SINN-Qualität: Blätter Zeiger, Gehäuse, sonstige

  • Hallo @ll

    Frage speziell an die Besitzer von Instumentellen Uhren/Taucheruhren:


    Wie zufrieden seid ihr mit der Fertigung (u.a. Beschichtung u. Lackierung)
    der jeweiligen Zeiger und ZBs? Mir ist aufgefallen (subjektive Meinung), dass gerade die 'dünneren' Sekundenzeiger mitunter qualitativ, was Lackierung u. Beschichtung betrifft, nicht ganz makellos sind will heißen,
    fehlende Superluminovapartikel u. schlierige Lackierung sind auffällig.

    Bin ich 'Pixelpeeper', oder welche Erfahrungen habt ihr (gemacht); wie steht ihr dazu?

    Viele Grüße
    Nicki

  • Zitat von feinSINN

    Hallo @ll

    Frage speziell an die Besitzer von Instumentellen Uhren/Taucheruhren:


    Wie zufrieden seid ihr mit der Fertigung (u.a. Beschichtung u. Lackierung)
    der jeweiligen Zeiger und ZBs?

    Nein, Nicki, Du bist kein "Pixel-Peeper", sondern hast durchaus recht.

    Bei meiner 856 ist ein Zifferblatt verbaut, daß unter der 10fachen Uhrmacherlupe ein Bild des Grauens bietet: Franselige Ränder an allen Aufdrucken, ungleichmäßige Superluminova-Beschichtungen auf Zeigern und Indizes sowie leicht unsauber gestanzte Kanten beim UTC-Zeiger (die übrigen Zeiger sind mit SL bzw. weißer Farbe belegt, so daß die Zeigerkanten dort nicht direkt sichtbar sind). Für eine Uhr in der Kategorie "bis 1.000 €" ist dieser Teil der Verarbeitung nicht auf angemessenem Niveau :( ; ich habe preiswertere Uhren, die entschieden besser verarbeitet sind, z. B. eine Mühle M12 und eine Marcello C. Tridente GMT, bei denen lassen sich aus jedem Winkel auch mit einer 10fachen Lupe keine derartigen Lieblosigkeiten finden.

    Bei meiner 144 GMT bietet sich dagegen unter selbiger Lupe ein anderes Bild: Sauberer Aufdruck auf Zifferblatt und Rehaute, gleichmäßige SL-Beschichtung, glatte Kanten an allen Zeigern - für eine Uhr in dieser Preisklasse gibt's da nichts zu meckern. :thumbup:

    Wie sagte es Thomas H. Ernst so treffend: Qualität ist bei SINN ein Ergebnis des Zufalls. Meine beiden Uhren bestätigen dies zumindest im Bezug auf die Qualität der Zifferblatt- und Zeigerverarbeitung. :roll:

  • Also ich hatte mal einen überlackierten Partikel auf dem Sekundenzeiger meiner U2.
    Wenn man direkt von oben draufgesehen hat,war es nicht gleich zu erkennen.
    Doch bei leicht schrägem Blickwinkel ....
    Also zurück in Füldchen und Diesen wechseln lassen.
    Außerdem hatte ich eine unsaubere 9 Uhr Markierung auch bei der U2.
    Gerade ich als Pedant sind Sachen "saubere Verarbeitung" lege auf solche "Kleinigkeiten" sehr viel wert.
    Bei U1,857 und 203 Arktis hatte ich diesbezüglich keine Beschwerden.
    Alle 3 Uhren waren sehr sauber verarbeitet.
    Übrigens auch mit einer Lupe kontrolliert :!: :!: :!:

    bis später... ICEMAN

    ...bekennende Poliertuchmuschi... :o:

  • Meine 857 ist gerade aus dem Füldchen zurück. Unter anderem wegen Verschmutzungen am schwarzen Ende des Sekundenzeigers.

    Meine 903 St Silber hat wirklich unschön lackierte schwarze Zeiger, hier schaut man seitlich auf weiße Grundierung...

    Gruß

    Christopher

  • Hallo Olaf,

    vielen Dank für deine ausführliche Mitteilung und deine persönliche Wertung, die sich im Großen und Ganzen mit der meinigen deckt!

    Demnach scheint das in Sachen SINN kein unbekanntes Thema zu sein. Hier drängt sich unweigerlich der Begriff der 'Qualitätskontrolle' auf, der schon häufiger mit dem Namen SINN in Verbindung gebracht wurde.

