Beiträge von Christopher

    Zitat von Chronometres

    Ich habe mal den Link zur "Roten Pest" verfolgt und dort gelesen, dass es wohl an den Metallarmierungen der Bänder lag. Diese wurden durch einen Materialfehler freigelegt und haben den Rost verursacht.

    Ehrlich gesagt halte ich das für Quatsch.
    So einfach kann es nicht sein, ich habe gestern nachmittag das Silikonband an meiner 857 abgemacht,
    weil mir das mit dem Rost keine Ruhe ließ. Und siehe da... :shock:

    Und das nach ca. sechs Wochen!

    In meiner ersten Panik habe auch ich keine Fotos gemacht, sondern nur schnell penibelst alles entfernt. Erst
    hinterher fiel mir ein , dass ein Foto klasse gewesen wäre. Da ich die Uhr ja fleißig weiter tragen werde,
    hole ich das aber nach. Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass das nicht wieder auftreten wird.

    Das Band ist übrigens unbeschädigt.
    Die Federstege sahen aus, wie aus dem Ei gepellt.

    Jetzt weiß ich dann aber auch, warum Sinn das Bandwechselwerkzeug direkt beim Silikonband mitliefert.
    Ein Zettel mit dem Hinweis auf regelmäßige Demontage und Entrostung wäre dazu auch noch angemessen.
    Mir wäre es auch wichtig zu wissen, ob die ganze Rosterei die Tegimentierung beschädigt. Müsste ja
    eigentlich...

    Alfasud, ich habe einen Alfasud... :cry:

    Zitat von Chronometres

    Ich habe mal den Link zur "Roten Pest" verfolgt und dort gelesen, dass es wohl an den Metallarmierungen der Bänder lag. Diese wurden durch einen Materialfehler freigelegt und haben den Rost verursacht.

    Ehrlich gesagt halte ich das für Quatsch.
    So einfach kann es nicht sein, ich habe gestern nachmittag das Silikonband an meiner 857 abgemacht,
    weil mir das mit dem Rost keine Ruhe ließ. Und siehe da... :shock:

    Und das nach ca. sechs Wochen!

    In meiner ersten Panik habe auch ich keine Fotos gemacht, sondern nur schnell penibelst alles entfernt. Erst
    hinterher fiel mir ein , dass ein Foto klasse gewesen wäre. Da ich die Uhr ja fleißig weiter tragen werde,
    hole ich das aber nach. Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass das nicht wieder auftreten wird.

    Das Band ist übrigens unbeschädigt.
    Die Federstege sahen aus, wie aus dem Ei gepellt.

    Jetzt weiß ich dann aber auch, warum Sinn das Bandwechselwerkzeug direkt beim Silikonband mitliefert.
    Ein Zettel mit dem Hinweis auf regelmäßige Demontage und Entrostung wäre dazu auch noch angemessen.
    Mir wäre es auch wichtig zu wissen, ob die ganze Rosterei die Tegimentierung beschädigt. Müsste ja
    eigentlich...

    Alfasud, ich habe einen Alfasud... :cry:

    Mit einigen Deiner Vermutungen dürftest Du schon ganz richtig liegen.
    Welcher Landser konnte schon dauernd zum Sattler rennen, wenn ihm mal wieder ein Band gerissen ist???

    Aber hier geht es ja um die Geschichte der UNTERLAGENbänder im Allgemeinen, die
    der BW im Speziellen und ursprünglich weniger um die Entstehung der Durchzugsbänder.
    Unterlagen finden sich an allen Bandvarianten, und ein Durchzugsband benötigt nicht zwingend eine Unterlage!

    :wink:

    Allerdings hatte ich mich weiter oben ja auch schon mal kurz mit den Begriffen verhauen... :oops:

    Mit einigen Deiner Vermutungen dürftest Du schon ganz richtig liegen.
    Welcher Landser konnte schon dauernd zum Sattler rennen, wenn ihm mal wieder ein Band gerissen ist???

    Aber hier geht es ja um die Geschichte der UNTERLAGENbänder im Allgemeinen, die
    der BW im Speziellen und ursprünglich weniger um die Entstehung der Durchzugsbänder.
    Unterlagen finden sich an allen Bandvarianten, und ein Durchzugsband benötigt nicht zwingend eine Unterlage!

    :wink:

    Allerdings hatte ich mich weiter oben ja auch schon mal kurz mit den Begriffen verhauen... :oops:

    Zitat von Chronometres

    In der Zeitschrift "Deutsche Uhrmacher Zeitung" Ausgabe 1/1896 steht ein Artikel über "Stoffarmbänder mit Uhrkapsel" worin beschrieben wird wie sich durch die Reibung des Stoffbandes am Arm oft Fusseln ins innere der Uhr verirren. Das Versandhaus Stukenbrok in Einbeck bietet eine "Lederform-Unterlage" dagegen an. Wo da der Zusammenhang mit den Lederbändern des Militärs liegt, entzieht sich aber meiner Kenntnis.

    Wie ich bereits geschrieben habe, gab es diese Bandart sowohl mit Stoff-, als auch mit Lederband.


