Bestes abschreckendes Beispiel dafür dürften wohl die Rolling Stones sein. Die gehen zwar seit
über 50 Jahren auf Tour, aber ihre großen Erfolge, sozusagen Lieder, die die Welt bewegten,
kamen von ihnen praktisch nur in den 1960ern und 1970ern. Ich könnte mir zwar vorstellen,
dass Mick Jagger und Keith Richards irgendwann auch noch in Rollstühlen auf die Bühne kommen,
weil sie es selbst nicht lassen können, aber ganz ehrlich: sehen möchte ich so etwas nicht und
auch die Musik, die die Stones seit den 1980ern neu bringen, lässt mich völlig kalt.
Tja, die Rolling Stone: 1962 gegründet und 50 Jahre später sind sie auf Nordamerika-Tour.
Und am 6.7.13 geben Sie ein Konzert im Londoner Hyde Park, bei einem Ticketpreis von ca. 150 €!
Damit gehören sie wohl zu den langlebigsten Gruppen der Rockgeschichte und das dürfte wohl auch
der endgültige Beweis dafür sein, dass Alkohol ein Konservierungsmittel ist... ![]()
Möchte nicht wissen, wie viele Liter Sprit die Jungs pro Nase und Tournee in sich reingeschüttet haben.
Und wie oft die mehr oder minder voll wie die Haubitzen oder auf Drogen auf der Bühne waren. ![]()
Ansonsten hatten die RS ihre große Zeit in den 1960ern und z. T. noch in den 1970ern. Seitdem sind die eher damit
beschäftigt, sich selbst ständig neu zu erfinden und zu vermarkten als noch sonderlich kreativ Musik zu machen.
Die frühen Stücke waren damals wirklich Klasse und sind es auch heute noch. Aber nach dem Ausstieg Mick Taylors
1975 und dem Einstieg des "Ersatzmanns" (in jeder Hinsicht!) Ron Wood kam eigentlich von den RS fast nur noch
kommerzielle Mainstream-Musik. Wirtschaftlich äußerst erfolgreich, aber musikalisch einfallslos.
You Can't Always Get What You Want
Schade, dass die RS es versäumten, sich nach solchen Klassikern aufzulösen und statt dessen wohl beschlossen,
solange weiterzumachen, bis man sie zum betreuten Musizieren in Rollstühlen auf die Bühne schieben muss. ![]()
... so what :cl: ?