Jain würde ich sagen.
Es gibt sicherlich noch Berufsgruppen, die eine robuste und zuverlässige Uhr schätzen und vor allem auch nutzen.
Z. B. habe ich mal einen Artikel eines Berufstauchers gelesen, der u. a. in Klärbecken und Staudämme steigt und dabei eine U1 trägt. Arbeitstechnisch bedingt hat er keinen Tauchcomputer, da er über Funk und permanenten Sauerstoffzufuhr mit seinen Kollegen an der Wasseroberfläche verbunden ist , möchte aber dennoch unabhängig für sich selber wissen wollen, wie lange er bereits unter Wasser ist und dafür sei eine normale Taucheruhr ausreichend. Jedoch benötigt er eine besonders robuste Uhr, da er viel mit Chemikalien in Berührung kommt und der Uhr zudem einiges durch das Arbeiten unter Wasser, u. a. mit schwerem Werkzeug, abverlangt wird.
Auch tragen m. W. nach die Kampflieger der Bundeswehr immer noch eine Tutima Military – besonders während der Arbeit. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei den Belastungen in einem Kampfjet, die ein oder andere „normale“ Uhr schnell an Ihre Grenzen stößt. Sicherlich gibt es in Jets Instrumente die die Zeit anzeigen, aber wie bei dem Taucher möchte man seine eigene Uhr dabei haben und sich sicher sein, dass diese eine hohe Qualität aufweist.
Bei uns „Normalos“ ist es ja eigentlich auch nicht anders bzw. ist es bei mir so, dass mir im Alltag def. etwas fehlt, wenn ich meine Uhr nicht anhabe. So geht es sicherlich vielen und wenn dann noch eine Uhr benötigt wird die extremen Sit. standhalten muss, ist deren Daseinsberechtigung bzw. Nennung als Toolwatch auf jeden Fall gegeben.
Jedoch denke ich, dass die GSG Ihre Sinn-Uhren im Einsatz nicht trägt (evtl. bis auf einige Ausnahmen), oder ein Brandmeister sich auf die Anzeigen seiner EZM7 verlässt bzw. danach arbeitet. Hier wird etwas angeboten, was für eine spezielle Berufsgruppe hergestellt wird. Diese wird dann gekauft, weil der- oder diejenige diesen Beruf ausüben und sich damit identifizieren oder weil man von der Technik überzeugt ist. Jedenfalls werden, wie hier bereits genannt, solche Toolwatches größtenteils durch Emotionen verkauft und dafür auch hergestellt (bis auf die Military denke ich).
Ich wollte damals eine hochwertige mechanische Uhr haben, die extrem robust und relativ selten ist. Zudem musste Sie mir noch gefallen ;-). Die 1000m und der verwendete „U-Bootstahl“, tegimentierte Lünette etc. haben bei mir nur wenig Emotionen geweckt. Was mich technisch überzeugt hat ist, dass die Uhr nicht nur eine Uhr, sondern offiziell eine Tauchausrüstung/Tauchinstrument ist - und um als solches betitelt werden zu dürfen, muss dieses schon einiges aushalten können.
Ich hatte neulich einen erneuten Schupper-Tauchkurs gemacht und dabei meine U1 getragen, hielt sie keinem unter die Nase (was ich eh nie mache) und verhielt mich auch sonst zurückhaltend. Jedenfalls meinte dennoch einer der äußerst wichtigen Kollegen vor Ort mich locker-flockig fragen zu müssen, warum ich jetzt eine solche Uhr trage. Weil sich eine Fliegeruhr zum Tauchen nicht sonderlich gut eignet antwortete ich – die Lacher hatte ich jedenfalls auf meiner Seite und Ruhe vor dem Kerl ebenfalls. Was ich damit sagen möchte ist, dass man viel mehr Rolex, Sinn, Tudor, Omega, Breitling, IWC usw. "von der Stange“ sehen würde, wenn die Leute sie dafür mal verwenden würden, wofür sie auch konstruiert worden sind, anstatt sie in Vitrinen zu stellen – und wenn es nur zu einem Tauchschnupperkurs ist! 
Ich sehe meine U1 nicht als Taucheruhr, sondern als sehr robuste Uhr, die vom normalen Büroalltag bis hin zum Heli-Skiing, Abstecher ins Backcountry, Waterrafting und Fallschirmspringen alles mitmachen und wegstecken würde – also als eine äußerst alltagstaugliche Toolwatch.
Was das Thema Schweizer Taschenmesser und Multitool angeht, bin ich anderer Meinung. Ich habe viele Leute kennengelernt (Forstwirtschaft, Polizei, Feuerwehr, Zimmermann, Bergrettung, Pistenpersonal u. a.) die ständig eines der beiden oder beide „Werkzeuge“ dabei haben und diese auch beinahe täglich nutzen – und wenn es nur zum Brote schmieren ist. Sicherlich ist das nicht deren Hauptwerkzeug, aber ohne wollen sie auch nicht mehr sein.
Ich persönlich habe immer u. a. ein Taschenmesser und kleines Werkzeug beim Snowboarden und langen MTB-Touren o. ä. dabei – und natürlich meine Uhr 
Kann sein dass ich jetzt etwas vom Thema abgekommen bin, aber ich hatte gerade Lust dazu 
Guten Start in die Woche!