Beiträge von Ein(e)Uhr

    Guten Nachmittag,
    Fragen, die man nirgendwo beantwortet bekommt und sich offenbar k(aum) einer traut zu stellen:
    wozu sind rückwärts zählende Lünetten da?
    Man könnte natürlich auch fragen, wozu überhaupt Drehringe da sind, was ein Normalsterblicher mit Tachymeter und schlimmerem so treibt, aber man soll ja vor der eigenen Türe kehren:
    Als ich auf die Schnapsidee kam, mir (irgendwann mal) eine anständige Uhr zu kaufen, fand ich das mit dem Drehring sehr faszinierend und anziehend. Und dann fiel mir kürzlich mal auf, dass es das Ding ja vorwärts (häufig) und rückwärts (selten) gibt. Bei Taucheruhren ist das ja quasi inzwischen "Gesetz", dass da die berühmten fünfzehn Minuten sein müssen.
    Bei allen anderen leuchtet die ein oder andere Kapriole des ein oder anderen Herstellers nicht auf den ersten Blick ein und mir als eher schwacher Natur im Kopfrechnen sowieso nicht.
    Was mir aber einleuchtet ist: wenn auf dem Pizzakarton/der Nudelpackung hinten steht: x Minuten soll es sein, dann ist dein Essen gar und fein, dann weiß ich doch, wofür der die rückwärts drehende Lünette da ist: für das Ei des Frühstücks und anderer sinnvollen Güter.

    Warum aber gibt es dieses Ausstattungsmerkmal so selten?
    Sind die Uhren doch für echte Fachleute wie Piloten, Taucher, Finanzplätzler oder gibt es doch noch einen tieferen Sinn oder gar keinen?
    Jedenfalls bei mir ist das Drehteil im täglichen Einsatz für Kochtopfwasser und Backofen.
    Wie läuft das woanders oder interessiert es gar niemanden?

    Viele Grüße
    Jürgen

    Hallöle,kleiner Nachtrag:

    Bestellung am 30.08.2023, Abholtermin voraussichtlich 04.12.2023;

    Anruf 02.11.2023; Abholung 03.11.2023
    Seit heute hat mein Leben Sinn:

    Ach ja, damit man auch gucken kann, ob es schon die richtige Zeit ist für den Schaumwein:

    Ich glaube, ich freue mich.
    Viele Grüße
    Jürgen

    Hallöle,kleiner Nachtrag:

    Bestellung am 30.08.2023, Abholtermin voraussichtlich 04.12.2023;

    Anruf 02.11.2023; Abholung 03.11.2023
    Seit heute hat mein Leben Sinn:

    Ach ja, damit man auch gucken kann, ob es schon die richtige Zeit ist für den Schaumwein:

    Ich glaube, ich freue mich.
    Viele Grüße
    Jürgen

    Guten Abend,
    nach der ausführlichen Beschreibung frage ich mich, ob ich diese Uhr auch brauche.

    Aktuell bin ich ja noch Sinn-los und schaue mir das ein oder andere Model so nebenher an und muss feststellen: dieses mir bislang völlig unbekannte Modell ist gar nicht so weit von dem entfernt, was bei mir demnächst hoffentlich Einzug halten darf. Tatsächlich finde ich bei Chronographen die Stunden recht praxisfremd, die braucht man doch eigentlich wirklich nicht.

    Tolles Gerät! Mein Neid ist (zumindest vorläufig) gewiss.
    Cheerio
    Jürgen

    Guten Abend,
    nach der ausführlichen Beschreibung frage ich mich, ob ich diese Uhr auch brauche.

    Aktuell bin ich ja noch Sinn-los und schaue mir das ein oder andere Model so nebenher an und muss feststellen: dieses mir bislang völlig unbekannte Modell ist gar nicht so weit von dem entfernt, was bei mir demnächst hoffentlich Einzug halten darf. Tatsächlich finde ich bei Chronographen die Stunden recht praxisfremd, die braucht man doch eigentlich wirklich nicht.

    Tolles Gerät! Mein Neid ist (zumindest vorläufig) gewiss.
    Cheerio
    Jürgen

    Guten Nachmittag,
    erst mal vielen lieben Dank für den herzlichen und umfangreichen Empfang!
    Hier ist ja was los!
    :sensation:

    In meinem kleinen Text habe ich die Situation in Sossenheim ein wenig verkürzt dargestellt und mit dem Ergebnis "Bestellzettel im Katalog" möglicherweise das wahre Ausmaß der Veranstaltung etwas verniedlicht und irreführend dargestellt.
    Zuerst das Wichtigste: der Bestellzettel ist ausgefüllt, das heißt, es gab ein konkretes Ergebnis.
    Die Kaufberatung vor Ort musste sich zunächst an dem rudimentären Wunsch abarbeiten und konnte zunächst "drehbare Lünette" vernehmen, damit waren dann schon mal gewisse Spezialuhren vom Tisch.
    In der Tat sind wir dann ganz schnell bei Wasser oder Luft.