    Natürlich könnte man argumentieren das dies ein Teil des Tributes ist, den man zu entrichten hat, um das derzeitige Preisniveau aufrecht erhalten zu können; sprich Kleinteile läßt man günstig fertigen, oder kauft diese einfach und 'billig' hinzu. Ich persönlich kann das aber nicht für gut heißen und gehe mit dir dahingehend vollkommen konform, dass in mehrere hundert Euros teure Zeitmesser auch adäquate Kleinteile Verwendung finden sollten. Zumal diese auch das "Gesicht" einer Uhr ausmachen - "Pixel Peeping" hin oder her.

    Wenn dies schon ein länger währendes Phänomen (Problem) bei SINN ist, und wohl auch schon mehr als ein Liebhaber sich hierzu bei SINN gäußert hat, dann kann ich nicht verstehen, dass dort nicht gegengesteuert wird.

    Wie denkst du darüber bzw. was hielt dich von einer Rekla-
    mation ab?

    Die Aussage Thomas H. Ernst (WatchTime) betreffend finde ich schon
    unmißverständlich. Ich kann nicht wissen in welchem Kontext er sich äußerte, aber das klingt deutlich.


    Iceman

    Ich kann das durchaus verstehen und finde das persönlich nicht als Pedanterie. Ich 'gehe' auch immer mit einer "10X" durch.


    @ Christopher

    ...und geht die 903 St auch wieder ins Füldchen?


    @ll

    Wie waren die Reaktionen hinsichtl. eurer Reklamationen?
    Begeisterungsstürme werden nicht ausgebrochen sein, aber hat man sich dort hinsichtl. der Beschwerde aufgeschlossen gezeigt, oder kam es zu Diskussionen?

    Viele Grüße
    Nicki

  • Mir wurde ohne großes "bla-bla" ein Rücklieferungsschein zugesandt.
    Zeiger und ZB wurden gewechselt,danach i.O.
    Für die Unannehmlichkeit gab es auch eine kleine Zugabe.

    bis später... ICEMAN

    ...bekennende Poliertuchmuschi... :o:

  • So sieht es bei einer Uhr < 200,- € aus.

    :wink:

    Gruss Thomas


    Personalführung ist die Kunst die Mitarbeiter so schnell
    über den Tisch zu ziehen, dass sie die Reibungshitze als Nestwärme
    empfinden.

  • thomas:

    Das ist eine Manufaktur-Fertigung.
    Sinn bezieht die Zifferblätter von Lieferanten, die Qualitäts-Parameter bekommen, die sie wohl manchmal nicht einhalten. Da liegt der Schwachpunkt schon bei der Eingangskontrolle, nicht erst bei der Endkontrolle.

    Gruß Gero

  • Hallo Nicki!

    Zitat von feinSINN


    Wie denkst du darüber bzw. was hielt dich von einer Reklamation ab?

    Der Umstand, daß ich die 856 relativ günstig als Gebrauchte erwarb und die Garantie leider schon abgelaufen war. Was ich von der Qualität der Zeiger und des Zifferblattes meiner 856 halte, habe ich oben ja schon beschrieben. :roll:


    Zitat von feinSINN


    Die Aussage Thomas H. Ernst (WatchTime) betreffend finde ich schon
    unmißverständlich. Ich kann nicht wissen in welchem Kontext er sich äußerte, aber das klingt deutlich.

    Er traf sie in dem Zusammenhang, daß bei Herstellern wie Breitling u. a. Qualität eine Selbstverständlichkeit sei, weil es eben durchgängige Qualitätskontrollen gäbe, während es bei SINN aufgrund fehlender Qualitätskontrollen (dort ist jeder Uhrmacher für "seine Uhren" zuständig und wird nicht fremdkontrolliert) eben davon abhinge, ob eine Uhr zufällig in die richtigen Hände geriete.


    Zitat von Chronometres


    [Seiko]
    Das ist eine Manufaktur-Fertigung.

    Natürlich, da hast Du ja recht, Gero! Seiko baut bekanntlich edelste Manufakturware, da ist - wie auch bei Rohlecks, die sind ja auch eine Manufaktur - es ja schon selbstverständlich, daß auch Qualität produziert wird. :D

    Jetzt mal ganz im Ernst: Die Japaner sind, was Verarbeitungsqualität auch in den Details angeht, i. d. R. mindestens genau so perfektionistisch veranlagt wie die Deutschen und die Schweizer. Ich glaube nicht, daß z. B. die Grand Seiko im Direktvergleich mit einer Oyster Perpetual in der Qualität schlechter abschneiden würde als das Produkt aus Genf.

  • Zitat von feinSINN


    @ Christopher

    ...und geht die 903 St auch wieder ins Füldchen??

