Langzeitkosten meiner Sinn 156

  • Meine alte Buchhalterseele in mir ist mal wieder zum Vorschein gekommen und ich habe Euch die Gesamtkosten meiner Sinn 156 zusammengetragen. Wäre interessant, ob andere zu vergleichbaren Ergebnissen kommen:
    (DM natürlich in EUR umgerechnet)

    435 EUR Neukauf 07/1991 inkl. Stahlband (Sinn)
    40 EUR Reparatur 10/1992 (neues Glas, neues Zifferblatt) (Sinn)
    77 EUR besseres Stahlband 08/1993 (Sinn)
    48 EUR kleine Revision 01/1994 (Glas, Krone, Gang) (Sinn)
    125 EUR große Revision 08/1995 (Werk überholt, Glas, Lünette) (Sinn)
    92 EUR Sturzschaden 11/1996 (Glas, Drücker) (Sinn)
    45 EUR kleine Revision 08/2000 (Werk) (Uhrmacher)
    60 EUR kleine Revision 03/2003 (Werk) (Uhrmacher)
    310 EUR große Revision 02/2006 (Gehäuse, Band, Werk, Glas, Lünette) (Sinn)

    Summe 1.232 EUR über knapp 17 Jahre. Insbesondere die Revision 2006 bei Sinn hat sich echt gelohnt. Ich habe meine Uhr nicht wieder erkannt. Sie sah aus, wie aus dem Katalog. Die kleinen Revisionen werde ich wie in den letzten Jahren bei einem Uhrmacher durchführen lassen, da ich zu den Sinn Revisonen keinen Unterschied feststellen konnte.

    Bin gespannt auf Eure Erfahrungen.

    Grüße

    Monk

  • Hallo und willkommen!

    Da hast Du ja eine schöne Liste zusammengetragen. Gerade wo das Lemania 5100 als so robust bekannt ist, machen mir persönlich die vielen Revisionen Deiner Uhr ja doch ein wenig Kopfschmerz...

    Meine Lemanias bzw. etas sehen den Uhrmacher erst wenns nötig ist, d.h. wenn die Gangwerte gar nicht mehr akzeptabel sind. Warum so oft zum Uhrmacher? Die 156 hat kein Service-Checkheft...

    Glas und Armbänder und Schönheitsreparaturen zähle ich zu Deinem rein privaten Vergnügen.

    viele Grüße
    Michael

  • Hallo Monk,

    ich bin - wie Michael - der Meinung, daß Du bei Deiner 156 etwas zu viele Revisionen durchführen läßt. Mir hat mein Uhrmacher gesagt, daß man erst dann eine Revision machen lassen sollte, wenn sich der Gang wesentlich verändert hat. Ich weiß, daß es zur Frage der Revisionsintervalle wahre Glaubenskriege gibt, aber das kann ja jeder halten wie er will.
    Aber wie will man die "Unterhaltkosten" einer Uhr vergleichen, wenn der eine seine Uhr häufiger zum Uhrmacher bringt und der andere nur, wenn es sich praktisch nicht mehr vermeiden läßt?

    Gruß Reimund

  • Zitat von Microstella


    Aber wie will man die "Unterhaltkosten" einer Uhr vergleichen, wenn der eine seine Uhr häufiger zum Uhrmacher bringt und der andere nur, wenn es sich praktisch nicht mehr vermeiden läßt?

    Das kann man eigentlich nur, wenn man die Unterhaltskosten auf die Betriebsdauer umrechnet, also in etwa so:

    Pro Tag 86.400 Sekunden, bei 365 Tagen im Jahr (ganz penible Buchhalterseelen berücksichtigen natürlich auch die Schaltjahre) macht das 31.536.000 Sekunden pro Jahr. Die entsprechende Uhr hat in der Anschaffung 1.100 € gekostet, für Wartungen und Revisionen wurden insgesamt 536,23 € ausgegeben, macht insgesamt 1.636,23 € (= 163.623 Cent) in fünf Jahren (= 157.766.400 Sekunden, hierbei wurde ein Schaltjahr berücksichtigt). Als Ergebnis erhält der kühle Rechner nun Gesamtkosten von 0,0001037122 Cent pro Betriebssekunde oder, etwas weniger abstrakt, ca. 89,6 Cent pro Tag.

