Ich bin anderer Meinung als Happy day 989.
Sich auf eigene Stärken zu besinnen und Gutes beizubehalten, muss nicht Zeichen von Stillstand oder gar Rückschritt sein, dies gilt auch auf dem Sektor der Uhrenentwicklung. Ich finde zum Beispiel, dass die Omega Speedmaster Professional ein perfektes Beispiel ist, wie es auch sein kann (nicht muss) Sie wird vom äußeren Erscheinungsbild nahezu unverändert seit fast 40 (!) Jahren gebaut. Uhrwerke kommen und gehen, mal sind sie genial genau, mal robust, selten beides. Das Erscheinungsbild der Uhr, ihre Wertigkeit hängen aber nicht (nur) vom Werk ab. Omega würde sich und vielen Fans auf der Welt keinen Gefallen tun, wenn sie sagen würden, die Speedmaster ist altmodisch, die muss durch was forschrittliches ersetzt werden.
Ähnliches könnte für eine Uhr wie die EZM 1 gelten. Ungeachtet der Frage, ob die Uhr durch die Minutenanzeige aus der Mitte soviel "besser" ist als die aktuelle EZM 3, zeigt die Nachfrage und damit die horenden Preise auf dem Gebrauchtmarkt, dass die Uhr nachgefragt und begehrt ist. Warum nicht eine EZM 1 Mark II (um mal im Omega-Slang zu reden) mit anderem Werk anbieten? Das heißt doch nicht, dass Sinn seine Inovationen verrät, sondern, dass sie einem offensichtlichem Kundenwunsch entgegen kommen. Man kann doch trotzdem weiter an Neureungen, auch im Design feilen. Ich bin z.B. großer Fan der U2, auch wenn ich sie mir vorerst nicht leisten kann. Ich könnte mir z.B. als "Neuheit" auch mal einen Chronometer im U-Design vorstellen, auch wenn jetzt alle schrein, "das geht im EZM_Design doch nicht".
Ich hätte nichts dagegen, wenn gute Uhren neu aufgelegt würden. Ich würde mir als Autofahrer auch manchmal ein schönes "neues" altes Auto wünschen. Ein 300 SL mit moderne Technik.. o.k. ich schweife ab.