Bin einfach neugierig wo ihr alle herkommt. Ich fange damit an und zeig euch meine Heimatgemeinde Hall in Tirol (ca. 10 km östl. von Innsbruck, Einwohner knapp 12.000)
Grüße
Hubert
Wo kommt ihr her?
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Geboren und aufgewachsen in Köln und in der näheren Umgebung,
wohne und arbeite ich mittlerweile in Görlitz, der östlichsten Stadt Deutschlands (eine Art Dom haben die hier ja auch
:Aber auch das neigt sich gerade dem Ende zu. Vielleicht arbeite ich demnächst in Leipzig, Rosenheim, Frankfurt/Main, Düsseldorf oder München??? Oder doch in Aachen??? Wer weiß das schon...bekomme das bestimmt wieder einmal drei Tage vorher mitgeteilt (was an sich ja sehr großzügig und zeitfristig ist
- einen recht herzlichen Dank an dieser Stelle an meinen Dienstherrn...)
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Spitzenfoto, die Nachtaufnahme. Bin bei Euch, leider noch nie nördlicher als in Heidlberg gewesen.
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Meine Güte ist das schön bei euch in Österreich!
Ich komme aus den Slums der Metropole des Bergischen Landes: Wuppertal! Fotos liefere ich nach, sobald ich den Penner erwischt habe, der mir die Kamera aus der Hand gerissen hat um sie in Schnaps umzusetzen.
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Lieber Gero, nicht Österreich ist schön - TIROL ist schön. Kannst gerne kommen, die Anzahl der Deutschen bei uns ist zur Zeit höher als von 38 bis 45 :wink: :wink: :wink:
Grüße
Hubert -
Eben das Tor zum Sauerland!
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Zitat von Chronometres
Zum Glück für Hubert war das kein Tiroler!
Stimmt! Geboren wurde der bezeichnenderweise in BRAUNau am Inn in Oberösterreich.
Interessant hierzu die Homepage der Stadt: http://www.braunau.at/
Dort ist dann u.a. von der geschichtlichen Verantwortung der Stadt Braunau die Rede. Als wenn die Stadt etwas verschuldet hätte, nur weil derjenige dort geboren wurde...
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Bonn war mal die grünste Hauptstadt Europas. Nachdem die Schwaller nach Berlin gezogen sind, wurde es hier wieder schön ruhig.
Wenn man allerdings die Immobilienpreise sieht, könnte man meinen, hier würde immer noch regiert.
Beethoven ist wohl der berühmsteste Sohn der Stadt. -
...da geb ich Euch recht, das ist ein Manko, im österreichischen Bewußtsein, dass eines der grüßten und verachtenswertesten Schweine der Weltgeschichte aus einer kleinen Sadt in Oberösterreich kam.
Danke für Eure Fotos, wie gesagt kenne Euer Land nur bis Mannheim - Heidlberg, da gefällt es mir aber sehr gut meine damit den Rhein-Neckar Kreis und die Nähe zum Elsass. -
Zitat von thesaint
...da geb ich Euch recht, das ist ein Manko, im österreichischen Bewußtsein, dass eines der grüßten und verachtenswertesten Schweine der Weltgeschichte aus einer kleinen Sadt in Oberösterreich kam.
Trifft sicher vom Geburtsdatum auf die meisten hier zu: http://de.wikipedia.org/wiki/Gnade_der_sp%C3%A4ten_Geburt
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:thumbleft:
...und damit sollte dieser Thread auch wieder zum Thema zurück kommen.
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Ja, bitte. Jedes Wort ist hier zu viel...
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Zum Thema zurück, das lässt sich machen!
Ich komme aus dem schönen Sauerland.
Natur pur, Touristik im Großformat mit allen Zielgruppen, gesunde Luft und meiner Meinung nach doch ganz netten Menschen!!Wer es nicht kennt der kommt kaum drum herum mal herzukommen

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Wie meinem Profil zu entnehmen, stamme ich aus Hattingen an der Ruhr, einer mittelalterlich angehauchten Kleinstadt in Westfalen. Hier stand im 19. Jahrhundert die Wiege dessen, was als "Ruhrgebiet" bekannt werden sollte, das europaweit größte industrielle Ballungsgebiet, das auf der Basis von Montan- und Schwerindustrie (Kohle und Stahl) entstand.
