SINN-Qualität: Blätter Zeiger, Gehäuse, sonstige

  • Liebe Leute,

    es lag mir fern eine Diskussion 'anzuzetteln', die das Thema Ad Absurdum führt. Sollte das so aufgefaßt werden, dann tut es mir aufrichtig leid!

    Nichtsdestotrotz beschleicht mich das Gefühl, dass sich bei dem Einen oder Anderen nun doch Ernüchterung einstellt und geneigt ist die Umstände zu relativieren; das ist menschlich und ganz normal.

    @ Tempus

    ich bin mir nicht ganz so sicher ob Menschen, die ihre Zeitmesser unter der Lupe betrachten, sich zwangsläufig mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass sie etwas "an der Waffel" haben müssten. Nochmals: Das Elektronen-Mikroskop wurde gleich anfangs kategorisch ausgeschlossen.
    Das ist unnsinig und wird wohl von keinem hier in Abrede gestellt. Jedoch die Vermutung zu äußern, dass es Leuten, die mit einer Uhrmacher-Lupe (10x) ihre Uhren kontrollieren, an mangeldem Wissen im Bereich der Physik und Chemie fehle, halte ich schon für gewagt. Uns ist allen bewußt das es Toleranzen gibt. Aber genauso gibt es Leute denen bewußt ist, dass es durchaus, und dies eben nicht gerade selten, Fertigungen gibt, bei denen zumindest ein großes Fragezeichen (?) nach der Frage des Toleranzbereiches zu setzen ist. Ein Uhrmacher arbeitet beim Setzen der Zeiger eben mit dieser bereits erwähnten Uhrmacher-Lupe und ist durchaus in der Lage im Vorfeld zu sehen, welche Güte er da verbaut. Das es herbe Unterschiede gibt ist nun hinglänglich bekannt
    und dürfte wohl nicht ernsthaft angezweifelt werden.

    Sicherlich muß schlußendlich ein jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit den Umständen umgehen mag. Dazu gibt es hier ja schon mehrere Wortmeldungen.

    In diesem Sinne: Ich wollte keinem zu nahe treten bleibe jedoch bei meiner persönlichen Meinung, dass die Streuung, gerade im Hinblick auf das größtenteils angestrebte Niveau, zu groß ist.

    Viele Grüße
    Nicki

  • Zitat von Tempus2007


    Ich tue mich schwer, den obigen beitrag in die diskussion sachlich einzuordnen (mag daran liegen, das er keinen bezug zum thema hat); wie auch immer, die aufgezeigten "qualitaetsprobleme" haben nichts mit uhrentechnik oder feinmechanik zu tun hat.

    Das ist objektiv unrichtig. Geros Beitrag hat durchaus sehr viel mit Feinmechanik und Uhrentechnik zu tun, und ihm (ausgerechnet ihm, möchte ich hinzufügen) Kenntnisse und praktische Erfahrungen auf diesem Gebiet abzusprechen, halte ich nicht nur für gewagt, sondern für beinahe schon lächerlich, sorry. :roll:


    Zitat von Tempus2007


    Im uebrigen ging es um "qualitative maengel", die nur mit der Lupe zu erkennen und nicht um solche, die augenscheinlich sind (bzgl. letzterem besteht naemlich kein wie auch immer gearteter disput). Aber ich gestehe ein, dass wir uns auf seite 3 befinden, und da kann man schon mal den einen oder anderen der eingangsbeitraege vergessen haben.

    In diesem sinn, viel spass beim erbsenzaehlen.

