Nimm' die NIKON. Ich hatte schon einige CANON SLR-Kameras. Unlängst habe ich auch mal ein EUR 1.400-Zoomtele von CANON testen dürfen. Alles sehr durchwachsen und ernüchternd. Vor 2 Jahren habe ich mir eine NIKON Compact-Kamera P5000 zugelegt. Die macht bessere Fotos als meine CANON SLR. Fazit: Meine nächste SLR wird auch eine NIKON und alle CANON-Objektive werden in eBay verhökert. Dann ist endgültig Schluß mit dem CANON-Mist
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Cams: Kaufberatung - Welche Kamera? (Fragen zu Kameras und Zubehör)
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Danke Euch !
Habe gestern lange mit Olaf telefoniert und zur Entscheidung gekommen, daß ich die Nikon D3100 nehme, da diese neuer als die D5000 ist und die neuen "Chips" verbaut hat.
Es sollte das 18-105er Objektiv sein.
Nun habe ich mir aber überlegt gleich das 18-200 zu nehmen um ein "all rounder" zu haben.
Was haltet Ihr von diesem Objektiv?
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Das 18-105 mm VR hat eine bessere Auflösung als das 18-200 mm VR, was sich gerade bei der D3100 mit ihrem 14,1 MP-Sensor als sehr vorteilhaft erweisen dürfte. Weiterhin verzeichnet und vignettiert das 18-200 mm VR stärker als das 18-105 mm VR. (Diese Bildfehler kann man am PC mittels spezieller Software leicht korrigieren. Für jemanden, der "JPG out of cam" ohne Nachbearbeitung will, ist das aber nichts.)
Meine Empfehlung: Nimm das 18-105 mm VR als Allround-Immerdrauf und das 70-300 mm VR als Tele.
Diese Kombination kostet etwas mehr, bringt aber 100 mm mehr Brennweite am langen Ende und über den gesamten Brennweitenbereich eindeutig die besseren optischen Ergebnisse.
Wenn Du mehr Weitwinkel benötigst (und noch ein paar Hunderter mehr übrig hast
), dann kann ich Dir statt des 18-105 mm VR das 16-85 mm VR empfehlen. Die 2 mm weniger Brennweite am kurzen Ende bringen in der Realität einen Bildwinkelgewinn von ca. 8° (ca. 83° statt 75° Bildwinkel). Nach den reinen Papierdaten liest sich das wenig beeindruckend. In der fotografischen Praxis sorgen die 2 mm weniger am kurzen Ende des 16-85 mm VR für ein beeindruckenderes Bild als die 20 mm mehr des 18-105 mm VR am langen Ende. Der Verlust von 20 mm beim 16-85 mm VR ggü. dem 18-105 mm VR ist außerdem leicht zu verschmerzen, wenn man noch über ein Telezoom 70-300 mm VR verfügt. 
Die Kombination 16-85 mm VR und 70-300 mm VR wäre jedenfalls nach meinem heutigen Kenntnisstand die Zusammenstellung meiner Wahl, wenn's um durchweg sehr gute optische Qualität über einen möglichst großen Brennweitenbereich geht. Dazu als Linse für Nah- und Makroaufnahmen das 2.8/60 mm Micro Nikkor und für Available Light-Fotos das 1.8/35 mm Nikkor, dann hat man als Fotoamateur mit einem Nikon DX-System eigentlich alles, was das Glasliebhaber-Herz begehrt.

Noch ein angenehmer Nebeneffekt bei den Kombinationen 18-105 mm VR + 70-300 mm VR bzw. 16-85 mm VR + 70-300 mm VR: Mit 67 mm Frontgewindedurchmesser passen sämtliche Filter zu dem einen Objektiv auch automatisch aufs andere. Und da alle drei Linsen auch über eine sogenannte Innenfokussierung verfügen (d. h. die Frontlinse dreht sich beim Scharfstellen nicht mit!), ist auch der Einsatz zirkularer Polfilter absolut problemlos.Noch eine Bitte: Nimm nicht meine Fotos als Maßstab für die Qualität des von Dir angefragten Superzooms. Auch wenn meine hier im Forum gezeigten Fotos mehrheitlich mit dem 18-200 mm VR entstanden sind (außer den Kalenderfotos, da gelangt das 60 mm Micro Nikkor mit aufgesetztem Polfilter zum Einsatz), so kann man anhand der auf 1.024x680 Pixel verkleinerten "Guckbildchen" die optischen Mängel des Objektivs nicht beurteilen - zumal ich i. d. R. im RAW-Format fotografiere und in Nikon Capture NX2 und Photoshop Elements recht akribisch nachbearbeite, und damit etwas tue, was Du nach eigener Aussage möglichst vermeiden möchtest. Wenn man bereit ist, die optischen Mängel des 18-200 mm VR unter dem Einsatz von viel Zeit und Software auszubügeln, dann bekommt man damit wirklich gute Ergebnisse hin.