    So ein Nachmittag ist ein Crash-Kurs im Beseitigen von Unklarheiten, daher mal die Irrwege und der Weg zum Gleis:
    zunächst ging es an eine Uhr, wo der potentielle Käufer blass wurde und sich insgeheim dachte: wie soll dieses Riesenmedaillon bitteschön an mein zartes Handgelenk passen?
    Der erste Irrtum wurde schnell beseitigt:
    1. sieht es in flagranti dann doch anders aus, 2. hatte der Verkäufer die besseren Augen und 3. musste der Käufer lernen (später daheim heimlich und dezent nachgemessen): so filigran ist das Handgelenk gar nicht - offenbar wie bei Obelix: ich bin nicht dick, vielleicht ein bisschen kräftig, aber meine Handgelenke ... ja, nee, ist klar.

    Der nächste Irrtum:

    bei der Hinfahrt dachte ich ja noch so dahin, dass man diesen unsinnigen Chronographenquatsch nicht braucht, kostet nur unnötig Geld und ohne ist die Zeit ja besser ablesbar und nur darum geht es ja, bis auf diesen Drehringspielkram, der ja für die Prüfung der Garzeiten von Lebensmitteln unabdingbar ist.

    Ja, der Ring ist wichtig, aber was mache ich, wenn die Eier und die Nudeln gleichzeitig bzw. leicht versetzt gekocht werden? O je. Ein Problem, dass sich nur durch diese Extrascheiben mit Zeiger und Drücker lösen lässt, also: Budgetplanung direkt heruntergespült, Chronograph muss schon sein, das ist einfach hübscher und mehr Spielzeug hochwichtiges Werkzeug.
    Und schon wird die Auswahl wieder enger.
    Der nächste Lerneffekt: bei gutem Licht (wir hatten noch Sommer) im ersten Stock am Fenster glänzt das Metall schon mal ein bisschen und so eine Uhr ist ja perfekt ablesbar und vielleicht auch gar nicht so schwer: Titan ist matter als polierter Stahl. Wenn man auf Bling-Bling verzichten kann und will, ist das Budget mal wieder ... heruntergespült.
    Und dann wird die Wahl noch enger und schließlich ist sie getroffen, aber irgendwer anders muss wohl gleich gewählt haben, nix auf Lager. Das, was da gewesen wäre, wäre auch sehr hübsch gewesen (vielleicht sogar noch hübscher), aber jetzt, wo man weiß, dass es zum Datum ja auch noch einen Wochentag geben kann, da will man den auch haben, also: wahre Liebe wartet (bis Anfang Dezember).
    So, die Experten können sich jetzt zusammenreimen, was auf dem Bestellzettel steht.
    Kaufberatung sollte ja vorher stattfinden, aber ich habe nachher mal geprüft (drum prüfe, wer sich eine Uhr für die Ewigkeit anschafft, ob es nicht noch hinter den Bergen irgendwo eine bessere gibt) und bin stets zum Ergebnis gekommen, dass bei meinen (aktuellen) Anforderungen nix anderes besser gewesen wäre.
    Lediglich beim Preis gab es daheim und woanders Schreie. Aber mit Leuten, die gar keine Uhr tragen, sollte man vielleicht gar nicht reden, das ist wohl besser für die Nerven aller.
    Falls hier also jemand meint, dass etwas anderes besser gewesen wäre, nur zu, man kann ja bestimmt die Bestellung ändern (wobei ich aber nicht glaube, dass das noch passieren wird).

    Es gibt bzw. gab tatsächlich noch so das ein oder andere Modell, was mir auch ernsthaft gefallen könnte, aber das einzige, was ich der Bestellung wirklich vorgezogen hätte, ist gar nicht mehr im Lieferprogramm.

