Beiträge von xpmad

    Hallo Ru_di,

    Das klingt ja spannend. Das Band würde ich gerne mal in Natura anschauen. Dass es sich so gut trägt ist wirklich interessant.
    Danke für die ausführlichen Infos auch zur Bestellung, Zoll usw.

    Danke für die Lorbeeren!

    Ein Nachtrag noch für die Lemania Freunde… Man kann bekanntermaßen die Werke revisionieren. Teile die nicht mehr erhältlich sind, werden von Zulieferern auf Bestellung von Sinn neu nachgefertigt.

    Somit ist alles möglich, kostet aber den einen oder anderen Euro.

    Und toll mit wieviel Herzblut man dabei ist und auch die MA teils noch Uhren aus HS Zeiten haben und in Ehren halten.

    Auch die Radium/Tritium Diskussion kam am Ende nicht zu kurz.

    Ein sehr sympathisches Unternehmen.

    In Glashütte gibt man sich im Vergleich sehr verschlossen. Da blieb nur das Museum. Kein Hersteller ließ sich zu irgend etwas überreden, einen Einblick zu geben und in der Schweiz bezahlt man teils recht teuer für Führungen.

    Alleine der Versuch Taschenmesser vs. Hartstoff war schon klasse. Und auf den Oberflächen mal rumkratzen dürfen gibt erst einen Eindruck, was die Gehäuse aushalten (oder auch nicht…) - die Fipla muss eben glänzen.

    Hallo zusammen,

    ich möchte euch heute kurz von der heutigen Führung / Betriebsbesichtigung bei Sinn in Frankfurt berichten.
    Im Forum hatte ich bereits davon gelesen, dass Sinn hier Führungen anbietet - also im Frühjahr per Mail nachgefragt und den heutigen Termin wahrgenommen.

    Die Führung begann im 2. OG, bekannt von der vergangenen Präsentation der Neuheiten, die ebenfalls dort stattgefunden hat.
    Begrüßt und durchs Haus geführt wurden wir durch die Öffentlichkeitsarbeit. Zum Start wurde ein interessanter Image-Film mit Meilensteinen der Firma gezeigt.
    Auch Michelle und Andi waren hier cinematographisch "vertreten" und im Gespräch zu sehen. Weiter ging es mit einem Blick in die Produktion (Urlaubsbedingt wenig Mitarbeiter vor Ort) und Infos zu Werken, Zulieferern, Uhrenmontage, ... durch den langjährigen (vormaligen) Ausbildungsleiter, der auch den Arbeitsplatz eines Uhrmachers nebst Werkzeugen erläuterte. Spannend, wie dick die Gläser an Taucheruhren sind. Die Werke kommen heute bekanntermaßen weitestgehend von Sellita, Concepto und ... (Nr. 3 habe ich leider vergessen) und werden üblicherweise mit den ggf. erforderlichen Umbauten / Modifikationen bereits fertig bestellt, so dass eigentlich gar nicht mehr im Haus umgebaut wird. Auch die Ganggenauigkeit ist mit den Vorlieferanten vereinbart. Ziel ist, dass die Uhr immer im Plus läuft, im Bereich von bis zu 10 sec./Tag ist das Ziel. Bei anderen Werten "am Arm" kann nachreguliert werden.

    Bei der Wareneingangsprüfung, die wir uns im "Labor" anschauen durften, wurden u.a. Werke und Zifferblätter geprüft. Dies findet stichprobenartig statt. Wenn z.B. mehrere Werke einer Charge in einer Stichprobe negativ auffallen, gehen diese an den Hersteller zurück und werden neu reguliert oder ersetzt. Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es somit für alle Teile bei Wareneingang eine Stichprobenprüfung. Ist diese ok, laufen die Werke alle durch. Dass später nochmal 100% der Uhren länger auf Gangverhalten geprüft wird habe ich jetzt nicht entnehmen können.

    Manufakturwerke sind finanziell uninteressant. Marken wie die mit der Krone mit einer Jahresstückzahl von 850.000 - 1.200.000 Uhren können sich dies leisten,
    für Sinn mit 16.000 Uhren p.a. passt das nicht.