Ansonsten gilt immer noch "mein dummes Geschwätz von gestern": Je weniger Du am Computer Fotos per Software korrigieren möchtest, desto besser (= teurer) muss die Foto-Hardware sein.

Edith sagt, dass alle Beträge, die sich um Kaufberatung bei Systemkameras (DSLR, spiegellose Kameras mit Wechselobjektiven usw.) drehen, aus dem Thread "Wer fotografiert mit welchen Kameras?"herausgenommen und in einen eigenen Kaufberatungsthread verschoben worden sind. Aufgrund der schieren Anzahl von Kaufberatungsanfragen drängte sich diese Teilung auf.
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Hallo Olaf,
deine Kaufberatung für Markus kann ich 1:1 auf mich übertragen, deshalb auch von mir nochmals vielen Dank dafür!
Gibt es zwischen dem 18-105 und dem 16-85 weitere Unterschiede, evlt. auch in der Qualität, der Preisunterschied von ca. 200€
ist ja schon nicht unerheblich
!Ich hatte vor kurzem die Möglichkeit eine Lumix GF2 Systemkamera auszuprobieren, aber ich werde wohl
trotzdem bei einer richtigen DSLR landen, der Größerenunterschied spielt dann doch kaum eine Rolle, in
allen anderen Punkten liegen die DSLRs noch deutlich vorne. -
Gibt es zwischen dem 18-105 und dem 16-85 weitere Unterschiede, evlt. auch in der Qualität, der Preisunterschied von ca. 200€
ist ja schon nicht unerheblich
!
Klar gibt es auch noch andere Unterschiede zwischen den beiden Linsen, außer denen im Brennweitenbereich, den sie abdecken.Der größte Unterschied wird Dir auffallen, wenn Du beide Objektive mal in die Hand nimmst.

Das 18-105 mm VR ist weitgehend nur etwas Glas mit ganz viel Plastik. Selbst der Objektivanschluss am Gehäuse, das sogenannte Bajonett, mitsamt der kompletten Auflagefläche bestehen aus Kunststoff. Darüber hinaus ist das Objektiv auch nicht gegen Feuchtigkeit abgedichtet, d. h., beim Einsatz in ungünstiger Witterung ist die Verbindung zwischen Kameragehäuse und Objektiv nicht gegen kriechende Feuchtigkeit geschützt. Das wird aber nur wichtig, wenn man ein gegen Feuchtigkeit abgedichtetes Gehäuse verwendet wie die D7000 oder D300s und mit einer solchen Kombination auch mal in den feuchten Außeneinsatz mit Regen und/oder Spritzwasser usw. gehen möchte/muss. Ansonsten kann man diesen speziellen Aspekt eher vernachlässigen, obwohl es heißt, dass eine gute Abdichtung gegen Feuchtigkeit auch gegen Staub helfen kann.
Das 16-85 mm VR spielt in der Material- und Fertigungsqualität in einer höheren Liga. Es ist natürlich gegen Feuchtigkeit abgedichtet, Bajonett und Auflagefläche bestehen selbstverständlich aus Metall. Das 16-85 mm VR ist ein hochwertiges Objektiv, dem man einfach eine längere Lebensdauer als dem 18-105 mm VR zubilligen muss und mit dem man mit erheblich mehr Vertrauen in die mechanische Qualität der Ausrüstung in einen Fotoeinsatz gehen kann. "So ganz nebenbei" sind auch die optischen Qualitäten deutlich besser, sowohl auf dem Papier als auch in der Praxis. Und wie schon geschrieben: der größere Weitwinkelbereich des 16-85 mm VR bietet fotografisch mehr Gestaltungsmöglichkeiten als die zusätzlichen 20 mm mehr Telebereich des 18-105 mm VR.
