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DF3

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1

Freitag, 21. September 2018, 16:29

Faltschließe defekt, Nietstift gebrochen

Liebe Leute,
vor ein paar Tagen fiel mir plötzlich ohne Vorwarnung mein EZM 7S vom Arm, glücklicherweise auf einen Holzboden. Der Grund war schnell identifiziert: An der Faltschließe war der Stift, der das Band auf der 6-Uhr-Seite an der Schließe hält und gleichzeitig das Scharnier für die Sicherung bildet, einfach abgeschert. Und zwar gleich auf beiden Seiten des Bandgliedansatzes (wahrscheinlich war es schon eine Weile einseitig durch, dann ist auch die andere Seite gebrochen).

Da es zum Konzessionär eine längere Tour ist und die beiden Uhrenläden direkt vor Ort nicht mein volles Vertrauen besitzen (einer kann sowieso nur Batterien tauschen und Federstege ersetzen), bin ich auf die Idee gekommen, das Teil selbst zu ersetzen. Wenn man erst einmal drauf gekommen ist, wie das Ding heißt (Mittelbandsteg), ist Ersatz auch nicht schwer zu finden.


Unschön ist aber zum einen, dass es die Stege anscheinend nur mit edelstahl- oder messingfarbenen Nietköpfen gibt. Oder kennt jemand eine Bezugsquelle für Exemplare mit geschwärzten Köpfen?
Etwas schwerer wiegt, dass ich nicht ganz sicher bei den Maßen bin. Mit der Schieblehre habe ich den Stiftdurchmesser ziemlich sicher mit 1,2 mm bestimmt. Bei der benötigten Länge komme ich eher ins Grübeln: Außen am Sicherungsbügel (oder wie der Fachbegriff auch immer lautet) komme ich auf 23 mm. Stifte finde ich aber nur in 22 oder 24 mm Länge. Gehe ich recht in der Annahme, dass die 24er-Länge mit etwas Luft die bessere Wahl wäre? (Den mittlerweile dreiteiligen Stift kann ich nicht mehr zuverlässig zwischen den Köpfen messen.)

Für jede Info dazu jetzt schon herzlichen Dank in die Runde!
Gruß, Hans




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Sinn AMG

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2

Freitag, 21. September 2018, 19:15

Hallo Hans,
ein bisschen steht ich auf dem Schlauch.
Deshalb wäre ein Bild nicht schlecht.
Gruss Thomas

Das Leben ist zu kurz um hässliche Autos zu fahren.

AndiS

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3

Freitag, 21. September 2018, 20:04

Wenn ich nicht sicher wäre, wie es geht, würde ich es lassen.
Das nächste Mal ist es dann vielleicht kein Holzboden.
Nur so als Gedankenanstoss.
Gruß:
AndiS

Alles hat seine Zeit.



DF3

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4

Samstag, 22. September 2018, 01:28

@ Thomas: Ich versuche mal hier ein Bild einzufügen.



Rechts im Bild ist das lose Bandende zu sehen, links die Faltschließe. Beides wird normalerweise von einem genieteten Bandsteg zusammengehalten. Das eine Drittel dieses Stegs liegt in der Bildmitte, das zweite Drittel steckt noch im Bandglied und das dritte Drittel ragt unten aus der Schließe ein winziges Stück raus und ist im Schatten gerade noch so zu erkennen (mit dem Handy habe ich es auf die Schnelle nicht besser hingekriegt, der Schmutz am Band ist aber natürlich perfekt auf dem Bild ...).

@ Andi: Ja, das ist natürlich richtig, aber wenn die Bemühungen des Bandherstellers mit all seinem Know-how und technischen Equipment nach einem guten halben Jahr zu diesem Ergebnis führen, sollte es mir schwer fallen, das schlechter zu machen. Bei den Ersatzteilen muss man auch nicht auf klassische Weise nieten, sondern es sind zweiteilige Stifte, deren Anbringung keine Raketentechnik ist. Beim großen A ist unter der Artikelnummer B00BMV48AE so etwas zu sehen.

Außerdem kann ich mir Zeit lassen und in der Zeit mal die Reserve-Quarzuhr spazierentragen. (Nebenbei bemerkt: So faszinierend deren Technik ist, bei der ein Akku mit Sonnenenergie aufgeladen und die Zeit per GPS gestellt wird – mit der Nacht- und Dämmerungsablesbarkeit des EZM kommt das Teil in hundert Jahren nicht mit.)
Gruß, Hans




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citizen

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5

Samstag, 22. September 2018, 06:25

Die Reparatur ist eindeutig ein Fall für Sinn. Ist zumindest meine Meinung.
Ich glaube sogar, dass es hier eine kulante Lösung des Problems geben wird.
LG
Michael :hatoff:

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Hexe

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Samstag, 22. September 2018, 11:32

Hallo Hans,
kein ganz so seltenes Problem, ich hatte einen vergleichbaren Fall bei einer SM, auf der Suche nach Hilfe habe nach: "BUCKLE CLASP REPAIR PINS + TUBES FIT" im Netz geschaut, da kann man u.U. passende Pins + Tubes finden, das korrekte Maß bräuchtest Du dennoch, ich hatte mich dann schlussendlich doch für eine neue Schließe entschieden, da mir mein Uhrmacher, der sehr lösungsorientiert arbeitet sagte: - ich seh Sie dann in zwei Wochen - FrechAuslachen .
Ich würde mich an das was Citizen geschrieben hat halten.

Viel Erfolg
Carsten
"Sie dürfen nicht alles glauben was sie denken!"