    Eigentlich sollte sie schon vor vielen Monaten zurück... Allerdings hat man damals einen Tausch der Zeiger auf Kulanz abgelehnt,
    bezahlen wollte ich aber eben so wenig, wie mich weiter darüber ärgern oder groß zu diskutieren.
    Bei der ersten Revision werde ich allerdings noch mal auf das Thema zu sprechen kommen... :wink:

    Zitat von feinSINN


    @ll

    Wie waren die Reaktionen hinsichtl. eurer Reklamationen?
    Begeisterungsstürme werden nicht ausgebrochen sein, aber hat man sich dort hinsichtl. der Beschwerde aufgeschlossen gezeigt, oder kam es zu Diskussionen?

    903: s.o.
    857: kein Thema, wurde anstandslos gesäubert, bzw. ersetzt. Allerdings musste ja eh die Lünette wegen eines
    eintegimentierten Staubkornes getauscht werden und die Stellung des UTC-Zeigers korrigiert werden.

    Gruß

    Christopher

  • Zitat von HappyDay989


    Wie sagte es Thomas H. Ernst so treffend: Qualität ist bei SINN ein Ergebnis des Zufalls.


    Harte Worte von einem Admi eines SINN-Forums :shock: .

    Zitat von HappyDay989

    Er traf sie in dem Zusammenhang, daß bei Herstellern wie Breitling u. a. Qualität eine Selbstverständlichkeit sei, weil es eben durchgängige Qualitätskontrollen gäbe, während es bei SINN aufgrund fehlender Qualitätskontrollen (dort ist jeder Uhrmacher für "seine Uhren" zuständig und wird nicht fremdkontrolliert) eben davon abhinge, ob eine Uhr zufällig in die richtigen Hände geriete.


    Sind BREITLING-Uhren wirklich so gut verarbeitet? Ich habe noch nie eine besessen.

  • Zitat von der onkel


    Harte Worte von einem Admi eines SINN-Forums :shock: .

    Auch ein Admi bzw. Moderator, hat das Recht auf Kritik, überhaupt dann, wenn er für das kritisierte Produkt bezahlt hat.
    Grüße
    Hubert

  • Hallo,

    bei meiner 856 sind die Indizes und Ziffern bei 20x Vergrößerung
    (ich hab halt so ne Lupe) im Randbereich "total ausgefranst" !!!
    Hat mich aber bisher überhaupt nicht gestört, muss ich sagen.
    Bei normalem begutachten wirkt das Zifferblatt gestochen scharf,
    absolut ok.
    kann mir aber schon vorstellen, dass es da drastische Qualitätsunterschiede gibt.
    Werde morgen nochmal meine Chronosport begutachten.

    Grüße

    selespeed

    Gruß

    Selespeed

    Consul de Guinand (Markenbotschafter)
    Calendar Master (Sinn-Forumskalender)
    Stefan alias Selefan alias Sele-Blue alias Han-Sele alias For-Sele alias Cir-Sele :D
    -------------------------------------------------------
    Bevor isch misch uffreesch is mers liewer egaaal!

  • Zitat von der onkel


    Harte Worte von einem Admi eines SINN-Forums :shock: .

    Wäre ich rabulistisch veranlagt, würde sich jetzt sagen "Wieso, ich gebe doch nur wieder, was ein anderer gesagt hat." :D

    OK, die Worte mögen hart klingen, aber sie sind ja auch nicht als Ankündigung einer Abkehr zu verstehen, sondern als Aufforderung an SINN, die Qualität so zu verbessern, daß sie sich bald nicht mehr hinter Seiko verstecken müssen. :D


    Zitat von der onkel


    Sind BREITLING-Uhren wirklich so gut verarbeitet? Ich habe noch nie eine besessen.

    Ich habe mir schon mindestens ein Dutzend Breitling-Uhren unter der Uhrmacherlupe angesehen. Von mindestens 15 Jahre alten Schätzchen bis zu brandakutellen Modellen war alles dabei. Die Verarbeitungsqualität war und ist praktisch makellos. :thumbup: (OK, ich weiß, daß so etwas keine repräsentative Erhebung ist. Aber ein gutes Indiz ist es m. E. schon.)

  • Habe mit einer 10fachen Uhrmacherlupe, bei folgenden Modellen festgestellt:

    UX: Zeiger/Leuchtmittel gleichmäßig aufgetragen
    Indexe, "fransen" zum Rand hin leicht aus.

    656: Zeiger/Leuchtmittel ungleichmäßig aufgetragen (wirft Wellen)
    Indexe perfekt

    756: Zeiger/Leuchtmittel ungleichmäßig aufgetragen (wirft Wellen)
    Indexe perfekt

    857: Zeiger/Leuchtmittel ungleichmäßig aufgetragen (wirft Wellen)
    Indexe perfekt

    756diapal: Zeiger, wie Indexe durch 10fach Vergrößerung makellos.

