Hayek Senior über die Zukunft der "Trittbrettfahrer"

  • Hallo zusammen,

    Gerade eben war auf 3sat ("schweizweit") ein Interview mit Hayek sen. (Besitzer der Swatch-Group, Leiter von Breguet) zu sehen.

    Dabei wurde die enorm positive Entwicklung im Bereich der Luxusuhren erörtert, die trotz (oder wegen??) der Finanzkrise unglaubliche Zuwächse verzeichnet.

    In diesem Interview sagte Hayek voraus, dass -so wörtlich- "alle Trittbrettfahrer", die sich nur auf das Einschalen von Werken spezialisiert haben, in den nächsten Jahren vor dem "Aus" stehen werden.......

    Das dürfte unter anderem auch auf die Marke Sinn zutreffen.......ist irgendwie keine gute Nachricht.

    MfG, Martin

  • Die Patente für Standardwerke wie das 7750 sind abgelaufen. Wenn ETA nicht mehr liefern mag, werden andere die Lücke füllen. Hayek nimmt vielleicht den Mund etwas zu voll.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • In diesem Interview sagte Hayek voraus, dass -so wörtlich- "alle Trittbrettfahrer", die sich nur auf das Einschalen von Werken spezialisiert haben, in den nächsten Jahren vor dem "Aus" stehen werden.......

    Er hätte auch sagen könne das die ETA noch nie darauf angewiesen war das "die Trittbrettfahrer" ihre Werke bei ETA kaufen. Die Verkaufsabteilung versuchte immer abzuwimmeln und hat auch immer die erstklassige Qualität von japanischen und chinesischen Werken hervorgehoben aber die Kunden krochen auf Knieen und baten darum ein ETA-Werk kaufen zu dürfen. Die ETA trennte sich nur sehr widerwillig von seinen Uhrwerken, tat es nur weil die Manager von ETA so ein gutes Herz hatten. :D Mit dem Verkauf Geld zu verdienen kam ihnen nie in den Sinn.

    Aber damit soll nun Schluß sein!
    Keine Zeit mehr für Sentimentalitäten!


  • Also - um ehrlich zu sein, gegen eine Volks-SINN mit einem ordentlichen Citizen-Myota-Werk un d dafür 300 € billiger hätte ich auch nichts.
    Wie man aus der Uhrenwelt weiß: Teuer ist nicht immer gut! Schöne Grüße an Herrn Hayek

    J. Simon :P

    Sinn 142 TiAr
    Sin157 TiAr
    Sinn 144 StSa
    Sinn U2
    u.e.m. :thumbup:

  • gegen eine Volks-SINN mit einem ordentlichen Citizen-Myota-Werk un d dafür 300 € billiger hätte ich auch nichts.

    KETZEREI!
    Es gibt zwar einige Citizen-Kaliber, die auf deutschen PUW-Werken basieren, aber das brauche ich nun wirklich nicht!

    Gruß Gero

  • Herr Schmidt hat doch die Lemania 5100-Maschinen im Keller und wird bald wieder ne Neuauflage der 157 LE verkaufen. :D

  • Hallo,

    Sollte ETA die Lieferungen einstellen, oder extrem verteuern, komme ich vielleicht doch noch zu meiner Sinn mit Seiko-Kaliber.

    Mann- wär das schön, eine U2 mit 8L35, oder eine 757 mit 6S37......

    Als Ersatz für das 2824 wäre dann ein 6R15/20 denkbar.

    MfG, Martin

    p.s.

    Alle Bilder sind aus dem Netz geklaut....


  • Also auf mein launisches 2824-2 im EZM3 kann ich gerne verzichten. :D

    Ok, aber ohne Werk geht sie nur zweimal am Tag richtig. Und das auch nur sehr kurze Zeit.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Ich weise gerne auf dieses Buch hin! Besonders allen Halbwissenden sei es als Grundlage zur Denkweise der Swatch Group und deren Entstehung empfohlen:

    http://www.amazon.de/Nicolas-Gespr%…2624098&sr=8-13

    Jörg

    Dazu benötige ich kein Buch, Jörg!
    Die Denkweise habe ich seit Ende der 80er live erlebt! N.Hayek provoziert gerne. Dies wurde auch in vielen Interviews der Vergangenheit klar. Die riesige Swatch-Uhr an der Fassade einer Frankfurter Bank als Werbung zur Einführung der Swatch in Deutschland ist nur ein Beispiel. Er bezeichnete diese Aktion als "größte Provokation".
    Natürlich hat er aus unternehmerischer Sicht (und vor allem aus seiner eigenen) viel für die Uhrenindustrie getan. Eine Auswirkung kennen wir alle: es gibt keine Lemania 5100 mehr (frenetischer Jubel der Menge! -oder doch nicht?).
    Seine "Erfolge" sind immer nur wirtschaftlicher Natur (ohne Zweifel).
    Er gibt Interviews immer nur, wenn er die Fragen bestimmt, was ihn für mich noch sympatischer macht.