    Mit Verlaub, ich finde diese Einstellung gegenüber anderen Positionen sehr traurig. :sad: Es war - u. a. auch von mir als Moderator - klipp und klar darauf hingewiesen worden, daß jeder das Recht hat, unter dem Standard-Werkzeug eines Uhrmachers beobachtete Fehler NICHT zu bemängeln, und daß diese Einstellung respektiert wird. Ich würde hier "von der Gegenseite" wenigstens die Toleranz erwarten, die Position der Genauen zu ebenso zu akzeptieren und sich gemäß der auch bei kontroversen Diskussionen geltenden Regel zu verhalten, sachlich und fair gegenüber "den Anderen" zu bleiben. Eigentlich hatte ich - vor allem nach den sehr positiven Erfahrungen der letzten Monate - gedacht, daß es überflüssig wäre, bei kontroversen Diskussionen drohend mit dem Schlüsselbund (von wg. "Thread schließen") zu rappeln. Ich werde es auch nicht zulassen, daß ein Schließen "ungeliebter Threads" durch Beiträge provoziert wird, die "den Gegenüber" durch übertriebene und verzerrte Darstellung seiner Position lächerlich machen. Eher werde ich unsachliche Beiträge nach Absprache mit dem Admin löschen bzw. aus den öffentlichen zugänglichen Bereichen entfernen.

    Ich bitte also nochmals höflichst um eine respektvolle und faire Diskussion! Vielen Dank.

  • Dann möchte ich mal respektvoll anmerken, dass ich in den letzten 38 Jahren noch nie auf den Gedanken
    gekommen bin, die Uhrzeit mit der Lupe abzulesen. Ich werde das auch zukünftig aller Voraussicht nach nicht tun.

    Es mag daran liegen, dass meine Augen noch recht gut sind und ich daher selten eine in der Tasche habe.
    Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass eine Uhr für mich ein Gebrauchsgegenstand ist.
    Gebrauchen heißt für mich draufschauen. Auch mal sehr genau. Aber nicht mehr.
    Entdecke ich mit bloßem Auge Fehler, gilt es diese zu beheben. Was unter der Vergrößerung einer Uhrmacherlupe
    zum Vorschein kommt, interessiert mich nicht. Ich kann meine 903 Zifferblätter prima so ablesen, ob die Zahlen
    aber auch unter der Lupe exakt gedruckt sind...? Ich weiß es nicht! Ich werde es auch nicht prüfen.

    Ich kontrolliere ja ebenso wenig, ob die Spaltmaße an meinem Neuwagen wirklich auf den Zehntelmillimeter
    exakt sind. Sieht´s offensichtlich schief aus, oder pfeift´s sogar irgendwo, wird reklamiert, sonst eben nicht.

    Wenn ich Qualitätsmaßstäbe wie bei Rolex oder Breitling anlege, muß ich mir auch darüber klar sein, dass
    der preisgünstigste Breitling Stahlchrono mit Stahlband knappe 3.000.- Euro kostet! Darunter gibt´s nur Quartz.
    Für das Geld kauf ich mir lieber zwei oder drei Sinn und mache eine pingelige Sichtprüfung - mit den Augen.

    :wink:

    Gruß

    Christopher

  • Ach ja, SEIKO!

    Industriell gefertigte Großserienteile sehen meistens ziemlich perfekt aus und haben kaum Toleranzen.
    Das wissen wir alle.

    Und?

    Ein gewisses Maß an Handarbeit ist mir einfach lieber. Auch mit kleinen Fehlern.

    Gruß

    Christopher

  • Zitat von Christopher


    Ein gewisses Maß an Handarbeit ist mir einfach lieber. Auch mit kleinen Fehlern.

    ...achso, das 'gewisse' Maß an Handarbeit bezieht sich bei SINN größtenteils auf Blätter und Zeiger. Vor diesem Hintergrund ist natürlich jede einzelne Ausführung über jeden Zeifel erhaben. (dies meine ich durchweg ernst, wenn dem so wäre) Zumal jedes Teil ein wirkliches Unikat wäre. Die Uhren sind demnach nicht nur ihren Preis wert (preiswert), sondern quasi geschenkt - Respekt!

    Viele Grüße
    Nicki

  • Hä?

    Ich glaube einfach nicht, dass wir hunderttausendfach produzierte SEIKO-Zeiger zum Vergleich heranziehen können.

