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ICEMAN

* Bester Beitrag 2008 *

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61

Saturday, February 5th 2011, 12:23pm

@Olaf

Ich gebe Dir recht....ich habe die U2 damals zwar weggegeben,aber traurig war es schon.
Inzwischen ist in meinem Leben viel passiert und ich sehe viele Dinge auch mit anderen Augen.
Daher ist es mir inzwischen egal,welches Gas in die Uhren von Sinn gefüllt wird,solange es hilft und eventuell sogar besser ist als des Original...
Mir gefällt die Uhr einfach im Allgemeinen und gestern Abend saß ich hier mit meinem Whisky,die U2 am Arm und habe einfach das Leben genossen.
Es ist einfach zu kurz,um sich mit solchen Sachen zu belasten und auf eventuellen Prinzipien herumzureiten.

Wenn man dann so vor seinem kleinen Uhrenköfferchen sitzt,sich seine Lieblinge alle ansieht und sich dessen bewußt ist,muß man sich einfach einen guten Tropfen gönnen.
Ich gestehe,der Glenfiddich 18 years old gehört zu den günstigsten in meiner Sammlung.

Aber er ist einfach ein Genuss und ich trinke ihn sehr gerne!!!
bis später... ICEMAN


...bekennende Poliertuchmuschi... :o:

HappyDay989

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62

Tuesday, February 8th 2011, 8:08pm

@ Volker: Der Glenfiddich 18yo ist für Liebhaber von Single Malts aus den Highlands resp. von der Speyside sicher eine gute Wahl. Wenn Dir ein wirklich guter Tropfen auch "ein paar Taler mehr" wert ist, dann probier mal den Glenmorangie Extremely Rare 18 yo. Der ist trotz seiner 18 Jahre Reife in Bourbon- und 3 Jahren Nachreife in Sherry-Fässern nicht zu mild, sondern entfaltet ein sehr würziges, intensives Aroma. Ich durfte ihn am Sonntagabend bei einem guten Freund verkosten und war völlig überrascht, wie kräftig dieser Highland-Malt "anschiebt." Dabei wird er nicht eindimensional, indem er z. B. alles mit Geschmack nach Sherry-Fass übertüncht, mit zu viel Frucht oder Süße aufwartet oder mit einem zu kurzen Abgang (Nachgeschmack) enttäuscht. Ein sehr gelungener Kompromiss aus "Brennerei" und "Fass," den man sich als Whiskygenießer wirklich mal "reintun" sollte! :thumbup:

Ich selbst bin mittlerweile, wie schon geschrieben, eher der Fraktion der Liebhaber der Malts von den Inseln (kenne bislang Tröpfchen von Skye, Islay und Orkney) zuzurechnen und habe mir heute erst einmal etwas Nachschub bestellt: neben dem üblichen Laphroaig 10 yo noch Talisker 10 yo und Lagavulin 16 yo. Auf letzteren freue ich mich besonders, denn den habe ich tatsächlich noch nie verkostet. In meinem Freundeskreis gibt es zwar ein paar Whiskykenner, aber die ziehen i. d. R. die milderen Highland-Malts den etwas "ruppigeren," aber geschmacklich intensiven und komplexen Insel-Malts vor.

Beast

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63

Wednesday, February 9th 2011, 8:43am

...ich bin meistens schon mit einem gut gemischten Gin-Tonic zufrieden...
Eis, Bombay Saphire Gin, Schweppes Tonic Water, Spritzer frischer Limettensaft...fertig ! :cheers:
Gruß Beast
:whisky:

Stephan

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64

Wednesday, February 9th 2011, 10:42am

hauptsächlich Wein und Bier

Hallo zusammen,


tagsüber: Kaffee, Kaffee und Kaffee, ab und an ergänzt um ein Wasser oder einen Tee.

Zuckerhaltiges habe ich mir weitgehend abgewöhnt.


Abends gern ein Glas Rotwein oder in den wärmeren Monaten einen Rosé oder Weißwein.

Wie einige andere Forumsmitglieder bevorzuge ich hier CHILENEN. Zum einen bin ich da familiär vorbelastet (Weinhandlung in der Familie), zum anderen überzeugen mich hier im Gegensatz zu manch Franzosen einfach Preis/Leistung.