    Was soll ich mit einem Buch über einen Menschen, der für mich ein Paradebeispiel an Hegemonie liefert? Da kann ich ja direkt die Bildzeitung lesen. Dies hätte den Vorteil, dass ich nach 25 Jahren Bildzeitung wenigstens ein piktografisches Abitur hätte.
    Nein, mein Halbwissen reicht mir. Wenn ich alles über Hayek wissen müsste, was er von sich wissen lassen möchte, wäre ich nur noch entsetzter als ich es ohnehin schon bin.
    Es gibt einfach ein paar Dinge, die ich gar nicht möchte: ein Klavierspieler im Spielmannszug sein, einen Eishockeypuck ins Gesicht bekommen, mich in eine Silikonspritze setzen und ein Buch von Hayek über Hayek zu lesen.

    Gruß Gero

  • Er hätte auch sagen könne das die ETA noch nie darauf angewiesen war das "die Trittbrettfahrer" ihre Werke bei ETA kaufen. Die Verkaufsabteilung versuchte immer abzuwimmeln und hat auch immer die erstklassige Qualität von japanischen und chinesischen Werken hervorgehoben aber die Kunden krochen auf Knieen und baten darum ein ETA-Werk kaufen zu dürfen. Die ETA trennte sich nur sehr widerwillig von seinen Uhrwerken, tat es nur weil die Manager von ETA so ein gutes Herz hatten. :D Mit dem Verkauf Geld zu verdienen kam ihnen nie in den Sinn.

    Aber damit soll nun Schluß sein!
    Keine Zeit mehr für Sentimentalitäten!


    In diesem Post entstand für mich der Eindruck, dass die ETA erst die Kunden beliefert und gern das Geld genommen hat und nun auf diese Kunden verzichtet.

    Und das stimmt meiner Meinung nach nicht!

    Deshalb die Empfehlung mal ein Buch über Hayek zu lesen, es ist nicht von ihm. Inwieweit da was abgesprochen ist entzieht sich meiner Kenntnis und ist eher im Recih der Spekulationen anzusiedeln!

    Und ich glaube auch, dass er Werke hat sterben lassen, glaube aber auch, dass er welche gerettet hat. Schaut mal in die Automatik Swatches der frühen Jahre. Da stecken ETA 28xx drin, um die Auslastung zu garantieren. Damals gab es nicht viele "Trittbrettfahrer".

    Hier mal ein Link zu einem Bericht einer Sinn Uhr mit 5100, bitte einfach das Fazit auf sich wirken lassen:

    http://watchtime.ch/contents/watches/reviews/sinn157st.html (c) Thomas Ernst

    Zitat Fazit:

    "Dass das Werk nicht mehr so potent ist wie in alten Zeiten, kann man Sinn gewiss nicht anlasten. Robust ist es allemal und ich hab die 157er den ganzen Sommer durch wirklich nie geschont. Ob beim Biken, Wandern oder im Wasser, nie wurde sie ausgezogen. Trotz aller Strapazen funktioniert sie einfach, unauffällig und treu wie ein guter Hund. Dass auch der mal älter wird und nicht mehr so genau tut, mag ihm jeder verzeihen. Wer den Sekunden nacheilt, sollte vielleicht doch lieber nach einer anderen Uhr Ausschau halten, für den Rest der Uhrenfreunde wird sie noch sehr, sehr lange mit dabei sein. Da bin ich mir ganz sicher."

    Jörg

  • es ist nicht von ihm

    Nein, aber von ihm soweit zensiert und ergänzt, dass es auch direkt von ihm hätte kommen können. :thumbdown:


    Hier mal ein Link zu einem Bericht einer Sinn Uhr mit 5100

    Danke für den Link! Interessanter geschichtlicher Abriss. :thumbup:

    Was wohl Alain Silberstein zu diesem Fazit sagen würde?

    Gruß Gero

  • Sehr interessanter Link. Danke, Jörg!

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Die ETA lebt ja von den Einschalern. Wenn man jetzt die ganze Teenieewatchgeneration mal vernachlässigt.
    Letztendlich wird das Gebrüll ja wohl darauf hinaus laufen, dass die Werke teurer werden.
    Da Sinn ja kein eigenes Werk hat, wird Herr Schmidt dann einfach die Preise erhöhen.(das modifizierte U1000 Werk hat ja auch nichts mit einem eigenen Kaliber zu tun) :D

    Ergänzung: Bzgl des Lemania 5100 wage ich einfach mal die Behauptung, dass es eingestellt wurde, weil die Maschinen n icht mehr die nötigen Toleranzen gebracht haben. Nicht mehr und nicht weniger.

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