Beiträge von 28k8

    Der Workshop war von Kamira Watches (auch bekannt auf YT unter DIY Uhrenbauer): Klickst_Du_hier

    Ich habe das Kombipaket für beide Tage genommen, war so um die 600+€. Der Gründer von Kamira (Sascha) hat den Workshop selbst durchgeführt; war durchaus anstrengend, aber sehr lehrreich und hat viel Spaß gemacht.

    Moin 28k8 - das hier wollt ich schon neulich schreiben…ich als interessierter, gleichwohl aber eher bemühter Laie im horologischen Kontext/Metier würde aufgrund Deines differenzierten Kommentars vermuten, dass Dein ehemaliger oder sogar aktueller Arbeitgeber in Sossenheim seinen Hauptsitz hat? 😉😎😁

    Danke für Deine Insights!

    Moin! Ich nehm' das jetzt als großes Kompliment und sage artig : Danke002, muss Dich aber leider enttäuschen: ich komme aus einer gänzlich anderen Branche, hatte beruflich nichts mit Uhren zu tun. Das Wissen zu Uhren und Uhrwerken ist nur Hobby und über die Jahre gewachsen, getrieben durch die Ingenieursneugier verstehen zu wollen, wie's funktioniert. Ich habe außerdem das Glück, vor ein paar Monaten bei einem zweitägigen Uhrenworkshop alles in Theorie und -- vor allem -- Praxis vertiefen zu können. Unser Workshopleiter war echt klasse, hatte unheimlich viel Fachwissen und noch mehr Geduld mit unseren vielen Fragen (und Missgeschicken).

    Danke für's teilen!

    Etwas irritiert hat mich in dem Artikel folgender Teil:

    "Am weitesten verbreitet ist die vom Rohwerkefabrikanten Eta entwickelte Feinregulierung mit Excenterschraube. Hierbei umschließt das gabelförmige Ende des Rückerzei­gers einen Schraubenkopf. Ein Vorteil dieser Etachron genannten Vorrich­tung besteht in der Möglichkeit der automatisierten Justierung."

    Die Art der Feinregulierung des RückerZEIGERs (im gezeigten Bild mit einer Excenterschraube) ist nach meinem bisherigen Verständnis NICHT das Besondere an einer Etachron-Regulierung, sondern folgende 3 Elemente:

    1. Der Klötzchenträger (also der äußere Befestigungspunkt der Spiralfeder) ist auf einem drehbaren Hebel montiert, vergleichbar dem Rückerschlüssel. Dadurch lässt sich die Nullstellung des Hebungssteins in der Ankergabel bequem einstellen und damit der Abfallfehler minimieren, ohne dass man die Unruh zerlegen muss.

    2. Der Klötzchenträger ist in diesem Hebel selbst nochmal drehbar gelagert. Damit kann man den Winkel feineinstellen, mit dem die Spiralfeder das Klötzchen verlässt und dadurch sicherstellen, dass sie exakt mittig zwischen den beiden Stiften des daneben liegenden Rückerschlüssels verläuft.

    3. Der Block mit den 2 Stiften im Rückerschlüssel ist in diesem ebenfalls nochmal drehbar gelagert. Dadurch lässt sich das Spiel der Spiralfeder zwischen den beiden Stiften minimieren.

    Bei der Feinregulierung eines Uhrwerks mit Etachron-Regulierung korrigiert man zuerst den Abfallfehler über den Hebel mit dem Klötzchenträger, und korrigiert dann erst die Frequenz über den Rückerzeiger. Kann man beides machen, während die Uhr fröhlich auf der Zeitwaage vor sich hin tickt und dadurch sofort sehen, ob man richtig unterwegs ist, oder in die falsche Richtung bzw. zu viel korrigiert hat. Das ist das geniale daran.

    Na, das ist ja mal ein schöner Dreier! : klasse

    Was meinen inneren Monk immer etwas gestört hat bei vielen Editionen und Varianten mit beigem, hellbraunem oder hellgrauem Zifferblatt, ist der schwarze Hintergrund bei der Datumsanzeige. Hat mich bisher davon abgehalten, eine käuflich zu erwerben, obwohl z.B. die 756 II zwischenzeitlich mal ziemlich weit oben auf meiner unbedingt-haben-wollen-Liste stand. Die Erklärung mit der Ablesbarkeit kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn wenn man sich auf Deiner schönen U2 JaS links auf dem ZB das "Ar" Logo als Vergleich anschaut, dann wäre auch ein Datum in weißer Schrift auf dem hell-zu-dunkelbraun verlaufenden Hintergrund gut ablesbar gewesen. Ich vermute reine Kostenaspekte dahinter (zu hohe Kosten für eine extra Kleinserie der Datumsscheibe in einer anderen Farbe), und das finde ich schade.

    Aber sei's drum, et is' wie et is'. Schönen Donnerstag mit den schönen 3!:applaus:

    Ich bleibe bei meiner Prognose vom Frühjahr: SINN hat so viel Aufwand und Marketingrummel in TESTAF und die DIN-Norm für Fliegeruhren investiert, da gehört einfach wieder eine nach DIN 8330 zertifizierte Fliegeruhr ins Programm.

    Mal nach vorne geschaut: wenn ich das richtig sehe, hat SINN derzeit keine nach DIN 8330 zertifizierten Uhren im Sortiment, dabei war die Firma ja maßgeblich an der Etablierung dieser DIN-Norm beteiligt und hat dafür auch verdient die Marketing-Trommel gerührt...kommt da vielleicht mit der 2. Welle der Neuheiten 2026 was im April? Eine Neuauflage der 857 VFR oder der 103 IFR, oder ganz was neues?

    :flieger: :yeah: