Alles anzeigenVielleicht habe ich meinen eigenen Punkt mit dem „Kommunikationsfluß“ bisher etwas zu eng gefaßt.
Was möglicherweise stärker stört, ist eine abnehmende Leserorientierung.
Damit meine ich ausdrücklich nicht, daß jeder Beitrag druckreif formuliert sein müßte. Umgangssprache, Dialekt, ein Tippfehler oder ein kurzer Scherz gehören selbstverständlich zu einem Forum.
Aber bei manchen Beiträgen habe ich zunehmend den Eindruck, daß praktisch nur noch der unmittelbar angesprochene Gesprächspartner mitgedacht wird. Ein kurzer Zuruf ergibt aus dem gerade laufenden Dialog heraus Sinn, trägt für sich genommen aber kaum etwas zum Faden bei. Bei sehr spontan geschriebenen Beiträgen kommt hinzu, daß Satzbau, Nachträge und Korrekturen teilweise so stehenbleiben, wie sie beim Tippen entstanden sind.
Dann verlagert sich ein Teil der Arbeit vom Schreiber auf den Leser: Der muß Zusammenhang, Aussage oder gelegentlich sogar den Satz erst selbst rekonstruieren.
Vielleicht ist das der entscheidendere Unterschied zu früher: weniger die Frage, wie viel miteinander gesprochen wird, sondern wie sehr beim Schreiben noch derjenige mitgedacht wird, der nicht gerade Teil dieses kleinen Gesprächs ist, sondern dem Faden einfach nur folgen möchte.
schön..und ?
edit AndiS: Der Teilnehmer "Sinn_was_sonst" bat um Deaktivierung seines Kontos, von daher ist keine weitere Antwort erforderlich.