wieder ein neuer NaBo-Fan

  • "Bauernadler",
    so wurde die DO 28 mit Spitznamen genannt.
    Das erste Foto zeigt eine Do 28 D-2 Skyservant.

    Dieses Flugzeugmuster wurde u. a. in Memmingerberg beim Jabo G-34 als Transport-u-Verbindungsflugzeug eingesetzt.
    Auch fand es als Ölüberwachungsflugzeug an den deutschen Küsten Verwendung.
    Erstflug dieses Typs war im Februar 1966. Ca.150 Flugzeuge dieses relativ lauten Typs wurden produziert.
    Die Firma Dornier im bayrischem Oberpfaffenhofen fertigte in der Zeit von 1971-1974 rund 121 Flugzeuge diesen Typs für die Bundeswehr.
    Die DO 28 stellt eine Weiterentwicklung der DO 27 dar und hat ebenso STOL-Eigenschaften. ( Short Take-Off and Landing )
    Auch zeichnete sie sich durch eine relativ hohe Reisegeschwindigkeit und gute Langsamflugeigenschaften aus.

    Das zweite Foto zeigt ein DO 28-Cockpit.

    In die Steuerhörner sind auch hier Borduhren vom Typ " Sinn Nabo 17 F(A) " eingebaut.
    Die Cockpitaufnahme stellte mir freundlicher Weise der Fotograf Swen E.Johannes zur Verfügung und erlaubte die Veröffentlichung in diesem Forum.

    Mit fliegerischem Gruß
    Peter :flieger:

    Zum Vergrößern der Bilder, bitte auf das Bild klicken.

  • Danke Peter für die Fortführung des Sinn Borduhren Lexikons :thumbup::cool:
    Immer wieder spannend wo die Uhren überall eingesetzt wurden,
    das ein oder andere Fluggerät hat man schon mal irgendwo gesehen oder zumindest davon gehört aber einen Blick ins Cockpit und darf die Borduhr dürfen bisher nur die wenigsten bekommen haben...

    Mein herzlicher Dank für Deine Mühe!!!

    Gruß

    Selespeed

    Consul de Guinand (Markenbotschafter)
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    Stefan alias Selefan alias Sele-Blue alias Han-Sele alias For-Sele alias Cir-Sele :D
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    Bevor isch misch uffreesch is mers liewer egaaal!

  • Emil danke noch für die Ergänzung!
    Eine Frage noch:
    Sind das auch alles Deine Tischuhren auf dem Bild :D


    Ja, sind meine Stationsuhren. Stationsuhren war der geläufige Begriff dafür bis 1945 und danach Funkraum- oder Fernmeldeuhr.

    Sinn NaBo-16 mit H3 Ausstattung:

    Junghans BOUK1F mit Tageslicht Ausstattung, die bis vor kurzem noch im Dienst stand. Ich habe gerade die Tage gehört, dass diese umgerüsteten BOUK1F mit der roten NSN hintendrauf wohl die seltensten der aktuellen BW Borduhren sind.

    3 Mal editiert, zuletzt von EMIL (2. Juni 2016 um 12:46)

  • Sehr sehr schön :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Interessant auch der Aufkleber: "Achtung Innenkontamination mit H3" 8|
    Als Warnung vor den Strahlen :D

    Gruß

    Selespeed

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  • Stefan,

    dann gefällt dir die Stapelbox meiner Junghans BUND bestimmt auch. Da haben die BWler einfach einen Aufkleber ohne Text draufgeklatscht.

    Übrigens ist das Zifferblatt auf der Rückseite mit H3 markiert. Die Junghans Bund gab es anfangs mit Radium und später mit Tritium.

    Gruß Felix

  • Von wann ist die Junghans?

    Gruß

    Selespeed

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  • Die Junghans Bundeseigentum mit hauseigenem Kaliber 88 wurde beim Bund ca. 1960 als 088/0110 (gerändelter Drehring), weiterer Folge 088/0111 (eckiger Drehring) eingeführt. Abgelöst wurde die Junghans 1967 von der Heuer Leonidas 1550SG. Die Uhren waren bis in die 1980er im Einsatz. Meine hier war von 1963 bis 1982 auf dem Fliegerhorst Erding im Einsatz.

    Hier ein schönes Bild von einer Junghans Bundeseigentum 088/0111:

    Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…er%2C_JG_74.jpg

  • Danke Emil für die fundierten Infos zur Jungshans und das authentische Bild :thumbup:
    Gerne mehr davon :D

    Gruß

    Selespeed

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  • Hier ein weiteres ehemaliges bei der Bundeswehr eingesetztes Luftfahrzeug vom Typ:
    DO-27
    Über 600 dieses Flugmusters wurden von der Firma Dornier ab Mitte der 50-erJahre gebaut.
    Es diente als leichtes STOL-Mehrzweckflugzeug. "STOL" steht hier für Short Take-Off and landing.
    Die DO-27 wurde bei der Luftwaffe, beim Heer und auch bei der Marine eingesetzt.
    Einige dieser Flugzeuge werden noch heute von der Bundeswehr diversen Luftsportgruppen zur Nutzung zur Verfügung gestellt.

    Unten eine DO-27 des Bundeswehr-Luftsportring Laupheim e.V. beim Rollen zur Startbahn.
    Auch in diesem Flugzeugmuster waren und sind heute noch unter anderem "Sinn" Borduhren verbaut, jedoch mit unter an unterschiedlichen Positionen
    auf dem Instrumentenbrett.
    Auf den beiden unteren Fotos ist eine "gesäuberte" Version der "Sinn" Nabo 17 zu sehen, diese laufen unter der Bezeichnung Nabo 17 F (FA) (AF)

    Mit fliegerischem Gruß
    Peter :flieger:

  • Danke Peter wie immer Klasse recherchiert :thumbup::cool:
    Was verstehst Du unter gesäuberter Version der Sinn Nabo?

    Gruß

    Selespeed

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  • Hallo Stefan und all die anderen Borduhrensammler,
    als "gereinigte" oder "gesäuberte" Version wurden und werden Borduhren bezeichnet, welche ursprünglich als Radium- oder Tritium-Ausführung gebaut und dann bei einer Revision oder Reparatur zu einer Fluor-Variante umgebaut wurden.
    Im Beitrag 58 ist diese Umwandlung mit Bild beschrieben.
    Aus einer Nabo 17 ZM wurde eine Nabo 17 ZMF.
    Die ursprüngliche Versorgungs-Nummer.: 6645-12-164-1916 welche für die NaBo 17 ZM stand, wurde entfernt
    und die neue Versorgungs-Nr.: 6645-12-305-4546 für die NaBo 17 ZMF auf den Gehäusedeckel gedruckt.
    Schwach erkennbar ist das nachträglich eingeritzte "F" hinter dem "ZM" auf dem Typenschild.

    Mit fliegerischem Gruß
    Peter :flieger:

  • Danke Peter,

    jetzt weiss ich wieder Bescheid, danke! :thumbup:
    Also ist meine 17ZMF eine "bereinigte" Nabo ^^

    Gruß

    Selespeed

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  • Hier die MBB BO 105
    Dieser Hubschrauber, deutscher Entwicklung, wurde in vielen Varianten eingesetzt.
    Ob beim Militär oder in ziviler Verwendung fand er als Mehrzweckhubschrauber Verwendung.
    Beim Militär wurde er auf Grund seiner guten Flugeigenschaften u.a. zur Panzerabwehr eingesetzt.
    So gilt die BO 105 als erster Hubschrauber-Typ, mit welchem ein Looping geflogen werden konnte.
    Zivil fand die BO 105 u.a. bei der Polizei, dem ADAC und der DRF in der Luftrettung Verwendung.
    Bild 1: Hier eine militärische Version der BO 105.
    Bild 2: Das Hauptinstrumentenbrett der BO 105
    Bild 3: Deutlich zu erkennen, dass hier eine "Sinn" Nabo 17 ZMF ihren Dienst verrichtet.

    Die Cockpit-Aufnahmen wurden mir freundlicher Weise vom Hubschrauber-Museum in Bückeburg zur Verfügung gestellt.
    Das Museum ist täglich geöffnet und bietet zahlreiche alte und jüngere Drehflügler zur Ansicht.
    http://www.hubschraubermuseum.de/

    Mit fliegerischem Gruß
    Peter :flieger:

  • Die Piaggio P.149D oder auch FWP 149D war bei der Deutschen Luftwaffe ab Mitte der 50-er Jahre als Anfängerschulungs-u. Verbindungsflugzeug eingesetzt.
    Über 260 dieses Typs wurden in Italien und bei Focke Wulf in Bremen in Lizenz für die Deutsche Luftwaffe produziert.
    Nach der Ausmusterung aus dem Militärischen Dienst wurden einige Maschinen von Sportfluggruppen sowie privaten Interessenten übernommen und tun heute noch in militärischer als auch ziviler Bemalung ihren Dienst.
    Unterschiedliche Instrumentierungen lassen auf Weiterentwicklungen sowie auf Änderungen fliegerische Vorschriften schließen.
    Die verbauten Borduhren auf den Fotos reichen von der „Junghans BO-UK 1“ über die „BO-UK X“ bis hin zur „Sinn Nabo 17 F(A)“.

    Zum Vergrößern der Anzeige, bitte einfach auf das Bild klicken.

