Beiträge von H/F

    So. Hier der Letztstand zum Thema. Eine irgendwie geartete Fehlersuche oder Prüfung scheint mir bei Sinn nicht vorgesehen zu sein da einfach alles getauscht wird und der Preis fix ist. Mit Aufarbeitung (in dem Fall Glasperlenstrahlen) lag das Angebot bei knapp 800.- Da ich nicht gewillt war, nach nur 4 Jahren, eine weitere bzw. die zweite Totalrevision in nicht mal 10 Jahren zu bezahlen hab ich mir die Uhr unrepariert zurück schicken lassen und die 25.- Versand als Schlusszahlung und Schlusspunkt verbucht. Immerhin ist das Titangehäuse wirklich angenehm zu tragen und darf nun doch bleiben.

    Der Vorschlag eine UX zu nehmen ist lustig, nur hat die nix mit der Spezifikation zu tun die zu (m)einer 144 Ti geführt hat. Digitale und GPS genaue Zeitanzeiger hab ich genug.
    Der dezente Hinweis auf den Mißbrauch des Instruments ist weniger lustig. Die IWC ist mir runtergefallen, war kaputt und wurde repariert. Seither funktioniert sie wieder problemlos unter den gleichen Belastungen wie die 144. Eine Explorer ist nicht vergleichbar auch wenn sie in den letzten Jahrzehnten klaglos erheblich mehr mitgemacht hat wie die beiden Valjoux basierten Uhren zusammen.

    Ich tauche zwar aber ich bin kein so ein Hochleistungssportler wie diejenigen hier die offensichtlich in große Tiefen vorzudringen in der Lage sind. Mich friert es immer so wenn ich nichts mehr sehe und daher reichen 50m Tauchtiefe. Vielleicht gibt es Nutzer die eine mächtige Waffe zur Erbauung auf dem Liegestuhl im Garten benötigen. Da kann ich natürlich nicht mitreden.
    Ich traue Sinn, wie jedem anderen Einschaler, aber durchaus zu ein eingekauftes Quarzwerk in einen Stahlblock zu verpacken und als "stabil" zu vermarkten. Schließlich scheint Marketing ja deren Kernkompetenz zu sein.

    Doch zurück zur 144:


    Ich hab die --- einem renomierten Uhrmachermeister gegeben der auch meinen Marinechronometer serviciert und auf den ich mich 100% verlassen kann. Ich schreib mal auf was so auffiel.

    AR:

    • Vielleicht stimmts dass die bescheidenen Ergebnisse der Feinregulierung damit in Zusammenhang stehen. Schließlich ist die Dichte des Mediums in dem sich die bewegten Teile nach der Begasung befinden eine andere wie die während der Regulierung. Alles andere würde auf die Fähigkeit der Ausführenden hinweisen.
    • Dass der Pups die Uhr haltbarer macht, wird selbst von Sinn schriftlich ad absurdum geführt. Nach Aussage des netten Service-Mitarbeiters ist eine Wartung alle 4-5 Jahre erforderlich.
    • Und genau so eine Wartung ist bei allen anderen Herstellern ohne AR im selben Zeitrahmen auch angesagt.
    • Vielleicht hilft AR ja gegen Kondenswasserbildung wenn man dauernd von der Poolbar in den Kühlschrank und zurück hüpft. Wer weiß.


    DIAPAL:

    • Die dauerhaft schmierstoffreie Hemmung könnte, wenn sie denn funktionieren würde, durchaus spannend sein. Nur haben sich daran auch schon große Markenhersteller erfolglos versucht. Und genau wie bei AR hilft auch das nix wenn eh nach 4-5 Jahren ne Wartung sein muss.
    • Die Analyse der beiden (ich hatte auch die Teile der ersten Revision dazu gegeben) Sätze ergab dass Diapal schlicht keinerlei Vorteile gegenüber original Bauteilen, i.V. mit modernen Schmierstoffen wie sie ETA vorgibt, bringt.
    • Nanozauberstöffchen statt Diamantpaletten... immerhin wird das in der Werbung nichtmal verschwiegen und ich hätte es mir vorher durchdenken können.


    Armband:

    • da kann man leider wirklich nichts machen. Ist halt trotz des aufgerufenen Preises ein "einfaches" Modell mit Stahlstiften in den Titan-Gliedern und Blechschließe.