    [size=7]Anzeige von 1913, Abbildung aus "Armbanduhren - 100 Jahre Entwicklungsgeschichte", Callwey[/size]

    Was für Fusseln gilt, gilt auch z.B. für verdunstende Feuchtigkeit, die durch die damals mangelhafte
    Abdichtung ins Innere der Uhr gelangen konnte. Wurde hier ebenfalls schon erwähnt.
    Heute gibt es keine rationalen Gründe, die für die Verwendung eines solchen Bandes sprechen,
    vor 100 Jahren war das völlig anders, aber eben auch nicht in irgendeiner Art und Weise auf den
    militärischen Bereich beschränkt.

    Wie gesagt, die Vermutung liegt sehr nahe, dass es sich dort halt einfach bis heute gehalten hat.
    Ein Relikt mit gewissen Vorzügen, mehr nicht. IMHO.

    Zitat von Chronometres

    In der Zeitschrift "Deutsche Uhrmacher Zeitung" Ausgabe 1/1896 steht ein Artikel über "Stoffarmbänder mit Uhrkapsel" worin beschrieben wird wie sich durch die Reibung des Stoffbandes am Arm oft Fusseln ins innere der Uhr verirren. Das Versandhaus Stukenbrok in Einbeck bietet eine "Lederform-Unterlage" dagegen an. Wo da der Zusammenhang mit den Lederbändern des Militärs liegt, entzieht sich aber meiner Kenntnis.

    Wie ich bereits geschrieben habe, gab es diese Bandart sowohl mit Stoff-, als auch mit Lederband.


    [size=7]Anzeige von 1913, Abbildung aus "Armbanduhren - 100 Jahre Entwicklungsgeschichte", Callwey[/size]

    Was für Fusseln gilt, gilt auch z.B. für verdunstende Feuchtigkeit, die durch die damals mangelhafte
    Abdichtung ins Innere der Uhr gelangen konnte. Wurde hier ebenfalls schon erwähnt.
    Heute gibt es keine rationalen Gründe, die für die Verwendung eines solchen Bandes sprechen,
    vor 100 Jahren war das völlig anders, aber eben auch nicht in irgendeiner Art und Weise auf den
    militärischen Bereich beschränkt.

    Wie gesagt, die Vermutung liegt sehr nahe, dass es sich dort halt einfach bis heute gehalten hat.
    Ein Relikt mit gewissen Vorzügen, mehr nicht. IMHO.

    Ähhhh...

    Also wenn ich keine Zeit hätte, einen Fehler lange zu suchen, dabei das Werk auszuschalen, später zu
    zerlegen, Teile auszutauschen, hoffen, dass der Fehler behoben ist, wieder einzuschalen, neu zu
    regulieren, tagelang zu kontrollieren......

    Was würde ich bei einer "neuwertigen" Uhr machen?????

    :twisted:

    Vielleicht hast Du auch nur den Gehäuseboden (und die Lünette) behalten? :wink:

    Ähhhh...

    Also wenn ich keine Zeit hätte, einen Fehler lange zu suchen, dabei das Werk auszuschalen, später zu
    zerlegen, Teile auszutauschen, hoffen, dass der Fehler behoben ist, wieder einzuschalen, neu zu
    regulieren, tagelang zu kontrollieren......

    Was würde ich bei einer "neuwertigen" Uhr machen?????

    :twisted:

    Vielleicht hast Du auch nur den Gehäuseboden (und die Lünette) behalten? :wink:

    Entstanden sind diese Bänder aus dem sogenannten ledernen Kapselbändern.
    Sie dienten zur Aufnahme von Taschenuhren, damit man sie am Arm tragen konnte.
    Irgendwann ab 1880 gab es die, also zur Frühzeit der Armbanduhr.

    Dass man Uhrenarmbänder der Einfachheit halber unter dem Gehäuse durchführte, gab es auch schon sehr
    früh, sowohl bei Lederbändern, als auch bei Stoffbändern. Eigentlich hat es schon seit der Frühzeit beide
    Varianten gegeben, Durchzugsband und die Lösung mit den zwei getrennten Bandstücken.

    Sowohl zur Zeit des Ersten, wie auch des Zweiten Weltkrieges, waren mehrheitlich Standardbänder und
    -befestigungen im Gebrauch. Ich vermute mal, aus den hier schon genannten Gründen hat sich aber
    das Durchzugsband / EDIT* UNTERLAGENBAND beim Militär bis heute gehalten und wird deswegen damit
    in Verbindung gebracht.

    Zum Anzug sieht´s ja auch echt sch... aus. :D

    Entstanden sind diese Bänder aus dem sogenannten ledernen Kapselbändern.
    Sie dienten zur Aufnahme von Taschenuhren, damit man sie am Arm tragen konnte.
    Irgendwann ab 1880 gab es die, also zur Frühzeit der Armbanduhr.

    Dass man Uhrenarmbänder der Einfachheit halber unter dem Gehäuse durchführte, gab es auch schon sehr
    früh, sowohl bei Lederbändern, als auch bei Stoffbändern. Eigentlich hat es schon seit der Frühzeit beide
    Varianten gegeben, Durchzugsband und die Lösung mit den zwei getrennten Bandstücken.

    Sowohl zur Zeit des Ersten, wie auch des Zweiten Weltkrieges, waren mehrheitlich Standardbänder und
    -befestigungen im Gebrauch. Ich vermute mal, aus den hier schon genannten Gründen hat sich aber
    das Durchzugsband / EDIT* UNTERLAGENBAND beim Militär bis heute gehalten und wird deswegen damit
    in Verbindung gebracht.

    Zum Anzug sieht´s ja auch echt sch... aus. :D