Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob Rolex und Omega etc. automatisch gleich Luxus gesetzt werden. Oder anders ausgedrückt: Braucht man eine Luxusuhr? Für mich ist Rolex und Omega nicht automatisch Luxus, aber eins nach dem anderen.
Luxus ist für mich ein Überfluss an Quantität oder Qualität über den persönlichen Bedarf hinaus. Wenn ich viel mehr Uhren habe, als ich brauche, dann empfinde ich das als Luxus. Wenn die Uhr wesentlich besser ist, als ich sie eigentlich brauche, empfinde ich das auch als Luxus.
Nun hat man nicht jeder den gleichen (berechtigten) Bedarf an Qualität oder Quantität. Wenn jemand sehr viel Wert auf Mode legt, braucht er vielleicht mehr Uhren, um sie modisch mit der Kleidung abzustimmen, als ich, dem vollkommen egal ist, ob die Uhr zur Kleidung passt oder nicht.
Ein Minijobber hat vielleicht einen anderen Qualitätsanspruch an eine Uhr als der CEO einer der größten Beratungsfirmen der Welt. Jetzt könnte man argumentieren, dass der CEO auch keine exorbitante Qualität benötigt. In dem Punkt widerspreche ich aber. Wenn die Uhr nicht sofort und unmißverständlich als Understatement zu erkennen ist, sollte das, was der CEO in Gemeinschaft mit „seinesgleichen“ trägt, ausdrücken, dass er sich auskennt und Qualität zu schätzen weiß. In diesem Zusammenhang ist eine Seiko SKX wohl weniger peinlich als eine Graf von Monte Wehro.