    Viele Grüße
    Jürgen

    Guten Nachmittag,
    erst mal vielen lieben Dank für den herzlichen und umfangreichen Empfang!
    Hier ist ja was los!
    :sensation:

    In meinem kleinen Text habe ich die Situation in Sossenheim ein wenig verkürzt dargestellt und mit dem Ergebnis "Bestellzettel im Katalog" möglicherweise das wahre Ausmaß der Veranstaltung etwas verniedlicht und irreführend dargestellt.
    Zuerst das Wichtigste: der Bestellzettel ist ausgefüllt, das heißt, es gab ein konkretes Ergebnis.
    Die Kaufberatung vor Ort musste sich zunächst an dem rudimentären Wunsch abarbeiten und konnte zunächst "drehbare Lünette" vernehmen, damit waren dann schon mal gewisse Spezialuhren vom Tisch.
    In der Tat sind wir dann ganz schnell bei Wasser oder Luft.

    So ein Nachmittag ist ein Crash-Kurs im Beseitigen von Unklarheiten, daher mal die Irrwege und der Weg zum Gleis:
    zunächst ging es an eine Uhr, wo der potentielle Käufer blass wurde und sich insgeheim dachte: wie soll dieses Riesenmedaillon bitteschön an mein zartes Handgelenk passen?
    Der erste Irrtum wurde schnell beseitigt:
    1. sieht es in flagranti dann doch anders aus, 2. hatte der Verkäufer die besseren Augen und 3. musste der Käufer lernen (später daheim heimlich und dezent nachgemessen): so filigran ist das Handgelenk gar nicht - offenbar wie bei Obelix: ich bin nicht dick, vielleicht ein bisschen kräftig, aber meine Handgelenke ... ja, nee, ist klar.

    Der nächste Irrtum:

    bei der Hinfahrt dachte ich ja noch so dahin, dass man diesen unsinnigen Chronographenquatsch nicht braucht, kostet nur unnötig Geld und ohne ist die Zeit ja besser ablesbar und nur darum geht es ja, bis auf diesen Drehringspielkram, der ja für die Prüfung der Garzeiten von Lebensmitteln unabdingbar ist.

    Ja, der Ring ist wichtig, aber was mache ich, wenn die Eier und die Nudeln gleichzeitig bzw. leicht versetzt gekocht werden? O je. Ein Problem, dass sich nur durch diese Extrascheiben mit Zeiger und Drücker lösen lässt, also: Budgetplanung direkt heruntergespült, Chronograph muss schon sein, das ist einfach hübscher und mehr Spielzeug hochwichtiges Werkzeug.
    Und schon wird die Auswahl wieder enger.
    Der nächste Lerneffekt: bei gutem Licht (wir hatten noch Sommer) im ersten Stock am Fenster glänzt das Metall schon mal ein bisschen und so eine Uhr ist ja perfekt ablesbar und vielleicht auch gar nicht so schwer: Titan ist matter als polierter Stahl. Wenn man auf Bling-Bling verzichten kann und will, ist das Budget mal wieder ... heruntergespült.
    Und dann wird die Wahl noch enger und schließlich ist sie getroffen, aber irgendwer anders muss wohl gleich gewählt haben, nix auf Lager. Das, was da gewesen wäre, wäre auch sehr hübsch gewesen (vielleicht sogar noch hübscher), aber jetzt, wo man weiß, dass es zum Datum ja auch noch einen Wochentag geben kann, da will man den auch haben, also: wahre Liebe wartet (bis Anfang Dezember).
    So, die Experten können sich jetzt zusammenreimen, was auf dem Bestellzettel steht.
    Kaufberatung sollte ja vorher stattfinden, aber ich habe nachher mal geprüft (drum prüfe, wer sich eine Uhr für die Ewigkeit anschafft, ob es nicht noch hinter den Bergen irgendwo eine bessere gibt) und bin stets zum Ergebnis gekommen, dass bei meinen (aktuellen) Anforderungen nix anderes besser gewesen wäre.
    Lediglich beim Preis gab es daheim und woanders Schreie. Aber mit Leuten, die gar keine Uhr tragen, sollte man vielleicht gar nicht reden, das ist wohl besser für die Nerven aller.
    Falls hier also jemand meint, dass etwas anderes besser gewesen wäre, nur zu, man kann ja bestimmt die Bestellung ändern (wobei ich aber nicht glaube, dass das noch passieren wird).

    Es gibt bzw. gab tatsächlich noch so das ein oder andere Modell, was mir auch ernsthaft gefallen könnte, aber das einzige, was ich der Bestellung wirklich vorgezogen hätte, ist gar nicht mehr im Lieferprogramm.

    Viele Grüße
    Jürgen

    Gude Morsche,
    ich bin der Jürgen und mein Leben ist bislang Sinn-los.

