Sinn Faltschließe und Bandspuren

  • Guuuuten Morgen.

    Nun habe ich nach längerer Zeit einmal mein Feingliederband an der 757 Diapal gewechselt und das Lederband mit Gehäuse Integration verbaut. Gefällt gut.
    Aber:
    Am Gehäuse zwischen den Bandhörnern sind vom Metallarmband kleine Schleifspuren, lokale Kratzer. Wie bekomme ich die entfernt, da gibt es doch aus dem Handwerk der Goldschmiede solche "Radiersteine"? Stört mich ungemein, da die Uhr ja recht hoch und das Band recht dünn ist, kommen die Spuren ja m.E. doch recht präsent daher. Vor allem dann, wenn wie bei mir die 757 wie neu ausschaut. Oder ich sehe sie nur, weil ich weiß, dass sie da sind...... grrrrrr.

    Und ich suche eine gute, wertige Faltschließe für das Lederarmband. Gibt es denn wenn überhaupt eines in der Größe und vor allem Dicke des Bandes?

  • Ich denke, erstens wird man mit solch einem "Radierstein" ziemlich lange radieren müssen, um an einer gehärteten Oberfläche die beschriebenen Spuren zu beseitigen und zweitens wird die Oberfläche an dieser Stelle danach ja keineswegs so aussehen wie der Rest des Uhrengehäuses.
    Daher würde ich die betroffenen Bereiche perlstrahlen. Das ist effektiver und vor allem sieht es dann genauso aus wie der Rets des Gehäuses.
    Das Problem wird sein, dass du vermutlich keine Möglichkeit zum Perlstrahlen hast.

    Edit: Ach, man sollte schon richtig lesen! Du hast ja die Diapal-Variante und da ist das Gehäuse nicht perlgestrahlt sondern satiniert. Das macht die Sache einfacher. Besorg dir feines (richtig feines) Schleifpapier in verschiedenen Körnungen (ich würde mal mit 1000er anfangen), klebe es z.B. um einen Zahnstocher und führe diesen immer in der selben Richtung zwischen den Bandanstoßhörnern hin und her. Das sollte funktionieren, wenn du nicht zwei linke Hände hast. :)

    Gruß
    mabel

    2 Mal editiert, zuletzt von mabel (13. Mai 2019 um 07:31)

  • Das Gehäuse ist tegimentiert. Da würde ich gar nicht selbst Hand anlegen. Wenn Du auch zukünftig zwischen Stahl und Leder wechseln möchtest, würde ich einen Weg suchen, mit den Stahlbandspuren zu leben.

    Beste Grüße
    Axel

    Wenn ich alt bin, möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich.

  • Sandstrahlen....... das wäre dann die Edellösung, die aber sich als übertrieben für meine "ästhetische" Reklamation darstellt.

    Außerdem: Die Fläche am Gehäuse zwischen den Hörnern hat nicht das selbe Finish, Schliffbild wie die sichtbaren Außenflächen. Diese mir unbekannten "Schleifsteinchen-Gummis" der Schmuckschmiede sind schon hilfreich. Hatte da am tegementierten Band eine Macke, die mir ein Uhrmacher mit einem solchen Schleifwerkzeug entfernt hat. Es ist spurlos verschwunden. Daher meine Anfrage.

    Faltschließe ????

    beste Grüße

    Dominique

  • Ich weiß nicht, wie die Uhr zwischen den Bandanstoßhörnern aussieht. Grundsätzlich wird die Geometrie dieser Aussparung wohl entweder durch Fräsen oder Erodieren hergestellt worden seine. In wieweit diese Fläche satiniert wurde, kann ich nicht beurteilen. Es ist immer das Beste, man schaut sich an, was der finale Bearbeitungsschritt der Oberfläche war und bearbeitet die Fläche im Nachhinein dann mit dem Verfahren, das auch der Hersteller zuletzt angewendet hat, wenn man möglichst keine Unterschiede erkennen möchte.

    Sandstrahlen natürlich nicht! Ich schrieb Perlstrahlen. Da brauchst du schon ein vergleichbares Granulat, wie Sinn es verwendet.

    Ob die Oberfläche nun tegimentiert (also gehärtet) ist oder nicht, spielt dabei aus meiner Sicht nicht wirklich eine Rolle. Warum sollte man da nicht selber Hand anlegen, um Spuren zu beseitigen? Im Gegenteil, bei einer gehärteten Oberfläche machst du bei falscher Handhabung nicht so schnell was kaputt. :)
    Wenn du die Uhr zu Sinn bringst, machen die ja auch irgend etwas, um das Gehäuse aufzuarbeiten. Bei einer gehärteten Oberfläche dauert es nur eben länger, bis man da Material abgetragen hat.

    Wenn diese von dir angesprochenen "Radierstifte" Abrasivkörper beinhalten (was ich aus deiner Formulierung nicht herausgelesen hatte), dann könnten die evtl. doch geeignet sein.
    Wie gesagt, man muss die Oberfläche anschauen und dann situationsgerecht eine Methode wählen. Ich bin da relativ entspannt, weil ich u.a. mit Oberflächenbearbeitung zu tun habe. Wer sich das nicht zutraut, sollte natürlich immer besser jemanden beauftragen, der weiß, was er tut...

    Gruß
    mabel

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