Langzeiterfahrung mit der Trockenhaltetechnik ?

  • Sinn gibt immerhin ein Jahr länger Garantie auf die Uhren, das ist doch schon mal was.
    Dichtungen sehe ich als das kleinste Problem - die halten, 1x im Jahr zum Dichtigkeitstest und gut ist es und dabei gleich einen Test der Amplitude machen lassen.

    Ich würde die Uhr nach dem Gangverhalten zur Revision geben, einen längeren Revisionszyklus könnte ich mir mit der AR-Technik durchaus vorstellen.

    Allerdings, so weit ich informiert bin, altern heutige synthetische Öle nicht!?

    Liebe Grüße

    :alexhai:


    Alex

    Alles bleibt gut

  • Ist das nicht simpel abzuleiten? Feuchtigkeit verdünnt das Öl, welches daraufhin nicht mehr so gut schmieren kann wie vorher.

    Das ist doch genauso wie beim Auto:
    - Wenn eine Zylinderkopfdichtung undicht wird, vermischt sich das Kühlwasser mit dem Motorenöl und setzt dessen Schmierwirkung herab.
    - Bei Autos, die viel im Kurzstreckenverkehr unterwegs sind, setzt sich Kondenswasser im Motor ab, welches ebenso das Motorenöl verdünnt.
    Die Folge ist stets: Öl schmiert nicht mehr perfekt, das Öl muß gewechselt werden.


    Dieser Thread avanciert so langsam zum "Thread des Jahres".
    "E-Test" mit ROLEX - Klasse, Alex :thumbup: !

  • Frank, Du könntest Recht haben mit Deinem Autovergleich :thumbup:

    Es wäre interessant zu wissen, was die längste Laufzeit
    einer Sinn mit AR-Technik ist bzw. gewesen ist.
    Meine Subsi hat nun seit 11 Jahren keine Revision mehr gehabt, ohne AR.
    Dann müßte meine U2 mindestens 15 Jahre mit AR durchhalten, oder ? ;)


  • Es wäre interessant zu wissen, was die längste Laufzeit
    einer Sinn mit AR-Technik ist bzw. gewesen ist.

    Die Frage ist, wie Du "längste Laufzeit" definierst. Willst Du solange warten bis die Uhr nicht mehr läuft? Das wäre nicht so clever, denn dann drohen Folgeschäden. Ich halte es mit Helmut Sinn seinem Tipp: Ich lasse meine Uhren solange laufen bis sie nicht mehr präzise gehen. Erst dann gehen sie zur Wartung/Revision. Ich bin allerdings kein Taucher. Bei Taucheruhren ist ein Dichtungstausch ja alle paar Jahre empfohlen. In dem Zuge ließe sich ja auch gleich das Öl wechseln. Einen praktischen Vorteil bringt hier die AR-Technik zumindest in Punkto "hemmt die Alterung des Öles" nicht.

  • Die Frage ist, wie Du "längste Laufzeit" definierst.
    Ich lasse meine Uhren solange laufen bis sie nicht mehr präzise gehen.
    Erst dann gehen sie zur Wartung/Revision

    So wie Du handhabe und definiere ich es auch.

    Nur mit dem Dichtungstausch bin ich vielleicht zu nachlässig,
    denn diese lasse ich nur bei einer Revision tauschen.
    Aber Dichtigskeitsprüfung alle 1-2 Jahre lasse ich schon machen.

  • Sorry, habe gerade „Altern“ mit „Verharzen“ durcheinander geworfen. :ash:

    Moderne Uhrenöle verharzen nicht, sie verflüchtigen sich, also verdunsten und laufen quasi weg, deswegen sollte eine nicht getragene Uhr ab und an aufgezogen sowie in ihrer Lage geändert werden. Die komplette Verflüchtigungszeit eines modernen Ührenöls sollte ca. 15 Jahre betragen. Soweit mein Uhrmacher.

    Aber hygroskopisch sind doch Öle nicht.

    Und natürlich einmal im Jahr einen Dichtigkeitstest machen und dabei die Amplitude messen lassen.

    Ach ja Jörg, klar läuft ein Rolexwerk länger als ein ETA mit Ar.....