    Ich vergleiche ja schließlich auch das mäßige Gehäusefinish meiner 007 nicht mit der von Sinn.

    Bleiben wir also doch einfach in der gleichen Liga. Die Nivrel von Spencer ist doch ein schönes Beispiel.
    Ähnliches sieht man bestimmt auch (mit Lupe) bei anderen Herstellern. Auch bei teureren!
    Wer übrigens mal in diversen Fachzeitschriften die stark vergrößerten Fotos der Testuhren betrachtet,
    der kann dort auch so manches entdecken, was ohne Lupe nicht weiter auffällt...

    Gruß

    Christopher

  • Zitat von Christopher


    Ich glaube einfach nicht, dass wir hunderttausendfach produzierte SEIKO-Zeiger zum Vergleich heranziehen können.

    Ich persönlich habe diesen Vergleich auch gar nicht bemüht, obwohl ich ihn nicht gänzlich abwegig finde. Und am Rande: SEIKO-Blätter/Zeiger sind durchweg sehr gut, aber nicht 100.000%ig - dies ist nicht machbar, und darauf besteht kein Mensch.

    Hier ging es um gut sichtbare Unterschiede der Ausführungen gleicher Teile (nicht selber Teile), die unter einer Uhrmacher-Lupe eindeutig zu sehen sind; nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ursprünglich zielte der Fred auf den Erfahrungsaustausch und nicht auf die Bewertung der jeweiligen "Macken-" od. "Nicht-Macken" vereinzelter SINN-Freunde.

    Zitat von Christopher


    Ich vergleiche ja schließlich auch das mäßige Gehäusefinish meiner 007 nicht mit der von Sinn.

    Das sei dir unbenommen. Ich, und einige andere auch, haben schon den einen oder anderen weiterführenden Anspruch an eine Uhr, die möglicherweise deutlich die 1.000 EUR-Grenze überschreitet. Aber wie bereits erwähnt. Jeder muß das für sich entscheiden. Und wenn jemand meint, dass ich päpstlicher als der Papst bin, dann ist das sein gutes Recht. Ich habe damit überhaupt kein Problem. Genauso wenig habe ich ein Problem damit das jemand meint, dass ihm das Auflösungsvermögen seiner Augen ausreicht, wenn er auf seine Uhr blickt und alles in bester Ordnung wähnt - ist doch super!

    Viele Grüße
    Nicki

  • Ich habe nie gewertet, lediglich meine Sicht dargelegt. Dafür ist das hier ja schließlich gut.
    Mir ist auch völlig egal, ob jemand mit der Lupe Fehler sucht, oder nicht.

    Soweit ich informiert bin (man möge mich ggf. bitte korrigieren), werden die Zeiger von Hand lackiert.
    Daher kann ich gut damit leben, wenn dies zwar mit dem Auge exakt geschehen ist, unter der Lupe
    aber unregelmäßig ausschaut.

    Natürlich sind 1.000.- Euro viel Geld, wie ich aber bereits geschrieben habe, sollte man sich doch bitte
    mal die Uhren der Mitbewerber anschauen und prüfen, wie die Streuung bei denen ausfällt.
    Nicht so einfach, da die Wenigsten von uns auch gleich noch eine Sammlung anderer Hersteller im Schrank
    haben, ich weiß...

    Gruß

    Christopher

  • Also, die Zeiger meiner alten 356er sind an den Kanten absolut glatt, wass wohl der maschinell aufgebrachten Lackierung zuzuschreiben ist. Die Leuchtmasse (wird ebenfalls maschinell aufgebracht) hat Krater, wass wohl an der Pigmentgrösse liegt.

    Die Zeiger einer Seiko 5 sind an den Kanten poliert, die Leuchtmasse ist extrem fein pigmentiert und daher glatt. Die Zeiger einer Chronoswiss sind von Hand poliert und bombiert, und die Kanten sind von Hand angliert. Zwei Beispiele für die unterste und die obere Preisklasse mit Demonstration des Machbaren.