    Geboren 1967 in Groß-Gerau, die erste nennenswerte Uhr war eine Citizen vom örtlichen Schmuckhändler, voll digital und mit allerlei Funktionen, wie ein Bub von dort, wo der Spargel wächst, das damals so brauchte. Irgendwann war das Ding kaputt, es gingen und kamen schlimme Geräte, deren Vergessen sie wohlverdient haben, es gab auch uhrenlose Zeiten, denn überall konnte man ja irgendwie und irgendwo eine Zeit finden, das schon vor der Erfindung des mitzuführenden Kommunikators.

    Irgendwann zog die Universität den Studenten nach Frankfurt am Main.

    Nun ging es schon näher zur Sache. Auch hier erstmal andere Probleme und Hobbies, aber irgendwann sah man sich diesen Katalog dieses komischen Warenhauses an, was irgendwie auf retro machte und wo es immer mal etwas Interessantes irgendwo zwischen den Blättern gab. Da fiel auf, dass es ja Chronographen mit so einem komischen Ring gab, den man auch noch drehen konnte.
    Die alte Digitaluhr konnte ja schon stoppen, das war so ein Fetisch, der musste irgendwie sein, aber jetzt könnte man ja sogar noch die Eieruhr einsparen bzw. mobilisieren. Der Preis war halt für einen Studenten irgendwie so irgendwo zwischen Universum und dahinter, deshalb ging es irgendwann mal ins Kaufhaus und da kam so etwas in billig, man traut es sich nicht zu sagen, es war ein Chronograph mit drehbarer Lünette und es war schäbig, machte aber doch so ein bisschen Spaß.

    Natürlich ging das Ding irgendwann kaputt und es war klar, nachhaltig ist das nicht und so richtig schön auch nicht.

    Zunächst zog Enthaltsamkeit ein, dann die Erkenntnis, dass der ganze Schnickschnack vielleicht gar nicht nötig ist und man sich auch eine normale Uhr anziehen kann, da wurde die ein oder andere Gelegenheit von Erbstücken der Einstiegsklasse genutzt. Letztendlich werden die Augen schlechter und man kann manchmal gar nicht mehr so gut die Zeit ablesen.

    Und schließlich trat der entscheidende Erbfall ein.

    Da gab es auch wieder nur zwei fragwürdige Uhren, eine habe ich direkt mal in der Straßenbahn "verloren", die andere ist immerhin von einer Firma, die so ähnlich wie "Zeig! O!" heißt und sie hat sogar neben dem Datum auch noch den Wochentag. Ja, das sind doch Informationen, die man möchte. Leider ist sie ein bisschen klein und die Zeigerchen sind auch eher mit Brille besser zu erkennen und wie war das doch mit dem Drehring? Nein, den hat sie nicht. Aber irgendwie ist ja jetzt ein bisschen unerwartetes Geld gekommen und man wohnt ja in Niederrad und kommt auch öfter mal nach Rödelheim und ... war da nicht was? Ja, da war was, inzwischen knapp daneben in Sossenheim, da soll es ja Lösungen geben.
    Eines Tages also, auch wenn die blöde Bank noch auf dem Geld sitzt und sonst auch noch nicht alles geregelt ist, fahren wir doch mal in diese Straße hinter dem großen Supermarkt und klären das freundliche, hilfsbereite und kompetente Personal mal auf: "ich brauche eine Uhr!".
    Ja, da konnte grundsätzlich Abhilfe geschaffen werden, allerdings war dann das Modell der Wahl doch gerade verhindert, verkauft zu werden, weshalb es zunächst beim Bestellzettel im Katalog blieb.

    Den habe ich jetzt bald durch und so kurz vor Weihnachten sollte dann auch die Zeit der Sinn-losigkeit beendet worden sein.

    Zwischdurch war ich mal wieder im Kaufhaus und habe mir gedacht: wenn man mal am Hauptbahnhof ist und einer die Uhr klauen will, braucht man vielleicht noch eine, die man dem Bittsteller überreichen kann, da habe ich mir noch mal so ein nicht nachhaltiges gruseliges Halbspaßgerät gegönnt, was irgendwie lustig ist, aber halt auch ein bisschen na ja.

    Ach, ja, ich bin kein Sammler.

    Deshalb muss es natürlich die one-and-only-Uhr sein.

    Alles andere wird die Zeit zeigen.

    Äh?
    Danke, dass ich hier schon mal gucken darf, wie die anderen Uhren so im Einsatz ticken.
    Viele Grüße
    Jürgen
    PS
    Man möge beim Lesen sich die passenden Grinseköppscher einfach dazu denken.

    Gude Morsche,
    ich bin der Jürgen und mein Leben ist bislang Sinn-los.