Ist halt ähnlich wie bei den Uhren :D


Es darf aber auch mal was aus Australien oder Südafrika oder auch den USA sein. Hier gibt es z.B. wirklich gute Zinfandel's, die ich ganz gerne mag.


Wer mal einen guten Chilenen sucht, der aber auch +15 Euro kosten darf, der wird bei "Vina el Principal - Calicanto" fündig.


Nach dem Essen gerne einen Averna, Grappa oder auch einen Pisco (chilenischer Weinbrand - klar wie Wasser).


Ab und an auch mal einen Whisky beim lesen oder fernsehen, hier habe ich aber zu wenig Ahnung von und trinke daher das was man notfalls auch mit Cola mischen kann oder das was ich geschenkt bekomme (zuletzt einen Glenfiddich 18 Jahre von meinem Bruder).


Beste Grüße

Stephan


PS: Sollte jemand an chilenischen Rotweinen interessiert sein oder selbst gute Tipps haben bin ich für einen Informationsaustausch gerne zu haben.

HappyDay989

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65

Monday, February 14th 2011, 11:47am

Talisker 10 yo und Lagavulin 16 yo

Am Samstag wollte ich eigentlich einem Bekannten nach langer Zeit "guten Tag" sagen, aber so recht hat mich der 10jährige Talisker doch nicht mehr überzeugen können. Irgendwie hatte ich dieses Tröpfchen von der Isle of Skye anders in Erinnerung. Rauchig und torfig, ja, das war er nach wie vor. Aber was meine Sensoren vor einigen Jahren völlig anders wahrgenommen hatten, war die leichte Zitrusnote, die zumindest diesem Talisker nach dem Abklingen von Rauch-, Torf- und Salznoten einen leicht säuerlichen Geschmack verlieh. Im Abgang wurde dieser Eindruck etwas gemildert durch einen Hauch von Bitterschokolade, aber insgesamt war ich nicht vollkommen überzeugt, zumal auch die Chili-ähnliche (nicht alkoholische!) Schärfe, die man diesem Skye-Whisky nachsagt, sehr wenig ausgeprägt war. Nun gut, ich habe jetzt noch eine Flasche (abzüglich der 2 cl für die Probe) von dem Zeug hier, ich vermute, über die nächsten Jahre werde ich ihn gelegentlich kosten, um zu überprüfen, ob mein erster Eindruck Bestand hat. ;)

Der Sonntag war erheblich freundlicher, in Bezug auf den Whisky. Denn der 16jährige Lagavulin hat zumindest geschmacklich gehalten, was er versprach. Ich habe selten einen derartig vollmundig-würzigen, leicht fruchtig-süßlichen, dabei aber gleichzeitig torfrauchigen und ölig-schweren Tropfen von der Isle of Islay getrunken. Der Geruch nach Torfrauch mit Noten von Frucht und Sherry betört die Sinne, der Geschmack tritt mit enormer Wucht an und nimmt Zunge und Gaumen gefangen mit einer Invasion von Islay-Torf, Salz und Seetang, gefolgt von einem wahren Feuerwerk der Aromen fruchtigen Sherrys, allerdings abgemildert von einer nachhaltigen Bitterschokoladennote, die bis zum Abgang anhält und durch einen angenehmen Beigeschmack von Salz und Jod ergänzt wird. Auch wenn er geschmacklich dem 10jährigen Laphroaig, m. E. nicht den Titel des geschmacksintensivsten Whiskys der Welt streitig machen kann, so bin ich doch froh, diese Classic Malt-Legende aus dem Hause Lagavulin endlich mal probiert zu haben. Ganz ehrlich: das hätte ich schon viel eher tun sollen! :D Dieser Whisky erinnert an einen Spaziergang an der Westküste Schottlands an einem windigen, aber nicht regnerischen Tag.
Hier übrigens ein exzellentes, sehr sachkundiges und dabei witziges Video einer Verkostung durch einen echten Whisky-Experten: "Ralfy" reviews Lagavulin 16yo. "Ralfy" ist ein waschechter Schotte und weiß, wie man eine Geschichte so erzählt, dass sich die Zuhörer daran erfreuen können! :thumbup:


Empfehlen kann ich nur, in einem sogen. Whisky-Tasting auf gar keinen Fall mehr als einen dieser schweren und geschmacksintensiven Insel-Whiskys zu verkosten.
1. Egal ob Talisker, Lagavulin, Laphroaig, Caol Ila oder gar ein "Torfmonster" wie Ardbeg: mehr als 1 Dram (= 35,5 ml) pro Verkostung ist Verschwendung.
2. Egal, welche lieblicheren Whiskymarken man zuvor innerhalb eines einzelnen Tastings probiert:
a) es werden max. drei verschiedene Whiskys probiert
b) man arbeitet mehr mit der Nase als mit dem Mund (deshalb heißen die professionellen Whisky-Verkoster übrigens auch "Noses," nicht "Mouths" oder "Tongues"),
c) man lässt sich für jeden einzelnen Testkandidaten mind. eine halbe Stunde Zeit,
d) man trinkt zwischendurch reichlich stilles Wasser, um die Geschmacksnerven wieder zu kalibrieren und
e) man probiert von den fünf genannten Marken nur eine, und die auf jeden Fall als letzte. Denn danach ist man für andere, weniger intensive Whiskys definitiv nicht mehr aufnahmefähig.

Die richtigen Gläser für ein Tasting habe ich weiter oben ja schon einmal gezeigt. Alternativ kann man übrigens auch dünnwandige Cognac-Schwenker verwenden.


@ Stephan: Ich hoffe doch sehr, dass dem 18jährige Glenfiddich Deines Bruders das Schicksal erspart geblieben ist, ausgerechnet in Koffeinbrause aus den USA sein klebrig-süßes Grab zu finden; das hätte er nämlich nicht verdient. Bei mir als Genießer feiner Single Malts fällt so etwas schon in die Rubrik "Whisky-Vandalismus." Single Malt auf Eis, mit Cola/Limo/Soda oder als Zutat eines Cocktails - einen Weinkenner könnte man vermutlich auf ähnliche Weise schockieren, wenn man ihm sagt, dass sich Mouton Rothschild doch höchstens für einen ordentlichen Glühwein eignet. :ironie:

Blackhead

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66

Monday, February 14th 2011, 6:44pm

Ich wollte einmal an einer Verkostung aus einem Nachbarforum teilnehmen. Für einen relativ günstigen Preis bot jemand an, einen Teil seiner ARDBEG-Bestände auf Apothekerfläschchen von 100ml umzufüllen und zu versenden. Via Forum sollte man sich zu einer bestimmten Zeit zu den edlen Tropfen äußern. Leider hat mir der Beruf wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass nach einem Jahr die Fläschchen immer noch unangerührt im Schrank stehen. Hierbei handelt es sich um folgende Whisky Abfüllungen:

ARDBEG Cadenhead´s, 1994 bis Mai 2007, 13 yo., 58%

ARDBEG Very Young, 1998-2004, 58,3%

ARDBEG Supernova, 58,9%

ARDBEG 17, 40%

ARDBEG Almost There, 1998-2007, 54,1%

ARDBEG Lord of the Isles, 25 yo., 46%

ARDBEG 1977 Very Old, 46%

Jetzt fehlt mir nur noch eine passende Gelegenheit, diese Schätze zu verkosten. Das Masterstudium ist im April auch schon seit einem Jahr abgeschlossen, so dass dieser Anlass nun nicht mehr herangezogen werden kann. Die Zulassung meines Exposès zum Promotionsverfahren wäre eine passende Gelegenheit. Zudem warte ich gerade auf ein ansprechendes Angebot einer Rolex 5513 aus dem Jahr 1977 (meinem Geburtsjahr). Ich dachte mir, dass so eine Uhr genau das Richtige sei, seitdem ich weiß, dass ich im Sommer Vater werde. So etwas kann man später mal vererben. ;)
Wenn man an den Tropfen schnuppert fallen einem die verschiedenen Duftnoten auf. Einige riechen etwas muffig. Andere Abfüllungen wiederum rauchig und ansprechend. Ich kann´s kaum erwarten, die Whiskyverschnitte zu schmecken.
Gruß, Sascha :hatoff:

Spencer

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67

Monday, February 14th 2011, 6:51pm

Quoted from "Blackhead"

[...]Ich dachte mir, dass so eine Uhr genau das Richtige sei, seitdem ich weiß, dass ich im Sommer Vater werde. So etwas kann man später mal vererben. ;) [...]


Herzlichen Glückwunsch, Sascha!!!