    Grüße
    Hubert

  • @ Hubert: Da es sich bei Deinen Modellen ja wohl ausschließlich um recht neue bis brandneue Exemplare aus der gegenwärtigen SINN-Kollektion handelt, spricht das m. E. durchaus für die von mir wiedergegebene These des qualitativen Zufalls. Diese von Dir festgestellte Serienstreuung ist jedenfalls kein Zeichen dafür, daß systematische Eingangs- und Ausgangskontrollen der Ware stattfinden. :roll:

    Und ich gebe Dir recht: Auch als Moderator (oder sollte ich sagen: gerade deshalb) und zahlender Kunde habe ich nicht nur das Recht, Dinge beim Namen zu nennen, sondern auch die Pflicht, andere Kollegen darauf hinzuweisen, damit sie bei ihren Erwerben darauf achten, daß sie keine zweitklassigen Exemplare kaufen. Denn franselige Zifferblattbedrucke und ungleichmäßig beschichtete Zeiger sind m. E. auch in der Preisklasse von inzwischen 1.000 bis 3.000 € nicht akzeptabel. Zumal es genügend Hersteller gibt, die es für weitaus weniger Geld schaffen, eine bessere Qualität zu produzieren. Bei aller Liebe zu SINN und aller Begeisterung über die Uhren aus Frankfurt denke ich, daß ein solcher Hinweis durchaus berechtigt ist. "Der Markt" stellt solche Dinge ohnehin fest, und Verbesserungen erzielt man nicht, indem man bei festgestellten Fehlern sich die Hand vor die Augen hält und sich einredet, bloß weil man selbst nichts sieht, sähen es andere auch nicht mehr. :roll:

  • Danke für den Klartext, Olaf. Erfrischend beim Lesen, zielführend in der Sache.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Zitat von bungy3000

    Danke für den Klartext, Olaf. Erfrischend beim Lesen, zielführend in der Sache.

    1. Danke für die Blumen und 2. keine Ursache.

    Solange Kritik sachlich und sachdienlich ist, ist sie richtig und notwendig. Bloße Halleluja-Gesänge haben nämlich noch nie dazu beigetragen, Mißstände zu beseitigen. Aber wohlgemerkt: sachlich und sachdienlich muß Kritik schon sein, denn rein destruktive Bemerkungen bringen leider auch keinen Nutzen, sondern verhärten unter gleichberechtigten Diskussionspartnern nur die Fronten.

  • Ich zähle mich ja nun selbst zu den 1000 % igen und sehe mir meine Uhren immer sehr kritisch mit einer Uhrmacherlupe (3 fach) genau an.
    Meine Frage richtet sich an alle,die es mit ihren Uhren genauso halten,wie ich.
    Ab wann sollte man mal sagen,jetzt ist aber gut...?
    Wer zum Teufel sieht sich seine Uhren unter stellenweise 10 x Vergrößerung an und sucht nach Fehlern?
    Ich zähle mich ja nun auch zu denen,aber manchmal frage ich mich...

    Wo hört Genauigkeit auf und fängt die Akribie an?

    bis später... ICEMAN

    ...bekennende Poliertuchmuschi... :o:

  • Zitat von ICEMAN

    Ich zähle mich ja nun selbst zu den 1000 % igen und sehe mir meine Uhren immer sehr kritisch mit einer Uhrmacherlupe (3 fach) genau an.
    Meine Frage richtet sich an alle,die es mit ihren Uhren genauso halten,wie ich.
    Ab wann sollte man mal sagen,jetzt ist aber gut...?
    Wer zum Teufel sieht sich seine Uhren unter stellenweise 10 x Vergrößerung an und sucht nach Fehlern?
    Ich zähle mich ja nun auch zu denen,aber manchmal frage ich mich...

    Wo hört Genauigkeit auf und fängt die Akribie an?

    Da geb ich Dir recht, bezugnehmend auf "Wo hört Genauigkeit auf und fängt die Akribie an?". Ich zähle mich zu den Lesern, diese Threads, die ihre Zifferblätter erst nach dem Aufmerksam machen durch den Ersteller dieses Beitrages, diese genauer unter die Lupe nahm, sprich dieser Bericht animierte mich dazu. Da wir in diesem Forum knapp 800 Personen sind, die eine ansehliche Zeit ihrer Freizeit dem Thema SINN-SPEZIALUHREN widmen und dadurch auch fast alle potentielle Kunden bzw. langjährige Stammkunden der Fa. Sinn sind, haben wir das RECHT dazu kritisch zu sein und die PFLICHT als wirkliche Liebhaber dieser wunderbaren Marke auch hin und wieder übergenau zu sein. Dies bewegt vielleicht im Sinne der Qualitätssicherung beim Hersteller mehr, als wenn ein Einzelner sich beschwert.
    Liebe Grüße
    Hubert

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