    Geboren 1967 in Groß-Gerau, die erste nennenswerte Uhr war eine Citizen vom örtlichen Schmuckhändler, voll digital und mit allerlei Funktionen, wie ein Bub von dort, wo der Spargel wächst, das damals so brauchte. Irgendwann war das Ding kaputt, es gingen und kamen schlimme Geräte, deren Vergessen sie wohlverdient haben, es gab auch uhrenlose Zeiten, denn überall konnte man ja irgendwie und irgendwo eine Zeit finden, das schon vor der Erfindung des mitzuführenden Kommunikators.

    Irgendwann zog die Universität den Studenten nach Frankfurt am Main.

    Nun ging es schon näher zur Sache. Auch hier erstmal andere Probleme und Hobbies, aber irgendwann sah man sich diesen Katalog dieses komischen Warenhauses an, was irgendwie auf retro machte und wo es immer mal etwas Interessantes irgendwo zwischen den Blättern gab. Da fiel auf, dass es ja Chronographen mit so einem komischen Ring gab, den man auch noch drehen konnte.
    Die alte Digitaluhr konnte ja schon stoppen, das war so ein Fetisch, der musste irgendwie sein, aber jetzt könnte man ja sogar noch die Eieruhr einsparen bzw. mobilisieren. Der Preis war halt für einen Studenten irgendwie so irgendwo zwischen Universum und dahinter, deshalb ging es irgendwann mal ins Kaufhaus und da kam so etwas in billig, man traut es sich nicht zu sagen, es war ein Chronograph mit drehbarer Lünette und es war schäbig, machte aber doch so ein bisschen Spaß.

    Natürlich ging das Ding irgendwann kaputt und es war klar, nachhaltig ist das nicht und so richtig schön auch nicht.

    Zunächst zog Enthaltsamkeit ein, dann die Erkenntnis, dass der ganze Schnickschnack vielleicht gar nicht nötig ist und man sich auch eine normale Uhr anziehen kann, da wurde die ein oder andere Gelegenheit von Erbstücken der Einstiegsklasse genutzt. Letztendlich werden die Augen schlechter und man kann manchmal gar nicht mehr so gut die Zeit ablesen.

    Und schließlich trat der entscheidende Erbfall ein.

    Da gab es auch wieder nur zwei fragwürdige Uhren, eine habe ich direkt mal in der Straßenbahn "verloren", die andere ist immerhin von einer Firma, die so ähnlich wie "Zeig! O!" heißt und sie hat sogar neben dem Datum auch noch den Wochentag. Ja, das sind doch Informationen, die man möchte. Leider ist sie ein bisschen klein und die Zeigerchen sind auch eher mit Brille besser zu erkennen und wie war das doch mit dem Drehring? Nein, den hat sie nicht. Aber irgendwie ist ja jetzt ein bisschen unerwartetes Geld gekommen und man wohnt ja in Niederrad und kommt auch öfter mal nach Rödelheim und ... war da nicht was? Ja, da war was, inzwischen knapp daneben in Sossenheim, da soll es ja Lösungen geben.
    Eines Tages also, auch wenn die blöde Bank noch auf dem Geld sitzt und sonst auch noch nicht alles geregelt ist, fahren wir doch mal in diese Straße hinter dem großen Supermarkt und klären das freundliche, hilfsbereite und kompetente Personal mal auf: "ich brauche eine Uhr!".
    Ja, da konnte grundsätzlich Abhilfe geschaffen werden, allerdings war dann das Modell der Wahl doch gerade verhindert, verkauft zu werden, weshalb es zunächst beim Bestellzettel im Katalog blieb.

    Den habe ich jetzt bald durch und so kurz vor Weihnachten sollte dann auch die Zeit der Sinn-losigkeit beendet worden sein.

    Zwischdurch war ich mal wieder im Kaufhaus und habe mir gedacht: wenn man mal am Hauptbahnhof ist und einer die Uhr klauen will, braucht man vielleicht noch eine, die man dem Bittsteller überreichen kann, da habe ich mir noch mal so ein nicht nachhaltiges gruseliges Halbspaßgerät gegönnt, was irgendwie lustig ist, aber halt auch ein bisschen na ja.

    Ach, ja, ich bin kein Sammler.

    Deshalb muss es natürlich die one-and-only-Uhr sein.

    Alles andere wird die Zeit zeigen.

    Äh?
    Danke, dass ich hier schon mal gucken darf, wie die anderen Uhren so im Einsatz ticken.
    Viele Grüße
    Jürgen
    PS
    Man möge beim Lesen sich die passenden Grinseköppscher einfach dazu denken.