Verfügte ich mit dem 18-200 mm VR nicht schon über ein brauchbares Allround-Objektiv, so griff ich auf jeden Fall zum 16-85 mm VR, da man an solch einem Objektiv einfach mehr Spaß hat, und dies wohl auch über einen längeren Zeitraum, denn das 16-85 mm VR wurde für anspruchsvolle Amateure entwickelt, das 18-105 mm VR in erster Linie, um eine preiswerte Linse (sogen. Kit-Objektiv, weil es i. d. R. nicht einzeln, sondern sehr preiswert zusammen mit einem SLR-Gehäuse verkauft wird) im Sortiment zu haben, mit der man den Budget-Käufer gewinnen kann. Oder anders formuliert: das 18-105 mm VR ist trotz seiner zweifellos vorhandenen optischen Qualität eher ein Objektiv, das Nikon beim Verkaufen hilft als dem Käufer beim Fotografieren.
Damit will ich auf keinen Fall das 18-105 mm VR schlechter machen als es ist. Aber wenn ich nach dem Motto wählen muss, dass es die "Linse fürs Leben" (oder zumindest für die nächsten 5-10 Jahre ;)) werden soll, dann fällt mir die Wahl nicht schwer. Den Telebereich kann man glänzend mit dem weiter oben im Thread schon erwähnten 70-300 mm VR abdecken. -
Nikon D3100 + Nikkor VR 16-85
Jetzt heißt es lesen und üben
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Glückwunsch zur neuen, lieber Dennis, und allzeit "gut Licht!"

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[HD989: Beitrag aus einem anderen Thread übernommen & EDIT, weil teilweise nicht zum hiesigen Thema passend]
@ALL: Eine Frage hätte ich noch zur Kamera:
die Lumix LX2 wird allseits gelobt, inbes. als DIE Kompakt-Weitwinkelkamera mit 16:9 Format.
Ich bin auf der Suche nach einer "vernünftigen" Kompaktkamera, um künftig Uhren besser zu fotografieren und auch mal ne Makroaufnahme zu machen
und nicht immer nur stümperhafte Schnappschüsse.
Meistens mangelt es an der vernünftigen Belichtung und dass man nicht nah genug an die Wecker rankommt
Ist die LX2 hierfür die richtige Kamera bzw. welche Alternativen gibt es?
Zum Hintergrund: aktuell habe ich eine Lumix-Fx37, früher habe ich analog mit der EOS650 und 50E fotografiert,
aber ich war die Kameraschlepperei leid und so hab ich mir dann doch keine dig. Spiegelreflex mehr geholt.
Also welche Kompaktkamera könnt ihr mir Empfehlen! Danke vorab
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Also welche Kompaktkamera könnt ihr mir Empfehlen!
Also ich bin mit meiner Canon G12 mehr als zufrieden!
schau: Pics: Zeigt eure schönsten Fotos [Modemburner]
die neuen Nikon 1 sollen ja auch nicht schlecht sein......
Gruß Beast
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Also welche Kompaktkamera könnt ihr mir Empfehlen! Danke vorab
Canon Powershot G10/G11/G12
Gruß
Jürgen -
[HD989: Beitrag aus einem anderen Thread übernommen & EDIT, weil teilweise nicht zum hiesigen Thema passend]
Ach noch was... selespeed-gesperrt: Kauf' Dir 'ne Lumix LX5 oder, wenn Du Dir sowas leisten kannst oder willst, eine Fuji X 1* ,da host' wos Gscheites.
Gruß Pit -
[HD989: Beitrag aus einem anderen Thread übernommen & EDIT, weil teilweise nicht zum hiesigen Thema passend]
Mit dem Gefummel meinte ich schlicht und ergreifend nachbearbeitete Bilder jeglicher Art
Ist halt nicht meins, ich liebe Fotos pur, so wie sie entstanden sind
Aber das soll jeder halten wie er mag gell
Nochmal zur Kamerafrage:
ich will keine Bilder formen, sondern gute Fotos machen
danke für Deine Tips, werde mir die Apparate mal anschauen
Was ist an der LX5 notwendig besser als an der LX2/LX3.
Mir ist das lichtstarke Objektiv mit F2.0 aufgefallen, das wird es sein oder?
Da muss ich mich wohl nochmal einlesen
Ist die LX2 nun für Uhrennahaufnahmen und Makros sinnvoll: ja oder ne
:cl: -
Mit dem Gefummel meinte ich schlicht und ergreifend nachbearbeitete Bilder jeglicher Art
Ist halt nicht meins, ich liebe Fotos pur, so wie sie entstanden sind
Hallo Stefan
Das ist ja auch in Ordnung so. Du solltest dabei aber nicht vergessen das Deine Kamera in der Regel bereits nachgefummelt hat wenn sich das Fastfood-Jpeg auf dem Speicherchip verewigt.ZitatNochmal zur Kamerafrage:
ich will keine Bilder formen, sondern gute Fotos machen
danke für Deine Tips, werde mir die Apparate mal anschauen
Was ist an der LX5 notwendig besser als an der LX2/LX3.
Mir ist das lichtstarke Objektiv mit F2.0 aufgefallen, das wird es sein oder?Naja, die LX5 ist halt die aktuellste Evolutionsstufe der kreativen Kleinlumixe. Denn größten Umbruch gab es bei LX2 zu LX3. Die LX3 bekam, wie Du schon festgestellt hast, ein anderes Objektiv mit besserer Lichtstärke aber auch anderem Brennweitenbereich (24-74 gegenüber 28-112 bei der LX2) verpasst. Der Chip wurde größer, das LCD Display besser und, und, und....
ZitatDa muss ich mich wohl nochmal einlesen

Am Besten schmeißt Du mal die Datenkrake an. LX2+LX3+LX5 oder so ähnlich. Die Informationen dürften ausreichend sein.
ZitatIst die LX2 nun für Uhrennahaufnahmen und Makros sinnvoll: ja oder ne
:cl:Makros mit der LX2? Kurz und schmerzlos: Nein. Am nächsten kommst Du dem Objekt im Weitwinkelstellung und dann etwa 5cm nah was aber immer noch keinen wirklichen Makrobereich abbildet.
Anbei ein schnell geschossenes Photo "aus der Hüfte". Viel näher dürfte es nicht gehen.Nur um den Unterschied aufzuzeigen zum Vergleich eine Aufnahme mit der Pentax K5, die Makro kann(35mm Makro Objektiv). Gleiche Aufnahmesituation wie zuvor...und ich war noch nicht mal richtig nah dran.
Wenn Du also Nahaufnahmen machen möchtest kommst Du wohl um dementsprechendes Equipment nicht herum. Kompakte Kameras dürften hier keine Lösung sein.
Wenn Du der Kleinen aber etwas Luft gibst, Dir ein bißchen Zeit nimmst und die kreativen Möglichkeiten der LX* nutzt macht die Lumix einen Heidenspaß. Nachfolgende Photos sind mit der Panasonic Lumix LX2 aufgenommen worden, erkennbar am Seitenverhältnis von 16:9. Das Uhrenphoto ist von heute mittag, die Pflanze ist vom Herbst 2011.
Have a lot of fun.
Gruß Pit -
Hallo Pit,
vielen Dank für deine asuführlichen Infos nebst Bildern
Da muss ich mich wohl doch mal etwas näher mit der Thematik beschäftigen, bevor ich was "falsches" (meint nicht das für mich passend richtige) kaufe
Die LX5 hört sich ganz gut an als gute Kamera fürjeden Tag, so ab und an würd ich aber gern auch mal mit Makros spielen.
Komm ich da auch heute um ne Spiegelreflex nicht rum?
Kannst du das mit dem "Fastfood"-JPG nochmal kurz und knapp für Doofe erklären?