    Spannend war auch das Prüfgerät für die WaDi von Taucheruhren bis 1.600 bar. Herr Schmidt will die Gehäuse "zerstörend" prüfen können. Dies ist testweise bei 1.200 bar der Fall bei einem SUG Gehäuse der U-Modelle. Die Diapal-Modelle werden ja alle in Kälte und Hitze geprüft, vor allem auch, da die Zeiger sich am Ende nach oben und unten biegen können und ggf. aneinander hängenbleiben oder die Uhr andere Problemchen zeigt. In diesem Fall geht die Uhr zum Uhrmacher, der sie gebaut hat... und dann zum nächsten Test.

    In der Ausbildungswerkstatt waren wir auch und konnten unseren Forumskalender an der Wand bewundern und vieles über die Projekte der Azubis hören.

    Ein großer Part war noch der Bereich "Hydro" zu dem ein Experte dazukam. Über das Öl wurde natürlich kein Geheimnis gelüftet. Es wurde weiterentwickelt, wird nicht mehr gelb, behält seine Viskosität und ist fast wie Wasser und sorgt durch seinen Brechungsindex für die tolle Ablesbarkeit der Uhr unter Wasser. Eine Uhr wurde zur Veranschaulichung gefüllt und ein gefülltes und ein ungefülltes Modell konnten unter Wasser begutachtet werden. Die Batterielebensdauer beträgt im Maximum 8-10 Jahre, 5 Jahre wird garantiert - je nach Nutzung der Uhr also in diesem Bereich. Am wichtigsten ist es, die Uhren sorgfältig zu reinigen und laaaaangsam zu befallen, damit sich alle Zwischenräume im Werk auch gefüllt haben - sonst kommt der Kunde mit der Uhr incl. Luftblasen schon bald wieder und das will ja keiner. Wenn trotzdem etwas Schmutz oder Staub verblieben ist, bleibt nur alles nochmal zu machen. Mit dem Risiko muss man leben - daher wird hier auch nur im Reinraum gearbeitet und mit technischem Gerät immer eine größere Anzahl Uhren gleichzeitig gefüllt. Dies dauert pro Uhr ca. 1,5 Stunden.

    Vieles ist natürlich bekannt, aber die Einblicke und Informationen waren wirklich spannend. Das ETA-Quarzwerk in den Hydro-Modellen kostet übrigens genauso viel wie ein hochwertiges mechanisches Werk heißt es. Das war mir auch neu. Die 2 Stunden (natürlich noch etwas überzogen...) waren wirklich klasse. Am Ende hatten wir noch das Thema der Oberflächen. Hier durfte wer wollte sich mit dem "Einsatzzeitmesser" an der UX-S des "Guides" versuchen. Er trägt die Uhr oft und gerne schon seit 10 Jahren und das Messer konnte der Hartstoffbeschichtung nichts anhaben. Trifft allerdings Hartstoff auf Hartstoff, haben wir im Forum ja schon anderes gesehen. Und natürlich im Büro die Arbeitsplatten mit Korund in der Lackierung. Das hält keine Beschichtung auf Dauer aus. Harte Treffer auf spitze Untergründe könnten auch Spuren hinterlassen, aber Tegiment ggf. in Kombi mit Hartstoff kann schon vieles ab.

    Vielen Dank an Sinn, dies anzubieten und Gruppen die Gelegenheit zu geben, mal hinter die Kulissen zu schauen.

    Ich hoffe, nicht zuviel vorweg genommen zu haben, aber die Führung lohnt sich auf jeden Fall.

    Vielleicht wäre es auch etwas als Aktivität im Forum?

    Fotos gibt´s übrigens keine - ich habe auch nicht gefragt, aber da niemand fotografiert hat, bleibt eben das Gesehene in Erinnerung.

    Oh, oh… da findet man sich schon wieder : muaha

    Taucher, Dresser, Chrono, GMT… es braucht halt was für jeden Einsatzzweck…

    Und von manchen Uhren gibt es so viele Varianten, da geht der Trend auch zur zweiten (U1 zum Beispiel).

    Hab heute mich an den Doppel-Siebträger gewagt. Bin mit der “Standard” Einstellung ziemlich zufrieden. 18,0 Gramm im Siebträger, Bezug 25-30 sek. Und in der Tasse sind ~ 40 Gramm fertiger Espresso. Und siehe da, auf einmal schmeckt der Kaffee ganz anders. Besser, schokoladiger.
    Jetzt mal eine Frage an die Experten unter uns: Es geht um die Extractionszeit. Misst man die ab dem starten des Bezuges oder ab den ersten Tropfen der aus dem Siebträger kommt?

