Hallo Forum,
bevor ich mit meinen Fragen loslege, zu Beginn meines ersten Posts hier eine kurze Vorstellung, wie es dazu kam, daß ich jetzt hier bei Euch im Sinn-Forum gelandet bin und nicht bei r-l-x.
Vor vielleicht zwei Jahren bin ich an den Punkt gekommen, an dem eine Entscheidung darüber gefallen ist, daß ich in der bevorstehenden zweiten Hälfte meines Lebens zur Abwechslung einmal eine vernünftige Uhr tragen möchte. Nach wirklich monatelangem Uhrenscreening bei diversen Herstellern und in Uhrenforen habe ich festgestellt, daß mir die allermeisten aktuellen Uhren zu überfrachtet waren und ich mich oft von den älteren Modellen aus den 70er angesprochen gefühlt habe. Den ersten Anlauf habe ich daher auf eine frühe Omega Constellation genommen, von deren Kauf ich aber auf Grund extrem schlechter Gangwerte leider direkt wieder zurücktreten musste. Im Frühjahr bin ich dann recht günstig an eine 66er Rolex Air-King in fast unbenutztem Zustand gekommen, die mir wirklich extrem gut gefällt. Kurz nach dem Kauf habe ich die Uhr noch einmal von zwei Uhrmachern prüfen lassen, die mir beide mehr oder weniger den gleichen Rat gaben: Ich hatte da ein Sammlerstück ergattert, was von seinem guten Zustand lebt und im Wert zukünftig Spiel nach oben haben könnte. Also: nicht verkratzen, etc. Von da an hatte ich leider nicht mehr wirklich Spaß am Tragen der Uhr und ich hole sie nur noch zu besonderen Gelegenheiten aus der Schachtel. Leider ist sie jetzt mehr oder weniger zu einer Art Investment verkommen, da ich den Wert nicht mit einer falschen Armbewegung halbieren möchte. Also, es musste Ersatz her, und ich habe meine Kriterien nochmal neu aufgestellt (und von der Air-King dazugelernt):
- Kein Schnickschnak (z.B.Chronometerfunktion, 2. Zeitzone, etc.)
- Kein finanzielles Desaster (Preis <1.500 EUR), da die Air-King ja noch da ist.
- keine Angeberuhr (will mich auch mal in dunklen Ecken damit wohlfühlen können)
- Größe bis allermaximalstens 42mm, besser 40, mindestens 36.
- robust, kratzfest, stossicher, Design verträgt an sich ein paar Macken.
- extrem gute Ablesbarkeit [Air-King: cremefarbenes (d.h. goldenes) ZB mit goldenen Zeigern ;-)]
- Datum (leider komme ich nicht,wie erst vermutet, ohne aus)
- Drehring zur Zeitmessung
Zusamenfassen würde ich sagen, ich habe was schlichtes, funktionale und robustes zum täglichen benutzen gesucht.
So verstrich weitere Zeit bis ich ich dann wirklich zufällig den EZM 3 entdeckt und auf die EZMs aufmerksam geworden bin. Komischerweise habe ich die Reihe bei Sinn vorher nie wahrgenommen. Ich wusste direkt, das ist jetzt genau mein Altagsmodell. Nach ein paar Wochen war dann auch ein gebrauchter neuer EZM noch mit Schutzfolien und akzeptablen Abstand zum Sinn Preis besorgt. Bisher bestätigen sich alle meine Erwartungen - und die Krone links, eine sehr gute Erfindung! Aber das braune Lederarmband mir Ziernaht, das mit der extrem kontrastreichen Uhr kam? Sehr schwierig! Also, demnächst muss noch ein neues Band her:
Im Allround-Alltagsgebrauch macht sich das Stahlband sicher besser, Silikon hat ja schon eher einen sehr sportlichen Touch. Gleichzeitig kann man sicher nicht widersprechen, daß Silikon an einer Taucheruhr eigentlich ganz gut aufgehoben und dem Zweck des EZM 3 daher eher dienlich ist (form follows function). Somit wäre Silikon an einer Sinn im Fall des EZM 3 sicher nur konsequent, auch wenn die Kombi meiner Meinung nach nicht ganz so hochwertig wirkt wie mit dem Stahlband. Gibt es eine Kombi, in der der EZM 3 ursprünglich (z.B. an die Polizeieinheiten, für die er entworfen wurde) ausgeliefert wurde?
Mal abgesehen von ästetischen und ideologischen Erwägungen habe ich aber noch ein weiteres Problem identifiziert, bei dem ich euch gerne um Rat fragen würde: Laut Katalog lassen sich
ein Stahlband mit Faltschließe und ein Silikonband mit Dornschließe montieren. Außerdem soll ja illegal auch ein 20er Silikonband mit Gehäuseintegration und Faltschließe montierbar sein. Mal abgesehen vom Bandmaterial, gibt es Unterschiede in der Sicherheit beider Verschlußmechanismen? Rein von meiner Erfahrung mit diversen anderen Uhren, allerdings in deutlich niedriger Qualität, zeigt mir, daß eine Dornschließe nicht aufgeht, eine Faltschließe dagegen bei Belastung auf dem Band schon mal aufschnappen kann. Wenn eine Billiguhr im Meer landet, ist das zwar auch schade, aber ich kann es noch verschmerzen. Eine Sinn tut da schon mehr weh. Ist diese Überlegung bei den angesprochenen Sinn-Bändern relevant? Oder muss ich diese technischen Gründe nicht in die Entscheidung einbeziehen?
Bin schon gespannt auf eure Meinung!
Björn