Uhrbandwechselgerät

  • Nach langer Zeit werde ich nun zum Bänderwechsel doch selbst Hand anlegen müssen - zumindest bei meinen Non-SINN-Uhren (scharfzüngige Member könnten die auch als unsinnige Uhren bezeichnen :P ).

    Gewechselt werden müssen Kautschuk- und Silikonbänder sowie ein NATO-Synthetikband an Uhren mit und ohne durchbohrte Hörner.

    Ist BERGEON noch immer der Hersteller der Wahl oder was soll man erwerben?

    Wie breit sollten die Schaufeln sein? 1 oder 3mm? Hat wer eine günstige Quelle, vielleicht für ein Set mit mehreren Spitzen, die überall passen?

  • Das nehm‘ ich auch schon lange. Sind zwei unterschiedlich breite „Schaufeln“ und ein Dorn dabei.
    Bei Montage: Bandhörner mit Tesa abkleben vermeidet Kratzer.

    Gruss

    Christian :hatoff:

    Niveau ist keine Creme und Stil nicht das Ende eines Besens.

  • Ich nehme seit einigen Jahren das Bergeon. Nicht ganz billig, hat sich aber geloht. Quelle kann ich Dir keine nennen.

    Genau das habe ich auch. Und leider keine besonders günstige Einkaufsquelle.
    Und der Preis ist nebensächlich : denn gutes Werkzeug kauft man nur einmal. Schrott öfters.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Ich hatte (habe) das auch und mir ist ohne besondere Kraftaufwendung ein Tool abgebrochen

    Vielleicht ein Montagsexemplar; aber dennoch enttäuschend und ärgerlich

    Ich nehm jetzt die billigen von Steinhart, die halten ;)

    Muchos saludos !

    Gerd

    a home without a dog is just a house

  • Ich hatte (habe) das auch und mir ist ohne besondere Kraftaufwendung ein Tool abgebrochen

    Für ca. 6-7 EUR könntest Du die abgebrochene Spitze nachkaufen und ersetzen, die Spitzen sind beim 6767 geschraubt.


    Nutzt ihr eine Uhrmacherlupe (Mono-Okular) zum Bandwechsel? Nach meiner Webrecherche sollte diese nicht mehr als 3-fach vergrößern, da man ansonsten für den Bandwechsel zu nah ran muss mit der Lupe.

  • Zitat

    Für ca. 6-7 EUR könntest Du die abgebrochene Spitze nachkaufen und ersetzen, die Spitzen sind beim 6767 geschraubt.


    Nutzt ihr eine Uhrmacherlupe (Mono-Okular) zum Bandwechsel? Nach meiner Webrecherche sollte diese nicht mehr als 3-fach vergrößern, da man ansonsten für den Bandwechsel zu nah ran muss mit der Lupe.

    Also bei mir geht es ohne Lupe, noch ;)


    -Gesendet mit Tapatalk-

  • Ich gehöre auch zu den Leuten, die das klassische Bergeon benutzen. : doppelt Daumen hoch

    Hatte ein paar Jahre lang ein paar billige Sets von Amazon, welche mir ausreichende Dienste geleistet hatten. Allerdings hatte ich dann Federstege bei einer speziellen Uhr (ich glaub es war eine Seiko Diver?), wo die äußere Hülse des Federsteges so dick und abgeschlossen war, dass ich um's Verrecken nicht mit dem Billig-Tool einhaken konnte. Das Bergeon hat das Problem (nicht zuletzt dank seiner unterschiedlichen "Gabeln") gelöst! :applaus:

    Seit dem nutze ich ausschließlich das Bergeon sowie manchmal bei Besuch meiner Eltern, wo meine ganzen Uhrenboxen lagern, das Tool der Omega Speedmaster Professional. Das ist ebenfalls sehr ordentlich verarbeitet und wird bei mir daher auch aktiv genutzt : klasse


    Wenn ihr übrigens ein "gutes" und günstiges Set für andere Arbeiten holen möchtet, kann ich euch nur dieses Set empfehlen: https://www.amazon.de/gp/product/B06XCJ8DYX/

    Die Bilder weichen dezent vom Inhalt ab, je nach gelieferter Version. Inhalt ist aber grundsätzlich identisch. Das ist meiner Erfahrung nach so ziemlich das Beste "Billig-Set"! Für schmale 20€ bekommt man hier ein Komplett-Set an allem, was man so braucht. Inkl. bequemer Werkzeugtasche, was bei vielen Billig-Tools nicht dabei ist. Meiner Meinung nach sind viele Werkzeuge dort ausreichend, da es im Vergleich zum Federbesteck nicht auf die Verarbeitung / Ausführung im Detail ankommt.

