth Rajsingh, Jacky Lim, Yeng Fook Chek, Dr. Magnus Bosse sowie Ming Thein. Letzterem ist auch der Markenname zu verdanken: MING!


    Ming Thein - Mitbegründer und geistiger Vater von "MING". Quelle: [1]


    MING

    ... Thein wurde 1986 in Kuala Lumpur, Malaysia geboren und hat bereits 2003 seinen Master für theoretische Physik in Oxford erhalten. Damals war er lediglich 16 (!) Jahre alt und schon in diesem Alter hat es begonnen, dass sich für ihn nicht nur zwei Hobbys, sondern Leidenschaften herauskristallisiert haben: Fotografie und Uhren!
    Letzteres v.a. deshalb, weil er von seinem Vater eine A. Lange & Söhne 1815 zum Abschluss seines Master geschenkt bekommen hat :respekt:

    Es folgte eine bewegte aber erfolgreiche Karriere in unterschiedlichen Bereichen: Von einer frühen Karriere als Auditor bei KPMG und der Boston Consulting Group war er auch ein Senior Executive Director bei McDonalds. Trotz beruflichem Erfolg war es aber nicht das, was er wirklich machen wollte.
    Die Leidenschaft zur Fotografie brachte ihm schnell berühmte Kunden und Aufträge ein, so dass er sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen in der Branche gemacht hatte. Darunter u.a. Koenigsegg, Nissan, Jaeger Le-Coultre, Van Cleef & Arpels, Richemont, die Swatch Group, sowie diverse Michelin-Sterne-Köche (u.a. Fergus Henderson und Bruno Menard). Zudem war er 2012 zeitweise Botschafter für den weltbekannten deutschen Kamera-Hersteller Leica. 2016 folgte eine Partnerschaft mit dem ebenfalls weltberühmten schwedischen Kamera-Hersteller Hasselblad (mit deren Kameras 1969 die Mondlandungs-Bilder geschossen wurden!), wo er später sogar in der Position "Chief of Strategy" tätig war. Zudem war er als Berater für die Carl Zeiss AG tätig. Wer sich ein wenig mit Fotografie auskennt, weiß, dass man in dieser kurzen Zeit wohl nicht viel mehr mitnehmen kann als er es getan hat FrecheFratze : AlterSchwede :respekt:


    Quelle: [2]


    Ming Thein ist heute bei MING in der Position als Designer, Fotograf und Stratege tätig. Bereits vor der Gründung von MING war er als Uhrendesigner tätig, u.a. in Zusammenarbeit mit Ochs & Junior (mehr dazu später).


    Auch die anderen Gründer bringen durchaus viel Expertise & Erfahrung in ihren jeweiligen Bereichen mit - das würde hier aber definitiv zu weit führen :o:
    Ein paar Worte möchte ich aber an dieser Stelle noch zu Dr. Magnus Bosse verlieren: Er ist der "Head of Operations" bei MING.


    Dr. Magnus Bosse - Head of Operations bei MING. Quelle: [3]

    Dr. Magnus Bosse hat seinen Doktor der Molekularbiologie in Rostock gemacht und lebt aktuell in Wien. Er ist zudem Diplomat und war viele Jahre bei der UN tätig. Es gibt auch einen interessanten Podcast von Fifth Wrist mit ihm, wo ihr mehr Details über ihn und seine Geschichte bei Ming hören könnt Top1


    Unternehmensphilosophie & Orientierung


    Die 6 Gründer auf einen Blick. Quelle: [4]

    Noch ein paar Worte zu MING selbst. Wie bereits geschrieben, hat sich die Firma um das 6er-Kollektiv geformt. Das Ziel war, Uhren mit schlichtem aber klar einzigartigen Design zu schaffen, die dennoch für eine bereitere Masse und nicht nur für High-End-Sammler verfügbar sein sollen.
    Stark inspiriert wurde Ming Thein auch von Ochs & Junior - hier gab es sogar ein paar Stücke in Zusammenarbeit v.a. in der Anfangszeit von Ming:


    Die MING / OUJ CELESTIAL I aus 2015. Quelle: [5]


    Die MING / OUJ SIMPLETON aus 2016. Quelle: [6]


    Die MING / OUJ CELESTIAL III aus 2019. Quelle: [7]

    Hier war Ming Thein vor allem für das Design zuständig - besonders die ersten beiden Uhr, die von Ochs & Junior in Zusammenarbeit mit Beat Weinmann gefertigt wurden, hatten schon das typische "MING"-Gesicht.

    Auch wenn das heutige Erscheinungsbild einer MING noch recht ähnlich ist, werden die Uhren von eigenen Zulieferern gefertigt. Dabei wird nichts Inhouse gefertigt - und MING macht daraus auch kein Geheimnis. Der Firmensitz ist in Malaysia, der Großteil der Zulieferer sitzt in der Schweiz: Zusammenbau, Regulierung und Tests werden in der Schweiz durchgeführt, während die finale Qualitätskontrolle in Malaysia stattfindet. Dort werden die Uhren auch verpackt und von dort verschickt. Der Versand einer MING Uhr nach Deutschland nimmt also etwas Zeit in Anspruch und man muss auf den Endpreis auch Einfuhr- und Zollgebühren rechnen. Da die Preise auf der Website allerdings in Schweizer Franken angegeben werden und viele Kreditkartendienstleister auch noch Umrechnungsgebühren in die Landeswährung verlangen, macht dies die Preiskalkulation leider nicht ganz einfach... Gruebeln

    Auch wenn in der Vergangenheit einige MING Uhren im Preisbereich von 1000-2000€ (wie oben bereits erwähnt etwas schwierig kalkulierbar) angeboten wurden, fertigt MING dank Partnern wie den Schweizer Werke-Spezialisten "Schwarz Etienne" oder "Aghenor" auch spezielle High-End-Stücke aus der von MING getauften "SPECIAL PROJECTS CAVE", die preislich weit davon weg sind: So wurde die MING 19.01 damals für 7.900 CHF Franken angeboten:


    Quelle: [8]

    ... oder auch die beeindruckende MING 20.01 S2 für "vollschlanke" 35.000 CHF:


    Quelle: [9]