Ebenso: was macht die Kamera noch mit dem Bild (was ich evtl. nicht will), und was macht den Unterschied bei RAW und Gimp :cl:Danke

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Hallo Pit,
Komm ich da auch heute um ne Spiegelreflex nicht rum?Hallo Stefan
Das kann ich Dir ehrlicherweise nicht sagen. Der Markt ist so groß, daß ich nicht ausschließen will das es da draußen kleine Systemkameras gibt, die auch "nah können". Es gibt Nahlinsen, Zwischenringe, Balgengeräte und ich weiß nicht was noch alles. Es kommt halt auch immer darauf an welche Bildqualität gewünscht wird. Spezielle Makro-Objektive sind halt die beste, bequemste aber in der Regel auch die kostspieligste Variante.Kannst du das mit dem "Fastfood"-JPG nochmal kurz und knapp für Doofe erklären?
Ebenso: was macht die Kamera noch mit dem Bild (was ich evtl. nicht will), und was macht den Unterschied bei RAW und Gimp :cl:Bitte nichts durcheinander schmeißen. Gimp ist ein Bildbearbeitungsprogramm. JPEG, TIFF oder RAW sind Graphikformate. Es gibt darüber hinaus noch viel mehr Bildbearbeiter und noch mehr Graphikformate. Mit Gimp besitzt Du ein sehr mächtiges Programm mit dem Du die Graphikformate bearbeiten kannst. Wer Windows nutzt wird seine Bilder wahrscheinlich mit den diversen Photoshop-Spielarten bearbeiten. Bitte verwechsle Bildbearbeitung nicht mit Bildmanipulation. Es geht hier nicht um das Wegretuschieren von Rolexuhren oder Gesichtsfältchen sondern darum das Maximale an Bildqualität aus den Aufnahmen heraus zu holen. Das Jpeg Format ist dabei stark limitierend.
Ich empfehle Dir zwei Videos die den Unterschied gut beschreiben...
RAW oder Jpeg, die Erste
RAW oder Jpeg, die Zweite
Gruß Pit -
Merci Pit,
die Videos schau ich mir mal die Tage an!
Wenn ich es richtig verstanden hab speichert das RAW-Format das ursprüngliche, unverfälschte Bild ab ?
Hab mal nach der LX5 geschaut: hier wird als min. Makroabstand nur 1cm angegeben anstatt 4cm bei der LX2.
Das hört sich doch schon etwas besser an
Die würd mir evtl. schon gefallen
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Hab mal nach der LX5 geschaut: hier wird als min. Makroabstand nur 1cm angegeben anstatt 4cm bei der LX2.
Das hört sich doch schon etwas besser an
Die würd mir evtl. schon gefallen
Der Mindestabstand ist imho nicht der Kern des Problems. Die kompakten Kameras gehen bei der Makrofotografie gerne auf Weitwinkel. Dann erscheinen Uhren am Handgelenk plötzlich überdimensioniert und die Kronen und Drücker werden abgeschnitten. Die Bilder werden zu gut deutsch krumm & schepp. Hier mal ein Beispiel meiner NIKON P5000:
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Wenn ich es richtig verstanden hab speichert das RAW-Format das ursprüngliche, unverfälschte Bild ab ?
Nein, das tut es nicht. Ich begründe im nächsten Absatz, warum das so ist, allerdings nur in Stichpunkten. Wenn ich das alles ausführlich darlegen wollte, müsste ich zu jedem Aspekt eine eigene Bücherreihe verfassen...
Allerdings ist es zutreffend, dass das RAW-Format unter qualitativen Gesichtspunkten auf jeden Fall dem JPG-Format vorzuziehen ist. Aber Achtung: RAW macht mehr Arbeit, denn die Daten müssen - die von Pit verlinkten Videos weisen auch darauf hin - mit einem speziellen Programm "entwickelt" werden, bevor man sie in allgemein verbreiteten und fast universell lesbaren Formate wie JPG speichern kann.Mit dem Gefummel meinte ich schlicht und ergreifend nachbearbeitete Bilder jeglicher Art
Ist halt nicht meins, ich liebe Fotos pur, so wie sie entstanden sind
Aber das soll jeder halten wie er mag gell
Das liegt vermutlich daran, dass Du annimmst, dass eine Kamera "das reale Bild der Wirklichkeit" wiedergibt. Genau das stimmt aber nicht. Es gibt drei Faktoren, die es unmöglich machen, dass Fotos reale Bilder der wirklichen Welt sind.
