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ULI

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21

Dienstag, 28. November 2017, 22:57

Uups
Alex hatte den gleichen Gedanken schon 2 Stunden vorher...
Gruß
Uli
_______________________________________
Kaum macht man's richig, schon geht's...

Baumaxe

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22

Dienstag, 28. November 2017, 23:13

Ich danke Euch allen für Eure Antworten und Sichtweisen. Es scheint sich eine Art Konsenz zu zeigen:

- Uhren altern nicht nur, sie unterliegen auch einem Wandel, der über das Altern hinaus geht und sich in der Form von Austauschteilen zeigt
- Sind die Austauschteile lange genug in der Uhr, verschmelzen sie mit ihr nicht nur funktional, sondern auch emotional
- Die Uhr ist endgültig eine andere, wenn Gehäuse / Seriennumner getauscht werden müssen
- Zeiger / ZB sollen zumindest für einige erhalten bleiben.

Das deckt sich weitgehend mit meinem Bauchgefühl, was ich bisher aber nicht so klar in Worte fassen konnte.

Zusammengefasst könnte man sagen:

DIE Uhr ist das, was ich täglich sehe (Gehäuse, ZB und Zeiger) und was die Spuren des Uhrenlebens aufnimmt (Gehäuse). Interessant in diesem Zusammenhang, dass doch beim Kauf relativ viel Wert auf das Werk gelegt, dann aber als grundsätzlich austauschbares Teil angesehen wird.

Wir sind echt ein komischer Haufen.
*
Beste Grüße, Axel

* * * * *
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AndiS

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23

Mittwoch, 29. November 2017, 07:30

Sehr interessanter Beitrag, vor allem die abschließende Zusammenfassung .
Gruß:
AndiS

Alles hat seine Zeit.



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24

Mittwoch, 29. November 2017, 10:42

@ Axel

Du bist vielleicht komisch. Ich bin eher verrückt FrecheFratze

Aber deine Zusammenfassung spiegelt mein Empfinden sehr gut wieder.

Auch der Vergleich mit Oldtimern ist nicht weit her geholt.
Dennoch bleibt wieder mal die persönliche und individuelle Einstellung dazu am Ende das, was uns Menschen besonders macht.
Grüße

Gregor : halloween sense



Uhren sind zum tragen da. Dafür wurden sie gemacht und somit macht es Sinn es zu tun :rolleyes:

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Baumaxe

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25

Mittwoch, 29. November 2017, 10:45

Du bist vielleicht komisch. Ich bin eher verrückt



Wenn ich sehe, wer sich (ausserhalb dieses Forums) alles für "normal" hält, bin ich sehr froh, "komisch" zu sein ;).
*
Beste Grüße, Axel

* * * * *
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Kyla

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26

Mittwoch, 29. November 2017, 22:16

Sobald in einer Uhr was ausgetauscht werden muss, dann ist es emotional gesehen, nicht mehr DIE Uhr, die ich einst kaufte. Durch das Austauschen von Teilen wird der Uhr irgendwo ein Stück persönlicher Geschichte genommen. Rational gesehen bleibt ja die Uhr so, wie sie am Anfang auch war (außer es ist eine Oldtimer-/Retrouhr-da möchte man, dass dieser auch beim restaurieren so nah, wie nur möglich am Original bleibt)
Die Zeit ist das wertvollste Geschenk, was wir jedem Menschen nur geben können..

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SinnEr91

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27

Donnerstag, 30. November 2017, 01:31

Da es ja um das Gefühl geht, es sei nicht mehr die selbe Uhr wenn Teile zum Funktionserhalt ausgetauscht werden, habe ich mir ein passendes Gegenbeispiel ausgedacht:

Du planst seit längerem DIE Reise deines Lebens. Mit dem Youngtimer ( synonym VintageUhr) einmal durch Afrika. Ob du einen kaufst, oder gar schon einen hast überlasse ich jedem selber.

Du nimmst dir sechs Monate Zeit, dich zu entfalten und fährst zig Tausend Kilometer, um dir deinen Traum zu erfüllen. Mit all jenen höhen und Tiefen, welche so eine Reise mit sichbringt.