    Diese Spezial-Uhren sind aber oft streng limitiert. Apropos limitiert: Praktisch sind alle MING-Uhren limitiert. Der Grund dafür ist keine künstliche Verknappung, sondern eine natürliche Folge von der angestrebten Firmenphilosophie und den (noch) kleinen Produktionskapazitäten.
    Im Gegensatz zu vielen anderen Marken bietet MING kein klassisches Produkt-Portfolio an. Falls es noch nicht aufgefallen ist: Die Zahl am Anfang der Referenz-Nummer entspricht i.d.R. dem Jahr, in dem die Uhr veröffentlicht wurde. MING verfolgt die Philosophie, dass ein Modell in einer bestimmten, vordefinierten Stückzahl angeboten wird. Sobald diese Exemplare verkauft sind, gibt es diese Uhr auch nicht mehr. Und zwar NIE wieder! Der Grund dafür ist lt. Ming Thein, dass er als Designer seine Kreativität ausleben möchte und viel mehr Ideen im Kopf hat, als er mit den momentanen Produktionskapazitäten in die Praxis umsetzen könnte. Daher will er sich mit seiner Marke nicht auf Brot & Butter Modelle konzentrieren, die zeitunabhängig gefertigt werden und immer verfügbar sind. Sondern eben auf immer wieder neue Modelle, die dann eben nur in limitierter Anzahl verfügbar sind. Immerhin: Bis dato lassen sich alle bisher veröffentlichen Modellen mit den damaligen Details der Website im MING Archiv aufrufen. : doppelt Daumen hoch

    Diese Modellphilosophie sowie die Tatsache, dass Ming Thein und seine Mitbegründer im Bereich der unabhängigen High-End-Uhrmacher und Sammler seit Jahren vor der Firmengründung durchaus bekannt sind, führt natürlich dazu, dass die MING-Modelle beliebte Sammlerobjekte sind.
    Dies hat natürlich von Anfang an zu einer extrem hohen Nachfrage geführt. Gut für die Firma, oftmals aber schlecht für die Kunden. Denn besonders in den ersten Jahren war das Shop-System und die Kauferfahrung bei MING sehr "durchwachsen". Ich will jetzt gar nicht näher darauf eingehen, aber die dauerhaft kaum verfügbaren Modelle in Kombination mit einer nicht transparenten Shop-Seite, wo es um jede Sekunde beim Kauf geht, haben viele Interessenten verärgert.

    MING ist diesbezüglich immerhin sehr transparent und hat auch immer wieder resümierend im hauseigenen Blog (genannt Journal) über die Probleme und anstehenden Verbesserungen gesprochen.


    17.09

    Genau um diese Uhr geht es heute! : Sabberalarm :applaus: Das Modell 17.09 wurde in zwei Varianten veröffentlicht: Burgund-Rot & Blau : doppelt Daumen hoch


    Quelle: [10],[11]

    Es handelt sich bei diesem Modell um eines der "Standard"-Modelle von MING. D.h. der Preis ist mit 1950 CHF immer noch massentauglich und im inneren werkelt ein Sellita SW330-2 - allerdings modifiziert von Schwarz-Etienne! Weitere Details und welches der zwei Modelle ich ausgewählt habe, lest ihr später :P

    Mit der 17.09 hat MING erstmalig die Art und Weise des Verkaufs verändert. Wer den Newsletter abonniert hat, wird immer über aktuelle Modelle und deren Erscheinung informiert. Dies passiert allerdings häufig recht kurzfristig nur wenige Tage zuvor. Es wird dann sogar eine Uhrzeit genannt, zu der die jeweilige Uhr veröffentlicht wird. Dies ist bei MING sehr wichtig. Denn so gut wie alle ihrer Uhren sind innerhalb kürzester Zeit ausverkauft! Den Stammkunden und bisherigen Käufern wird immer die Option auf einen "privaten" sog. "Batch" gegeben - quasi die erste Charge. In dieser Zeit ist es über einen speziellen Link möglich, sich online eine Uhr zu bestellen. Danach folgt meist ein paar Tage später der "offizielle" Release. Auch hier heißt es: Wenn die maximale Anzahl an Bestellungen eingegangen ist, ist die Uhr vergriffen.

    Was nun beginnend mit der eher massentauglicheren MING 17.09 neu war, war das erste mal ein zeitlich begrenzter freier Verkauf. D.h. es gab eine Zeitspanne von 10 Minuten (!), in der jeder Käufer auch garantiert eine Uhr erhalten wird. "10 Minuten?!" - ja, richtig gehört! Die Nachfrage war bisher so groß, dass die Uhren online oft schon nach SEKUNDEN ausverkauft waren! :bulge: Das war nicht nur für die Käufer ein Problem, sondern auch immer eine Ungewissheit für MING selbst. Durch die begrenzten Mengen hat man nie wirklich erfahren, wieviele Leute am Ende eine Uhr hätten kaufen wollen. Mit der 17.09 ging man das Risiko ein, dass man in den 10 Minuten ggf. überrannt wird :nww: Die Käufer wurden also bereits gewarnt, dass mit entsprechend langen Lieferzeiten zu rechnen ist. Man hätte sich aber mit den Lieferanten ausführlich abgesprochen und sei einigermaßen auch auf einen größeren Ansturm vorbereitet.

    Die Auslieferung dieses letzten Batches beginnt übrigens erst im März 2022 - also erst ab nächstem Monat... : zu spät Laut einem Instagram Post von MING wurden insgesamt rund 2000 (!) 17.09 Modelle verkauft - d.h. ungefähr 1550 Stück in 10 Minuten! :bulge: Die ersten exakt 450 verteilen sich auf die beiden ersten Batches - je 75x im ersten Batch für Stammkunden, je 150x im zweiten Batch für die breite Masse. Damit dürfte die 17.09 derzeit das am meisten gebaute Modell von MING darstellen.

    Gleich vorweg gesagt: Dass der Bedarf und das Interesse an MING Uhren steigt, zeigen die ersten Angebote auf einschlägigen Plattformen. Wie bei Rolex gibt es natürlich leider auch hier viele "Scalper", die nur auf Profit aus sind. Trotz der umgerechnet rund 2000€ Kaufpreis tummeln sich hier bereits Angebote ab gut 3000€ bis hin zu über 5000-6000€ am anderen Ende... 8|
    Ich gehe allerdings davon aus, dass sich der Markt etwas entspannt, sobald auch die restlichen rund 1500 Stück auf dem Markt aufschlagen. Denn dort werden mit Sicherheit auch nochmals einige Spekulanten dabei gewesen sein, die die Uhr dann nur direkt wieder verkaufen wollen. Damit sollte der Gesamtpreis etwas nach unten gehen - so meine Vermutung. Am Ende wird man als Besitzer einer 17.09 auf jeden Fall den ursprünglichen Kaufpreis wieder zurück bekommen, wenn man sich mal für einen Verkauf entscheiden sollte : doppelt Daumen hoch


    Wieso die 17.09?

    Nun, die Frage stellt sich bei MING eigtl. nicht wirklich. Denn meist sind nur ein, maximal zwei Modelle zum aktuellen Verkauf. Dazwischen - wie aktuell - gibt es oft Phasen, wo man schlichtweg keine Uhr kaufen kann. Ich wollt also einfach eine MING, die für mich in einem vernünftigen Preis-/Leistungs-Verhältnis stand. Ich hatte hier also zum damaligen Zeitpunkt "Glück", dass kein "Special Projects Cave" Modell in der Pipeline war, was ich mir hätte nicht leisten können / wollen.

    Wieso überhaupt eine MING? Nun, ich habe den Gefallen an etwas außergewöhnlichen, eleganteren Uhren gefunden. Dabei muss es nicht teuer sein oder von einer bekannten Marke - ganz im Gegenteil. Ich habe nach einem interessanten Design und stimmigen Background der Marke gesucht. Das hat mir damals schon bei Sartory Billard gefallen und so war es auch bei MING. Es ging auch ein wenig darum eine "conversation starter" Uhr zu haben. Eine Rolex, AP & Co. sieht man in bestimmten Kreisen dann doch öfter. Und wenn man mal auf einem Liebhaber-Treff (nicht nur Uhren) ist, ist so eine Uhr immer schön, um etwas darüber zu erzählen! Und um den gemeinsamen Austausch und die Begeisterung geht es beim sozialen Part dieses Hobbys doch! : doppelt Daumen hoch

    Interessanterweise bot die 17.09 dennoch genau die richtige Auswahl für mich: Die Uhr gab es wie schon erwähnt in blau und Burgund-Rot. Und mit meiner bereits vorgestellten Sartory Billard SB04 habe ich mir bereits eine wunderschöne blaue Uhr eines unabhängigen Uhrmachers gekauft 8o : Sabberalarm
    Die perfekte Ergänzung würde also eine rote 17.09 darstellen 8) Und da ich gut vorbereitet und sehr schnell war, hab ich es tatsächlich beim zweiten Batch geschafft eine komplette Bestell- und Zahlungsabwicklung in unter 60 Sekunden durchzuführen FrecheFratze : AlterSchwede : nichtbloede

    Zur Bestätigungs-Meldung am Ende hat's aber nicht mehr gereicht, da die Seite daraufhin bereits eine Fehlermeldung angezeigt hatte :weglachen2
    Bereits an dieser Stelle waren beiden Varianten komplett ausverkauft! : heul doch Wenige Minuten später kam dann aber die Erlösung per Mail: Die Bestellung wurde bestätigt und meine "Burgundy" 17.09 war eingetütet :mus:

    Kurz vor Weihnachten Mitte Dezember war es dann nach leichten Produktions-bedingten Verzögerungen soweit: Meine erste MING kam bei mir sicher an! ^^


    Quelle: [10]


    Technische Daten

    An dieser Stelle nun ein paar Details zur Uhr. Fangen wir erst mal mit den trockenen Fakten an:

    - Uhrwerk: Cal. 330.M1 – basierend auf dem Sellita SW330-2, reguliert und 250 Stunden getestet
    - Unabhängig einstellbarer Stundenzeiger ("Independent hour hand" Komplikation) - modifiziert von Schwarz-Etienne in der Schweiz, exklusiv für MING
    - 38mm Durchmesser, 10mm dick, 43.9mm Horn zu Horn ("lug to lug")
    - Edelstahlgehäuse 316L, geschlossener Gehäuseboden
    - Saphirkristallglas mit beidseitiger Entspiegelungsschicht, Laser-geschnittene Indexe gefüllt mit Super-LumiNova X1
    - 100m wasserdicht mit dreifacher Kronendichtung
    - Handgemachtes Kalbslederband (taupe) mit braunem Alcantara Leder auf der Unterseite - von Jean Rousseau Paris, Frankreich - 20x18mm Schnellverschluss mit runden Endstücken passend zum Gehäuse
    - "Flying blade" Stift-Schließe mit MING-Logo
    - Leder Reise-Rolle, handgemacht von Studio Koji Sato, Japan
    - Hergestellt in der Schweiz, Endkontrolle & Vertrieb von MING in Malaysia


    Die Details

    Der aufmerksame Leser hat schon ein paar Details erkannt, die die Uhr zu etwas besonderem machen : klasse
    Neben der wunderschönen Leder-Rolle von Koji Sato ist auch das Lederband von der Leder-Manufaktur Jean Rousseau samt Schließe wirklich extrem hochwertig und besonders! Ich liebe besonders bei solchen "regulär" bepreisten Uhren diese Details! : doppelt Daumen hoch : 10Punkte

    Am auffälligsten ist natürlich das wunderschöne rote Ziffernblatt mit einem "Clous-de-Paris" Muster. Da es sich dabei um ein sehr dunkles rot handelt, was nur bei direktem Licht auffällig wird, ist die Uhr sehr universell tragbar. Für mich ist die Uhr damit die perfekte Ergänzung zu meiner blauen Sartory Billard - Pärchen-Bilder gibt's später natürlich noch! 8o :yeah:
    Das Besondere ist aber eher das Saphirglas, welches darüber thront! Die Indexe bzw. der Index-Ring sind Laser-geschnitten und mit Leuchtmasse gefüllt! :bulge: Das gibt der Uhr eine besondere Erscheinung, da das tolle Blatt selbst keinerlei Indexe oder Markierungen besitzt : wie geil

    Mit den zweite folgenden kreativen Bildern wurde dieses Modell übrigens angekündigt:


    Quelle: [12]


    Quelle: [12]

    Damals war noch nichts über die Uhren bekannt - und mit beiden Bildern hat man auch die Farbvarianten verraten 8)


    Das Werk

    Abgesehen von den oben genannten Details und dem natürlich MING-typischen und von mir bis dato noch nicht erwähnten Gehäuse (die bisherigen und noch folgenden Bilder sprechen denke ich für sich!), besitzt die 17.09 nicht wirklich etwas besonderes.

    Tja, bis eben auf das Werk! Verbaut ist als Basis ein Sellita SW330-2, was eigtl. eine GMT-Werk ist. Es wurde von der Traditions-Schmiede Schwarz-Etienne in der Schweiz modifziert, so dass der eigtentliche Stundenzeiger auf der GMT-Zeiger-Welle sitzt. Dafür notwendige Anpassungen wurden an den entsprechenden Zahnrädern vorgenommen. Dadurch lässt sich der Stundenzeiger in der zweiten Kronen-Position wie bei einer GMT-Uhr bei laufendem Werk anpassen. Er springt mit jeder Rastung eine Stunde vor. Laut Ming Thein soll dies v.a. bei internationalen Reisen das Verstellen der Zeitzonen einfacher und komfortabler machen. Braucht man dies wirklich? Naja, eigentlich nicht ;)
    Ich persönlich finde es eine nette Spielerei und finde es schön, dass MING nicht nur ein Standard-Werk in eine recht günstige Uhr rein knallt. Allerdings gab es mit dieser kleinen Komplikation genau das - Komplikationen. :wacko: :schade:


    Komplikationen

    Das Problem bei den ersten ausgelieferten Uhren war, dass die Verstellung des Stundenzeigers in der zweiten Kronenposition dazu geführt hat, dass besagter Zeiger "hinterherhinkte". Die ersten Berichte klangen dramatisch, viele Erstkäufer haben sich beschwert, dass die Uhr konstruktionsbedingt fehlerhaft war.
    Der Fehler wurde aber recht früh erkannt - MING hat dazu später im eigenen Journal einen ausführlichen Artikel über die Problematik verfasst. Daher will ich an dieser Stelle gar nicht näher darauf eingehen - alle bis dato betroffenen Uhren wurden von MING zurückgenommen und wurde in der Schweiz repariert. Zu diesem Zeitpunkt wusste man schon an was es lag und Schwarz-Etienne hat nachkorrigiert. Wer den soeben verlinkten Artikel nicht gelesen hat: Es handelte sich dabei um keinen Konstruktionsfehler von SE, die bereits DEUTLICH kompliziertere Werke konstruiert und gefertigt hatten, sondern eine undokumentierte Änderung der Sellita-Basiswerke, als während der Konstruktion des 17.09 Werks das Nachfolge-Modell des SW330-1, nämlich das SW330-2, eingesetzt wurde. Man ging davon aus, dass hier eine 100%ige Kompatibilität gegeben war - es hat sich danach leider herausgestellt, dass dies am Ende nicht so war.

    Alle Uhren des zweiten Batches wurden dann bereits im Vorfeld mit der überarbeiteten Konstruktion gefertigt, so dass ich letztes Jahr eine bereits korrekte Variante erhalten habe : doppelt Daumen hoch


    Wichtig vor dem Kauf einer gebrauchten 17.09!

    Fairerweise fühle ich mich verpflichtet, an dieser Stelle einen kleinen aber wichtigen Hinweis zu geben: Selbst die korrigierte Variante des Werkes weist eine Besonderheit auf, der man sich bewusst sein muss. Sobald die Stunden über die zweite Kronenposition verstellt werden, muss zwingend die Krone ein Mal zurückgedreht werden, damit der Verstell-Mechanismus entkuppelt wird! Tut man dies nicht, ergibt sich das gleiche Fehlerbild wie oben beschrieben - der Stundenzeiger hinkt irgendwann hinterher. Die Thematik wird zwar im Anschreiben, welches der Uhr beiliegt, erläutert und auch auf der Website findet sich ein entsprechender Hinweis zur Uhr - selbst ein Tutorial-Video wurde ergänzt.

    Dennoch war auch ich zu der Zeit damals darauf reingefallen, weil ich diesen Hinweis natürlich nicht gelesen hatte. Zu aller erst war ich nach wenigen Tagen enttäuscht, dass auch ich offenbar noch ein "fehlerhaftes" Uhrwerk bei meiner Uhr verbaut hatte. Nach etwas Recherche und eigenen Tests habe ich aber dann herausgefunden, dass dies bei Befolgung des Hinweises nicht passiert und die Uhr damit einwandfrei zu stellen ist! Das sollte allen Interessenten bewusst sein, wenn sie sich für eine 17.09 vom Zweitmarkt interessieren. Auch sollte hier dann zwingend erfragt werden, ob die Uhr aus dem allerersten Batch stammt und dort bei der Rückrufaktion auch wirklich ausgebessert wurde!


    Fazit

    Ich bin mit meiner MING 17.09 wirklich SEHR zufrieden! Die Uhr ist besonders, genau so fotogen und interessant wie auf den Bildern und die Qualität & Verarbeitung sind für den Preis hervorragend! Das Lederband ist ebenso schön wie angenehm zu Tragen und wirkt sehr hochwertig. Dazu kommt der für mich perfekte Tragekomfort - 38mm hören sich erst klein an, die Uhr wirkt optisch aufgrund einer fehlenden Lünette und den weit auslaufenden Hörnern allerdings größer am Handgelenk. Schon bei diesem Basis-Modell kann ich die Begeisterung und Leidenschaft für die Marke absolut nachvollziehen : applaus : Applaus Mannschaft

    Auch wenn MING mit der Abwicklung oder solchen Fauxpas' noch Probleme hat, darf man nicht vergessen, dass es sich hier um eine EXTREM junge Marke handelt - vor allem in der Luxusuhrenbranche! Ich bin also der Meinung, dass man so etwas noch als "Wachstumsbeschwerden" bewerten kann und man merkt jetzt schon, dass Ming Thein und sein Team regelmäßig Fortschritte machen.
    Ich wünsche den Damen und Herren auf jeden Fall weiterhin viel Eigenständigkeit & Erfolg auf dem weiteren Weg und bin mir sehr sicher, dass MING künftig noch beliebter sein wird als jetzt schon! :flw:

    An dieser Stelle kommt das unvermeidliche, hab euch schließlich schon wieder lange genug auf die Folter gespannt: :wortlesswithoutpics


    Und nun die Boni-Runde der besonderen Edlen Eisen ^^



    Damit habe ich nun ein weiteres tolles Duo in meiner Sammlung ^^

    Ich bedanke mich recht herzlich für's Lesen & Angucken und verbleibe wie immer mit den besten Grüßen! :hatoff:

    - Daniel


    Quellenangaben:

    [1] https://revolutionwatch.com/in-conversatio…f-ming-watches/
    [2] https://blog.mingthein.com/aboutcontact/
    [3] https://masterhorologer.com/2019/07/18/min…nd-collections/
    [4] https://ming.watch/pages/about-us
    [5] https://ming.watch/collections/sp…ing-celestial-i
    [6] https://ming.watch/collections/sp…-ming-simpleton
    [7] https://ming.watch/collections/sp…g-celestial-iii
    [8] https://www.ablogtowatch.com/ming-19-01-watch/
    [9] https://ming.watch/collections/sp…-20-01-series-2
    [10] https://ming.watch/collections/ar…-17-09-burgundy
    [11] https://ming.watch/collections/ar…ming-17-09-blue
    [12] https://ming.watch/blogs/journal

    Besten Dank Claus! ^^ Ich gebe dir absolut recht - es gibt wirklich viel, was gegen eine Panerai sprechen würde. Zum Glück sind mir v.a. Marketing & Co. bei einer so traditionsreichen Marke ziemlich egal, wenn am Ende das Produkt passt. Und wenn man das noch für den richtigen Preis bekommt, spricht aus meiner Sicht erst recht nix dagegen 8) Daher bin ich aktuell froh, dass Panerai momentan eher eine verschmähte Marke ist - das macht die Preise attraktiver FrecheFratze

    (Übrigens gibt's für dich heute Abend noch einen besonderen Beitrag von mir hier im Forum :flw: )


    Ha Daniel, dann kannst Du endlich auch zwei Uhren gleichzeitig tragen SchuechternKichern

    Rotgold ist auch genau mein Beuteschema, die 6012 in Rotgold ist mein ewiger Traum : like

    Vielen lieben Dank für die ausführliche Vorstellung, die Panerai kannst Du prima tragen, die paßt perfekt an Deinen Arm.

    :YoureTheMan

    Haha, danke Rudi :D Doppel-Gold wäre mal eine absurde aber lustige Idee für ein Uhren-Treffen :weglachen2

    Danke für das Kompliment - finde auch, dass mir die Uhr gut steht! : doppelt Daumen hoch

    Ich kann also jede Zeile von Dir nachvollziehen.
    Bezüglich Uhr kann ich nur sagen, alles richtig gemacht und sie steht Dir ausgezeichnet.

    Karsten, besten Dank auch dir für das Kompliment! : verliebt Lustig, dass auch du an dieser Stelle schon der zweite bist, der mehr oder weniger ungeplant auf eine Panerai gestoßen ist! Das spricht denke ich absolut für den emotionalen, nicht-rationalen Reiz der Uhren. : doppelt Daumen hoch

    Knallhart, es wird gülden! : crazy

    Respekt, lieber Daniel, immer wieder für eine Überraschung gut! Eine goldene Panerai hätte ich jetzt nicht erwartet, ich wusste bis dato nicht einmal, dass es auch goldene Einsatzuhren gibt FrecheFratze
    Gleichwohl wie immer maximal bereichernde Vorstellung, die ich mir auch noch mal in Ruhe reinziehen muss, nicht nur schnell und schlampig beim Frühstück. ^^

    Gerade der Rücken sieht aber schon mal echt schick aus, der Kontrast von Technik zu Gold hat was. Erstaunlich gut passt auch die ultrafeine Hentschel und die doch eher grobe italienische Militäruhr zusammen...

    Wie immer: besten Dank für die Vorstellung und der dahinter steckende Aufwand! :YoureTheMan

    Danke Tobi! Auf das Thema "goldene Panerais" geh ich bei den späteren Kommentaren noch ein ;)

    Ja ich war bei dem Duo auch überrascht, wie gut die Uhren zusammenpassen. Vor allem die eine mit hellem Blatt, die anderen mit dunklerem - für alle Gelegenheiten gerüstet ^^

    Danke auch für die Anerkennung der Vorstellung(en). Für das sympathischste Uhrenforum der Welt mach ich das natürlich gerne ^^ : yourock
    Tatsächlich sind es aber mit (Bilder-)Recherche oft ein paar Stunden, die dafür drauf gehen. Daher nochmals: : dankeschoen

    Alter Schwede, der Meister macht seinem Ruf wieder alle Ehre ! : 10Punkte Alles andere hätte mich aber auch enttäuscht ! :yeah:

    Überflüssig zu sagen, dass eine Panerai in jede gute Sammlung gehört. Dass es diese Ikonen aber auch in Rotgold gibt, wusste ich bisher auch nicht, sieht aber gut aus und passt zur Uhr.
    Mein Favorit wäre auch eine Variante ohne den mächtigen Kronenschutz, mir gefällt die freistehende Krone und das schlichte Gehäuse.
    Oder die California, die ist auch Kult. Auf alle Fälle ist das Italo-Design bei jeder Panerai einfach sensationell schlicht und gut!
    Übrigens (vermutlich nur für mich relevant): Panerai hat auch ganz tolle Metallbänder ! Wenn auch an eine Italienerin auf jeden Fall fettes Leder gehört, ist das Metallband toll gemacht und auch eigenständig im Design.
    Was ich mich schon oft gefragt hatte:
    Warum eigentlich jammert bei einer Panerai niemand über eine fehlende Taucherlünette? Bei allen anderen Uhren würde jeder sagen: Keine Lünette --> keine Taucheruhr.

    Dir viel Freude beim Tragen und Betrachten deiner schönen Italienerin !

    Danke Andi, auch für den dezent unterschwelligen Druckaufbau im Einleitungssatz FrecheFratze

    Auch bei dir sag ich zum Thema Gold & Panerai später noch was dazu ;)

    Und, ein wahrer Kenner! Wir verstehen uns ja als Stahl-Brüder ganz gut in der Hinsicht :D Kaum jemand weiß, dass Panerai auch richtig schicke Stahlbänder im Angebot hat! Das macht die Dinger zwar insgesamt zu extrem schweren Panzern, aber das ist ja mehr oder weniger genau das, was man will 8)
    Ich hechte tatsächlich schon seit langem einer 42mm Luminor am Stahlband hinterher... wer weiß, vll. schlag ich da irgendwann mal zu! :yeah:

    Was die Lünetten betrifft: Gute Frage! Kann ich dir ehrlich gesagt gar nicht beantworten. Im aktuellen Sortiment bietet die "Submersible" Reihe (basierend auf der Luminor) ja nach heutigen Maßstäben "echte" Taucheruhren mit Taucherlünette an. Wieso aber gerade im militärischen Umfeld früher keine solche Lünette gefragt war, wundert mich auch etwas. Denke aber eher, dass das Timen militärischer Manöver wichtiger war, als eine Zeit-Mess-Funktion. Ist aber natürlich nur eine Laien-Vermutung. Wäre an der Stelle auch mal interessant zu wissen, welcher bekannter Hersteller als erster eine Taucherlünette im heutigen Stil angeboten hat??

    Wieder ein heißer Fang, Daniel - und dann noch die fast schon gewohnt-launig-detailierte Vorstellung ! : klasse :YoureTheMan
    Ich hätte wohl auch eine Wette verloren, wenn das Thema "Gibt es Panerais in Gold ?" aufgeworfen würde - entsprechend überrascht war ich, daß es sie tatsächlich gibt.
    Und was für eine ideale Ergänzung zur Hentschel - von "Aufsichtsrats-Sitzung zu After-Work-Party" mit nur einem Wechsel ! ^^ :sensation:
    Jetzt bin natürlich gespannt, an welches Band Du sie legst, wenn Du sie im Sommer in ihr zweites natürliches Habitat - ins Wasser - läßt ! [...]

    Danke lieber Richard! ^^ Sehr gerne.

    Ja, du bringst es auf den Punkt: "von "Aufsichtsrats-Sitzung zu After-Work-Party" mit nur einem Wechsel!" :weglachen2 :rofl:
    Puh, ob ich die kleine im Sommer wirklich baden lassen, sei jetzt mal dahingestellt : crazy Ich traue meinen Uhren ja so einiges zu, aber ich glaube das fällt fast in die Kategorie "muss jetzt nicht unbedingt sein FrecheFratze "

    Jetzt kann ich mich ja nach der dritten Nachricht zu goldenen Panerais endlich mal zu Wort melden: WIE, IHR WUSSTEST NICHT DASS ES GOLDENE PANERAI UHREN GIBT?!?! Hat denn bei euch das absurde Marketing GAR NICHTS GEBRACHT?! : muaha ich hau mich wech!