1. Jedes optische System unterliegt physikalischen Einschränkungen, wobei die allerwichtigste wohl die sein dürfte, dass Fotos eine dreidimensionale Welt zweidimensional abbilden. Fotos haben immer nur eine Breite und eine Höhe, aber keine Tiefe, sondern höchstens die Illusion von Tiefe. Die diversen optischen Linsenfehler, die zu Verfälschungen in der Perspektive, Verzerrungen von Linien, falscher Farbwiedergabe und Farbsäumen, Blendenflecken usw. führen, wollen wir in dem Zusammenhang noch gar nicht erörtern.
2. Dazu kommen die Grenzen der Mess- und Regeltechnik: Woher soll eine Kamera "wissen", ob es richtig ist, den hellen Teil des Bildes richtig zu belichten, oder doch eher den dunklen, oder ob ein Mittelwert, der beides zwar nicht völlig falsch, aber auch eben nicht richtig belichtet, die beste Lösung ist?
3a. Bei analogen Systemen wird die "reale Darstellung" weiter begrenzt durch das, was mit einer lichtempfindlichen chemischen Emulsion auf einem Stück Plastik (= Film) in Punkto Schärfe, Auflösung, Farbwiedergabe (bei S/W-Filmen: Graustufenwiedergabe), Kontrastumfang usw. überhaupt nur möglich ist und
3b. bei digitalen Kameras durch das, was Bildsenor und durch Kamera-interne Software gesteuerte Signalverarbeitung leisten können. Und dann kommen ggf. noch die Limitierungen hinzu, die die Wahl (wenn man denn eine Wahlmöglichkeit hat) des falschen Dateiformats mit sich bringt: RAW-Daten bieten erheblich mehr Reserven für das Herausarbeiten von Bilddetails als JPG, weil in RAW-Daten viel mehr relevante Informationen gespeichert sind. Aber auch RAW-Daten werden durch die Kamera-interne Signalverarbeitung bereits insofern verändert, dass sie nicht das exakte Sensorbild darstellen, sondern z. B. mehr oder weniger nachgeschärft, belichtungstechnisch leicht verändert usw. werden. Nur lässt sich bei RAW-Daten der Effekt solcher Änderungen per PC-Software besser kontrollieren und verändern.Zu allem Übel werden die Grenzen all dessen nicht so sehr von der aktuell verfügbaren Technik, sondern vor allem von der Ökonomie bestimmt. Es dürfte einleuchtend sein, dass bei einer preiswerten Kamera für Gelegenheitsknipser die technischen Grenzen aus Kostengründen erheblich enger gesetzt sind als bei einer Kamera für Profis oder engagierte Amateure.
Was also am Ende eines fotografischen Prozesses herauskommt, ist mitnichten ein "Foto pur" (weil z. B. bei Digitalkameras die Kamera-interne Software schon kräftig mitgemischt hat, und nicht immer in der gewünschten Weise). Man muss die falsche Vorstellung ablegen, dass Kameras "objektive Bilder der Wirklichkeit" speichern, während elektronische Bildverarbeitung (EBV) am PC nur der subjektiven Manipulation durch den Fotografen dient. Das ist durchaus nicht so. Oftmals sind sogar Eingriffe per EBV notwendig, damit das Foto überhaupt wieder so ähnlich aussieht wie das, was man als Fotograf ursprünglich beim Blick durch den Sucher oder auf das Kameradisplay gesehen hatte. Und um gleich mit dem Vorurteil aufzuräumen, dies sei in der "guten alten Zeit der analogen Fotografie" jemals anders gewesen: die legendären Landschaftsaufnahmen des nicht minder legendären Fotografen und Naturschützers Ansel Adams wurden nur durch intensive Arbeit in der Dunkelkammer so aussagekräftig wie wir sie heute noch kennen. Und bei anderen berühmten Fotografen war dies nicht anders. Ich habe in meiner Jugend selbst zuviel Zeit in meiner heimischen S/W-Dunkelkammer zugebracht, als dass ich nicht wüsste, was überhaupt erst durch die Arbeit im Labor möglich wird. Durch sogen. Abwedeln und Nachbelichten für eine ausgewogene Lichtverteilung oder für gewünschte Lichteffekte zu sorgen, war da noch eine der selbstverständlichsten Angelegenheiten. Was zählt, sind vor allem die Ergebnisse. Heute hat bei digitalen Kameras PC-Software die analoge Dunkelkammer ersetzt, sozusagen "Lightroom" statt "darkroom."