    Das weder Sinn noch Rolex noch andere Hersteller bei einigen Modellen solche Zeiger liefern, liegt wohl nicht an der Technik, sondern am Geld.
    "Das sieht ja keiner" (eigentlich Rolex-untypisch) ist hier wohl die Devise. Wir haben vielleicht einen Schwachpunkt gefunden, von dem der Hersteller glaubte, der Kunde sieht ihn nicht. Falsch geglaubt. Wenn natürlich nie eine Kundenreaktion erfolgt, können sich die hierfür Verantwortlichen die Hände reiben.

    Ich möchte aber noch mal betonen: Es ist durchaus technisch machbar, 10x Lupenreine Verarbeitung zu liefern. Sinn (nicht alle Modelle), Seiko und Chronoswiss machen es ja vor. Ich gebe natürlich unumwunden zu, dass ein Zeiger von Hand an den Kanten zu anglieren oder zu polieren eine extrem fummelige und aufwendige Arbeit ist, die bei einem deutschen oder schweizer Stundenlohn natürlich zu Buche schlägt; bei Sinn wäre dies ein grosser, bei Rolex ein kleiner Prozentsatz des Gesamtpreises. Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, die Kanten mit Lack zu überziehen (siehe 356, 103 etc.), so dass es nicht mehr so tragisch ist.

    Wie Seiko es schafft, die Zeiger so gut hinzukriegen (seht euch mal das Foto von Thomas Uhr an), ohne direkt (Alp)Traumpreise zu verlangen, werden sie wohl nicht verraten.

    Das "glatte" Zeiger im Zeitalter der Diapal- und High-End Schmierstoffe (gehört meines Erachtens nach zur Nanotechnologie -das Ding, wo Lothar Schmidt angeblich drüber lacht) keine Hexerei oder Pedanterie bedeutet, ist für mich eindeutig.

    Gruß Gero

  • Du müsstest die polierten Zeiger der Seiko dann aber auch mit den polierten Zeigern einer Finanzplatz
    oder Regulateur vergleichen. Da ich beide Uhren nicht besitze, kann ich nur vermuten, dass diese ähnlich
    perfekt sind, alles Andere wäre dann wirklich ein Ärgernis.

    Bei lackierten Zeigern sieht es halt anders aus, das Beispiel Explorer zeigt es ja recht deutlich.
    Ob der Unterschied in der Oberflächenanmutung der Leuchtmasse an der Aufbringung oder der Masse selber liegt,
    weiß ich nicht. Seiko verwendet kein Superluminova.

    Mein Hauptaugenmerk richte ich halt eher auf die Gehäusequalität und all das, was ich mit den Augen beurteilen kann.
    Bis auf die bereits erwähnte 903 Silber kann ich beim besten Willen keine Mängel auf meinen 103, 903 St und 857
    entdecken und bin dementsprechend hochzufrieden.

    Hochzufrieden bin ich auch mit meinen Seikos, auch wenn das Gehäuse- und Lünettenfinish sicherlich nicht
    das technisch Machbare darstellt.

    Das ist aber egal, denn für den Preis sind die Uhren großartig. So wie die Sinn auch.
    Wie bereits geschrieben, wer mehr erwartet, darf gerne woanders mehr bezahlen. Wenn er Glück hat, bekommt er dann
    auch lupenreine Qualität.

    Ich weiß auch nicht, ob das alles so wirklich zusammenpasst.

    Einerseits beklagen wir Kapazitätsprobleme, Überlastung der Uhrmacher, freuen uns aber auch über den Erfolg der Marke.
    Wir erwarten (IMHO unnötig) perfektes Zeigerfinish wie bei den Besten der Branche, schreien aber bei jeder Preiserhöhung.
    Sahen denn die Zeiger aller Sinns in den 80ern und 90ern wirklich besser aus??

    Es ist ein Bisschen wie bei den Autos. Sie sollen immer größer, schneller, komfortabler, sparsamer und sicherer werden.
    Und wenn sie es dann geworden sind, beklagen sich die, die das am lautesten gefordert haben, darüber, dass sie
    nicht mehr zu bezahlen sind. Ebenso laut.