Reich an neuen Erfahrungen, kommst du wohlbehalten in Deutschland wieder an.
Aber die Tour hat Spuren hinterlassen:
Das Getriebe leggt, der Turbolader neigt sich dem Ende seiner Kräfte zu ( synonym: chrono nullt nicht mehr perfekt und die Gangzeit wirdimmer weniger). Zwei monate nach Rückkehr gibt auch schließlich der Kühler auf, späestens jetzt muss gehandelt werden. (Synonym: Revision).

Du reparierst das Auto, setzt dich hinter das Lenkrad und fühlst,dass ist das Auto mit deiner Story.
Wäre es nun nicht mehr das Auto, mit dem du durch Höhen und Tiefen gegangen bist? Mit deiner Story?

Ich für meinen Teil sage defenitiv ja. Zum Erhalt wurde es nur wieder fit gemacht, mit "Verschleiss teilen". Optik ist die selbe, die Fahrgestellnummer ebenso und all jene kleinen Mängel sind ebenso da.

Wie wäre es aber mit einem groß Schaden? Ab wann wäre es nicht mehr " das Auto"?



Ich habe mir diese Geschichte mal erlaubt, weil auch darin steckt Philosophie, verbunden mit dem Verlauf wie bei der Uhr.

Danke fürs lesen und "vergleichen". Hierbei geht es wie mit der Uhr, um das erlebte mit diesem Wagen.

Fragen über Fragen...

Ich bin gespannt, ob hier Abweichungen von Einer Uhr stattfinden werden.
Kühler ~ Aufzugswelle der Uhr etc.

Gruß
Lieben Gruß

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Okulist

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28

Donnerstag, 30. November 2017, 08:27

Interessant in diesem Zusammenhang, dass doch beim Kauf relativ viel Wert auf das Werk gelegt, dann aber als grundsätzlich austauschbares Teil angesehen wird.
- da haben wir auch wieder die von mir eingeführte Parallele zum Auto oder Oldtimer: Motor ist auch kaufentscheidend, aber trotzdem austauschbar....
Gruß, Dirk


und keine Signatur ist auch ´ne Signatur....

tapir

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29

Samstag, 2. Dezember 2017, 18:46

Tatsächlich scheint es so zu sein, dass beim Kauf das Werk eine große Rolle spielt (s. a. die Diskussionen um Sellita vs. ETA bei, 900 Audi), später jedoch zunehmend weniger.

Das was man täglich vor Augen hat – Zifferblatt, Zeiger, Gehäuse – ist wohl das was die Emotionen am stärksten bindet.

Und ich könnte mir vorstellen, dass dies auch ein Grund für den Erfolg von Sinn ist:
Gehärtete Gehäuse, viel in schwarz, Wasserdicht und zuverlässig, technisches Design, … Gehäusekompetenz
Und wenn am Werk was gemacht wird, dann ist das a) sinnvoll und nicht einfach so (einige Manufakturware bieten letztlich wenig bis nichts ggü. einem 2824) und b) sehr sichtbar.
(AR und Diapal ist auch sichtbar oder wird zumindest aufs Zifferblatt gedruckt.)

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30

Samstag, 2. Dezember 2017, 21:15

Ich unterscheide zwischen neuen Uhren und alten (neudeutsch vintage) Uhren. Wenn bei einer neuen Uhr etwas ausgetauscht wird, ist mir das nicht so wichtig. Sie ist neu, hat noch nichts mit mir erlebt, hat noch keine Patina. Eine alte Uhr hat eine Geschichte, vielleicht sogar einen Teil meiner Geschichte und meine Erlebnisse geteilt. Hier bleibt die Patina, jeder Kratzer alles. Vielleicht alles bis auf einem Satz neuer Dichtungen-ich mag wasserdichte Uhren, auch wenn sie schon 40 oder 50 Jahre auf dem Buckel haben.

Fazit: Für mich stellt sich bei den meisten meiner Uhren die Frage aus der Überschrift erst gar nicht, weil an meinen alten oder älteren Uhren nichts rumgemacht oder ausgetauscht wird. Mut zum Kratzer! Juristsich kann man selbstverständlich anders argumentieren, mit Hilfe einiger BGB §§, mit denen ich hier aber niemanden langweilen möchte. 8)

Gruß
Ingo
bald wirds weiß! :thumbsup: