Beiträge von 28k8

    Sehr schöne Uhr, wird dem Anspruch und dem Anlass voll gerecht :applaus:

    Und ein mehr als fairer Preis -- vergleichbare Uhren mit 6498er Werk kosten bei Laco oder Stowa mal eben 50% mehr : doppelt Daumen hoch

    Weiß jemand, ob das verwendete Basiskaliber ein 6498-1 oder -2 ist? Geht leider aus der Beschreibung nicht hervor, oder ich hab's übersehen...

    EDIT: scheint ein 6498-1 zu sein, denn lt. technischen Daten hat es 40h Gangreserve (das -2 hat >50h)

    Eine feine umlaufende Fase, ein zurückgesetzter Sockel oder eine schmale Schattenfuge dürften bereits genügen, um den Eindruck eines präzise gestalteten Bauteils zu erzeugen – statt den eines Formteils, bei dem man offenbar schon froh war, daß es nach dem Entformen heil auf dem Zifferblatt angekommen ist.

    Volle Zustimmung, und super Vorschläge -- gerade das mit der Schattenfuge sieht bestimmt gut aus und könnte auch im Dunkeln interessant sein, weil die Elemente ja auch zur Seite leuchten :applaus:

    Ich habe mal versucht, mich von der kontroversen Thematik "braucht der Stab einen Einsatzzeitmesser" zu lösen, und mich nur mit der Uhr als neuer SINN-Uhr beschäftigt. Ergebnis:

    Was ich mag:
    - SINN bleibt dem Markenkern treu und bringt einen neuen EZM, also eine Tool-Watch, funktional zugeschnitten auf eine dedizierte Zielgruppe
    - Zusammenarbeit mit einem Vertreter aus dieser Zielgruppe, damit es "passt" (siehe spezielle Drehringskala)
    - Kein bling-bling, sondern genau das, was man von einem EZM erwartet: Ar, antimagnetisch, wadi, temperaturresistent, Ablesbarkeit,...
    - Kleines optisches Detail: die grau abgesetzte Minuterie auf dem ansonsten schwarzen ZB

    Was ich nicht so mag:
    - Nichts wirklich neues, insbesondere keine neue Technologie, alles der allzu altbekannte Baukasten
    - Der Drehring mit der kombinierten 35min und 4hr Skala hat für mich persönlich keinen funktionalen Mehrwert, eher das Gegenteil
    - Aufgesetzte hybrid-keramische Leuchtelemente *)
    - Die "4" und die "8" sind mir optisch zu dominant, ohne dass ich dafür eine funktionale Notwendigkeit erkennen kann
    - Bin auch kein Fan von mehrfarbigen Lumes, aber all das ist Geschmacksache

    (*) Anmerkung zu den aufgesetzten hybrid-keramischen Leuchtelementen: dass mich die stören, ist mir schon bei der neuen 903 und der Jagduhr aufgefallen, und kürzlich wieder bei der neuen Startimer von Alpina. Ich weiß ja, dass die Dinger hammermäßig leuchten, und dass man sie in beliebigen Formen herstellen kann, ist schon cool. Aber ich werde einfach nicht warm damit. Sie sehen für mich durch die fehlende Einfassung immer irgendwie unfertig aus, wie Prototyp aus dem 3D-Drucker, und leider auch alles andere als wertig : forgive

    (...)

    Was ohne Tudorzeiger würde mir sehr gefallen. (...)

    Genau! :applaus: Und deshalb ist die einzige TUDOR, die mir derzeit gefallen würde, die MONARCH -- da ist das Snowflake so dezent, dass es nicht so auffällt. Und die ZB-Farbe...und das California ZB..und die kleine Sekunde...und das Kaliber...: Sabberalarm

    Aber dann war alles wie immer: die Finanzministerin kam, sah und löschte (den Warenkorb)...

    (...) Die neue Seamaster liegt bei 9000,-- und selbst mit handelsüblichen Rabattenm noch ein Batzen Geld für eine Dreizeiger-Uhr.

    Zum Glück ist es nicht ganz so schlimm: die neue Seamaster "First Light" für 9k1 ist ein Chrono (und zwar ein ziemlich geiler, wie ich finde), während die "klassische" 300m als Dreizeiger-Uhr weiterhin bei 6k1 startet.

    Aber ich bin bei Dir: auch die Bieler liegen mit ihren Preisrunden deutlich nördlich der jährlichen Inflationsrate, denn vor ca. 20 Jahren kostete die berühmte "Bond"-Uhr 1k6 -- damals allerdings noch ohne das 8800er co-axial-Kaliber, Keramiklunette, eingefasste Indizes, Saphirglasboden, etc...

