Härten von Werkstoffen ist ein eigenes Thema.
Es ist nicht immer Sinnvoll alles durchzuhärten. Bei den dünnen Wandstärken die die Uhrengehäuse normalerweise haben, sind sie, wenn sie herkömmlich abgeschreckt werden, durchgehärtet.
Uhrengehäuse die praktisch "Glashart" durchgehärtet wurden, können unter Umständen völlig zerstört werden, weil die Duktilität (die Elastizität unter Belastung) des Stahls völlig aufgehoben wurde. Dabei ist das Nachgeben unter starken Belastungen eine der großen Vorteile von Stahl.
Stahl ändert je nach Temperatur seine Kristallgitterstruktur. Das ist der Grund, warum zu härtende Stähle auf Härtetemperatur gebracht werden. Dieses "Härtegefüge" ist gegenüber dem normalen Gefüge verspannt, was letztendlich die Härte erzeugt. (Ein angespannter Muskel ist auch deutlich härter als ein schlaffer Muskel (um bei der Analogie verspannt zu bleiben).) Die Härte erhält man dadurch, das man dem Stahl nicht mehr die Zeit gibt sein Härtegefüge zu entspannen, und wieder ins normale, ursprüngliche Gefüge zurückzufallen. Dies geschieht meist durch schnellere Wärmeabfuhr, in dem man den Stahl abschreckt. Wie schon angedeutet, geschieht das durch Eis, Wasser, Öl und durch Luft (oder gezielt durch herunterkühlen im Ofen). Je nach Legierungselementen und nach Wandstärken wird dann der Stahl gemäß seiner Bedürfnisse abgeschreckt. Dünne Wandstärken und schnelle Abkühlgeschwindigkeiten (Uhrengehäuse im Eis) sorgen dann dafür, das der Stahl durchgehärtet ist. Ob jetzt noch angelassen wird (das Gefüge darf sich ein bisschen entspannen, verliert aber dadurch einen Teil seiner Härte (der Teil der sich entspannt hat, ist nicht mehr so hart)), ist diesbezüglich weniger von Bedeutung. Dennoch mag ich, bedingt durch meine berufliche Erfahrung, keine dünne durchgehärtete Wandstärken.
Um mal ein prominentes Beispiel zu nennen, warum man gezielt auf Durchhärtung verzichtet sind Getriebezahnräder. Dort wird die Oberfläche gehärtet und der Kern bleibt "weich". Wären die Zahnräder durchgehärtet, würden sie (die Zähne) einfach wegbrechen (daher der Begriff Glashärte).
Dann doch lieber nur die Oberfläche unterhalb der Härtetemperatur mit Stickstoff bestücken (Nitrieren (gasförmig Tegimentieren)). Dann steckt die Uhr auch mal Beulen weg ohne zu versagen.
Man kann seine Uhren mit härteren Werkzeugen zerkratzen. Ich vermag das bei den Damasko Uhren sicherlich auch. Wie wäre es wenn ich einen Diamantwerkzeug oder Hartmetallwerkzeug dazu nutzen würde?
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Das 7750 hat eine Wochentagsverstellung. In der einen Richtung kann man das Datum verstellen, in der anderen Richtung wird (wie bei der U2) die 2. Zeitzone verstellt.
Darum habe ich auch keine Bedenken, wenn mir der Sinn-Mitarbeiter erzählt, das die 2. Zeitzone unabhängig vom normalen Stundenzeiger verstellt werden kann. 