Welche Sammlungs-Strategie habt ihr ?

  • Hallo Forumsgemeinde,

    wenn ich mir so manche Uhren-Sammlungen im Freundeskreis anschaue, frage ich mich immer, welche Strategie hinter der Sammlung des Uhren-Infizierten steckt.

    Wie ist es bei Euch ?

    Ist es das erklärte Ziel, möglichst viele Modelle einer Baureihe/Serie zu besitzen, oder beispielsweise Vorgänger oder Nachfolger wie es bei den 103er-Fans oder Speedmaster-Fans häufig zu sehen ist ?
    Oder gehört ihr eher zu denjenigen, die von jeder Marke nur ein Modell besitzen?
    Steht ihr eher auf nur eine Marke wie z.B. Sinn ^^ oder ist alles erlaubt, was gefällt?
    Oder besteht die Sammlung aus besonders günstigen Schnäppchen - frei nach dem Motto: "bin ich günstig drangekommen" ?
    Ober gibt es vielleicht gar keine Strategie ?( und man lässt sich einfach nur so treiben und wartet auf die nächste Baselworld, um dann bei Gefallen herstellerunabhängig zu kaufen ? ^^

    Erzählt mal, wie ist eure Strategie Eurer Sammlung ?

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Ja Andi, gute Frage.

    Über eine Strategie habe ich beim Kauf meiner Uhren echt noch nie nachgedacht.
    Ich kaufe eine Uhr, weil sie mir gefällt.
    Die eventuell einzige erkennbare Linie ist, dass die Mehrzahl meiner Uhren Taucheruhren sind.

    Und ich steh natürlich auf Sinn, das ist die stärkste Marke in meiner "Sammlung".

    .
    Chronometer werden überbewertet - ein Tag hat 86400 Sekunden.

    LG
    Michael :hatoff:

    [size=8]Apple, Aquatico, Ball, Bremont, Casio, Certina, Citizen, Corum, CX, Doxa, Dreffa, Ebel, Eberhard, Favre-Leuba, Garmin, Glycine, Guinand, Hacher, Hanhart, Helberg/H20, Hitori, IWC, J&Berg, Magrette, Maurice Lacroix, Maratac, MDM, Mido, Mühle, Nivada, Nomos, Omega, Orfina, Panerai, Philip Watch, P-D, Rolex, Sinn, Seiko, Spinnaker, Squale, Steinhart, Tutima, Vulcain, Yema

  • :rolleyes: Interessant Michael - hätte ich nicht gedacht ! ^^

    Bei mir änderte sich die "Strategie" in den letzten Jahren:

    Während ich zu Beginn das Ziel hatte, EINE Anzugsuhr, EINE Taucheruhr und EINE Fliegeruhr zu besitzen, hat mich der Uhrenvirus derart getroffen,
    dass ich heute Freude daran habe, immer neue Modelle zu entdecken, kritisch zu prüfen, ob sie wirklich zu mir passen und dann auch zu kaufen. Natürlich besteht hier die latente Gefahr, viel Geld zu verbrennen.
    Irgendwann habe ich für mich dann den Gebrauchtmarkt entdeckt. und während ich mir vor einigen Jahren es nicht vorstellen konnte, eine gebrauchte Uhr zu kaufen, mach ich das heute recht gerne. Man kann recht schnell erkennen, ob eine Uhr anständig behandelt wurde.
    Eine gut gepflegte Uhr zu einem vernünftigen Preis zu finden macht viel mehr Spaß, als einfach in den Laden zu gehen.
    Da kommt einer der beiden Urinstinkte durch.

    Mittelfristig möchte ich mir noch den einen oder anderen Uhrenklassiker zulegen, wie z.B. eine Speedy oder eine schöne Zenith.
    Wenn auch viele der Überzeugung sind, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis man bei RLX landet, stört mich nicht nur das Image sondern auch das Design und nebenbei auch die Größe der meisten Modelle.
    Viele Uhren aus Glashütte finde ich auch gut, insbesondere Nomos und Glashütte Original, hier passt IMHO auch das P/L-Verhältnis.
    Aber wie sagt schon der Franz: "Schaun mer mal !"

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von AndiS (6. Januar 2015 um 09:46)

  • Mein „ roter Faden“ ist wie folgt:


    - Wenn möglich neue Uhren (Ausnahmen: Uhren, die es nicht mehr gibt – z.B. Sinn 103 mit Val. 72 etc). Ich mag einfach keine fremden Kratzer! Ich liebe es, selbst die Schutzfolien abzupellen, dann das Band einzustellen (am besten bei einem guten Roten).