Vor der Industriellen Revolution sah es in Hattingen etwa so aus:
Das Ellingsche Haus, auch Bügeleisenhaus genannt, Sitz einer Kaufmannsfamilie. Heute befindet sich dort das Heimatmuseum, und das Bügeleisenhaus ist zum Wahrzeichen der Stadt geworden.
Das alte Rathaus mit der Kirche St. Georg im Hintergrund
Hier ein Blick auf den Kirchturm von St. Georg. Die "windschiefe" Bauweise des Daches erfolgte tatsächlich mit Vorsatz, um ein Einstürzen des Dachstuhls bei schwerem Sturm zu verhindern - wie man sieht, hat das bis heute funktioniert.
Reste der alten Stadtbefestigung sind auch noch zu sehen, z. B. hier am alten Zollhaus.
Auch sonst zeugen noch viele liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser von der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Glanzzeit der einstigen Hansestadt (seit 1412).
Hoch über der Stadt thronte einst eine stolze Burg, von der aber nur noch eine im 13. Jahrhundert geschleifte Ruine und ein aus den Trümmersteinen im 18. Jahrhundert erbautes Sommerhaus übrig sind, die Isenburg. Ihr Erbauer, Graf Friedrich zu Isenberg, stand Anfang des 13. Jahrhunderts sehr kurz und unrühmlich im Brennpunkt deutscher Geschichte, als er den damaligen Reichskanzler und engsten Vertrauten Kaiser Friedrichs II von Hohenstaufen, den Kölner Erzbischof Engelbert entführen und ermorden ließ. Der Kaiser, extra aus Italien von seinem Feldzug gegen den Lombardischen Städtebund zurückgeeilt, übte strenge Halsgerichtsbarkeit und ließ den Grafen öffentlich zum Richtplatz schleifen, rädern und vierteilen. Die Burg des Isenbergers wurde nur sechs Jahre nach ihrer Erbauung dem Erdboden gleichgemacht. Das Lehen des Grafen fiel dem Grafen von Berg zu, der sich darauf hin pronto eine eigene (und damit die zweite Hattinger) Burg errichten ließ, nämlich...
... Burg Blankenstein, die zum Symbol landesfürstlicher Macht gegen die Emanzipationsversuche des aufstrebenden Stadtbürgertums wurde.Ab dem 16. Jahrhundert folgte bis zum 19. Jahrhundert ein Fall in die Bedeutungslosigkeit: Feuersbrünste, Pest-Epidemien, die Reformation, der Dreißigjähriger Krieg, der Hexenwahn und schließlich die Besetzung durch die Truppen Napoleons, die als erste Maßnahme die Stadtbefestigung schleifen ließen, um jeglichen militärisch möglichen Widerstand zu unterbinden, kennzeichneten eine lange, äußerst wechselvolle Periode, in der es nur wenig Höhen, aber viele Tiefen gab.