    Conclusio:

    Da weder die AR noch die Diapal-Technik irgendwelche "real live" Vorteile bringen und das wohl unbestreitbar ausgereifte Valjoux Werk in der Sinnlos-Tuning-Version nicht hält hab ich mich dazu entschlossen den Quark ausbauen zu lassen und originale ETA Teile zu verwenden.


    Ergebnis:

    Sie sieht aus wie neu und sie funktioniert endlich in jeder Lage ausgesprochen genau. Nach 2 Wochen normalem Einsatz sind die COSC Kriterien ganz locker unterboten. Derzeit liegt sie bei +2s "real live". Für wirklich verlässliche Werte muss sie natürlich erst noch ein wenig was mitmachen. 3-4 Monate Test und ein paar Atlantik-Meilen stehen eh aus :-).

    Danke fürs Bild reinstellen. Mit der U1000 wäre das vielleicht nicht passiert. Die war aber weder wirklich dezent noch aus Titan, noch hatte sie Day Date oder Diapal. Blöd wenn man so genaue Vorstellungen hat. Und wann gab es die eigentlich?

    Hallo Schwammkopf,

    da hast völlig Recht. Alles kann mal kaputt gehen. Auch bei normalem Gebrauch.

    Agesehen von Nr. 1 (einer 40mm Uhr mit weißem Ziffernblatt, Date und zweiter Zeitzone) die für Ihre Robustheit allgemein gelobt wird aber eben auch deutlich weniger komplex wie ein Chrono ist hab ich eh nur eine weitere Uhr gehabt. Mit einem Werk auf Basis 7750. Große Stückzahlen sind nichts schlechtes sondern sprechen oft für einen Mangel an Kinderkrankheiten. Wie gesagt ich vermute dass ein Teil des Preisunterschiedes in der Überarbeitung des angelieferten Basis-Werkes liegt. Die Details dazu müsste der Inhaber von Sinn noch kennen.
    Die Nr. 2 hab ich selbst mechanisch beschädigt. Besser gesagt ganz dämlich schlecht abgelegt (man will ja dann doch sein Werkzeug schützen wenn es arg schmuddelig wird) und weggekickt. In eine Maschinenhalle. Von oben...

    Aber davor und nach der Instandsetzung ging sie unter den selben Einsatzbedingungen wie die 144 anstandlos. Das Band ist da objektiv betrachtet auch ein ganz anderes Kaliber. Die Schließe sowieso. Egal. Seis drum. Viel Spaß Euch allen beim Diskutieren und Uhren nutzen, sammeln, genießen. What ever.


    VG

    Holger

    schon interessant wie man sich aus dem ganzen Bericht die Schließe herauspickt und sich eine Diskussion entfacht. Für mich war das Band gar nicht so tragisch nachdem die Schließe getauscht wurde und ich die Vorspannung erhöht hatte hielt es ziemlich lange.


    Viel heftiger empfand ich das spezielle 144er Lederband welches sich auflöste weil es am Steg geklebt und nicht durchgenäht war. Vielleicht betraf das nur eine Serie des speziellen 144er Bandes. Einer Wareneingangskontrolle müsste es aber aufgefallen sein falls es sich um einen Produktionsfehler gehandelt haben sollte.


    Und die eigentlichen Technik Dinge? DAS ist für MICH viel spannender. Die Zeilen dazu hab ich wohl versehentlich an der falschen Stelle "gepostet". Als Antwort bei "Mitglieder stellen sich vor" schrieb ich noch jemanden der meint ich hätte das Thema ART und Diapal vielleicht nicht richtig verstanden:

    • Ölalterungsthematik und Reibungsreduzierung bzw. den Versuch auf Schmieröl ganz zu verzichten meine ich schon verstanden zu haben. Schließlich habe ich AR und Diapal genommen. Die Beschreibung und der beworbene Zugewinn sind auf der Sinn Homepage m.E. unmißverständlich und ich bin nicht völlig unvorbelastet was z.B. schmierstoffreie Gleitlager betrifft. Zur beworbenen Technologie widersprüchlich finde ich die vom Service-Personal für ganz normal befundene und geforderte Wartung alle 4-5 Jahre womit keinerlei Zugewinn bei der Haltbarkeit des Gesamtprodukts gegeben ist. Öl wird bei der Wartung ja schließlich an anderen, "nicht nanobeschichteten" Stellen auch gewechselt.
    • Ach ja und dass Sinn nicht pleite ist weißt m.E. nicht unbedingt daraufhin dass die Qualität meiner Uhr ein Einzelfall sein muss. Ich behaupte dass heutzutage Qualität nicht der primäre oder zumindest nicht der einzige, vielleicht nicht mal der entscheidende Grund für wirtschaftlichen Erfolg ist. Da gibt es durchaus Dinge aus dem Bereich Marketing und Gewinnoptimierung die eine Rolle spielen könnten. Auch das sind Leistungen die man würdigen darf, nur hat es nichts mit meinem Fall zu tun
    • UND es gibt sicherlich Modelle bei Sinn die robuster sind. Das sind soweit ich sehe keine Chronos und damit fallen sie nicht in mein Anforderungsprofil. Ferner meine ich ein SW200 oder 2824 in ner Barbette ist eine andere Geschichte wie einen Chrono zu verfeinern sowie im Sinne einer klassischen Armbanduhr alltagstauglich einzuschalen. Ein Quarzwerk derart druckfest zu verpacken ist wieder ne andere Herausforderung, ganz klar. Nur muss man für den Verkaufserfolg entweder Nutzer mit Bedarf haben oder Sammler/Fans generieren.
    • Ich vermute mal dass die Anzahl ersterer die Zahl der produzierten EZM deutlich unterschreitet womit der Kreis zum gelungenen Marketing wieder geschlossen wäre."

    Nur nen Erfahrungsbericht schreiben. Mehr nicht. Nun muss ich doch etwas nachlegen wie es aussieht.

    Ölalterungsthematik und Reibungsreduzierung bzw. den Versuch auf Schmieröl ganz zu verzichten meine ich schon verstanden zu haben. Schließlich habe ich AR und Diapal genommen. Die Beschreibung und der beworbene Zugewinn sind auf der Sinn Homepage m.E. unmißverständlich und ich bin nicht völlig unvorbelastet was z.B. schmierstoffreie Gleitlager betrifft.

    Zur beworbenen Technologie widersprüchlich finde ich die vom Service-Personal für ganz normal befundene und geforderte Wartung alle 4-5 Jahre womit keinerlei Zugewinn bei der Haltbarkeit des Gesamtprodukts gegeben ist. Öl wird bei der Wartung ja schließlich an anderen, "nicht nanobeschichteten" Stellen auch gewechselt.

    Ach ja und dass Sinn nicht pleite ist weißt m.E. nicht unbedingt daraufhin dass die Qualität meiner Uhr ein Einzelfall sein muss. Ich behaupte dass heutzutage Qualität nicht der primäre oder zumindest nicht der einzige, vielleicht nicht mal der entscheidende Grund für wirtschaftlichen Erfolg ist. Da gibt es durchaus Dinge aus dem Bereich Marketing und Gewinnoptimierung die eine Rolle spielen könnten. Auch das sind Leistungen die man würdigen darf, nur hat es nichts mit meinem Fall zu tun
    UND es gibt sicherlich Modelle bei Sinn die robuster sind. Das sind soweit ich sehe keine Chronos und damit fallen sie nicht in mein Anforderungsprofil. Ferner meine ich ein SW200 oder 2824 in ner Barbette ist eine andere Geschichte wie einen Chrono zu verfeinern sowie im Sinne einer klassischen Armbanduhr alltagstauglich einzuschalen. Ein Quarzwerk derart druckfest zu verpacken ist wieder ne andere Herausforderung, ganz klar. Nur muss man für den Verkaufserfolg entweder Nutzer mit Bedarf haben oder Sammler/Fans generieren. Ich vermute mal dass die Anzahl ersterer die Zahl der produzierten EZM deutlich unterschreitet womit der Kreis zum gelungenen Marketing wieder geschlossen wäre.
    VG

    Nur nen Erfahrungsbericht schreiben. Mehr nicht. Nun muss ich doch etwas nachlegen wie es aussieht.