    Aber im Ernst: Zu der Zeit als ich mich mit der Marke intensiver beschäftigt habe, war das mit das erste, was mir aufgefallen ist. Es gibt sogar das absolute Toolwatch-Modell, eine Submersible, in Vollgold:


    Quelle: panerai.com

    Macht mal so gar keinen Sinn, aber ich muss zugeben: Leider geil! :o:

    Besonders in jüngster Vergangenheit versucht Panerai immer mehr den Weg einer "Luxus-Marke" einzuschlagen und bietet neben Gold ja auch Carbon und allerlei speziellere Verbundstoffe an. Das Thema Materialien steht bei Panerai wie beim Vorbild Hublot immer mehr im Fokus. Ich finde so etwas prinzipiell sehr interessant, allerdings passt das meiner Meinung nach nicht zu Panerai. Wenn eine Verbundstoff-Panerai plötzlich 20-30 tausend Euro kostet, ist das m.M.n. zu viel für die Marke. Bei Gold lass ich mir das noch eingehen, aber es gibt schon verdächtig viele Panerai-Modelle in diesem Preisbereich. Nach heutigen Maßstäben würde ich eine Panerai im Preissegment zwischen 4 und 10 tausend Euro sehen, je nach Werk und Komplikation.

    Lieber Namenskollege, auch dir besten Dank für dein Feedback - hat mich sehr gefreut! :ash: :flw:

    Fairerweise muss ich zugeben, dass ich früher wirklich mal nebenberuflich als Redakteur tätig war, allerdings im Technik-Bereich. Das ist aber zum einen schon ein Weilchen her und zum anderen gebe ich mir heute viel weniger Mühe bei der Ausformulierung, da die Recherche und das verständliche Rüberbringen meiner Fokuspunkte schon so viel Zeit in Anspruch nimmt, dass ich da meine rhetorischen Aspekte bewusst etwas schleifen lasse :P Wie weiter oben schon am Rande erwähnt kostet so eine Vorstellung jetzt schon Stunden, dass noch perfekt auszuformulieren würde dann leider meinen zeitlich begrenzten Rahmen doch ziemlich sprengen : sorry


    Besten Dank auch dir für dein Feedback, "echter" Namenskollege :D

    Du sagst es, Panerais Geschichte hat hier wirklich MASSIG zu bieten! : doppelt Daumen hoch Für mich eine der interessantesten Marken überhaupt, heute leider durch viele (oft selbst verursachten) negativen Aspekte unterschätzt. V.a. das Thema Mare Nostrum & die Radium Girls wollte ich eigtl. auch in meiner Vorstellung erwähnen - allerdings hätte das dann definitiv den Rahmen gesprengt : sorry Am Ende soll es für euch ja noch ohne lebenserhaltende Maßnahmen lesbar bleiben :P

    Dass ich den Weg der Vernunft schon längst verlassen habe, zeigte zuletzt meine Vorstellung der Zenith Defy "Classic" Skeleton Ceramic. Heute kommt quasi ein zweiter Teil davon, der wieder mal zeigt, dass Uhren ein rein emotionales Hobby sind, wo Sinn und Verstand auch mal frei haben dürfen FrecheFratze

    :relax2: (<- v.l.n.r.: Sinn, Verstand)


    Der Glanz von Gold oder: Die Verflossene

    Nachdem ich meine Panerai Luminor Marina Ref. PAM 111 meinem besten Jugendfreund vermacht habe, stand ich recht leer da, wenn es um sportlich-klassische Brummer mit dem typischen Italienerinnen-Gesicht geht. Der Grund, wieso ich die Uhr abgegeben habe, war einfach: Besagter Freund schwärmte schon seit langem für die 111er und immer wenn wir uns sahen, war er begeistert. Rolex, AP & Co. fand er alles toll wenn ich sie ihm gezeigt habe, aber er wollte immer nur die PAM. Da er finanziell nicht so "unabhängig" wie ich ist und ich ihm viel in alten Zeiten zu verdanken hatte, hab ich ihm die Uhr letztes Jahr zu einem symbolischen "Vorzugspreis" angeboten - ein Angebot, was er von meiner Seite aus nicht ablehnen konnte durfte :aetsch: : heul doch

    Wirklich losgekommen bin ich von Panerai allerdings nie. Wie bei IWC dachte ich, dass ich die Marke gemäß der englischen Floskel "Been there done that" abhaken konnte. Dem war aber nicht so! Echte Alternativen bei dieser Marke gab es für mich allerdings nie. Die PAM 111 war für mich immer DIE Panerai, die einfach alles hatte, was eine Panerai braucht - nicht mehr und nicht weniger: Ein Luminor-Modell mit Sandwich-ZB, kleiner Sekunde auf der 9, Glasboden und klassisches ETA- bzw. Unitas-Werk gepaart mit eine ordentlichen Wasserdichtigkeit.


    Meine alte Panerai Luminor Marina - Ref. PAM111

    Allerdings gab es da noch die andere interessante Modellreihe von Panerai: Die Radiomir! :klug:


    Radio... aktiv?

    Früher ja, heute natürlich nicht mehr. Historisch bedingt war die "Radiomir" Baureihe die erste, auch wenn die "Luminor" Uhren heutzutage wohl eher dem "typischen" Panerai-Look entsprechen. Während der erste Radiomir-Prototyp allerdings bereits 1936 der italienischen Marine und deren "Froschmänner", für die die Uhren gebaut wurden, vorgestellt wurde, wurde die Luminor erst 1955 bzw. 1956 mit diesem Namen auf dem Ziffernblatt angeboten. In dieser Zeit gab es eine längere, nicht klar definierte Übergangsphase. Bereits 1949 wurde mit "Luminor" die eigentlich so lautende Leuchtmasse von Panerai patentiert.


    Die Referenz 3646 - die erste, die 1938 nach abgeschlossenen Test-Phasen an die italienische Marine ausgeliefert wurde. Quelle: [1]

    Den typischen Kronenschutz der heutigen Luminor-Uhren gab es allerdings erst 1955, also 6 Jahre später. Auch in dieser Zeit wurden viele Panerai Uhren noch mit dem Logo "Radiomir" bzw. "Marina Militare" angeboten, obwohl sie nach heutiger Unterteilung vom Gehäuse und damit der Optik ganz klar bereits "Luminor" Modelle waren. 1956 kam dann so langsam der Wechsel und die typische "Luminor" war geboren. Die "Radiomir" getaufte Leuchtmasse, die bereits 1916 (!) von Panerai patentiert wurde, gehörte damit immer mehr der Vergangenheit an.