    - Ich mag Uhren, die irgendwie zusammen passen. Sei es meine Uhren aus der 103er Reihe inkl. den Guinands aus der 40er und 41er Serie, meine 5-stelligen Rolex- Sporties oder meine schwarzen Sinn`s sowie die Navigationsuhren von Sinn und Breitling.

    - Es gibt auch einzelne Uhren ohne Zusammenhang - einfach weil ich sie schön finde (siehe Buren Guinand, Panerai 233 oder Omega Speedmaster)
    -
    Generell muss mir die Uhr gefallen, ich würde mir nie, aber auch niemals die 903 Titan Jubiläum nur wegen der Vervollständigung einer Serie holen!

    - Eine gewisse Wertstabilität ist mir nicht unwichtig, aber nach 8-10 Jahren hat man selbst bei Neuuhren den Preis (beinahe) wieder raus. Ausnahmen bestätigen die Regel, in die eine oder andere Richtung. Unterm Strich sollte es passen

    - Auf eine Funktion lege ich auch Wert – Chronograph, GMT/UTC, Mondphase, Taucheruhr etc.

    - Passt alles, habe ich keine Chance, ich muss zuschlagen.... ;(

    Liebe Grüße

    :alexhai:


    Alex

    Alles bleibt gut

    Einmal editiert, zuletzt von Big Ben (6. Januar 2015 um 20:18)

  • Hallo Andi u. a. A.,

    das ist ein interessanter Faden, insoweit jeder der sich hier verweilt etwas beizutragen hat. Den hätte ich es bei der ersten hochwertigen Uhr belassen, wäre ich vielleicht auch auf das Forum gestoßen, würde aber höchstwahrscheinlich nicht dauerhaft aktiv lessen und schreiben und eher nicht an Stammtischen teilnehmen.

    Die Sache mit dem Sammeln entwickelt sich mit der Zeit. Wobei ich mit dem Sammeln schon ein Problem habe, den ich weigere mich als Sammler zu bezeichnen. Vielmehr sehe ich mich als Uhrenliebhaber, der nach dem ersten Kauf einer hochwertigen Automatikuhr festgestellt hat, dass eine für alle Gelegenheiten zu wenig ist.

    Schnell hat sich der Anspruch entwickelt eine hochwertige Uhr als alltägliche Begleitung haben zu wollen. Meine alte Seiko Kinetic habe ich seither nicht mehr angehabt. meine Polar oder Garmin habe ich nur zweckgebunden für den Sport an.

    Es ist ein gewisser Anspruch an eine Ästhetik etwa so, wie keine keinen billigen Fusel trinken zu wollen, wenn ich an einem Abend eine flasche Wein aufmache.

    Es war ein langgehegter Wunsch eine Sinn zu kaufen und ich bin dabei hängengeblieben, mit Ausnahme der Guinand. Der Besuch letztes Jahr auf der Basel World hat mir gezeigt, dass ich damit für mich auch richtig liege. Einige Marken gefallen mir gar nicht.
    Rolex, Nomos, ein paar Zenith oder einige Tudor oder wenige Omega sind ganz nett. Aber ich will ja nicht sammeln, sondern tragen. Ich will es bei der Zahl 7 meiner derzeitigen Auswahl belassen, wenn etwas anderes kommen soll muss was gehen. Bei 7 Uhren muss ich mich schon ein wenig konzentrieren um alle flüssig nacheinander aufzuzählen.
    Auch bietet das Portfolio genügend Abwechslung. Stichwort Abwechslung: Es war mir wichtig wenig Gleiches in Sachen Optik und Thema zu haben. Eine Schwarze, Flieger, Dresser, Taucher - Abwechlung eben. Dennoch und dass gefällt mir an meiner SINN Monokultur wiederum ist die rote Lienie der Markenidendität erkennbar.

    Werterhalt ist mir auch nicht unwichtig, schliesslich hab ich mit meinem Kleinen Bestand einen netten Kompaktwagen in der Uhrenschatulle liegen. Ich habe 4 Uhren neu und 3 gebraucht gekauft. Es hat beides seinen Charme, eine ganz neue auszupacken und auch einen schönen Gebrauchtschnapp zu machen. Da ich alle Uhren direkt abgeholt habe, waren das auch nette Begegnungen die ich heute noch mit dem Kauf und der Uhr verbinde.

    Rational ökonomisch sinnvoll, zumindest bei SINN ist es sicher eine junge Gebrauchte im Neuzustand zu erwerben. Auf längere Sicht sollte dann gewährleistet sein kein Geld beim Verkauf zu verbrennen. Aber das ist nicht mein Treiber. Uhren sind für mich zu stark emotional behaftet. Als reine Geldanlagen gibt es sicher weit bessere Wege.

    So long

    Alex

    Einige SINN, eine Guinand, und etwas für die Seelenpflege des Qualitätsanspruches. Irgendwo zwischen Uhren Overkill und der Suche nach dem Exit :awg:

  • Hallo Männer,

    ich habe mich vor einiger Zeit von 2 Sinn's (757 Diapal & U2 S) getrennt und habe noch als Restanten meine 103 Ti Ar & UX S im Bestand, die bleiben auch.

    Allerdings habe ich auch meine Erlöse und einiges fresh money, auch aufgrund immer weniger Zinserträge, in Breitling, Rolex & Omega Chronometer investiert. Hier sehe ich doch auf die Jahre zumindest einen Werterhalt bzw. einen überschaubaren Wertverlust. Auch habe ich keinerlei Interesse mehr an Chronographen, das höchste der Gefühle ist noch eine GMT-Funktion.

    Gruß

    Dinole

  • Es ist ein gewisser Anspruch an eine Ästhetik etwa so, wie keine keinen billigen Fusel trinken zu wollen, wenn ich an einem Abend eine flasche Wein aufmache.


    Das trifft es auf den Punkt. :thumbup:

    Bei 7 Uhren muss ich mich schon ein wenig konzentrieren um alle flüssig nacheinander aufzuzählen.


    Und ich dachte, das liegt bei mir am Alter. :cr:
    Deine Schwierigkeiten beruhigen mich aber jetzt. :D
    Der BigBen muß sich schon immer kleine Zettelchen schreiben, dass er nicht vergißt, welche Uhren er besitzt..... :nww:

    Da ich alle Uhren direkt abgeholt habe, waren das auch nette Begegnungen die ich heute noch mit dem Kauf und der Uhr verbinde.


    Stimmt genau, war / ist bei mir auch so.
    Wenn auch die Begegnungen nur kurz andauerten, sind sie auch mir in bleibender schöner Erinnerung. ^^

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Also, mir geht's wie Michael: Eine bestimmte Strategie habe ich nicht. Ich habe mir über die Jahre die Uhren gekauft, die mir gefielen. Nach einer negativen Erfahrung mit der Wasserdichtigkeit meiner ersten bewusst selbst vom Ferienjobgeld erwobenen Quartz-Tissot kam ich Anfang der 80er zu meiner ersten, von einem Verwandten erworbenen, Gebrauchtrolex. Nach Ausbildungsende kamen da noch zwei dazu, ohne dass ich mich zu dieser Zeit besonders mit dem Thema Uhren beschäftigt habe. Kinder und Familie standen da mehr im Focus.
    Aber wie's so ist, die Kinder werden grösser und weniger betreuungsintensiv, neue Interessen bilden sich... Durch einen Bekannten (auch Forumsmitglied) wurde ich auf "Sinn" aufmerksam. Durchs Internet wuchsen mein Wissen und auch das Interesse über bzw. an Uhren. Zunächst die 857 und dann die 103 kamen. auch Seiko Diver, im günstigen Preisbereich, fand ich nicht uninteressant, so kamen eine SKX 031 und eine SKX 033 zu mir. Hierzulande wohl eher seltene Sammlerstücke, doch noch güstig gebraucht zu erwerben. Grundsätzlich habe ich eine Affinität zu Sinn und Uhren aus dem Hause Rolex und hier vor allem zu den älteren Modellen. Aber auch Victorinox baut schöne Uhren und hat als Firma eine interessante Historie. Mein roter Faden, der sich durch mein "Sammelsurium" zieht, ist: - Verschraubte Krone, - Automatikwerk, - WaDi min. 100 m. Übrigens, alle von mir über die Jahre erworbenen Uhren sind noch bei mir...


    Gruss,

    Christian

    Niveau ist keine Creme und Stil nicht das Ende eines Besens.

    Einmal editiert, zuletzt von carlt0301 (7. Januar 2015 um 23:49)

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