    Eine zivil benutzte P.149 immer noch mit militärischer Bemalung
    Bildnachweis: http://sportfluggruppe-oldenburg.de

    Eine seltene Aufnahme: Hier ist eine "BO-UK X" verbaut, ob von "Sinn" oder "Junghans" konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
    Bildnachweis: http://sportfluggruppe-oldenburg.de

    Und noch eine weitere noch für den Flugbetrieb zugelassene P.149 im Privatbesitz.

    Deutlich zu erkennen, hier tut noch eine "Junghans BO-UK 1" ihren Dienst.
    Auch hat hier schon die moderne Navigation Einzug gehalten.
    Die Fotos der D-EIPL hat mir freundlicher Weise Herr Gerhard Riedmüller zur Verfügung gestellt.
    Seine Piaggio ist bei der FSV-Radolfszell.de beheimatet.
    Bildnachweis: http://p149.de

    Ein weiteres Foto der P.109 von der Sportfliegergruppe Oldenburg,
    Das Foto wurde über Istrien aufgenommen.
    Bildnachweis: http://sportfluggruppe-oldenburg.de

    Hier ist eine "Sinn Nabo 17 F(A)" zu sehen.
    Auch unterscheidet sich die Instrumentierung dieser Flugzeuge des selben Typs deutlich.

    Mit fliegerischem Gruß
    Peter :flieger:

  • Hi Peter,

    danke für die ausführlichen Vorstellungen der BO105 und der Piaggio incl. ihrer Borduhren :thumbup:
    Wie immer sehr interessant und kurzweilig zu lesen und mit schönen Bildern dekoriert :respekt:
    Vielen Dank für die Mühe da haben wir inzwischen eine stattliche Sammlung an Borduhren incl. ihren Einbauorten hier im Forum :thumbup: :hatoff:
    :laola:

    Gruß

    Selespeed

    Consul de Guinand (Markenbotschafter)
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  • Servus,
    die Hahnweide 2016 ist vorbei und ich hab was für diesen Borduhren Beitrag mitgebracht.

    Bf-108 B mit historischer Kennung D-IBFW Taifun aus dem Jahr 1937 - ein wirklich imposanter Oldtimer und eins meiner Lieblingsflugzeuge ... neben der Lufthansa Taifun Elly Beinhorn versteht sich 8) Tja, aber dem geneigten Beobachter fällt natürlich gleich auf, daß die verbaute Borduhr eine Bo-Uk1 umgerüstet auf Tageslicht Leuchtfarbe ist. Schmale Zeiger, grünliche LM - Bo-Uk1F Flour - typisch Nachkrieg der 1960-1970er Jahr und hier nicht ganz passend. Wobei hier natürlich sein kann, dass alle Instrumente auf nicht radioaktive LM umgerüstet wurden. Das wäre mal eine Frage an die Haltergemeinschaft wert.

    Viele Grüße

    Felix

  • Servus,
    Borduhren der Marke Kienzle sind strahlende Erscheinungen;)

    32,6 microSv am Glas ist nicht ohne und somit Platz Eins in meiner Strahlungsklasse der Borduhren. Anmerkung: ich messe nur deutsche Luftwaffen Borduhren und Chronographen, weil für sowjetische bzw. russische Uhren ist mein Strahlungsmesser nicht geeignet ;)

    Gruß Felix

  • Die Boeing 727 wurde ab 1963 dem Luftverkehr zugeführt.
    Bis Mitte 1984 wurden über 1800 Flugzeuge dieses dreistrahligen Typs produziert.
    Weltweit kam er zum Einsatz, unter anderem auch in Deutschland bei der Lufthansa.

    Auch hier wurden zum Teil Borduhren von Sinn verbaut.
    Unten ist ein Teil der Instrumententafel des Flugingenieurs zu sehen.
    Auf ihm ist mittig eine NaBo 17 ES zu erkennen.

    Äußerlich ist die zivil genutzte NaBo 17 ES nicht von der beim Militär eingesetzten NaBo 16 zu unterscheiden.
    Lediglich ihr Innenleben ist unterschiedlich: wird die Nabo 17 ES von einem Excelsior Park angetrieben,
    tut in der Nabo 16 ein Valjoux-Werk seinen Dienst.

    Mit fliegerischem Gruß
    Peter :flieger:

  • "Sinn" Nabo 10
    Erstmalig bot mir das Oldtimer-Treffen in Riedlingen die Möglichkeit eine Nabo 10 im Einsatz abzulichten.
    Bisher war mir diese Nabo (sie ist eigentlich eine Stopp-Uhr für max. 10 Std.-Messungen) nur aus dem Katalog bzw.Fragmenten daraus bekannt.
    Ähnlich wie die IFR 12 findet die Nabo 10 im zivilen Bereich in der Sportfliegerei Anwendung.


    In Verwendung ist dieser Zeitmesser in einer Piper PA-18-150 Super Cup

    Mit fliegerischem Gruß
    Peter :flieger:

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