Ich lasse zum Thema "Private Labelling" einmal einen ausgewiesenen Kenner der Schweizer Uhrenbranche für mich sprechen, nämlich Thomas H. Ernst von Watchtime.ch:
ZitatWas ich nicht so ganz verstehe:
Da ist der alte Herr Sinn nun so alt geworden und trotzdem noch fit. Er hat in seinem Leben viel geleistet, ist ein halbes Jahrhundert mit dem Auto rum gefahren, hat Uhren eingekauft und umgelabelt wieder verkauft. Jeder wusste wie das läuft - weil es garnicht anders geht - Lucien F. Trueb hats in seinem Buch geschrieben und angesichts der Preise hat auch niemand was anderes erwartet. Was letztlich zählt, ist ja der Dienst am Kunden und nicht die Herkunft.
In den letzten Jahren aber, da grasieren bitterböse Viren in der Ecke der Kleinen. Es sind hauptsächlich das Toxicus-manufacticus (zu deutsch: Ich-bin-auch-Hersteller-Virus) und das Viridae-cia-kgb-bnd (zu deutsch: Ich verschleiere die Herkunft meiner Komponenten). Ist man sich plötzlich zu schade, zuzugeben was man tut und was nicht?
Schade drum. Da lob ich mir den ebenfalls in Ehren ergrauten Albert Waijs aus Zürich. Bei ihm bekommt man klar gesagt wo was herkommt und die Preise sind erst noch günstiger.
Quelle: http://forum.watchtime.ch/viewtopic.php?f=5&t=18930 (11. Beitrag im Thread)
Da Thomas H. Ernst es wirklich auf den Punkt bringt, gibt es dem m. E. nichts hinzuzufügen. ![]()