Danke für's teilen!
Etwas irritiert hat mich in dem Artikel folgender Teil:
"Am weitesten verbreitet ist die vom Rohwerkefabrikanten Eta entwickelte Feinregulierung mit Excenterschraube. Hierbei umschließt das gabelförmige Ende des Rückerzeigers einen Schraubenkopf. Ein Vorteil dieser Etachron genannten Vorrichtung besteht in der Möglichkeit der automatisierten Justierung."
Die Art der Feinregulierung des RückerZEIGERs (im gezeigten Bild mit einer Excenterschraube) ist nach meinem bisherigen Verständnis NICHT das Besondere an einer Etachron-Regulierung, sondern folgende 3 Elemente:
1. Der Klötzchenträger (also der äußere Befestigungspunkt der Spiralfeder) ist auf einem drehbaren Hebel montiert, vergleichbar dem Rückerschlüssel. Dadurch lässt sich die Nullstellung des Hebungssteins in der Ankergabel bequem einstellen und damit der Abfallfehler minimieren, ohne dass man die Unruh zerlegen muss.
2. Der Klötzchenträger ist in diesem Hebel selbst nochmal drehbar gelagert. Damit kann man den Winkel feineinstellen, mit dem die Spiralfeder das Klötzchen verlässt und dadurch sicherstellen, dass sie exakt mittig zwischen den beiden Stiften des daneben liegenden Rückerschlüssels verläuft.
3. Der Block mit den 2 Stiften im Rückerschlüssel ist in diesem ebenfalls nochmal drehbar gelagert. Dadurch lässt sich das Spiel der Spiralfeder zwischen den beiden Stiften minimieren.
Bei der Feinregulierung eines Uhrwerks mit Etachron-Regulierung korrigiert man zuerst den Abfallfehler über den Hebel mit dem Klötzchenträger, und korrigiert dann erst die Frequenz über den Rückerzeiger. Kann man beides machen, während die Uhr fröhlich auf der Zeitwaage vor sich hin tickt und dadurch sofort sehen, ob man richtig unterwegs ist, oder in die falsche Richtung bzw. zu viel korrigiert hat. Das ist das geniale daran.