Sichtbare Zeigerachse

  • Ich hab’ da mal ne potenziell sau-blöde Frage …

    Wenn ich so durchs Web surfe, alle Uhren, gleich ob günstig oder sauteuer, bei allen sieht man die Zeigerachse.

    Zur Verdeutlichung hier die Botta


    bei der die Achse durch die Zeiger verdeckt wird.


    Warum?

    Warum sieht man die Achse immer, warum ist es so selten zu sehen, dass sie verdeckt ist?


    Bewusstes Designelement?
    Traditionell übersehender Designmangel?
    Technisch notwendig?

    Gruebeln
    ?(

    Watches are the only jewelry men can wear, unless you're Mr. T
    Gordon Bethune

    Einmal editiert, zuletzt von tapir (8. Juli 2021 um 21:46)

  • Ich vermute, es ist eine Mischung aus "traditionell geduldet" und "technisch notwendig".

    Beim Zeiger-Setzen eines Sekundenzeigers mit Abdeckung der Zeigerachse ist extra viel Gefühl verlangt, sonst drückt der Uhrmacher mit dem Werkzeug unter Umständen die Sekunden-Achse mit Kraft zu tief und beschädigt das Werk - oder er hat eine Beule in der Sekundenzeiger-Abdeckung.
    Mit einem konventionellen Zeiger kann das nicht so leicht passieren.

    Was meinen die professionellen Uhrmacher ?

  • Claus, die Frage hab ich mir bereits auch mehrfach gestellt 8o FrecheFratze

    Zu technisch notwendig sag ich jetzt als Laie einfach mal "nein", eher "traditionell geduldet" oder wie Richard sagte vermutlich mit höherem Aufwand bei der "Montage" der Zeiger verbunden. Oder schlicht vom Sekundenzeiger und seinem Design abhängig.
    Ich konnte das bisher nicht an Marken oder Preisklassen festmachen, besitze aber tatsächlich entgegen deiner Recherche Claus, einige Uhren mit entsprechend polierter Achsen-"Kappe", wie ich es jetzt mal nenne. Siehe folgende (eigene Archiv-) Bilder:




    Ein Mal mit, dann ohne, dann wieder mit, dann ohne... Im Falle der beiden GS trotz gleicher Marke mal so, mal so... Gruebeln ?(

    Eine weiter deutsche Automatikuhr mit Manufakturwerk, die ich euch noch vorstellen muss, hat ebenfalls eine mit der Hentschel vergleichbare "Abdeckung"... obwohl die gemeinte Uhr nur einen Bruchteil kostet.

    Tendenziell scheinen das aber die eher höherpreisigeren Uhren zu besitzen, auch wenn da oben gezeigte AP und meine Rolex Uhren wiederum nicht dazu gehören...

    Die meisten meiner Uhren haben (imho aus den eingangs vermuteten Gründen) ebenfalls eine offen sichtbare Zeigerachse.

    Ich finde persönlich solche schicken und planen Oberflächen deutlich attraktiver als die bei manchen Uhren hässlich herausstehenden Zeigerachsen... :thumbdown:

    Bin gespannt auf die Antwort eines "Profis" : doppelt Daumen hoch


    Edit:

    Gerade gesehen, meine PAM gehört auch zu den schickeren:

    Einmal editiert, zuletzt von Sinner&Saint (8. Juli 2021 um 23:07)

  • Ja, da hast Du Recht, Daniel.
    So genau habe ich mit selbst meine PAM gar nicht angeschaut.

    Ich sollte (für mich, laienhaft) unterschieden in
    1a Achse sichtbar
    1b Achse mit Kappe o. ä. abgedeckt (aber als solche erkennbar)
    2 Achse von durchgängigem Zeiger verdeckt

    Version 2 ist dennoch recht selten und ich frage mich warum.

    Am schönsten dahingehend finde ich Deine Spring Drive, ist aber auch »nur«1) »Version 2« …


    1) keine Wertung, vielleicht ist V1 oder 1b ja technisch besser (??) oder gefällt auch vielen besser; ich verstehe es nur nicht


    PS: technisch notwendig habe ich zwar absichtlich aufgeführt, kann es aber nicht sein. da es ja (wenn auch wenige) Ausnahmen gibt

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  • Ich hätte da auch mal 3 - in meinen Augen - unterschiedliche Varianten der sichtbaren Achse:

    Eine 104 - einfach von oben auf die Achse "gesteckt":

    Eine 656 - das sieht aus, wie "vernietet":

    Die Settimana - das schaut aus, als sei das ein kleine Schraube:

  • Ja Claus, ich kann die Gründe dafür aktuell auch nicht wirklich ausmachen. Je mehr ich mir die Unterschiede aber ansehe, desto mehr glaube ich, dass die simpel darauf gesteckten Zeiger ohne Abdeckung eben einfacher zu handhaben sind. Und das ganze damit günstiger / weniger empfindlich ist.
    Bin aber wie gesagt auf eine Fach-Meinung gespannt und höre damit mal auf zu spekulieren ;)


    Stimmt Dirk, das sollte man auch noch erwähnen. Ist mir auch gestern noch bspw. bei meiner 857 aufgefallen, das dürfte dann auch die Variante "von oben gesteckt" sein:


    (Bilder wie immer anklicken und dann ggf. nochmal auf der Zielseite, damit die Bilder groß werden)

    Das gefällt mir in dem Beispiel mit den schwarzen Zeigermitten sehr gut, da die Achse schön dezent verschwindet und nicht diese Spitze heraussteht.

  • Fast immer :

    Zeigerachse (vom Werk) Edelstahl
    Zeigerbuchse (vom Zeiger) Messing
    Zeiger in Gold,Silber,Messing,Stahl usw.

    Lösen,pressen,austauschen halt die beste Möglichkeit.
    Öfter durch Lack oder "verspachteln" sieht man die Zeigerbuchse halt nicht mehr.

    Gruß Lasse,der nen Zeiger locker hat (schom immer) ;)

    Schäfchen zählen,pah ich leg mir meine Uhr aufs Ohr :zzz:

  • Meine Wahrnehmung ist, dass es drei "Arten" gibt:

    die Zeiger sind einfach auf die Achse aufgesteckt (das scheint gefühlt bei 90% der Uhren der Fall zu sein, unabhängig vom Preis!)
    es gibt eine kleine Kappe auf der Achse (z. B. Panerai)
    es gibt Zeiger, die so gestaltet sind, dass die Achse nicht sichtbar ist

    Jetzt, wo ich das erkannt habe, kann ich es nicht mehr übersehen.
    Ich meine, schau dir diese IWC an: alles ist weiß oder blau, aber die Metallachse ist sichtbar?! wtf Gruebeln



    Auch hier: ein paar Bilder, wie es sein kann ...


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    Gordon Bethune

  • Seit ich das wie du beachte, Claus, kann ich auch nicht mehr daran vorbei schauen :pinch: 8| :nww:

    Ich finde es auch deutlich attraktiver, wenn das "Achsen-Topping" FrecheFratze passend gewählt ist. Und das muss nicht immer die abgedeckte / nicht sichtbare Zeigervariante sein. Bei meiner 857 UTC passt es finde ich sehr gut zum Charakter der Uhr - bei anderen Uhr, wie der von dir oben gezeigten IWC, sehe ich es eher als Störfaktor.

    Viel schlimmer ist aber, dass ich nun öfter auf die korrekten Zeigerlängen achte. Auch hier gibt es ja Design- und Philosophie-Unterschiede, die mit Sicherheit auch historisch bedingt sind. Aber wenn man darauf erst mal achtet, sieht man, wieviele Zeiger einfach gefühlt überhaupt nicht an irgendwas auf dem ZB ausgerichtet sind :schade:
    Ich schätze als Laie, dass hier auch oft die gleiche Zeiger für leicht unterschiedliche bzw. unterschiedlich große Uhren verwendet wurden. Wenn der Unterschied nur einen halben Millimeter oder Millimeter ist, mag das ggf. je nach Design des ZB nicht stark auffallen. Bei manchen Designs fällt es dann aber doch störend ins Gewicht.

    Jaja, diese verflixten Details ;------

  • Trotzdem, ich bin penetrant: :blablah:
    wenn der Minutenzeiger in der Mitte einfach alles abdecken würde, sähe das nicht besser aus? Gruebeln

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  • Trotzdem, ich bin penetrant: :blablah:
    wenn der Minutenzeiger in der Mitte einfach alles abdecken würde, sähe das nicht besser aus? Gruebeln

    Also wie du ja aus dem Thread lesen kannst, bin ich ja auch ein Fan abgedeckter - in welcher Form auch immer - Zeigerachsen. Aber so wie bei der Botta im ersten Post kann ich mir das nur bei wenigen Uhren vorstellen...

    Mal als Beispiel billig in Paint gebastelt:

    Ich finde da fehlt mir das harmonische Zentrum.

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