Bei euren Whisky Beschreibungen kriegt man richtig Lust, mal wieder einen
guten Tropfen zu trinken. Dummerweise kenne ich mich mit den verschiedenen
Marken und Sorten im Bezug auf Geschmack und Aroma nicht aus. Ich halte es
auch hier wie mit Wein: Probieren und trinken was schmeckt!

HappyDay989

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68

Monday, February 14th 2011, 11:25pm

Herzlichen Glückwunsch, Sascha! DAS nenne ich doch wirklich mal einen würdigen Anlass! :laola:

Wenn Du auf "rauchig" stehst, dann wirst Du den Ardbeg Supernova lieben. Der dürfte hinter dem Octomore 3/152 (5 yo) der Distillery Bruichladdich der wohl torfrauchigste Whisky der Welt sein, sozusagen Torf von der Schaufel direkt ins Glas. :D Mir persönlich ist der Supernova zu heftig. Ich mag zwar würzigen Torfrauch, bin aber kein extremer "Peathead." ;)

Islay Malts erreichen schon recht früh ein "trinkfähiges" Alter. Nach fünf bis sieben Jahren kann man sie schon probieren. Nach 10-12 Jahren schmecken sie rauchig und frisch, dabei steht der Brennerei-Charakter immer noch deutlich im Vordergrund. Nach 15-18 Jahren wird das Verhältnis zwischen Brennerei und Fass ausgewogener, d. h. die Whiskys werden i. d. R. milder, verlieren an Rauchigkeit und Frische, gewinnen jedoch an geschmacklicher Komplexität und Würzigkeit. Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Fass können Whiskys noch besser werden, müssen es aber nicht mehr. Nach der Abfüllung in Flaschen reifen Whiskys nicht mehr, auch nicht, wenn es sich um eine nicht kaltfiltrierte (non chill-filtered) Abfüllung handelt.

Muffiger Geruch? Es ist leider ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Whiskys nur über Jahrzehnte im Fass reifen müssen, um automatisch immer besser zu werden. Bei der Lagerung verlieren Whiskys immer mehr ihres Brennerei-Geschmacks und nehmen immer mehr den Geschmack der Fässer an. Falls ein Fass aus irgendwelchen Gründen nicht so perfekt ist, wie es sein sollte, oder falls sich durch unerwünschte Umwelteinflüsse Geschmacksveränderungen ergeben, können alte Tropfen muffig werden bzw. allgemein an Geschmacksqualität einbüßen. Das ist ähnlich wie bei alten Weinen, denen falsche Lagerung oder schlecht gewordene Korken den "Tod" bringen können.

Ach ja, ich habe mir heute Abend einen zweiten Schluck Talisker gegönnt, und der schmeckte mir schon erheblich besser als die Probe vom Samstag, vor allem, weil ich jetzt endlich den "punch" der leichten Chili-Note und die sehr trockene Gewürznote wahrnahm, die den leichten Zitrusgeschmack in den Hintergrund treten ließ. Ist wohl so ein typischer Fall von "acquired taste," d. h., das Zeug muss man sich nach vielen Jahren Talisker-Abstinenz erst mal wieder "lecker trinken." ;) (Bitte nicht mit dem "Schönsaufen" von Frauen verwechseln. :D - Whisky-Genießer trinken aus Gründen des Geschmacks in sehr kleinen Mengen, und sind daher keine "Wirkungstrinker.")


Bei euren Whisky Beschreibungen kriegt man richtig Lust, mal wieder einen guten Tropfen zu trinken. Dummerweise kenne ich mich mit den verschiedenen Marken und Sorten im Bezug auf Geschmack und Aroma nicht aus. Ich halte es auch hier wie mit Wein: Probieren und trinken was schmeckt!

Wenn man edle Geister probiert, kommt es vor allem darauf an, dass man sich bei der Verkostung an bestimmte Grundregeln hält. Die wichtigsten habe ich einen Beitrag höher bereits beschrieben:
1. nicht mehr als drei Proben/Verkostung,
2. immer von der milden zur würzigen Probe,
3. neben dem Gaumen und der Zunge vor allem die Nase einsetzen,
4. sich reichlich Zeit nehmen bzw. der Probe die Zeit geben, ihr Aroma zu entfalten
5. zwischen den Proben reichlich stilles Wasser ohne starken Eigengeschmack trinken
6. über den Einsatz von Wasser zum Herabsetzen hoher Alkoholkonzentrationen auf Trinkstärke kann man geteilter Meinung sein.
(Ich persönlich füge jedem Insel-Malt mit 43 % Alkoholgehalt oder höher je nach Stärke zwischen ein paar Tropfen und einem kleinen Schluck stilles Wasser hinzu. M. E. hilft das, sehr intensive Whiskys geschmacklich zu öffnen bzw. Whiskys in Fassstärke (55-60 % Alkoholgehalt) überhaupt erst vernünftig genießbar zu machen.)