    Wer's ganz genau liebt, mag ja noch die Kosten mit und ohne MwSt. ausrechnen; dabei bitte ggf. die unterschiedlichen Steuersätze (vor und nach den entsprechenden MwSt.-Erhöhungen) berücksichtigen. Und wer - hoffentlich tut das niemand hier im Forum :roll: - seine Uhr auf Pump gekauft hat, muß natürlich noch die Finanzierungskosten in die Rechnung einfließen lassen.

    Der Genauigkeit sind kaum Grenzen gesetzt. So können auch Wegekosten zu den entsprechenden Uhrmachern berücksichtigt werden, evtl. anfallende Parkgebühren, Versandkosten usw. Je akribischer solche Daten erfaßt werden, desto wirklichkeitsnäher wird die Kostenbilanz einer Uhr. ;)

    :D :D :D


    Eines bleibt in einer solchen Bilanz natürlich unberücksichtigt, nämlich der Faktor "Spaß an der Uhr," denn dieser läßt sich schwerlich in Euro und Cent ausdrücken. Wie schrieb es doch Antoine de Saint-Exupéry: "Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Vielleicht hätte er noch hinzufügen sollen: "...und läßt sich buchhalterisch nicht darstellen." :roll:

  • hallo....olaf ich hoffe deine Berechnungen sind auch etwas sarkastisch gemeint, denn eine Kostenaufstellung für eine Uhr während einer bestimmten Zeitspanne ist zwar interessant, andrerseits ists doch ein Hobby und in der Hauptsache zählt der Spaß daran...zumindest bei mir.

    Mir ist das schlicht "wurst" was eine oder die Revisionen der Uhr oder der Uhren kostet oder kosten.

  • Zitat von handwerker

    hallo....olaf ich hoffe deine Berechnungen sind auch etwas sarkastisch gemeint, [...] .

    Wie kommst Du denn auf die Idee? 8)

    [size=7]Mein Beitrag war nicht "auch etwas sarkastisch" gemeint, sondern "ausschließlich ironisch" - mit Ausnahme des letzten Absatzes.[/size] :D :D :D

  • Zitat von HappyDay989

    Wie kommst Du denn auf die Idee? 8)

    [size=7]Mein Beitrag war nicht "auch etwas sarkastisch" gemeint, sondern "ausschließlich ironisch" - mit Ausnahme des letzten Absatzes.[/size] :D :D :D

    :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    viele Grüße
    Michael

  • Zitat von peiter

    Hallo und willkommen!

    Da hast Du ja eine schöne Liste zusammengetragen. Gerade wo das Lemania 5100 als so robust bekannt ist, machen mir persönlich die vielen Revisionen Deiner Uhr ja doch ein wenig Kopfschmerz...

    Meine Lemanias bzw. etas sehen den Uhrmacher erst wenns nötig ist, d.h. wenn die Gangwerte gar nicht mehr akzeptabel sind. Warum so oft zum Uhrmacher? Die 156 hat kein Service-Checkheft...

    Glas und Armbänder und Schönheitsreparaturen zähle ich zu Deinem rein privaten Vergnügen.

    Meine Auflistung war gänzlich ohne Wertung. Ich wollte nur mal wissen, was mich meine Uhr die letzten Jahre gekostet hat. Ich finds einfach interessant.

    Privatvergnügen ist es in der Tat. Habs leider noch nicht geschafft, meine Uhr bei der Steuer anzusetzen. Wenn Du eine Uhr aber so siehst, müsste man eine 5 EUR Uhr von Tschibo kaufen. Die zeigt auch die richtige Zeit an. Ein Hobby ist nun mal immer Privatvergnügen und ich hab nun mal gerne eine Uhr die immer in einem Top Zustand ist.