Was die Frage nach "der richtigen Kamera" angeht, so lässt sich wohl sagen, dass es "die richtige Kamera" nicht gibt. Ebenso wenig wie eine Kompaktknipse grundsätzlich abzulehnen ist, so ist ein zigtausend Euro teures Profimodell nebst einem Objektivpark zum Preis eines Mittelklassewagens die Antwort auf alle fotografischen Fragen. Ein Profi arbeitet immer mit dem fotografischen Werkzeug, mit dem er die ihm gestellten fotografischen Aufgabe am effektivsten lösen kann - und natürlich auch am kostengünstigsten, wenn er seine fünf Sinne beieinander hat. Ein Hobbyfotograf arbeitet mit dem, womit er im Rahmen seines Budgets (dessen Grenzen er selbst festlegen muss) am besten klarkommt oder was ihm am besten/bequemsten usw. erscheint.
Wie Pit es schon gesagt hat: DSLR mit Makroobjektiven sind sicher die ideale, aber eben auch teuerste Lösung, wenn es um das Thema Uhrenfotografie geht. Ich persönlich habe mich für eine solche Lösung entschieden, was aber auch damit zu tun hat, dass ich - von einer kurzen Pause während der Übergangszeit von der analogen in die digitale Fotografie abgesehen - seit etwas über 35 Jahren recht engagiert fotografiere und mir daher mein Hobby sicherlich etwas mehr wert ist als den meisten "Gelegenheitsknipsern." Man kennt so etwas gerüchteweise ja auch von den Liebhabern und Sammlern mechanischer Uhren, Hifi-Freaks und anderen "Bekloppten."

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Hallo Olaf,
vielen Dank für Deine sehr sehr ausführlichen Ausführungen, die aber so gar nicht nötig waren

Mir ist schon klar dass ein Foto welcher Art auch immer nicht von Haus aus die ganze Realität wiedergibt.
Das muss es meinetwegen auch nicht zu 100%, da bin ich eher tolerant
Ich möchte nichts entwickeln, nachbearbeiten oder fotografische Prozesse mittels mühseliger Bildbearbeitung herausarbeiten,
ich will es nicht und ich hab auch keinen Nerv dazu
Ich versuche die Bilder spontan zu arrangieren und mit der Kamera bestmöglich festzuhalten, dann wähle ich das aus was mir am besten gefällt
oder schmeisse es einfach wieder weg und mach es neu. Das ist ja das Schöne an der digitalen Welt
Nochmal: ich bin kein Profi, will auch keiner werden und würde mich daher eher als Schnappschußjäger bezeichnen.
ich war aber schon mehrfach dran, mir dennoch eine DSLR zu kaufen und mir ist klar, dass für "vernünftige" Makros wohl
kein Weg an einer Systemkamera mit Makroobjektiv vorbeigeht.
Die Frage die sich mir nur gerade gestellt hat ist ob ich mal den Weg einer sehr guten lichtstarken Kompaktkamera versuche und mir bei Gelegenheit noch eine neue,
2.kleine Schnappschusskamera mit großem Zoom für Urlaube und alle sonstigen Gelegenheiten im Alltag hole.
Das hat doch auch etwas von der "Profi"-Philosophie: eine Kamera für arrangierte gute Fotos und eine fürs "Grobe"
Bei der DSLR fürchte ich bis ich das richtige Objektiv draufgeschraubt hab ist meine Tochter doch längst über alle Berge...
