... allerdings bei den Reviews gibt es bis jetzt für den interessierten Sinn-Sucher nur einen Bericht über die U1/U2. Liegt es an dem Aufwand eines Review ?
Hi Andi,
es gibt mehrere Gründe dafür, mangelndes Interesse am Unternehmen oder der zeitliche Aufwand fürs Aufsetzen einer statischen Review-Seite zählen indes definitiv nicht dazu (ich brauche in der Regel einen Tag für eine ausführliche Review, inklusive Fotos); ein Blog- oder News-Beitrag ist für mich von der Logistik her in dem Fall übrigens nicht weniger aufwändig, da es Uhren von Sinn nicht in meiner näheren Umgebung gibt, ich also auf Events wie Time to Watches in Genf angewiesen bin oder jeweils nach Frankfurt fahre, um Fotos machen zu können (Sinn könnte grundsätzlich nicht hilfsbereiter sein, wenn es um redaktionellen Support geht, aber ich versuche in der Regel, den Aufwand für alle möglichst klein zu halten, was auch grenzüberschreitende Pakete mit Wertgegenständen umfasst).
Der Grund ist in diesem Fall ein anderer, respektive etwas vielschichtiger: Erstens, mit dem Text zur U1/U2 wird beispielsweise eine Folge-Review zur U50 oder U1 S L automatisch schwierig (ausser, man hätte mehrere Uhren zum direkten Vergleich), und die EZM- oder U-Reihe sind für mich zweitens Paradebeispiele einer ausgereiften Taucheruhr, was es an sich schon nicht einfach macht, darüber zu schreiben. Den historischen Part kann man drittens auch praktisch ausklammern, da es sich ja um moderne Toolwatches handelt. In der Summe macht es das für mich häufig etwas schwieriger, einen thematischen "Aufhänger" für einen Text über eine Uhr von Sinn zu finden. Was umgekehrt vielleicht auch erklärt, wie dankbar die U15, U16 und U18 für jemanden wie mich waren - die Story zum wiederverwerteten U-Boot schreibt sich praktisch von alleine. Mit anderen Worten: Uhren von Sinn überzeugen in der Regel durch eine gewisse Sachlichkeit und wenig Reibungsfläche. Wem die Block-Zeiger gefallen, kann kaum einen Fehler bei einer Uhr aus Frankfurt machen. Da, Review in zwei Sätzen geschrieben ![]()
Am anderen Ende der Skala steht da bspw. der Text zur 8820, die Recherche dazu war enorm spannend für mich und entsprechend ist auch viel "neuer" Lesestoff daraus entstanden.
Ich kann mir aber gut vorstellen, irgendwann mal noch so etwas wie einen Langzeittest mit UW-Fotos zu machen, müsste mich dazu aber endlich entscheiden können, welche Uhr aus Frankfurt dafür bei mir einziehen täte. Und das ist vermutlich der schwierigste Punkt an der ganzen Geschichte...
ich steh' nicht so aufs Stahlband, mag grundsätzlich schwarze Uhren (bin aber als Kunde und Träger skeptisch punkto Beschichtungen ganz allgemein), insofern hebeln sich die U50 DS, U1 C HAI, U1 S E und die U15 weiterhin gegenseitig etwas aus. ![]()
Gruss (und schöne Weihnachten)