    Die häufigen Besuche beim Uhrmacher bzw. bei Sinn waren leider notwendig, da meine 156 die ersten Jahre katastrophale Gangwerte hatte und die Qualität der Krone und der Drücker auch nicht zum Besten bestellt war. Sinn hat sich damals leider nicht sehr kulant gezeigt. Meine 156 braucht leider ca. alle 3 Jahre eine neue Einstellung des Werkes. Wobei ich ehrlich gesagt die 40 bis 60 EUR für eine genaue Uhr alle paar Jahre gut verschmerzen kann. Eure Autos gebt ihr doch sicherlich auch regelmäßig in die Waschanlage und das kostet bestimmt mehr als 50 EUR in 3 Jahren.

    Monk

  • amonk
    Das sollte keine Kritik sein... :) es kommt mir nur "ungewöhnlich" vor, daß die Gangwerte bei Deiner Uhr so schlecht sind das so oft justiert und revisioniert werden muß. Man kann ein Werk auch "Kaputtrevisionieren" - nur wenn es von Anfang an so schlecht lief bleibt wohl nichts anderes übrig. :?

    Habe selbst eine 157 aus den 90ern, war einmal in der Revi und läuft trotzdem recht gut, etwas Vorgang aber im akzeptablen Bereich. Gut, ich wechsle schon mal zwischen verschiedenen Uhren... daher wäre in Deinem Fall eine Zweituhr ja eine sehr gute Idee :!:

    viele Grüße
    Michael

  • Zitat von peiter

    amonk
    Das sollte keine Kritik sein... :) es kommt mir nur "ungewöhnlich" vor, daß die Gangwerte bei Deiner Uhr so schlecht sind das so oft justiert und revisioniert werden muß. Man kann ein Werk auch "Kaputtrevisionieren" - nur wenn es von Anfang an so schlecht lief bleibt wohl nichts anderes übrig. :?

    Habe selbst eine 157 aus den 90ern, war einmal in der Revi und läuft trotzdem recht gut, etwas Vorgang aber im akzeptablen Bereich. Gut, ich wechsle schon mal zwischen verschiedenen Uhren... daher wäre in Deinem Fall eine Zweituhr ja eine sehr gute Idee :!:

    Also seit die uhr das letzte mal bei Sinn war, läuft alles wie geschmiert. Ich habe auch den Eindruck, dass der Service bei Sinn in den letzten Jahren besser geworden ist. Ich trage die 156, seit ich sie habe, ununterbrochen jeden Tag und ziehe sie, außer Nachts, praktisch nicht aus, da ich sie optisch und vom Tragegefühl einfach nicht mehr entbehren kann. Könnte mir natürlich eine zweite 156 zulegen Smile :) . Aber ich meine, das sollte eine "Military" Uhr eigentlich verkraften. Wie gesagt, ich beklage mich ja nicht.

    Monk

  • Zitat von amonk


    ...
    Die häufigen Besuche beim Uhrmacher bzw. bei Sinn waren leider notwendig, da meine 156 die ersten Jahre katastrophale Gangwerte hatte
    ...
    Monk

    Kannst Du das mal genauer beschreiben - wie genau (bzw. ungenau) ging denn das Werk?

    Gruß Reimund

  • Zitat von HappyDay989

    Und wer - hoffentlich tut das niemand hier im Forum :roll: - seine Uhr auf Pump gekauft hat, muß natürlich noch die Finanzierungskosten in die Rechnung einfließen lassen.

    ´ :roll: Olaf, Du machst es Dir hier doch ein wenig zu einfach. Auch wer seine Uhr mit Eigenkapital finanziert, hat einen Aufwand in Form des entgangenen Kapitalertrags. Hier könnte man zum Beispiel die Umlaufrendite ansetzen.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!