    Ölalterungsthematik und Reibungsreduzierung bzw. den Versuch auf Schmieröl ganz zu verzichten meine ich schon verstanden zu haben. Schließlich habe ich AR und Diapal genommen. Die Beschreibung und der beworbene Zugewinn sind auf der Sinn Homepage m.E. unmißverständlich und ich bin nicht völlig unvorbelastet was z.B. schmierstoffreie Gleitlager betrifft.

    Zur beworbenen Technologie widersprüchlich finde ich die vom Service-Personal für ganz normal befundene und geforderte Wartung alle 4-5 Jahre womit keinerlei Zugewinn bei der Haltbarkeit des Gesamtprodukts gegeben ist. Öl wird bei der Wartung ja schließlich an anderen, "nicht nanobeschichteten" Stellen auch gewechselt.

    Ach ja und dass Sinn nicht pleite ist weißt m.E. nicht unbedingt daraufhin dass die Qualität meiner Uhr ein Einzelfall sein muss. Ich behaupte dass heutzutage Qualität nicht der primäre oder zumindest nicht der einzige, vielleicht nicht mal der entscheidende Grund für wirtschaftlichen Erfolg ist. Da gibt es durchaus Dinge aus dem Bereich Marketing und Gewinnoptimierung die eine Rolle spielen könnten. Auch das sind Leistungen die man würdigen darf, nur hat es nichts mit meinem Fall zu tun
    UND es gibt sicherlich Modelle bei Sinn die robuster sind. Das sind soweit ich sehe keine Chronos und damit fallen sie nicht in mein Anforderungsprofil. Ferner meine ich ein SW200 oder 2824 in ner Barbette ist eine andere Geschichte wie einen Chrono zu verfeinern sowie im Sinne einer klassischen Armbanduhr alltagstauglich einzuschalen. Ein Quarzwerk derart druckfest zu verpacken ist wieder ne andere Herausforderung, ganz klar. Nur muss man für den Verkaufserfolg entweder Nutzer mit Bedarf haben oder Sammler/Fans generieren. Ich vermute mal dass die Anzahl ersterer die Zahl der produzierten EZM deutlich unterschreitet womit der Kreis zum gelungenen Marketing wieder geschlossen wäre.
    VG

    Vorwort

    ich bin, wie in meiner Vorstellung zu lesen ist, kein Uhrensammler, Stoffhandschuhträger oder Uhrenschoner. Ich bin ein segelndes Weißhaupt gesetzten Alters.

    Instrumente kaufe ich mir nur bei Bedarf oder erkennbarem Mehrwert. Das war 1986 so und 2002 wieder als Uhr Nummer 1 revidiert werden musste. Nr. 2 (mit einem auf 7750 basierenden Werk) wurde 2010 beschädigt und die Instandsetzung sollte länger dauern so dass 2011 Ersatz her musste weil ich mich an den Chrono gewöhnt hatte und Nr. 1 nur eine 2. Zeitzone bietet.

    Also bitte lest es so: Das sind MEINE Erfahrungen unter MEINEN, vielleicht nicht mehr alltäglichen, Einsatzbedingungen die m.E. Chronos schon seit Jahrzehnten aushalten und für die sie gemacht wurden bevor es Quarzwerke und GPS gab. Der Bericht betrifft ausschließlich meine Uhr. Andere Sinn Produkte habe ich nicht.

    Vowort ENDE
    -----------------

    Nach dem ich die Fa. Sinn auf einer Messe in Düsseldorf kennengelernt hatte dachte ich an eine Lösung um für die Übergangszeit was zu haben das Nr. 2 ähnelt aber vom Preis überschaubarer war.

    So hab ich mir eine Uhr auf Basis 144 Ti zusammengestellt. Da ich Volldatum (Day Date) wollte und die Versprechen von Diapal und AR glaubwürdig rüber kamen ließ ich die 144 Ti auf Diapal umrüsten (das gab es serienmäßig nur für die GMT die jedoch lediglich Date hat), dazu weiße Zeiger der 203, AR, Feinreglage, Rotor-Gravur "Diapal" weil das nicht auf dem Ziffernblatt steht, Titan- und Lederband, 5 Jahre Garantie. Irgendwie gefiel mir im Katalog eine Holz-Box mit Lupe, Werkzeug und Schnupftuch von den Finanzplatzuhren deutlich besser also hab ich auch noch ne Kiste dazu packen lassen. Und das Reiseetui. Mehr gab's nicht.
    Ein Top-Werk konnte man auch gegen Aufpreis nicht einbauen lassen. Mehr kann ich als Kunde für die Firma auch nicht tun und ich dachte man merkt dass ich nicht ganz Normal bin. FrecheFratze

    Vielleicht auch deshalb weil ich mir schriftlich bestätigen ließ dass es die aller letzte Ti ist und es danach nur noch St gibt. Vermutlich reduzieren Ti-Gehäuse schlicht die Gewinnspanne.

    Erster Eindruck?

    Schöne Uhr. Sieht aus wie gewünscht und Nr. 2 recht ähnlich.

    Das Ti Armband dagegen ist mehr arm wie Band. Die Schließe ist ein simples Blech-Ding. Das Band sagen wir mal "lateral ungezwungen". Die Stifte und Schrauben sind aus Stahl, nicht aus Ti.

    Die Holzkiste hat zwar 120.- extra gekostet, das Inlay passt aber nicht sauber zur Uhr und dem zusätzlichen Leder-Band. Da hat man nur ins Regal gegriffen und nicht mal die Uhr reingelegt. Unfein.


    Fangen wir mit den technischen Gebrechen an:

    Ich hab mit dem beigefügten Werkzeug das Band wechseln wollen aber leider viel das Dingvorher glatt auseinander. Email an Sinn, Photo dazu, neues Werkzeug bekommen.Kann ja mal passieren! Kein Thema.


    Los geht's. Eintragen.Das hat man mir auf der Messe genau erklärt. Meine Nr. 1 hatte ich zwar auch neu gekauft aber die lief von Anfang m.E. genau (9-11s+/Woche). Nr. 2 war etwas schlechter und schwankte durch die damals relativ häufige Chrono-Benutzung verständlicherweise mehr.

    Nach den ersten Wochen war ich hinsichtlich des Gangs der Sinn (die ja ein "verbessertes" 7750 hat) erstaunt. Mir schienen das im Dauerbetrieb (Schiffe im Wasser bewegen sich nunmal) mehr wie +10s pro Tag zu sein. Aber Geduld. Es steht ja noch die bereits bezahlte Feinregulierung an.

    Erste Tests ergaben:Die

    • Ablesbarkeit unter Wasser würde ich bis etwa 25m als tadellos bezeichnen. Ich habe sie ein paar mal neben dem Tauchcompi getragen und war zufrieden.
    • Das Lumi ist nicht der Hit aber da sind ja auch keine riesen Klötze sondern feine Instrumentezeiger und viele Skalen drauf. Also kein Kritikpunkt.
    • Die Blech-Schließe am Ti-Band ist nach ein paar Wochen verkratzt. Für mich kein Problem.
    • Datumseinstellung erfordert Feingefühl da der Rastpunkt beim Rausziehen eher weich ist. OK mag ja so gewollt sein und geht auch.
    • Chronodrücker gehen hart. Man könnte das als taktiles Feedback bewerben. Auch kein Problem.

    Nach ein paar Monaten nervte mich das Ti-Armband da immer mal wieder die Taucherverlängerung ungefragt aufklappte und die Uhr sich verselbstständigte.
    Zum Glück ist sie mir da nie in den Teich gefallen...

    Also Massiv-Armband gegen das Lederband getauscht und mit der simplen Dornschließe war erstmal Ruhe. Ins Wasser musste sie dann ne Zeit lang auch nicht mehr.

    Ab zur Feinregulierung und vorher noch die tägliche Abweichung brav notiert.
    Zum Ti-Armband bzw. dessen Schließe erhielt ich die vielsagende Auskunft dass man das auch mit ner Zange nachbiegen könne wenn es zu leicht aufgeht und man bei Sinn auch nichts anderes machen würde :gewalt:

    Uhr kam feinregliert zurück. Super. Jetzt läuft sie nur noch +8s/d. Auf Nachfrage ist das für Sinn voll ok. Egal was sie da alles eingebaut haben...

    Da beschlich mich erstmals der Verdacht dass ich vielleicht "billig" gekauft habe.