Den höheren Mehrpreis bei DSLR scheue ich weniger, ich denke wenn man sich auf eine günstige DSLR (ohne allen Schnickischnacki) und 2-3 notwendige Objektive
beschränkt (die man nach und nach anschaffen kann) halten sich die Kosten auch im Rahmen.Also: erstmal 1000 Dank für Eure Tips, ich schau mal was ich draus mache

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vielen Dank für Deine sehr sehr ausführlichen Ausführungen, die aber so gar nicht nötig waren

Bitte, bitte, keine Ursache. Ich schreibe meine Beiträge allerdings nicht nur für eine Person, sondern immer auch für andere, von daher mögen meine Ausführungen auch anderen Lesern nützlich sein. Und ich schreibe solche Dinge nicht, um damit immer nur das zu sagen, was andere hören wollen. Manchmal kann die Wahrheit auch unangenehm sein, so dass man sie nicht hören möchte, aber das ändert nichts daran, dass sie trotzdem wahr ist.
Ich möchte nichts entwickeln, nachbearbeiten oder fotografische Prozesse mittels mühseliger Bildbearbeitung herausarbeiten,
ich will es nicht und ich hab auch keinen Nerv dazu
Ich versuche die Bilder spontan zu arrangieren und mit der Kamera bestmöglich festzuhalten, dann wähle ich das aus was mir am besten gefällt
oder schmeisse es einfach wieder weg und mach es neu. Das ist ja das Schöne an der digitalen Welt
Das mit dem "Ich hab eigentlich gar keinen Bock auf Fotografie" wollte ich gestern Abend auch noch zur Einschätzung schreiben, aber das erschien mir doch eine Spur zu direkt und persönlich. Aber wenn Du selbst zur dieser Einschätzung gelangst, dann darf ich das wohl bestätigen, ohne Dir damit unangemessen auf die Zehen zu treten.
Ich denke, das Geld für eine Systemkamera (egal ob mit oder ohne Klappspiegel) mit Wechselobjektiven solltest Du Dir sparen. Systemkameras spielen ihre Vorteile eigentlich nur dann richtig aus, wenn man sich eben auf diesen Prozess des Entwickelns und Bearbeitens einlassen will. Ansonsten, wenn man eh' nur Schnappschüsse machen will, reichen gute Kompakt- oder Superzoom-Kameras völlig aus. Canon, Fuji, Nikon, Olympus und Panasonic haben da viele gute Geräte im Programm, zu viele, um sie hier alle aufzählen zu können. Abgesehen davon gehört dieser Teil eigentlich in den entsprechenden Kaufberatungs-Thread, weshalb ich die Beiträge aus Pits Uhrenbild-Thread herausgenommen habe.
Wenn's unbedingt eine kompakte Systemkamera werden soll, dann erscheint mir neben Systemen mit einem APS-C-Sensor das von Olympus und Panasonic initiierte Micro-Four-Thirds-System (MFT) als das zukunftsträchtigste.
Wirf mal einen Blick auf die Panasonic GH2 oder G3, jeweils mit einem "Immer-drauf"-Objektiv 14-140 mm. Dies entspricht 28-280 mm umgerechnet auf Kleinbildfomat, also vom mittleren Weitwinkel bis zum erweiterten Telebereich ist alles in einer Linse. Damit kann man übrigens nicht nur gute Fotos schießen, sondern auch sehr ordentliche Videos (in HD-Qualität!) drehen. Und durch den 10fachen Zoombereich ist man im Alltag eigentlich für jede Schnappschuss-Situation gerüstet, auch wenn die Bildqualität gegenüber teureren Festbrennweiten oder 2- bis 3fach-Zoomobjektiven nicht ganz so gut ist. Ein weiterer Vorteil: Das Makroobjektiv Leica DG Macro-Elmarit 45 mm 2.8 Asph. OIS lässt sich jederzeit nachrüsten, so dass man auch für Makro- und Nahaufnahmen bestens gerüstet ist.
Ansonsten schau mal bei http://www.systemkamera-forum.de/ rein, da findest Du die entsprechenden Spezialisten und Enthusiasten, die Dir gerne fach- und sachkundig weiterhelfen. Die finden auch dann eine passende Lösung für Dich, wenn Du ihnen Deine Photoshop-Phobie beichtest...
Für einen ersten groben Überblick reicht es aber sicherlich, wenn Du hier in diesem Thread einfach mal etwas zurückblätterst und liest, denn da finden sich schon einige Infos über Systeme und ihre Vor- und Nachteile. -
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