Hallo,
bevor sich gar nichts tut, werde ich mal eine eher akademische/philosophische Frage los, die mich schon seit Jahren beschäftigt.
Man spricht bei der Hemmung von Uhren immer von »Halbschwingungen«, z. B. 18.000 A/h. Diese bestimmen u. a. die Ganggenauigkeit der Uhr. So weit so gut.
Das wird das aber imho »seltsamerweise« immer in 2,5 Hz (resp. 5 Hz. bei 36.000 A/h etc.) umgerechnet.
Der Beweggrund hierfür ist mir schon klar, die Unruh macht ja nur 9.000 Perioden, also 2,5 Hz.
Allein, die für die Ganggenauigkeit, die Stopp-Intervalle etc. interessante Frequenz ist die der durch die Hemmung gleichgerichteten 18.000 A/h, also 5Hz.
Relevant für das Räderwerk und alles folgende ist die Frequenz der gleichgerichteten Schwingung. Ein ElPrimero kann 1/10 s. messen, weil der zugrunde liegende Schwingfrequenz 10Hz ist; so denkt zumindest der Elektroingenieur (auch wenn er nicht mehr 42 Jahre ist (sorry, diesen hessischen Insidergag konnte ich mir nicht verkneifen…).
(Wenn man eine 50Hz Netzspannung gleichrichtet kommen auch 100Hz (plus Oberwellen) raus und nicht 50.)
Wisst Ihr warum?
Historie?
Seltame Normung der Schweizer?
Uralter Fehler?
s. z. B.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichrichter
(scrollen bis »Brückengleichrichter«; das ist der Effekt, den die Hemmung auf das Räderwerk hat (denke ich zumindest)