    Einige Zeit (Jahre) hatte ich mich an den Gang gewöhnt, regelmäßig nachgestellt und trug die Uhr nun abwechselnd mit Nr. 1 (die ich seit der Revi geschont hatte).

    Etwas später, also 2016, noch in der Garantiezeit, löste sich dann das Lederband in Wohlgefallen auf. Man will es nicht glauben aber das Band war am Anstoß auf der Innenseite nur geklebt, nicht etwa wie es von vorne aussah durchgenäht. Und diesmal steckte die Uhr in zwischen zwei Brettern auf einem Steg. Dusel pur.
    Dass es das nicht gibt musste ich dem Hersteller mit Bildern und einigen Mails widerlegen...

    Zwischenzeitlich war allerdings der Rotor auffällig laut geworden, die Datumseinstellung ging kaum noch und die Uhr blieb stehen nachdem ich sie mal einen Tag und eine Nacht an Land in nem Hotel ablegte.

    Einschicken und rummailen zog und zieht sich bei mir immer etwas in die Länge weil ich wenig Zeit für solche Dinge aufwenden mag und kann. Letzlich war dann die Garantie gerade um wie die Uhr zurück ging.
    Wieder mal hin und her und diskutiert mit dem Ergebnis dass die Uhr kulanterweise repariert wurde.

    Es wurde nach 5 Jahren so ziemlich alles getauscht. Einschließlich den Diapal-Teilen, dem Rotorlager, der Krone samt Welle und weiß der Herr was da noch alles in den Tütchen war. Sogar die Ti-Schließe wurde getauscht und nicht nur nachgebogen.
    Natürlich war ich froh dass ich jetzt wieder eine funktionsfähige, wenn auch optisch nicht aufgearbeitete, Uhr hatte. Nach den Erfahrungen der beiden anderen Uhren nahm ich an dass die optische Aufarbeitung bei einer Revision dabei wäre was bei Sinn offensichtlich niht der Fall ist. UND ich glaubte dass es ein Ausrutscher oder eine Montagsproduktion war. Der Gang war nicht entscheidend besser, aber daran hatte ich mich ja gewöhnt.

    2018 ist dann ein Bolzen im Ti-Band gebrochen. Abgefallen ist es nicht. Eigentlich wollte ich es noch reparieren lassen aber dann lag es lange in irgendeinem Schapp und ich kam nicht dazu es einzusenden.
    Ende 2019 fiel mir wieder auf, dass der Rotor lauter wurde. Auch die Datumseinstellung ging mal nicht zuverlässig. Vielleicht ein Ausrutscher? Sicher war ich mir erst wie die Uhr Anfang 2020 wieder nach nicht mal 24 regungslosen Stunden stehen blieb. Da habe ich die "Sinn" dann endgültig weg gestaut.


    Neulich habe ich sie zum Service geschickt und ein Angebot erhalten. Nächste Revision.Wieder das ganze Programm. €460.- (360 Revi, 55 AR-Pups, 20 Bandrep, 25 Versand...) OHNE Aufarbeitung von Gehäuse und Band. Mit wären es dann fast 800.- Auf Nachfrage ist auch das ganz normal für eine Sinn. Ich meine eine vollständige Revision bzw. ein großes Teiletauschen alle 4-5 Jahre.
    An der Stelle bin ich ausgestiegen und hab die Uhr unrepariert zurückschicken lassen. Sie kam unangetastet daher. Offensichtlich genügt für Diagnose und Angebot bei Sinn eine Email vom Kunden. Kaufmännisch ist es natürlich nachvollziehbar lieber alles auszutauschen als nach einem Fehler zu suchen.


    Conclusio:

    • Ich bin offensichtlich der falsche Nutzer für dieses Konstrukt.
    • Als Instrument ist die Uhr FÜR MICH nicht zu gebrauchen. Dazu ist DIESES Exemplar weder genau genug noch haltbar.
    • Die gesammelten Sinn "Technologien" bewirkten dass die Uhr IN MEINEM FALL nicht mal halb so lange hält wie ein Markenprodukt mit demselben Basis-Werk (dem evtl. mehr Zuwendung geschenkt wurde nachdem es in Schaffhausen eingelangte).
    • Der Mehrwert von AR TT scheint MIR fragwürdig, selbst unter verschiedensten Klimabedingungen, über- wie unter-, Süß- wie Salzwasser haben Nr. 1 und Nr. 2 keinen Rost im Werk angesetzt oder sind beschlagen. Die Leistungsfähigkeit moderner synthetischer Öle ist m.E. ausreichend und muss nicht durch Schutzgas verbessert werden.
    • Diapal führt offensichtlich zu keiner Verbesserung der Zuverlässigkeit. Laut Sinn (schriftlich) besteht da auch kein Zusammenhang. Vielleicht verstehen wir unter verbesserter Zuverlässigkeit einfach unterschiedliche Dinge. Die Paletten sind (wie auch geschrieben steht) nicht DIAmant sondern genau so polyrubinfarben wie alle anderen auch. Da man die NAnotechnik ja per se nicht sehen kann muss man raten. Vielleicht ist der Ersatz für die Diamantpaletten ersetzt ja sowas wie die Antischmutzanhaftungsspray-Technik für die Frontscheibe im Auto? Mir scheint Öl ist Öl und Adhäsion hält selbiges lange genug an Ort und Stelle.
    • Eine Wertsteigerung (Nr. 1 hat da so ca. 400% zu bieten ohne Äpfel mit Kronen vergleichen zu wollen) gibt es bei diesem Modell nicht. Ganz im Gegenteil. Daher lohnt sich die Investition FÜR MICH nicht.


    Habe die Ehre
    :hatoff:

    Griaß eng, oder für die hoch Deutschen hier seid mir gegrüßt.

    Ich habe mich hier nur angemeldet um meine Erfahrungen mit meiner "Sinn" zu teilen.
    Was bin ich NICHT?-> Uhrnesammler, Uhrenbeweger-Benutzer, Stoffhandschuträger, Prestigeobjekt-Bedürftiger, "Fan" oder irgendeiner Firma verbunden die in meinem Bericht Erwähnung findet.
    Was bin ich?
    - Ing., Techniker, Segler, Taucher, Benutzer mechanischer, nautischer Instrumente als Backup aktueller Navigations- und Informationssysteme, Mensch für den Haltbarkeit elementarer Aspekt von Nachhaltigkeit ist
    Was nehm ich denn so als Zeitanzeige her wenn es mechanisch sein muss?
    - Seit 1986 eine Explorer II (Schweizer Hersteller) serviciert 1992 und 1997, revidiert (besser gesagt aufgearbeitet da gut eingetragen) 2002, seit 2002 zusätzlich ein Titan Chrono eines Herstellers aus Schaffhausen, 2009 serviciert, 2010 beschädigt, dazu kommt noch ein Schiffschronometer aus Hamburg, Sextant und Barograph.
    So wozu das alles?
    Siehe mein Erfahrungsbericht Sinn 144 Ti Sonderanfertigung

    Griaß eng, oder für die hoch Deutschen hier seid mir gegrüßt.

    Ich habe mich hier nur angemeldet um meine Erfahrungen mit meiner "Sinn" zu teilen.
    Was bin ich NICHT?-> Uhrnesammler, Uhrenbeweger-Benutzer, Stoffhandschuträger, Prestigeobjekt-Bedürftiger, "Fan" oder irgendeiner Firma verbunden die in meinem Bericht Erwähnung findet.
    Was bin ich?
    - Ing., Techniker, Segler, Taucher, Benutzer mechanischer, nautischer Instrumente als Backup aktueller Navigations- und Informationssysteme, Mensch für den Haltbarkeit elementarer Aspekt von Nachhaltigkeit ist
    Was nehm ich denn so als Zeitanzeige her wenn es mechanisch sein muss?
    - Seit 1986 eine Explorer II (Schweizer Hersteller) serviciert 1992 und 1997, revidiert (besser gesagt aufgearbeitet da gut eingetragen) 2002, seit 2002 zusätzlich ein Titan Chrono eines Herstellers aus Schaffhausen, 2009 serviciert, 2010 beschädigt, dazu kommt noch ein Schiffschronometer aus Hamburg, Sextant und Barograph.
    So wozu das alles?
    Siehe mein Erfahrungsbericht Sinn 144 Ti Sonderanfertigung