    Das damalige US-Patent von 1960 für den 1955 veröffentlichten Panerai-einzigartigen Kronenschutz, genannt "tight seal device". Er ermöglichte den Panerai-Uhren eine damals sehr beeindruckende Druckfestigkeit von 200m! Quelle: [1]


    Während die ersten Luminor-Prototypen immer noch "Radiomir" auf dem ZB hatten, gab es einige Abwandlungen mit "Marina Militare" und "Luminor". Alle diese Modelle, mit oder ohne dm neuen Kronenschutz, wurden unter der Referenz 6152-1 geführt. Sie hatten als Werke damals entweder ein Rolex Kaliber 618, was "exklusiv" von dem damaligen Brot- und Butter-Hersteller "Cortebert" für Rolex hergestellt wurde, oder später auch ein Angelus 240 mit einer nicht nur zu der Zeit beeindruckenden 8-Tage-Gangreserve (daher auch die heutigen 8-Days-Modelle von Panerai). Quelle: [1]


    Quelle: [1]


    Heute nicht mehr zu sehen: Optisch klar eine Luminor, damals noch mit Radiomir Schriftzug auf dem ZB. Quelle: [1]


    Das Angelus 240 mit beeindruckender 8-Tage-Gangreserve! Quelle: [1]


    Das ältere Rolex 618 Kaliber. Oft hört man, dass in früheren Uhren Rolex-Werke verbaut waren. Das ist zwar nicht falsch, die Werke stammten damals aber eigtl. von "Cortebert". Wer die Geschichte von Rolex ein wenig kennt, weiß, dass die Marke früher fast ausschließlich auf Zulieferer angewiesen war. Quelle: [1]


    Einsatzzeitmesser

    Genau genommen ist Panerai eine der wenigen Firmen, die jahrzehntelang ECHTE "Einsatzzeitmesser" gebaut haben. So kam es tatsächlich erst 1993 ( :bulge: ), dass Panerai seine Uhren (damals die Luminor & Luminor Marina mit kleiner Sekunde) auch der zivilen Öffentlichkeit angeboten hat. Bis dahin war eine Panerai rein für militärische Zwecke gedacht und gebaut!


    Ein italienisches Werbeplakat für die damals erste der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Panerai Uhr: Die Referenz 5218-201/A, Spitzname "Logo". Quelle: [1]


    Die Referenz 5218-201/A, Spitzname "Logo" - damit hat es für die Zivil-Gesellschaft begonnen! Quelle: [1]


    Die Radiomir heute

    Im heutigen Sortiment gibt es natürlich auch die Radiomir wieder - natürlich nur vom Gehäuse-Stil, als Leuchtmasse wird heute natürlich eine nicht-radioaktive Leuchtmasse wie in den Luminor-Modellen verwendet. Ob Panerai heute wie viele Schweizer Hersteller auf Zulieferer-Marken wie "Superluminova" setzt oder immer noch seine eigene Leuchtmasse verwendet, ist mir aktuell leider nicht geläufig. Geblieben ist allerdings das ikonische Gehäuse-Design mit den charakteristischen Bandanstößen. Im englischen "wired lugs" genannt, da diese früher ans Gehäuse angelötet wurden - heute ist dies über Verschraubungen und zweiteilige Stege gelöst, die nur die klassische Optik widerspiegeln sollen und damit auch das unkomplizierte Bandwechseln möglich machen.


    Einsatzuhren mit historischer Relevanz - was ist daran nun unvernünftig?!

    ... wird sich jetzt vll. der ein oder andere Uhrenliebhaber denken. Nunja, bisher noch nichts :D Es gibt da allerdings so ein Problem mit Panerai-Uhren. Neben der Größe, die bei klassischen Modellen i.d.R. zwischen 42-47mm liegt (mit Ausreißern in beide Richtungen), ist es vor allem die Modellvielfalt. Es gibt viele Varianten und oft kommen diese (bewusst) mit Kompromissen daher. Will man ein Datum, ist oft der Gehäuseboden geschlossen und zeigt nicht das schöne Uhrwerk. Hat man einen Glasboden, fehlt u.U. eine Komplikation. Die "eierlegende Wollmilchsau" gibt es bei Panerai oft nur bei den teureren Modellen, die dann aber oft auch aus anderen Gehäuse-Materialien bestehen, die den Preis weiter nach oben treiben :wacko:

    Optisch mit am Besten gefallen hat mir die schlichte Panerai Radiomir "Black Seal":


    Mein damaliger Radiomir-Favorit: Die "Black Seal" Ref. PAM 183 ohne Logo. Quelle: [2]

    Das einzige was mich daran etwas neben dem exotischeren Logo auf dem ZB gestört hat, war die Größe von 45mm. :wacko: Ja, Panerai-Uhren trägt man i.d.R. groß und vom Stil kann man das auch an dünneren Handgelenken durchgehen lassen. Bequem sind die Uhren dank Leder- oder Kautschukbänder nämlich auch an kleineren Handgelenken : doppelt Daumen hoch
    Allerdings bin ich mit der Zeit immer mehr von größeren Uhren abgekommen. Ich wusste vor dem Kauf, dass es zeitgenössische Radiomir-Modelle auch in 42mm gibt. Allerdings musste ich da dann auch eine Uhr mit ebenso schlichtem Sandwich-Blatt und Glasboden finden - das waren meine persönlichen Voraussetzungen.


    Wie es der Zufall will...

    Nach etwas stöbern in diversen Online-Angeboten bin ich dann zufällig auf eine richtig heiße Referenz gestoßen: 42mm, schlichtes Sandwich-Ziffernblatt, Glasboden UND sogar ein schickes und klassisches "Manufaktur-Werk" mit Handaufzug! : AlterSchwede : wie geil
    Mit klassisch meine ich, dass das Werk auf dem Piaget 838P basiert und zu den etwas älteren Panerai-Manufakturwerken gehört.


    Das wirklich schicke Panerai Kaliber P.999, basierend auf dem Piaget 838. Quelle: [3]

    Panerai hat erst recht spät angefangen, "eigene" Werke zu fertigen. Meines Wissens wird davon bis heute alles 100% von Zulieferern gefertigt. Während früher oft hochwertige Basiskaliber von anderen Manufakturen (wie eben besagtes Piaget-Werk) genutzt wurden, werden die Kaliber heute für Panerai exklusiv gebaut. Will heißen - nicht VON, aber exklusiv FÜR Panerai gefertigt. Jaja, die Definition von "Inhouse" ist bekanntlich SEHR dehnbar :p:
    Zur aktuellen Werke-Situation bei Panerai-Uhren will ich an dieser Stelle gar nichts sagen - leider ist deren Marketing momentan ziemlich daneben, v.a. auf "sozialen" Medien - es werden Fake-Panerais von anderen Nutzern beworben, ETA-Werke werden auf Bildern als "Inhouse" bezeichnet... 8|

