Da muss ich doch mal nachhaken. Meine 157 ist aus der Helmut Sinn Zeit. Folge hiervon ist, dass das Gehäuse an seiner Unterseite eine Materialverwerfung hat, was grundsätzlich gegen den Qualitätsanspruch des damalig Federführenden spricht. Hatte wohl eine verfärbte Brille an. Andererseits ist die Kante zum Band hin definitiv entgratet. Mithin stumpf zum Glied hin. Das Gehäuse ist aus Titan und hat schon geschützte Drücker. Bei der 144 Ti von Frau Napp ist keine gebrochene Kante.
Nebenbei bestimmen die Gehäusehersteller nicht unbedingt das Design, sondern reagieren auf die Wünsche des Auftraggebers für den sie Zulieferer sind. Dass dann Gehäuse aus dieser Produktion an Dritte weiterverkauft werden, kann zulässigerweise nur erfolgen, wenn also der Hauptabnehmer der fertigen Uhren, meinetwegen die Bundeswehr, an dem Design die Rechte hat. Die einzelnen Hersteller der Uhren, auch Marken, sind dann nebeneinander Zulieferer an den einen hauptabnehmenden Auftraggeber. Das meinte ich eingige Posts zuvor.
Alternativ könnte natürlich auch Sinn in Lizenz für Heuer gebaut haben. Darauf kommt es jedoch nicht an. Da Kern der Aussage ist, dass -meinetwegen die Bundeswehr- Vorgaben machen musste, wie eine Uhr auszusehen hat, um aufgekauft und verwendet zu werden. Das erfolgte durch Spezifikationen, weil definitiv mehrere Uhrenmarken fertige Uhren lieferten. Das ist auch gut so, da die Bundeswehr als öffentlich rechtliche Einrichtung eben ihr Material von mehreren Firmen/Herstellern beziehen muss, um nicht gegen den Gleichheitssatz zu verstoßen oder verdeckt Subventionen zu vermitteln.
Für alle die festgestellt haben, dass ihre 144/157 keine gebrochene Kante haben und Schrauber sind. Dremel aus dem Keller holen. Uhr ohne Band fest an eine Tischkante drücken oder per Schraubstock fixieren. Einen zylindrischen Schleifstein (83702) wählen. Bei mittlerer Drehzahl die Kante brechen, dabei nicht zu lange an einer Stelle verharren. Sonst gibt es Dellen oder -falls Titan- verfärbt sich die Oberfläche. Anschließend eine Holzleiste so kürzen, dass über eine Fläche von einem Zentimeter eine Ebene entsteht. Diese dann mit einem feinen Schleifpapier (600) umwickeln. Aber nur eine Lage an der Schleifseite, sonst wird das Ergebnis ungenau. Den Grat abschließend mit dieser Konstruktion nacharbeiten.
Für alle, die von einem Konstruktionsfehler ausgehen, einfach auf sein Recht pochen und ein Sinn Depot mit der Mängelbeseitigung beauftragen.