Entspiegelung entfernt

  • Hallo Sinner,

    ich kann mal wieder was berichten. Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, habe ich mir zur 857 das Massivband gegönnt.

    Fix Päckchen ausgepackt und das Band drangefummelt (Schwitz !).
    Alles bestens, bis zum nächsten morgen :shock: !

    Im Sonnenlicht erkennbar ca. 1 Millionen Kratzer in der Entspiegelung, die Oberfläche sah aus, als ob ich damit die Straße gefegt hätte. Nachdem der Puls wieder unten war (der Tag war sowieso im :pottytrain2: ) kam mir der Gedanke zur Ursache. Bereits bei der Bandmontage fielen mir kleine Metallpartikel (vermutlich aus der Bearbeitung der Gewindeschrauben) auf. Ich habe vermutlich die Uhr bei der Montageprozedur ständig darauf hin- und her bewegt. Ich Idiot ! :banghead:

    Was tun ? Fix im Füldchen vorbeigefahren und die Entspiegelung runterpolieren lassen. Reste welche übriggeblieben waren, habe ich später mit Polywatch selbst wegpoliert. Ich vermisse die Entspiegelung nicht, so groß ist der Effekt nicht.

    Nie wieder Mikrokratzer, Saphirglas pur.

  • Wenn´s wirklich Partikel am neu ausgelieferten Band waren, liegt der Fehler im Hause Sinn. Sowas darf nicht passieren.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Zitat von bungy3000

    Wenn´s wirklich Partikel am neu ausgelieferten Band waren, liegt der Fehler im Hause Sinn. Sowas darf nicht passieren.

    Sowas sollte nicht, kann aber passieren.

    Was m. E. nicht passieren darf, ist die kratzemfindliche Beschichtung eines Glases, das man einzig wegen seiner Kratzunemfindlichkeit verwendet :roll:

    A real man is who comes home drunk, covered in lipstick and smelling of
    perfume, then slaps his wife on the backside and says: "You're next, fatty.

  • @ bungy3000 & Fips:

    Da habt ihr beide recht. Übriggebliebene Metallpartikel zeugen nicht gerade von handwerklicher Präzisionsarbeit - und man sollte nicht erst die Produkte einer gewissen Genfer Landmaschinenmanufaktur oder höchstpreisiger ETA-Einschaler kaufen müssen, um ein Anrecht darauf zu haben, eine partikelfreie Uhr zu bekommen. Auf der anderen Seite ist es praktisch unmöglich, eine Entspiegelung so zu härten, daß sie ebenso kratzfest ist wie ein Saphirglas (AKA Korund AKA Aluminiumsilikat). Aber gerade bei planen Gläsern finde ich eine beidseitige Entspiegelung wirklich vorteilhaft, wobei der Vorteil der Entspiegelung bei glänzenden Zifferblättern noch deutlicher wird als bei matten.

  • Habe im Internet die Beschreibung der 857 gelesen dort steht:Deckglas aus Saphirkristall, beidseitig entspiegelt.
    Von einer kratzfesten Entspiegelung ist nichts zu lesen.Also kann man davon ausgehen daß die Entspiegelung etwa so wie bei einer Brille ist und eine Brille lege ich auch nicht auf die Gläser.
    Daß aus den Gewindebohrungen der Bandschrauben Metallspäne herausfallen kann ich mir auch nicht vorstellen.
    Ich montiere meine Metallbänder immer so, daß ich das Gehäuse in der Hand halte und nur mit der seitlichen Fläche auf ein sauberes Tuch lege, hört sich vieleicht etwas kompliziert an ist aber sehr einfach, Montage einer Seite ist in 1 Minute geschafft.


    Gruß
    Tegimento

    Wer im Glashaus sitzt , fällt selbst hinein (oder so ähnlich lautete der Spruch den meine Oma früher immer gesagt hat))

  • Ich würde eine dauerhafte äußere Beschichtung zwar auch bevorzugen, allerdings gibt es eine solche (noch) nicht.
    Bei mir (756) waren damals nach ca. 4 Wochen etwa 30 "Mikrokratzer" in der Entspiegelung, die mit bloßem Auge zu sehen waren.
    Ich ließ das Glas austauschen, ein paar Wochen später war es wieder genauso.
    Dann habe ich mich auch für die Version "runterpoliert" entschieden. Seitdem ist logischerweise Ruhe mit Kratzspuren.
    Schade an sich, denn der Effekt war schon toll. In einem Geschäft wurde ich einmal von einem Bediensteten angesprochen, ob meine Uhr denn kein Uhrenglas hätte :shock:. Da musste ich dann doch grinsen und ihm mitteilen, dass die Uhr intakt und das Glas vorhanden ist :wink: (hätte er genauer - so wie ich zu diesem Zeitpunkt - hingeschaut, wären ihm die Mikrokratzer schon aufgefallen).

    Übrigens teilte mir Herr Schmidt vergangenen Freitag mit, dass Sinn jetzt dazu übergeht, farblose Entspiegelungen zu verwenden. Diese sind weniger auffällig (kein Blauschimmer mehr), vor allem aber gibt es seiner Aussage nach keine farblichen Unterschiede mehr. Manche Beschichtungen waren wohl eher blau, andere wiederum lila-ähnlich, usw., das hat ihm offensichtlich missfallen.

    Ich habe Herrn Schmidt auch nochmal darauf angesprochen, ob es die Möglichkeit gibt, andere Gläser mit der neuen, härteren Beschichtung (wie bei U-Modellen und der 903er (?)) auszustatten. Er verneinte dies, meinte aber im gleichen Atemzug zu mir: "Sie können die Uhr doch auch ohne Entspiegelung gut ablesen oder? Lassen Sie sie einfach weg" :roll:

    In diesem Sinne...
    Timo

    thinkIng.!

  • In dem "Chronos"-Sonderheft 2/2007 zur SINN 757 UTC heißt es:

    Zitat

    Eine weitere Verbesserung im Kleinen stellt die Entspiegelungsschicht des Saphirglases dar: Sie ist nicht wie üblich blau oder violett, sondern schlicht farblos.

    In der Ausstellung im Füldchen befand sich am 21.09.2007 eine 757 UTC mit violett schimmerndem Glas (und Silikonband).

    Was stimmt denn nun?
    Wird nun eine farblose Beschichtung eingesetzt und falls ja ab wann?
    Handelt es sich bei den ausgestellten Uhren etwa um ältere Exemplare, welche nicht mehr exakt den Serienstand wiedergeben?

  • wenn's im Heft drinstand und Herr Schmidt es mir im Gespräch auch mitgeteilt hat, langt das nicht als Referenz?
    Allerdings könntest du den exakten Einsatztermin der farblosen Beschichtungen mit einem Anruf in FFM sicher in Erfahrung bringen und uns mitteilen ;)
    Hängt sicher ab von dem Beschichter, Sinn macht die Gläser meines Wissens nach nicht selbst.

    Gruß
    Timo

    thinkIng.!

  • Zitat von TM

    wenn's im Heft drinstand und Herr Schmidt es mir im Gespräch auch mitgeteilt hat, langt das nicht als Referenz?

    Das Chronos-Heft stammt aus Frühjahr 2007, Deine Info ist taufrisch - und dazwischen liegt Michas Bericht.

    Falls ich mich für die 757 UTC entscheiden werde, werde ich das zuvor klären. Mikrokratzer in der Entspiegelung nach nur kurzer Zeit wären für mich nicht tolerierbar.

  • Soweit ich weiß hat die Farbgebung nichts mit der Beständigkeit der Beschichtung zu tun. Was meinst du nun im Bezug auf Micha´s Bericht?

    Aus meiner Erfahrung kann ich dir schließlich empfehlen, keine äußere Beschichtung zu wählen. Wenn du jetzt schon weißt, dass du dich über die Kratzer sehr ärgern würdest, hat es keinen Sinn. Leider.

    Gruß
    Timo

    thinkIng.!

  • Zitat von TM

    Soweit ich weiß hat die Farbgebung nichts mit der Beständigkeit der Beschichtung zu tun. Was meinst du nun im Bezug auf Micha´s Bericht?

    Aus meiner Erfahrung kann ich dir schließlich empfehlen, keine äußere Beschichtung zu wählen. Wenn du jetzt schon weißt, dass du dich über die Kratzer sehr ärgern würdest, hat es keinen Sinn. Leider.

    Hallo Timo,

    mein Gedanke hierbei ist: Wenn die Beschichtung transparent ist, kann man auch nicht sehen, wenn sie sich minimal verabschiedet (Mikrokratzer).

  • Hallo Onkel,

    ich denke das lässt sich nur im Trageversuch aufzeigen.
    Der Unterschied bei den farbigen Beschichtungen zu den Stellen, an denen Kratzer zu sehen waren, war in meinen Augen kein wirklicher "Farbverlust".
    Aber vielleicht sind klare Beschichtungen wirklich weniger auffällig, wenn sie beschädigt sind...
    Probier's am besten aus und erzähle uns davon :P

    thinkIng.!

  • Zitat von der onkel

    Hallo Timo,

    mein Gedanke hierbei ist: Wenn die Beschichtung transparent ist, kann man auch nicht sehen, wenn sie sich minimal verabschiedet (Mikrokratzer).

    Kann ich nicht bestätigen, die Kratzer sind gleichermaßen nervig, egal ob bei farbigen (U1) oder bei farblosen (857) Beschichtungen. Das Sonnenlicht bricht sich am Kratzer, das fällt nach meinen Erfahrungen immer auf. :(

    Micha.

  • Ich war heute bei SINN und habe mal nach der Haltbarkeit der Entspiegelung gefragt. Die U1000 soll ja eine gehärtete Entspiegelung erhalten.

    Es hieß, so hart wie Saphirglas sei keine Entspiegelung. Es könne folglich immer zu Kratzern kommen. Wer damit nicht leben könne, sollte lediglich eine innenseitige Entspiegelung ordern. Auf meinen Wunsch hin zeigt sie mir die "übelste" zerkratzte Beschichtung anhand einer ausgestellten Finanzplatzuhr. Zum Erkennen dieser Mikrokratzer benötigt man jedoch schon ein sehr gutes Auge.

  • So nochmal zwei Infos aus dem Füldchen für's Forum:

    1 . SINN stellt seine Modelle sukzessive auf eine farblose Entspiegelung um. Das Problem der Mikrokratzer auf der bisherigen bläulich schimmernden äußeren Entspiegelungsschicht ist somit minimiert.

    2. Die besonders harte (fragt mich nicht nach Vickers ) äußere Entspiegelungsschicht der U1000 läßt sich nicht nachträglich wegpolieren (wie z. B. bei der 757), sofern es mal verkratzen sollte. Für die ganz Empfindlichen unter uns, vielleicht eine zu überdenkende Option.

  • 857 von Oktober: Farblose Entspiegelung, keine Mikrokratzer erkennbar!

    Klingt gut!

    Bei einer nagelneuen U2, die ich neulich in der Hand hatte war weder was von der Entspiegelung zu sehen, noch von Mikrokratzern. Tatsächlich wirkte es so, als habe die Uhr gar kein Glas - mehr noch als bei anderen Modellen mit entspiegeltem Saphirglas anderer Hersteller, die ich befummeln konnte!!

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