    Auf jeden Fall ist das verbaute Werk wunderschön und dank des klassischen und nicht supermodernen Erscheinungsbildes genau passend für die Radiomir, die ich mir vorstellte :applaus:

    Jaaa... am Ende gab es dann nur noch ein kleines feines Detail, was ich nicht geplant hatte: Besagte Referenz war aus 18 Karat Massivgold FrecheFratze :ratlos: Gruebeln
    Nachdem ich dann aber bei genauerer Betrachtung das rotbraune Alligatorleder-Band gesehen habe, dass der Uhr den perfekten eleganten Look gegeben hat, war ich verliebt : Sabberalarm : 10Punkte

    Kurz darauf folgte aber die Ernüchterung: Die von mir hier gefundene Referenz PAM 439 war schon seit fast 10 Jahren (!) nicht mehr im aktuellen Sortiment, demnach also nicht mehr neu zu haben! :&:
    Die einzige Alternative wäre die PAM 336 gewesen, die im Endeffekt identisch mit der 439 ist, nur 1-2 Jahre früher erschien und auf 500 Stück limitiert war. Das kleine aber feine Unterschied: Das gesamte Gold-Gehäuse ist nicht poliert, sondern gebürstet / satiniert!
    Das würde zum einen aber nicht so gut bei einer eher eleganten Uhr passen, zum anderen ist auch diese Referenz aufgrund der Limitierung noch seltener zu finden...
    Und auf eine zigfach polierte oder noch verkratze Gold-Uhr hatte ich keine Lust... TraurigWinken


    New Old Stock

    Die Radiomir war für mich schon immer die "klassischere" Panerai. Was historisch ja auch akkurat ist. Das elegantere Erscheinungsbild war also von Anfang an gewollt. Ebenso baut die Radiomir je nach Referenz deutlich schmaler als eine Luminor, was der eleganten Erscheinung natürlich zugute kommt : doppelt Daumen hoch
    Das die Uhr nun aus Gold - genau genommen dem von mir heutzutage bevorzugten Rotgold - gefertigt wurde, hat mich rein optisch gar nicht gestört. Ehrlich gesagt ganz im Gegenteil: Die 439er sah rattenscharf aus! : AlterSchwede : wie geil :gold:

    Nein, das Problem war viel mehr der Preis: Eine Vollgold-Panerai war eigtl. so gar nicht in meinem Budget FrecheFratze

    Aber auch hier kam schon die nächste Fügung: Ich habe tatsächlich genau diese Referenz noch EIN mal als "new old stock" gefunden! :bulge: 8o Der mir nicht unbekannte europäische Händler konnte die Uhr mit neuem Lederband und aktuell gestempelter Garantiekarte anbieten :mus: : AlterSchwede :YoureTheMan
    "Aktuell" heißt zum Zeitpunkt der Vorstellung übrigens 2021 - seit Sommer habe ich das Schätzchen schon in meiner Sammlung :o:

    Nachdem ich gesehen habe, dass die Uhr allerdings dennoch leichte "Gebrauchsspuren" hatte (die Uhr lag wohl länger bei Konzis im Schaufenster bzw. Ausstellungsstück rum), habe ich noch entsprechend verhandelt und konnte so einen hervorragenden Preis erzielen, für den man heute nicht mal mehr eine Stahl-Rolex bekommt 8)

    Damit war es besiegelt: Ich habe mir eine 18k Gold-Panerai gekauft :weglachen2 Vernünftig? Nein. Geil? Aber sowas von!! : muaha :laola:


    Überraschungen...

    ... der bösen Sorte gab es sonst zum Glück keine :gl: Allerdings hat mich an der Uhr dann doch eines POSITIV überrascht: Da in der Uhr ein Handaufzugswerk verbaut, habe ich nicht mit einer verschraubten Krone gerechnet?! : crazy Ja, richtig gehört. Die Uhr hat eine verschraubte Krone und damit hat die elegante Gold-Panerai dennoch 100m Druckfestigkeit : wie geil Viel cooler ist aber, wie die Verschraubung gelöst wurde - sobald die (sehr schicke!) Gold-Krone aufgeschraubt wird, springt diese mit einer Feder etwas nach außen. In dieser Position kann die Krone einfach zum Aufziehen oder Stellen der Uhr verwendet werden. Das wieder zuschrauben geht denkbar simpel und ist im Endeffekt auch nichts besonderes - man drückt die Krone wieder an und fängt an im Uhrzeigersinn zu drehen. Das Besondere ist allerdings, dass durch das Andrücken im Gegensatz zu vielen anderen Verschraubungen die Krone komplett vom Aufzieh-Mechanismus entkoppelt wird, so dass man nicht bei vollaufgezogenem Werk Gefahr läuft, dass das Federhaus "überdreht" wird : doppelt Daumen hoch Das Ganze funktioniert in der Praxis einfach hervorragend - im Gegensatz zu anderen Herstellern ist diese Verschraubung absolut hakel- und fehlerfrei zu bedienen! Jedes Mal wenn man die Uhr verschrauben will, greift das Gewinde sofort ohne das man das Gefühl hat, man hat jetzt nicht den richtigen "Einstiegspunkt" erwischt. Ich weiß nicht wie das Gewinde geschnitten wurde - die Funktion ist aber dadurch hervorragend : doppelt Daumen hoch

    Ich stelle mir schon immer wieder die Frage, ob ich diese Uhr gebraucht hätte. Oft frage ich mich, welche Uhr in meiner Sammlung redundant ist oder welche ich mit einer anderen ersetzen könnte. Dies ist der analytische Part des Hobbies bei mir. Allerdings kommen mir solche Gedanken bei der Radiomir (bisher) nie: Ich mag die Uhr einfach! Es gibt keinen besonderen Grund, ich brauche keine spezielle Gelegenheit um die Uhr zu tragen. Wenn mir danach ist, trage ich sie! ^^ Und so sollte es am Ende meiner Meinung nach sein. Und wie so oft siegen die Emotionen, das Bauchgefühl - nicht das, was der Kopf meint! : verliebt

    An dieser Stelle will ich euch aber nicht weiter langweilen, denn: :wortlesswithoutpics

    :stop:

    Als kleinen Bonus gibt es an dieser Stelle ein "Duett" für die Sinne - die Radiomir hat sich als perfekter "Partner" für meine Hentschel H1 entwickelt, so dass ich euch auch dieses Duo nicht vorenthalten möchte ^^


    In diesem Sinne bedanke ich mich erneut für's Lesen & verbleibe wie immer mit den besten Grüßen :hatoff:

    - Daniel


    Quellen:
    [1] https://www.timeandwatches.com/p/history-of-panerai-luminor.html
    [2] https://www.zeitauktion.com/de/Panerai-Rad…AM00183-2107603
    [3] https://watchbase.com/panerai/caliber/p-999