    Gruß

    Christopher

  • Zitat von Chronometres

    Das "glatte" Zeiger im Zeitalter der Diapal- und High-End Schmierstoffe (gehört meines Erachtens nach zur Nanotechnologie -das Ding, wo Lothar Schmidt angeblich drüber lacht) keine Hexerei oder Pedanterie bedeutet, ist für mich eindeutig.

    100% D'Accord, Gero! :thumbright:

    Viele Grüße
    Nicki

  • Hallo Christopher,

    ich möchte dir in Teilen gar nicht widersprechen. Jedoch ist es meiner Meinung nach nicht zielführend der Einfachheit halber auf die Konkurrenz zu verweisen. Während dieser Diskussion wurden schon genügend Beispiele und Gegenbeispiele angeführt.

    Es geht auch gar nicht darum SINN in die Ecke zu stellen. Dies war nie Intention. Es wurde eben festgestellt, dass es nicht unerhebliche Ausreißer gibt, die ins Auge fallen. Wenn man ein Produkt in Serie anbietet, dann sollte es schon innerhalb der Toleranzen eine gleichbleibende Qualität aufweisen können. Es kann nicht sein, dass der Kunde nach dem Zufallsprinzip bedinet wird. Das hatte ich auch schon versucht mehrfach zu verdeutlichen. Nichmals: Ich bin kein "SINN-Gegner"; ganz im Gegenteil!

    Das schließt jeodch nicht aus, dass Auffälligkeit genannte werden dürfen, ja sogar müssen. Wie SINN letztendlich damit umgeht werden sie selbst entscheiden müssen. Wie Olaf schon richtig anmerkte. Der Markt wird es regeln. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten im Leben. Entweder man nimmt generell Einfluß und ändert etwas grundsätzlich, oder man wartet ab wer sich da meldet und bessert dann nach. Das kann mitunter auch eine kalkulatorische Angelegenheit sein; um nicht gar von einer Strategie zu sprechen.

    Es ist doch gut, dass wir unterschiedliche Meinungen vertreten. Somit können alle Seiten voneinander profitieren. Es wäre auch furchtbar, wenn alle Menschen gleich wären und dasselbe mögen würden. Und das im beginnenden 'Klonzeitalter'...

    Viele Grüße
    Nicki

  • Zitat von feinSINN


    Wenn man ein Produkt in Serie anbietet, dann sollte es schon innerhalb der Toleranzen eine gleichbleibende Qualität aufweisen können.

    Richtig. Auslegungssache sind aber die Toleranzen selber. In mit bloßem Auge nicht, oder nur schwer zu
    erkennenden Bereichen kann man darüber diskutieren. Darum geht es mir ja auch. Grundsätzlich stellt sich
    die Frage, ob ich bereit bin, für gleichbleibende Makellosigkeit in diesen Bereichen die "Einstiegspreislage"
    zu verlassen, oder nicht. Und grob 1.000.- Euro für einen vergleichbaren Chronographen ist "Einstieg" im Marktumfeld.

    Gerade deswegen ist ja der Blick auf die Konkurrenz wichtig.


    Zitat von feinSINN


    Der Markt wird es regeln. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten im Leben.

    Wieder richtig. Wer also mit dem Gebotenen nicht leben kann...

    Ich vermisse übrigens noch einen Post wie:
    "Ich hab meine drei 103/903/303/857 etc. nebeneinander gelegt. Alle unterschiedliche Zifferblätterbedruckungen,
    Zeiger mal schief, mal gerade, Leuchtmasse mal mehr, mal weniger.
    Meine vier Marcello C. sind alle völlig identisch!"

    Dann würde ich Dir ganz viel recht geben.