Durch den Ruhrbergbau im 19. Jahrhundert gelangte die Stadt zu neuer Blüte. Der bekannteste Industriebetrieb, der in seinen Glanzzeiten gegen Mitte des 20. Jahrhunderts über 10.000 Menschen Brot und Arbeit gab, war die Henrichshütte, ein gigantisches Stahlwerk und gleichzeitig auch eines der modernsten Walzwerke der Welt:
Doch nachdem der Kohlebergbau seit Ende der 1950er Jahre im südlichen Ruhrgebiet unrentabel wurde und in den 1970ern auch die Stahlindustrie an Bedeutung verlor, gingen dann 1987, trotz Massendemonstrationen der Belegschaftsmitglieder, ihrer Angehörigen und eigentlich der ganzen Stadt, auf der Henrichshütte die Öfen aus. Alles, was an Industrieanlagen noch modern und damit verkäuflich war, wurde abgebaut und nach China verschifft, der Rest sollte eigentlich abgerissen und verschrottet werden. Das Nachspiel, der Verlust der letzten paar Arbeitsplätze nach der Stillegung des Schmiedewerks vor fünf Jahren, nahm außerhalb der Stadtgrenzen dann kaum noch jemand zur Kenntnis. Doch entstand dank entsprechender Bürgerinitiativen und Fördervereine aus den Resten der Henrichshütte das Westfälische Industriemuseum, neue Betriebe wurden angesiedelt und es geht, wenn auch langsam, wieder aufwärts. Denn wir Hattinger sind nunmal nicht unterzukriegen, und das hat man uns auch mit einem Denkmal bestätigt: Wir sind "Menschen aus Eisen"!

Ich hoffe, diese kleine Stadtführung hat euch gefallen. Wenn ihr mal in der Nähe seid, meldet euch einfach bei mir, dann können wir das - halbwegs passendes Wetter vorausgesetzt, sonst lernt ihr die Hattinger Altstadt hauptsächlich an der "Flüssig-Front" kennen
- gerne mal live wiederholen. Am zweckmäßigsten zum berühmten Altstadtfest (22. bis 24. August 2008 ), das ist sozusagen unser Ersatz für den Kölner Karneval. 
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Ich bin zwar kein Karnevals-Fan, habe aber schon oft mit meiner Familie in Hattingen die Eisdielen nach einem Stadtbummel frequentiert. Schöne Gegend!
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Hallo Freunde, ihr bringt mir als "Össi", wirklich Eure Heimat in traumhaften und wunderschönen Bildern. Ich ziehe, andächtig, den Hut davor.
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Olaf, wie gewohnt, in Netter zum Perfektionnismus tendierender Sachlichkeit. Danke für die Führung durch Deine Heimatgemeide, ist ein anderes Bild vom Ruhrpott als man sonst sieht. Über die "Heinrichshütte" und das touristisch - kulturelle Treiben, welches dort herrscht, habe ich vor einigen Monaten im österreichischen Kulturfernsehen einen Bericht gesehen. War ziemlich interessant und informativ, überhaupt die Vielseitigkeit der Veranstaltungen die dort gemacht werden.
Grüße
Hubert -
Olaf´s Beitrag, hatt mich animiert noch abschließend kurz zu meiner Heimatgemeinde etwas zu sagen und Euch zu zeigen.
Hall in Tirol, besitzt den größten historischen (hptsl. gotischen) Altstadtkern Österreichs. "Groß" geworden und ihre Hauptblüte hatte die Stadt im Mittelalter, einerseits durch den Salzabbau, andererseits durch den Handel mit der Flußschifffahrt. In Hall befand sich auch eine Münzprägeanstalt die bis in das frühe 19. Jhdt. aktiv war. Hier wurden die ersten Taler geprägt und die Münzprägeanstalt gilt als Wiege des Dollars.
Auszug aus der Homepage der Stadt Hall in Tirol (http://www.hall-in-tirol.at)
Burg Hasegg (Münzerturm, Münze Hall)
Die Burganlage wurde bereits im Jahre 1306 erwähnt; ursprünglicher Zweck der Erbauung war der Schutz der benachbarten Sudanlage, des Schiffsverkehrs, des Flußüberganges über den Inn und Überwachung der alten Römerstraße. Den bedeutendsten Aufschwung erlebte Hasegg 1567; Erzherzog Ferdinand II. ließ die Münzstätte , welche von Siegmund dem Münzreichen 1477 von Meran (Südtirol) nach Hall transferiert wurde, von Sparberegg in die Burg Hasegg verlegen. Der Haller Taler genoß Weltruhm! 1809 wurden die letzten Münzen in Hasegg geprägt.
Auf dm untersten Foto, zeige ich Euch mein "Geburtshaus" in dem meine
Mutter lebt.
Grüße
Hubert -
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