Ansonsten wird man nicht umhinkommen, den einen oder anderen Tropfen zu probieren, bis man den gefunden hat, der einem persönlich am meisten zusagt. Bei dem einen mag das ein meisterlich aus den verschiedenen Regionen und Brennereien zusammengemischter Blended oder Vatted Scotch sein, bei dem anderen ein aromatischer Highland- oder Speyside-Malt und beim nächsten ein kräftig-rauchiger Insel-Malt. Von den zahlreichen anderen edlen Spirituosen gar nicht erst zu reden.

J. Simon

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69

Tuesday, February 15th 2011, 7:59am

Was wird gerne getrunken?

Nun ja: morgens ein guter Kaffee, aber nur aus der De Longhi-Kaffemaschine. zwischendurch das probiotische Mineralwasser mit links-und rechtsdrehenden Calcium- und Magnesiumketten, die mir dann 2:1 Kopf und Körper benebeln, mittags zwei Power-Vitamin-Smoothies in ökologisch einwandfreier Mehrwegglasflasche oder im Glas frisch serviert, nachmittags der handgepflückte und verlesen Darjeeling-tee aus total fairem Anbau und mit Eseln ohne Co2-Emmission über den Kaukasus geliefert........

Und abends freu ich mich dann mit den Aldi-Jogginghosen gewandet auf meinem Ikeasofa auf mein tiefgekühltes Öttinger Premium Deluxe!!!! :rofl:

Guten Durst wünscht J. Simon
Sinn 142 TiAr
Sin157 TiAr
Sinn 144 StSa
Sinn U2
u.e.m. :thumbup:

HappyDay989

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70

Tuesday, February 15th 2011, 10:34am

Und abends freu ich mich dann mit den Aldi-Jogginghosen gewandet auf meinem Ikeasofa auf mein tiefgekühltes Öttinger Premium Deluxe!!!! :rofl:

Der war richtig gut: Tiefgekühltes Oettinger Premium Deluxe :rofl:

Quoted

Das vielen noch immer unbekannte Bier ist inzwischen an all den Edel-Pilsenern vorbeigezogen, die in den neunziger Jahren mit gewaltigem Werbeaufwand den Markt eroberten. Jetzt, in Zeiten von ‚Geiz ist geil!‘ und Hartz IV, ist Oettinger klammheimlich die Nummer eins geworden, das meistverkaufte Bier der Republik.

Quelle: Ein Bier für Hartz IV
Ganz ehrlich: ich bin kein Biertrinker und habe Oettinger noch nie probiert. Ich kann also nicht beurteilen, ob Oettinger wirklich so schlecht ist, dass es sich nur über einen niedrigen Preis verkaufen lässt. Bei den schottischen Single Malts weiß ich allerdings, dass sich der Preis einer Flasche zum größten Teil aus dem Grad an Begehrlichkeit der Käufer und den fast schon obszön hohen Erträgen der weltweit operierenden Spirituosenkonzerne wie Pernod Ricard, Diageo u. a. ergibt.

So, und jetzt wende ich mich wieder meinem wohlschmeckenden Bio-Darjeeling (kein Scherz!) zu, dem mit nach rechts und links taumelnden Aroma-Molekülen. In diesem Sinne sage ich: :cheers:

Scheusal

Trainee

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71

Tuesday, February 15th 2011, 11:09am

Ich mache mir jetzt einen doppelten Espresso aus einer e61 Brühgruppe (mit 100% Arabica Kaffee).

Für meinen Mann wird es wohl ein Cafe Latte werden. 8o

Blackhead

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72

Thursday, February 17th 2011, 9:26pm

Mein Großvater hat im Keller eine verschlossene drei Liter Flasche Johnny Walker Red Label aus dem Jahr 1963 herumstehen. Da würde ich gerne mal einen Schluck von nehmen... :D
Gruß, Sascha :hatoff:

HappyDay989

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73

Saturday, February 19th 2011, 1:12pm

Johnny Walker Red Label aus dem Jahr 1963

Wie ich bereits schrieb: "Nach der Abfüllung in Flaschen reifen Whiskys nicht mehr, auch nicht, wenn es sich um eine nicht kaltfiltrierte (non chill-filtered) Abfüllung handelt."
Bei richtiger Lagerung (kühl und dunkel) wird das Zeug also genau so schmecken wie 1963, als es abgefüllt wurde. Ob der "Striding Man" über die Jahrzehnte geschmacklich durch die Brennerei verändert wurde, würde dann ein Vergleich mit einem aktuellen Red Label ergeben.

Das Beste an Johnny Walker sind m. E. das gleichnamige Lied von Marius Müller-Westernhagen aus dem Jahr 1978 und das Moorhuhn-Spiel von 1999. Das Spiel gibt's übrigens unter dieser Adresse als Download, und zwar als auch unter Windows XP, Vista und 7 lauffähiges Remake des gleichen Herstellers wie dem der Original-Version. Das ideale Spiel, wenn man schon den einen oder anderen "Johannes Wackler" intus hat... :D

HappyDay989

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74

Monday, March 28th 2011, 9:53pm

Ich durfte gerade eine besondere Spezialität verkosten, einen Bowmore Cask Strength 10 yo (non coloured, non chill-filtered). Die 61 Vol. % merkt man eigentlich kaum, so mild und weich läuft das Zeug vom Glas auf die Zunge. Hält man ihn aber einen Moment im Mund und rollt ihn gar mit der Zunge hin und her, entfaltet er seinen Geschmack etwas nachdrücklicher. Gibt man ihm ein Schlückchen Wasser, ungefähr so viel, dass er auf etwa 50 Vol. % herabgesetzt wird, entwickelt er sich sowohl in der Nase als auch im Mund zu einem sanften Torfmonster, ähnlich dem Ardbeg Ten, aber nicht so rauchig und phenolig.

Auf jeden Fall eine glatte Empfehlung für Leute, die zwar gerne mal einen typischen Islay Malt probieren wollen, sich an die heftig rauchigen und extrem phenolig und nach Jod schmeckenden Malts von Ardbeg und Laphroaig (noch?) nicht heran trauen. 8o

der onkel

Uhrenprophet

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75

Monday, March 28th 2011, 10:52pm

Eine aktuelle Abfüllung BOWMORE CS (ohne Altersangabe) besitzt 56%, das war wohl eine ältere Flasche:
http://www.whisky.de/tws/product_info.ph…k-Strength.html

Ich hatte unlängst eine relativ neue BOWMORE Abfüllung probiert: Den 10ys Tempest mit 55,3%. Zu dem existiert im Whisky-Store sogar ein Video-Verkostung:
http://www.whisky.de/tws/product_info.ph…re-Tempest.html

BOWMORE besitzt in der Tat einen feineren Rauch als ARDBEG oder LAPHROAIG, vielleicht ähnlich wie LAGAVULIN. BOWMORE ist eine ziemlich unterschätzte Destillerie auf Islay, welche vor der größeren Namen keineswegs verstecken muß. Gerade der 12ys. besitzt ein unheimlich gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Wer nur einen Hauch Rauch mag, sollte unbedingt mal den TOBERMORY 10ys. von der Isle of Mull probieren. Der kommt in der aktuellen Abfüllung mit 46,3% (für mich der ideale Vol-Alk-Anteil) und ist für mich eine der gelungensten Neuerscheinungen. Hier auch mit Video-Verkostung:
http://www.whisky.de/tws/product_info.ph…Abfuellung.html

...sprach der Onkel und genoß noch einen Feierabend-Dram SPRINGBANK CS 8) ...
:wolf: Gruß Frank
alias DER Weronkel aka DER Gummionkel https://www.youtube.com/watch?v=R4xf50aUxaE

HappyDay989

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76

Monday, March 28th 2011, 11:04pm

Eine aktuelle Abfüllung BOWMORE CS (ohne Altersangabe) besitzt 56%, das war wohl eine ältere Flasche:
http://www.whisky.de/tws/product_info.ph…k-Strength.html

Ich hatte unlängst eine relativ neue BOWMORE Abfüllung probiert: Den 10ys Tempest mit 55,3%. Zu dem existiert im Whisky-Store sogar ein Video-Verkostung:
http://www.whisky.de/tws/product_info.ph…re-Tempest.html

Vor allem ist der Bowmore CS 10yo fast so hell wie ein leichter Weißwein, also garantiert ohne Karamellzusatz. :thumbup: Der ist, im Gegensatz zu den typischen Bowmore-Whiskys, garantiert nicht im Ex-Sherryfass gereift, sondern im Ex-Bourbon-Cask, da gehe ich jede Wette ein. Stell Dir einfach einen Ardbeg Ten vor, aber noch eine Spur heller.
Vom Tempest habe ich übrigens viel Gutes gehört und gelesen.

BOWMORE besitzt in der Tat einen feineren Rauch als ARDBEG oder LAPHROAIG, vielleicht ähnlich wie LAGAVULIN. BOWMORE ist eine ziemlich unterschätzte Destillerie auf Islay, welche vor der größeren Namen keineswegs verstecken muß. Gerade der 12ys. besitzt ein unheimlich gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Zugegeben, auch ich habe Bowmore bislang nur selten auf dem Zettel gehabt, aber mit diesem wunderbaren Tropfen in Fassstärke wird sich dies sicherlich ändern. :D


Wer nur einen Hauch Rauch mag, sollte unbedingt mal den TOBERMORY 10ys. von der Isle of Mull probieren. Der kommt in der aktuellen Abfüllung mit 46,3% (für mich der ideale Vol-Alk-Anteil) und ist für mich eine der gelungensten Neuerscheinungen. Hier auch mit Video-Verkostung:
http://www.whisky.de/tws/product_info.ph…Abfuellung.html

...sprach der Onkel und genoß noch einen Feierabend-Dram SPRINGBANK CS 8) ...

Na ja, es darf schon gerne ein Hauch Rauch mehr sein, auch wenn ich nach wie vor kein ausgewiesener "Peathead" bin.

Meinst Du diesen Springbank CS: http://www.whisky.de/tws/product_info.ph…k-Strength.html?

PS: habe noch ein paar neue Emoticons hinzugefügt: :whisky: :islay: :spey: :ardbeg:

der onkel

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Monday, March 28th 2011, 11:15pm

Yepp, den habe ich schon länger im Programm. SPRINGBANK ist neben GLEN SCOTIA die einzigste verbliebene Destillerie in der früheren Whisky-Dynastie Campbeltown. Ich bin ansonsten ja auch ein waschechter Islay-Fan, aber manchmal muß es auch mal was anderes Herzhaftes sein. Und dann landet gerne ein TALISKER, TOBERMORY oder SPRINGBANK im Tumbler (Nosing-Gläser waren es früher mal ;) ).

Neben WHISKY-STORE empfehle ich übrigens auch die Firma SCOMA, welche ebenfalls super Preise hat und bei Banklastschrift 5% Nachlaß gewährt. Bei WHISKY-STORE gibt es ja nur willkürliche Miniaturen und immer wieder Gläser als Präsente - Rabatt nur, wenn man dem kostenpflichtigen Whisky-Club beitritt.
:wolf: Gruß Frank
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Monday, March 28th 2011, 11:43pm

Ich kaufe den meisten Whisky tatsächlich "offline", weil ich in der Nähe einen gut sortierten Getränkemarkt habe, der auch edle Spirituosen führt. Und die liegen preislich eigentlich generell 5-10 % unter Whisky.de und bieten ab und an auch mal eine Abfüllung kleiner Mengen in eine 100-ml- oder 200-ml-Flasche. So bin ich heute auch an den Bowmore CS 10 yo gekommen, denn 50 € oder mehr für 0,7 l eines Whisky, der mir evtl. nicht schmeckt, das riskiere ich nicht so gerne. Da nehme ich mir lieber für 10-12 € (inkl. Flasche) mal 100 ml zum Probieren mit.

An Tumbler zum Whisky-Trinken werde ich mich wohl nie gewöhnen, ich ziehe nach wie vor Nosing-Gläser vor, weil es mir einfach Spaß macht, meinen Riechkolben in so ein Glas zu halten. :D

Es ist übrigens erstaunlich, dass es mir immer noch nicht gelungen ist, einen Whisky zu finden, der es geschmacklich mit Laphroaig aufzunehmen vermag. Das erinnert mich an die dämliche Werbung für diese Optiker-Kette vor ein paar Jahren: http://www.clipland.com/Live/video/8231
Jedes Mal, wenn ich einen ausgewiesenen Experten fragen, ob es einen geschmacklich intensiveren Whisky als Laphroaig gibt, bekomme ich genau die Antwort, die auch die Dame in der Brillen-Werbung bekommt: Vergessen Sie's. :D

der onkel

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79

Tuesday, March 29th 2011, 12:41am

Jedes Mal, wenn ich einen ausgewiesenen Experten fragen, ob es einen geschmacklich intensiveren Whisky als Laphroaig gibt, bekomme ich genau die Antwort, die auch die Dame in der Brillen-Werbung bekommt: Vergessen Sie's. :D
Ich bin zwar kein "ausgewiesener Experte" und "geschmacklich intensiv" ist sicher auch nicht digital messbar, jedoch sehe ich den mächtigen ARDBEG mindestens gleichauf mit LAPHROAIG. Nicht umsonst nennt er sich "The Ultimate Islay":



Und in Sachen Cask Strenght-Abfüllungen hat ARDBEG mit dem Supernova auch ein heißes Eisen im Feuer. Wenn man da die Nase in den großen ARDBEG-Tumbler reinhält zieht es einem die Schuhe aus :thumbup: !
:wolf: Gruß Frank
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Tuesday, March 29th 2011, 1:22am

Ja, der Supernova zieht einem wirklich die Schuhe aus. Aber der ist m. E. nur etwas für extreme "Peatheads." Geschmacklich intensiv ist der auf jeden Fall, und ich gebe gerne zu, dass meine Wortwahl einfach unzutreffend war. Es geht nicht nur um geschmackliche Intensität, sondern auch um Komplexität. Und da bietet mir der Laphroaig (vor allem der 10 yo Cask Strength mit seinen rasanten 58 Vol. %) m. E. mehr als der Ardbeg, der mir zu einseitig nach "qualmendem Torf" riecht und schmeckt. Obwohl ich zugeben muss, dass ich ab und zu eine etwas stärkere Torf-Dröhnung mag, aber eben nur sehr gelegentlich und in homöopathischen Dosierungen. ;)

Natürlich ist es mir klar, dass es "den besten Whisky" ohnehin nicht gibt. Ich bin halt ein Islay-Fan, in der Hinsicht schütteln wir uns beide sowie so die Hände. Und ob nun Ardbeg, Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Caol Ila, Lagavulin, oder Laphroaig den "besten" Islay-Malt produziert, ist eine reine Geschmacksfrage. Vielleicht werden uns in ein paar Jahren Kilchoman und Lochindaal (Port Charlotte) mit Whikys überraschen, die Begeisterung auslösen. :islay:

Ach ja, ehe ich es vergesse: ich bin auch ein Fan der Isle of Skye, aber da wird die Auswahl der Marken sehr eng, weil Talisker die einzige Brennerei ist, die noch auf Skye aktiv ist. ;)

Meine gegenwärtige Favoriten-Liste "Islay und Skye" sieht übrigens so aus:
Unangefochtene Nr. 1 ist der Laphroaig 10 yo Cask Strength (58,3 Vol. %).
Gefolgt wird er von zwei gleichberechtigt nebeneinander stehenden Sorten, nämlich Ardbeg 10 yo (46 Vol. %) und Talisker 10 yo (45,8 Vol. %).
Dahinter, mit etwas Abstand, folgen ebenfalls gleichberechtigt nebeneinander Bowmore 10 yo Cask Strength (61 Vol. %) und Laphroaig 10 yo (40 Vol. %).
Das Schlusslicht bildet der Lagavulin 16 yo (43 Vol. %).

Auf meiner To-Taste-Liste stehen noch zwei Islay-Malts, aber das ist etwas für später:
Bunnahabhain Heavily Peated 13 yo, Abfüllung durch Signatory (46 %)
Caol Ila Cask Strength ohne Altersangabe (58,6 Vol. %)

Was mich selbst erstaunt: am Anfang meiner "Whisky-Karriere" bevorzugte ich lange im Fass gelagerte Whiskys mit ihrem von Eichenholz, Bourbon und Sherry geprägtem Charakter. Inzwischen ziehe ich jüngere Whiskys mit einer eher torfig-rauchigen Note und deutlichem "Brennerei-Charakter" vor.