DF3

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7

Samstag, 22. September 2018, 14:43

da mir mein Uhrmacher, der sehr lösungsorientiert arbeitet sagte: - ich seh Sie dann in zwei Wochen - FrechAuslachen .
Ich würde mich an das was Citizen geschrieben hat halten.
O.k., die Meinung scheint ja allmählich einhellig zu sein und alles wieder ganz in Schwarz zu haben, wäre mir sowieso lieber.

Trotzdem aus Neugier: Konnte der Uhrmacher das genauer begründen? An irgendeiner Stelle muss bei diesen Reparaturstegen ja dann der Wurm drin sein.

P.S.: Ich würde in Durchmessern ab etwa 5 mm ja auch selbst klassisch nieten, das wäre eine sichere Lösung, aber bei diesen winzigen Dimensionen mit Nietbank und Nieteisen zu arbeiten, überlasse ich lieber Fachleuten.
Gruß, Hans




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Big Ben

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Samstag, 22. September 2018, 15:17

Wahrscheinlich kann auch der örtliche Goldschmied helfen
Liebe Grüße :alexhai: Alex

Hexe

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Sonntag, 23. September 2018, 08:47

Guten Morgen Hans,
auf deine Frage: "Konnte der Uhrmacher das genauer begründen? An irgendeiner Stelle muss bei diesen Reparaturstegen ja dann der Wurm drin sein".
Wie Du selbst bemerkt hast, geht es bei solchen Reparaturen um Passgenauigkeit der zu verarbeitenden Materialien, das richtige Werkzeug und die entsprechende Kraft, eine stabil Verbindung wieder herzustellen. In meinem Fall fehlte: 1. ein entsprechender Arbeitsplatz, 2. das Werkzeug, 3. die Erfahrung.
Ob die Reparatursätze tauglich sind hat er nicht weiter kommentiert.

Schönen Sonntag
/C.
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gregori

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Sonntag, 23. September 2018, 11:13

Hallo Leute, das ist ein Fall für Konzi in nichts für Bastler! Wegen eventuell paar Euros die Uhr zuverlieren oder einen Schaden wegen paar Euros die man gespart hat wäre mir das Risiko zu groß!
Gruß Gregori

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Montag, 24. September 2018, 01:42

Klar, ich glaube, das ist inzwischen Konsens, und die Reparaturstege gibt es nicht mit schwarzen Köpfen – also würde es ohnehin doof aussehen. Auch müsste hier noch die Hersteller-Garantie greifen.

Mich würde trotzdem aus technischer Neugier interessieren, wo der Haken bei der Sache ist. Die Gefahr, dass man es selbst vermasseln kann, besteht ja schon dann, wenn man das Band wechselt und dann aus Schusseligkeit nicht kontrolliert, ob der Federsteg auch wirklich richtig eingerastet ist. Das allein kann es also nicht sein.

Bei der Gelegenheit, falls es interessiert: Wie es aussehen kann, wenn sich da jemand heranwagt, der sich Uhrmacher nennt (in diesem Fall passte wohl eher das böse Wort vom „Berufspfuscher“), konnte ich vor einigen Jahren bei diesem ziemlich ähnlich gelagerten Fall erleben (bitte am Dreck vorbeischauen, das Band liegt seitdem in meiner persönlichen Restekiste und ist dabei nicht schöner oder sauberer geworden):



Hier hatte der Gute wohl nicht die richtige Steglänge in seiner Grabbelkiste und hat einfach einen längeren Steg verbaut. Damit das nicht so auffällt, wurden die angrenzenden Bandteile aufgebogen, sodass sie stramm an den Stegköpfen saßen. Habe ich deshalb leider erst zu Hause bemerkt, da hatte der Laden natürlich schon sein Geld. Auf eine Reklamation wurde nicht weiter reagiert, da hieß es nur „Das muss so ...“. Schon für eine Nachbesserung hätte ich deshalb den Laden verklagen müssen, was aus Kosten-Nutzen-Gründen blödsinnig gewesen wäre. Immerhin ist er inzwischen pleite.

Der Schaden ist damals übrigens etwa 15 Jahre nach dem Kauf bei einer fast täglich getragenen, relativ günstigen Tissot-Quarzuhr aufgetreten und nicht wie hier knapp 8 Monate nach dem Erwerb einer etwa siebenmal so teuren Uhr. Aber Materialfehler können natürlich auch bei teuer eingekauftem Material vorkommen, daran kann man sicher keine generelle Qualitätsdiskussion aufhängen.
Gruß, Hans




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Interchron

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Dienstag, 25. September 2018, 19:08

... hallo Hans,

hatte vor einigen Jahren ein ähnliches Problem. Beim Sinn-Serviceteam angerufen und die haben umgehend die entsprechenden Federstege per Post geschickt. Hat keine 2 Tage gedauert und war ziemlich preiswert.
... endlich hab ich wieder Zeit für mein Hobby, schöööön ist's hier ...

DF3

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Mittwoch, 26. September 2018, 00:59

die entsprechenden Federstege
Danke für die Info. Aber ging es da wirklich um Federstege? Der Steg, der bei mir gebrochen ist, ist vernietet.
Gruß, Hans




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DF3

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Mittwoch, 26. September 2018, 17:20

Ich habe jetzt mal an den Kundendienst geschrieben und die Sache geschildert. Mal sehen, was die vorschlagen.

Damit ich die Uhr weiter tragen kann, habe ich außerdem ein schwarzes Natoband reingezogen:



Mein Eindruck: Kann man machen, aber mit Massivband ist sie schöner. Kann aber auch am uni-schwarzen Design liegen. Jedenfalls ist es besser, als wenn die Uhr im Schrank liegt.
Gruß, Hans




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citizen (26.09.2018)