    Was ich dort häufig nutze:

    - "Schraubstock" aus nicht ganz hartem Plastik um die Uhr gleichmäßig einzuspannen, wenn z.B. geschraubte Gehäusedeckel entfernt werden sollen

    - Werkzeug mit unterschiedlichsten Spitzen (wirklich viele!) um allerlei Gehäusedeckel aufzumachen - variabel auf jede Größe verstellbar

    - Wenn es doch mal eine Uhr mit "Snap Back" Deckel gibt, ist hier eine entsprechende "Kelle" dabei, um die Gehäusedeckel aufzuhebeln

    - Plastikblock zum einlegen von Uhrenbändern, um die Uhr / das Band zu fixieren

    - Wieder eine Art "Schraubstock", um mit einer stumpfen Spitze Metallbänder zu kürzen, die ein Pin-System und keine Schrauben nutzen (besonders bei meinen günstigeren Taucheruhren häufig der Fall)

    - Ein "Hämmerchen" mit Kunststoff-Spitze auf einer Seite, damit man Pins in Armbänder wieder reinhämmern kann. Besonders nützlich z.B. bei Keramik-Gliedern, die sehr empfindlich sind, wenn sie nicht verschraubt sind und Pins dort normalerweise unter hohem Druck reingepresst werden müssen (z.B. diverse Rado-Uhren, die oft aus Keramik sind)

    - Ansonsten ist ebenfalls ein günstiges Federbesteck dabei, sogar mit einigen Wechselspitzen. Wie bereits gesagt reicht auch dieses für viele Uhren aus - man merkt allerdings am Stahl, dass dieser nicht so gut verarbeitet und auch generell von geringerer Qualität ist. Deshalb ist das Federbesteck tatsächlich das einzige Werkzeug, was ich mir extra in einer vernünftigen Ausführung gekauft habe (siehe Bergeon oben).

    - NICHT nutze ich eigtl. die feine Pinzette (aber nice to have) und die billige Zange. Braucht man aber i.d.R. aber auch nicht, außer vll. um einen halb stecken gebliebenen Pin von einem Band herauszuziehen. Mit dabei sind sogar ein Sack voll Federstege. Qualitativ auch nicht das Beste, aber für günstigere Uhren, die ggf. sogar mit einem NATO-Band gesichert sind (in dem Fall ist das Versagen eines Pins ja noch kein Supergau), sollte das auch ausreichend sein, bevor man für 5-10€ zwei "Qualitätsstege" irgendwo im Fachhandel nachkauft. Das muss allerdings jeder für sich entscheiden, deshalb stehen auch diese Federstege bei mir im "was ich NICHT nutze" Absatz. Hatte die aber auch schon ein paar Jahre als Stege für Lederbänder an der ein oder anderen günstigeren Uhr. Haben immer gehalten!

    Besonders bei den ganzen Plastik-Teilen finde ich es gut, dass das Plastik zwar hart, aber unter hoher Belastung weich genug ist, um nachzugeben. Heißt, dass im blödesten Falle die Plastikteile des Sets nachgeben und dadurch die Uhr selbst nicht beschädigt wird (z.B. beim Einspannen der Uhr wie im ersten Punkt erwähnt).

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kann das Set für den Preis echt nur empfehlen, um ein paar Standard-Tools für den "Bastler" unter uns Sammlern parat zu haben : doppelt Daumen hoch

    Beste Grüße,
    Daniel

    Einmal editiert, zuletzt von Sinner&Saint (2. Februar 2020 um 12:04)

  • Das SINN'sche Bandwechsel-Werkzeug ist im Gegensatz zum BERGEON 6767 für Metallbänder gedacht. Es besitzt auf der einen Seite einen Schlitzschraubendreher und kein Schäufelchen. Zudem werden sich die Werkzeugspitzen darin nicht auswechseln lassen. Und sicher besteht es nicht aus verschleißfestem Chrom-Vanadium.

  • Für ca. 6-7 EUR könntest Du die abgebrochene Spitze nachkaufen und ersetzen, die Spitzen sind beim 6767 geschraubt.


    Nutzt ihr eine Uhrmacherlupe (Mono-Okular) zum Bandwechsel? Nach meiner Webrecherche sollte diese nicht mehr als 3-fach vergrößern, da man ansonsten für den Bandwechsel zu nah ran muss mit der Lupe.


    ja; muss ich mir mal nachkaufen; es war/ist einfach zu teuer, um es jetzt in der Schublade verschwinden zu lassen.
    Wobei ich bei dem Bergeon-"Schäufelchen" auch gemerkt habe, das es für manche Uhren etwas zu breit ist und
    ich nicht an den Steg komme. Das neue werde ich mir also einen Tick anschleifen seitlich....

    Und ja; ich nutze eine Sinn Mono-Lupe von Eschenbach; 3fach Vergrößerung.

    Wenn ich abends die Kontaktlinsen rausnehme, gehts auch ohne Lupe :D

    Muchos saludos !

    Gerd

    a home without a dog is just a house

  • Nutzt ihr eine Uhrmacherlupe (Mono-Okular) zum Bandwechsel? Nach meiner Webrecherche sollte diese nicht mehr als 3-fach vergrößern, da man ansonsten für den Bandwechsel zu nah ran muss mit der Lupe.

    Zum Thema Lupe kommt am Samstag ein Video von mir ...

    Beste Grüße
    Axel

    Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt, Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
    (Reinhard Mey)

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