    Sooo...ich hab' das Original jetzt mal auf 16:9 gezogen statt auf close-up in 4:3, die Achsen sauber ausgerichtet an den Ecken, und bin nochmal mit'm Staubwedel drüber gegangen...schon faszinierend, wie viel Staub sich auf einem digitalen Foto ansammelt, das auf einer SSD liegt ich hau mich wech!

    Die Zeiger müssen jetzt erstmal so bleiben; ich weiß noch nicht, ob/wann ich in den nächsten Wochen wieder eine Fotosession hinkriege.

    Der Workshop war von Kamira Watches (auch bekannt auf YT unter DIY Uhrenbauer): Klickst_Du_hier

    Ich habe das Kombipaket für beide Tage genommen, war so um die 600+€. Der Gründer von Kamira (Sascha) hat den Workshop selbst durchgeführt; war durchaus anstrengend, aber sehr lehrreich und hat viel Spaß gemacht.

    Moin 28k8 - das hier wollt ich schon neulich schreiben…ich als interessierter, gleichwohl aber eher bemühter Laie im horologischen Kontext/Metier würde aufgrund Deines differenzierten Kommentars vermuten, dass Dein ehemaliger oder sogar aktueller Arbeitgeber in Sossenheim seinen Hauptsitz hat? 😉😎😁

    Danke für Deine Insights!

    Moin! Ich nehm' das jetzt als großes Kompliment und sage artig : Danke002, muss Dich aber leider enttäuschen: ich komme aus einer gänzlich anderen Branche, hatte beruflich nichts mit Uhren zu tun. Das Wissen zu Uhren und Uhrwerken ist nur Hobby und über die Jahre gewachsen, getrieben durch die Ingenieursneugier verstehen zu wollen, wie's funktioniert. Ich habe außerdem das Glück, vor ein paar Monaten bei einem zweitägigen Uhrenworkshop alles in Theorie und -- vor allem -- Praxis vertiefen zu können. Unser Workshopleiter war echt klasse, hatte unheimlich viel Fachwissen und noch mehr Geduld mit unseren vielen Fragen (und Missgeschicken).

    Danke für's teilen!

    Etwas irritiert hat mich in dem Artikel folgender Teil:

    "Am weitesten verbreitet ist die vom Rohwerkefabrikanten Eta entwickelte Feinregulierung mit Excenterschraube. Hierbei umschließt das gabelförmige Ende des Rückerzei­gers einen Schraubenkopf. Ein Vorteil dieser Etachron genannten Vorrich­tung besteht in der Möglichkeit der automatisierten Justierung."

    Die Art der Feinregulierung des RückerZEIGERs (im gezeigten Bild mit einer Excenterschraube) ist nach meinem bisherigen Verständnis NICHT das Besondere an einer Etachron-Regulierung, sondern folgende 3 Elemente:

    1. Der Klötzchenträger (also der äußere Befestigungspunkt der Spiralfeder) ist auf einem drehbaren Hebel montiert, vergleichbar dem Rückerschlüssel. Dadurch lässt sich die Nullstellung des Hebungssteins in der Ankergabel bequem einstellen und damit der Abfallfehler minimieren, ohne dass man die Unruh zerlegen muss.

    2. Der Klötzchenträger ist in diesem Hebel selbst nochmal drehbar gelagert. Damit kann man den Winkel feineinstellen, mit dem die Spiralfeder das Klötzchen verlässt und dadurch sicherstellen, dass sie exakt mittig zwischen den beiden Stiften des daneben liegenden Rückerschlüssels verläuft.

    3. Der Block mit den 2 Stiften im Rückerschlüssel ist in diesem ebenfalls nochmal drehbar gelagert. Dadurch lässt sich das Spiel der Spiralfeder zwischen den beiden Stiften minimieren.

    Bei der Feinregulierung eines Uhrwerks mit Etachron-Regulierung korrigiert man zuerst den Abfallfehler über den Hebel mit dem Klötzchenträger, und korrigiert dann erst die Frequenz über den Rückerzeiger. Kann man beides machen, während die Uhr fröhlich auf der Zeitwaage vor sich hin tickt und dadurch sofort sehen, ob man richtig unterwegs ist, oder in die falsche Richtung bzw. zu viel korrigiert hat. Das ist das geniale daran.