    Gruß

    Christopher

  • Zitat von Christopher

    Grundsätzlich stellt sich
    die Frage, ob ich bereit bin, für gleichbleibende Makellosigkeit in diesen Bereichen die "Einstiegspreislage"
    zu verlassen, oder nicht. Und grob 1.000.- Euro für einen vergleichbaren Chronographen ist "Einstieg" im Marktumfeld.

    Was du hier erwähnst, Christopher ist die Ursache für die Frage, die ich gerne den Verantwortlichen stellen würde. Die "ehemals" gute Verarbeitung geht dem Anschein nach in eine schlechtere Qualität über. Wenn nun der gleiche Preis (oder sogar noch mehr) dafür verlangt wird, ist dies ein Gewinnzuwachs des Herstellers auf Kosten der Qualität in Bereichen, die der Kunde "schon nicht bemerkt". Da gibt es natürlich -von dir richtigerweise erwähnt- die Möglichkeit zum Blick in Richtung Konkurrenz; oder was m.E. nach naheliegender ist, die Reklamation beim Hersteller. So sieht dieser, dass ein solches Konzept nicht aufgeht.
    Daher lautet diese Frage: "Warum soll ich mich mit etwas zufrieden geben, was ihr erwiesener Maßen besser könnt?"

    Gruß Gero

  • Zitat von Chronometres


    Die "ehemals" gute Verarbeitung geht dem Anschein nach in eine schlechtere Qualität über.

    (...) "Warum soll ich mich mit etwas zufrieden geben, was ihr erwiesener Maßen besser könnt?"

    Genau die Abkehr vom "dem Anschein nach" vermisse ich ja bislang in diesem Thread.
    Ich hätte gerne gewusst, ob jemand zwei GLEICHE Uhren aus sehr unterschiedlichen Produktionszeiten
    besitzt und sich diese mal genau anschauen könnte. Eine alte 144 im Vergleich zu einer neuen 103 (z.B)
    hilft uns ja objektiv nicht weiter.

    Dann sollte man noch trennen zwischen offensichtlich nachlässigerer Verarbeitung und absichtlich "billigerer"
    Produktion bei Zulieferern. Ersteres hatten wir hier ja schon mehrfach diskutiert, beim Nachweis des Letzteren
    würde ich allerdings ebenfalls heftig Kritik üben!

    Gruß

    Christopher

  • Zitat von Christopher


    Dann sollte man noch trennen zwischen offensichtlich nachlässigerer Verarbeitung und absichtlich "billigerer"
    Produktion bei Zulieferern. Ersteres hatten wir hier ja schon mehrfach diskutiert, beim Nachweis des Letzteren
    würde ich allerdings ebenfalls heftig Kritik üben!

    Wer, wenn nicht der Hersteller, ist denn bitte für die Auswahl seiner Lieferanten verantwortlich? :? Wenn fragwürdige Qualität abgeliefert wird, dann ist es mir als Kunde herzlich egal, ob diese vom Hersteller selbst oder von einem Zulieferer eben dieses Herstellers stammt. In jedem Fall bezahle ich nämlich denselben Preis, und mit dem Zulieferer habe ich keinen Vertrag - und das ist sowohl wörtlich wie auch sinngemäß zu verstehen. In wie weit also der Hersteller aus der Kritik ist, wenn er sich Zulieferer sucht, die mindere oder keine konstanten Qualitäten liefern, bleibt für mich eine unbeantwortete Frage. Und außerdem ist es Aufgabe des Herstellers, die Produkte seiner Zulieferer zu kontrollieren. Unterbleibt dies oder wird dies nachlässig durchgeführt, dann ist der Hersteller für die Mängel an den zugelieferten Produkten m. E. genau so verantwortlich, als hätte er die Teile selbst gefertigt.

  • Also ich finde diese vielen Ansichten und Meinungen sehr interessant und manches kann ich mehr,anders wieder gar nicht nachvollziehen.
    Doch mal Hand aufs Herz,wir reden und reden und reden hier über diese Qualität(smängel) und wofür?
    Manche sind vielleicht stellenweise plötzlich unglücklich mit ihrer Sinn am Arm,weil sie nicht mehr das Gefühl haben,Perfektion am Arm zu tragen.