    Danke schon mal

    Da gibt es verschiedene Auffassungen, ob mit oder ohne Preinfusion.


    Die zwei Messmethoden im Vergleich

    MethodeStartzeitpunktZielzeitVorteile
    Ab Pumpenstart(Empfohlen)Beim Drücken des Bezugsknopfes.25 – 30 SekundenHöchste Konstanz; bildet die gesamte Kontaktzeit von Wasser und Kaffee ab.
    Ab dem ersten TropfenWenn der Kaffee sichtlich in die Tasse läuft.20 – 25 SekundenWird manchmal bei Maschinen mit sehr langen, variablen Pre-Infusionsphasen (Vorbenetzung) genutzt.

    Sonderfall: Pre-Infusion (Vorbenetzung)

    Verfügt die Maschine über eine Pre-Infusion, bei der das Pulver zuerst einige Sekunden mit wenig Druck befeuchtet wird, zählt diese Zeit zur Extraktion dazu. Dauert die Pre-Infusion jedoch sehr lang (über 5 Sekunden), verlängert sich die gesamte Extraktionszeit entsprechend.


    Sonst klingt alles prima, ich nehme an du hast eine italienische Mischung ca 80/20 Arabica Robusta, 18 in, 40 out in 25-30 sek. entspricht einer Brew Ratio von 1:2,2 - perfekt.
    Die Gaggia CC hatte ich auch mit ein paar Mods. Tolle Maschine und super… deine neue Mühle. Viel Spaß damit.

    Ich bin da auch altmodisch. Es hat bisher ja immer tolle Fotos gegeben, die durch den Menschen entstanden sind, der alles einrichtet hat und am Ende den Auslöser drückt. So würde ich es auch weiter gerne haben. ES ist nicht immer alles perfekt, aber das wäre ja auch langweilig. Der Kalender hat ein tolles Niveau und braucht sich vor denen der Hersteller nicht zu verstecken.

    Ich habe auch hier und da nochmal neu angefangen, Licht gesetzt, Staub entfernt, Schärfe korrigiert und nicht zuletzt die Zeiger immer wieder gestellt.

    Besprecht es gerne im Kalender-Team.

    Hier ein gut recherchierter Bericht wie ich finde:


    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ich hätte jetzt neu getippt. Die v3 ist diese:



    Und hier das Foto der älteren Versionen ganz ähnlich erstellt, auch wenn aktuell ja bei Guinand die KI aktiv mitwirkt:



    Hier aus der Werkpost:

    Manche Uhren schreiben Geschichte. Andere führen sie fort.

    In diesem Sommer präsentiert Guinand die vierte Generation des Flying Officer – einer Uhr, deren Wurzeln bis zurück zu den historischen Modellen des damaligen Partnerunternehmens Gallet reichen, dessen Tradition nach der Fusion beider Unternehmen später von Guinand weitergeführt wurde. Über Jahrzehnte wurde das Konzept behutsam weiterentwickelt und an die Anforderungen seiner Zeit angepasst, ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren.

    Der neue Flying Officer vereint die markantesten Merkmale seiner Vorgänger zu einer harmonischen Neuinterpretation. Tradition und Moderne gehen dabei eine Verbindung ein, die sowohl langjährige Guinand-Freunde als auch neue Liebhaber klassischer Fliegeruhren begeistern wird.

    Bis zur offiziellen Vorstellung möchten wir noch nicht alle Details verraten.

    Auf unserer neuen Teaserseite erhalten Sie bereits heute einen ersten Eindruck und können sich über die Geschichte dieses besonderen Modells informieren. Abonnieren Sie dort auch unsere Werkpost – so erfahren Sie als Erste oder Erster, sobald der neue Flying Officer offiziell vorgestellt wird.

    Ja das sieht ganz so aus. Evtl. näher an Version 3, 12h und Tri-Compax mit Automatik.

    Handaufzug und 24h würde mir noch besser gefallen, also mal schauen was kommt und welches Werk verbaut wird.

    Bei anderen Modellen wurden ja auch ETA Werke wie früher eingesetzt aber ob man noch 7760 bekommt oder doch ein SW500/510 ggf. modifizieren wird?