Hallo liebe Forianer und Sinn Freunde,
leider sind über Umwege doch einige meiner Uhren bei Händlern gelandet. Einer davon ist Matthias_089, der nun versucht, unter meinem Pseudonym Kasse zu machen – ohne mich zuvor auch nur zu fragen, ob ich damit einverstanden bin.
Ich habe hier im Forum immer wieder verschiedene Uhren angeboten, doch das Interesse an alten Sinn-Uhren scheint meiner Meinung nach inzwischen etwas nachzulassen.
Für mich ist nun der Moment gekommen, mich für meinen Jugendtraum zu entscheiden. Wer – wie ich – viele Raritäten aus der Zeit von Helmut Sinn besessen hat oder noch besitzt, kommt irgendwann an den Punkt, sich zugunsten seiner eigenen Wünsche von einigen Schätzen zu trennen.
Natürlich habe ich mich nicht von allen Uhren getrennt. Meine Webseite wird euch weiterhin erhalten bleiben und auch gepflegt. Ebenso werde ich ein länger zurückgestelltes Projekt wieder aufnehmen: mein Vintage-Sinn-Buch.
Mit meiner Webseite, meinen Recherchen und meiner einzigartigen Sammlung an Raritäten habe ich – davon bin ich überzeugt – einen wichtigen Beitrag zum Erbe von Helmut Sinn geleistet. Dennoch möchte ich meine eigenen Wünsche künftig nicht mehr hinten anstellen.
Einen Großteil meiner Freizeit habe ich dem Vermächtnis von Helmut Sinn gewidmet – ganz zu schweigen von den für meine Verhältnisse erheblichen finanziellen Mitteln.
Auch wenn ich einen Teil meiner Sammlung abgebe: Das über viele Jahre angesammelte, einzigartige Wissen bleibt.
„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“
Hier noch eine kleine Anekdote zu meiner Vintage Sinn Leidenschaft.
Der Fluch der Vintage Sinn Uhr
In einem unscheinbaren Antiquitätenladen, verborgen hinter alten Backsteinmauern, ruhte eine Uhr, die mehr als nur Zeit beherrschte – ein Sinn-Chronograph aus den 1970er-Jahren, matt, würdevoll gealtert, von geheimnisvollem Glanz umgeben.
Die Einheimischen nannten sie den „Virus der Zeit“. Wer sie besaß, verfiel ihr – und verlor sich selbst.
Ein Uhrmacher, der sie einst restaurierte, sprach fortan nur noch von der Vollkommenheit ihrer Zahnräder, bis er seinen Laden – und schließlich den Verstand – verlor.
Ein Sammler, der sie erwarb, sah nie wieder Schönheit in einer anderen Uhr.
Eines Abends trat ich in jenen Laden. Der alte Verkäufer warnte mich: „Diese Uhr verändert Menschen.“
Ich lächelte nur – ahnungslos.
Zunächst war sie ein Triumph. Ich trug sie mit Stolz, genoss Bewunderung, fand Freunde unter Gleichgesinnten. Doch bald drehte sich alles nur noch um sie.
Stundenlang betrachtete ich das Spiel des Lichts auf dem Zifferblatt.
Ich suchte die Nähe zu Helmut Sinn selbst – und fand in ihm einen Mentor: diszipliniert, humorvoll, aufrichtig. Seine Worte inspirierten mich, doch auch sie nährten meinen Hunger. Ich begann zu sammeln – immer mehr, immer rastloser.
Eines Nachts, als die Uhr Mitternacht schlug, wurde ihr Ticken zu einem Herzschlag. Sie schien mich anzusehen – oder durch mich hindurch.
Da wusste ich: Ich war nicht ihr Besitzer. Ich war ihr nächstes Opfer.
Am Morgen war der Laden leer. Von mir keine Spur.
Man sagt, der Sinn-Chronograph wartet nun in einer anderen Vitrine – bereit für seinen nächsten Träger.
Andere behaupten, ich sei selbst zu einem Sammler geworden, getrieben von der unstillbaren Sehnsucht nach Perfektion.
Wenn du also je eine Vintage Sinn Uhr siehst, die zu perfekt scheint, zu magisch, um wahr zu sein – frag dich, ob du sie besitzen willst.
Oder ob sie dich längst auserwählt hat.
Herzlichst,
euer Michele (Vintage Sinn Collector)
P.S.: So könnte es gewesen sein – aber nicht unbedingt. ![]()