    ABER es bleibt doch ungehört.
    Daher sollte man Sinn mal mit diesem Thema und allen hier niedergeschriebenen Meinungen konfrontieren und eine Reaktion abwarten.
    Dies kann natürlich im Namen des Forums und ihrer Mitglieder durch die Führung passieren.

    bis später... ICEMAN

    ...bekennende Poliertuchmuschi... :o:

  • Zitat von ICEMAN


    Daher sollte man Sinn mal mit diesem Thema und allen hier niedergeschriebenen Meinungen konfrontieren und eine Reaktion abwarten.
    Dies kann natürlich nur die Führung im Namen des Forums und ihrer Mitglieder passieren.

    Den Vorschlag finde ich zu 100% richtig!

    Gruß Gero

  • Zitat von ICEMAN


    Manche sind vielleicht stellenweise plötzlich unglücklich mit ihrer Sinn am Arm,weil sie nicht mehr das Gefühl haben,Perfektion am Arm zu tragen.

    Das täte mir aufrichtig leid!

    Aber genauso hat sich herausgestellt, dass es sehr unterschiedliche Ansichten hinsichtlich einer qualitativen Ausführung gibt. Ich selbst verwende den Begriff 'Perfektion' ungern da ich der Meinung bin, dass Perfektion nur rein theoretisch zu erzielen ist; im Sinne des Vollkommenen. Aber diese Diskussion wäre eine andere und gehört hier nicht hin. Ursprünglich, wie bereits öfter erwähnt, zielte die Frage auf die Erfahrungen der jeweiligen Besitzer ab.


    Zitat von ICEMAN


    ABER es bleibt doch ungehört.
    Daher sollte man Sinn mal mit diesem Thema und allen hier niedergeschriebenen Meinungen konfrontieren und eine Reaktion abwarten.
    Dies kann natürlich im Namen des Forums und ihrer Mitglieder durch die Führung passieren.

    Das erachte ich selbst als sehr interessant und würde es begrüßen. Allein würde es schon daran harpern, da, wie sich im Laufe dieses Freds herausgestellt hat, es eben gänzlich unterschiedliche Auffassungen von der von Sinn gebotenen Qualität bzgl. der ZBs und Zeigern gibt. (momentan) Einige erachten sie als zufriedenstellend, andere widerum nicht als ausreichend. Wo möchte man die Grenze ziehen und wie möchte man dies antragen?

    Man bedenke: Diese Diskussion hier schrammte schon mehrmals knapp an einer Eskalation vorbei, da dieses Thema wohl doch zum Teil mit Emotionen behaftet ist - warum auch immer?!


    Iceman + @ll

    Wie würde(s)t du/ihr dir/euch das vorstellen?

    Viele Grüße
    Nicki

  • :scratch: Wie stellst Du es Dir vor?

    Ich vermute mal, aufgrund der anhaltenden Kapazitätsauslastung und höchstwahrscheinlich ebenso
    überlasteten Uhrmachern, sowie dementsprechend häufigen Reklamationen bei den Neuuhren,
    wird man wohl über eine neue Baustelle hoch erfreut sein...


    Fraglich ist, ob sich die angeblich ( :wink: ) schwankenden Qualitäten der zu verbauenden Zubehörteile mit der
    Einstellung neuen Personals (wenn sie denn welches finden) genauso schnell verflüchtigen, wie die sich aus
    oben stehenden Gründen häufenden Fehler bei der Endkontrolle.

    Das Grundproblem bleibt übrigens trotz "Reset" bestehen.
    Ich hab in diesem Thread noch keinen eindeutigen Hinweis auf (zur Konkurrenz und zur eigenen
    Vergangenheit) nachlassende Fertigungsqualität gefunden.

    Ich bitte das nicht mit der stark nachlassenden Endkontrolle zu verwechseln, die alleine ist schon schlimm genug!

    Gruß

    Christopher

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