    Liebe Grüße

    :alexhai:


    Alex

    Alles bleibt gut

  • Ach ja Jörg, klar läuft ein Rolexwerk länger als ein ETA mit Ar.....

    Aber klar doch :thumbup:
    Meine Subsi wollte ich schon mehrmals zur Revi bringen,
    aber die Amplitude passt, der Gang ist immer noch +3sec./Tag
    und dicht ist sie auch immer noch (letzte Revi 2000).
    Bis vor 1 Jahr war sie auch noch im Taucheinsatz.

    Ich schreib mal so, eine Rolex braucht kein Ar..... ;)

  • Aber hygroskopisch sind doch Öle nicht.

    Öle ziehen vermutlich kein Wasser an (= hygroskopisch), aber sie vermischen sich dennoch mit Wasser - vgl. die o. g. Auto- Beispiele.

  • Die Dichtungen halten wirklich lange, selbst wenn eine Uhr 30 Jahre nicht geöffnet wurde,
    können die noch intakt und voll funktionsfähig sein.

    Die Abnutzug der Uhr und damit Wartungsintervalle leiten sich von der Nutzungsintensität ab,
    trage ich die Uhr oft und setzte sie vielen mechanischen Krafteinwirkungen sowie thermischen
    Schwankungen aus, dann muss sie auch frühzeitiger revisioniert werden.

    Wenn ich eine Uhr nur tagsüber bei seichten Bewegungsabläufen und mittleren Temperaturen
    trage und sie nachts ablege, dann sind auch Abrieb im Uhrwerk, Zustand des Öls sowie der
    Zustand der Dichtungsrelevanten Teile (Dichtungen, Krone, Kronengewinde etc. ) weniger
    stark ausgeprägt.

    Eine jährliche WaDi Prüfung ist sinnvoll um Wassereinbruch bei Beschädigungen von Bauteilen,
    wie der Krone, vorzubeugen. Geöffenet werden muss die Uhr ja nur, wenn Gangverhalten
    und Aplitude nicht mehr optimal sind.


    Der Vergleich wird dann realistisch, wenn ich zwei Uhren gleichen Belastungen aussetze,
    bei gleichen Grundvorraussetzungen (Alter, Werk, Gehäusemachart..).

    Der Vergleich zwischen EZM3 und Rolex ist somit schon aussagekräftig! :thumbup:

    Ein großer Vorteil der Trockenhaltetechnik ist auch die längere Garantie, das sollte man
    wirklich nicht unterschätzen, denn gerade nach 2-3 Jahren treten gerne mal die
    ersten Abweichungen und Abnutzungen auf, die noch als Garantiefall durchgehen können.

  • Gestern abend haben der Alex und ich unsere U2-Trockenkapseln verglichen :whistling:
    Das Resultat, bei Alex´s U2 (5 Jahre) und meiner U2 (1 Jahr)
    sind die Trockenkapseln farblich identisch.
    Anscheinend dichten die EDR-Dichtungen sehr effektiv ab :thumbup:

  • .... oder wir hatten ein Bier zuviel, Herr Tauchlehrer :D

    He, he, ihr wart' sicher blauer als eine Trockenhaltekapsel jemals werden kann 8) .

    Im Grunde spricht das eher für die Nutzlosigkeit der Kapsel(n), zumindest wenn man sich an die empfohlenen Revisionsintervalle hält.

  • He, he, ihr wart' sicher blauer als eine Trockenhaltekapsel jemals werden kann 8) .

    Der war sehr gut :thumbup: , vielleicht kann Sinn das für die Werbung verwenden :D


    Im Grunde spricht das eher für die Nutzlosigkeit der Kapsel(n), zumindest wenn man sich an die empfohlenen Revisionsintervalle hält.

    Welche Empfehlung macht denn Sinn bei Ar-Uhren ?

    Einmal editiert, zuletzt von Kristian (18. August 2011 um 22:05)

  • Welche Empfehlung macht denn Sinn bei Ar-Uhren ?

    Keine Ahnung, dass habe ich verdrängt. 5 Jahre? Ich weiß auch nicht, ob SINN bei den Revisionsintervallen unterscheidet zwischen Ar- und Non-Ar-Uhren :cl: .

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