Ab Mittwoch, 06.12.2017 , ziehe ich wieder um die Häuser, aber es werden wohl eher Bäume und Flüsse. Erde und Steine,
Schlamm und Sand werden.
Die Reiseroute liegt im Detail nicht fest, ergeben sich doch auf der Fahrt immer Neuigkeiten, welche interessanter sind
als der vorgedachte Müll im Kopf.
Im großen und ganzen weiß ich jedoch schon, wie ich's angehe.
Eine Übersicht, daß ihr ungefähr wißt, wo ich mich rumtreibe.
MONTANITA, Küste nach Süden bis Grenze Ecuador/Peru. Dann rauf in die Anden nach Ayacucho, in Cuzco fahre ich durch ( Machu Picchu war
ich schon 3x und außerdem ist diese Region voll von Touris und ein extremer Nepp noch dazu) nach Süden bis Juliaca (liegt
am Titicaca See) und weiter nach La Paz (Hauptstadt Bolivien), Über Cochabamba runter von den Anden nach Santa Cruz.
Ab jetzt westwärts auf die brasilianische Grenze zu nach Corumba (Brasilien):
Jetzt bin ich schon mal da, wo ich mich 2 bis 3 Wochen aufhalten werde. Im Pantanal do Rio Negro, (Sumpfgebiet, geht nur mit Boot)
Östlich und südlich davon ist der Mato Grosso do Sul. Ein wildes Gebiet, in jeder Beziehung. Ich spreche etwas portugiesisch und mit meinem Altersbonus habe ich Ruhe.
Vom Mato Grosso nach Brasilia (Hauptstadt) ist es nicht mehr allzuweit, ich fahre von Rondonopolis über Rio Verde, Goiania und Anapolis nach Brasilia.
Sind von Rondonopolis bis Brasilia knapp 1000 Km. Wenn man Touri ist und Hummeln im Arsch hat, schafft man das in 2 Tagen.
Ich, ohne Hummeln, brauche dafür 4 bis 5 Tage. Die ganze Strecke ist asphaltiert und gut zu befahren, aber es gibt dort so kleine Kneipen am Wegesrand urig und urwüchsig,
vielleicht auch ein bißchen unseriös, AAAAABER, es gibt kaltes Bier und die Bedienung ist nett und freundlich, Essen gibts auch. Ich denke dabei nicht an Sex, aber mit den
süßen ,knackigen Brasilianerinnen rumzualbern, ist ja so verkehrt auch nicht. Also ich kehre mittags in so ne Kneipe ein, esse etwas, trinke ein paar lecker Kölsch (scheiße,
gibts hier nicht) oder eiskaltes Brahma. Da sind ja auch noch andere Männer, ab und zu auch Touris, und die Bedienung sowieso. In der Regel 2 bis 3 Mädels.
Jetzt ist eine Runde Menschen zusammen, es wird getrunken, auch Rum, rumgealbert und gelacht, ein paar streiten sich, beruhigen sich aber schnell wieder.
Schnell ist es 22.00h und der Hunger naht. Es wird gegessen, natürlich nachgespült und siehe auf die Uhr, es ist mittlerweile 02.30h.
Die Reden werden undeutlicher, die Aufmerksamkeit erlischt nahezu, man ruht. Im Auto, draußen im Zelt oder drinnen auf der Bank. Nur die Mädels haben ihr Bett.
Wohl dem Glücklichen, der eines ergattern konnte.
Eine kleine wahre Story, wie ich sie woanders auch schon erlebt habe. Südamerika ist groß, aber die Menschen sind auf der ganzen Welt gleich.
Nachdem ich jetzt in Brasilia war, fahre ich an die Küste und nann nach Norden bis BELEM. Dort suche ich mir ein Boot welches den Amazonas aufwärts fährt.
Bis Santarem fahre ich mit, dann gehe ich vom Schiff und fahre ca. 300 km nach Süden bis ich auf die TRANSAMAZONICA stoße. Dann habe ich ca. 1300 km
bis Porto Velho. Weiter nach Osten über Rio Branco nach Pucalpa. Die Anden hoch, wieder runter nach Trujillo und der Küste entlang nach Hause.
Habe gerade überschlagen, mit 2 Monaten komme ich da nicht hin. werden wohl 3 Monate werden.
Streckenmäßig ist das in 4 bis 5 Wochen zu meistern, aber natürlich nur mit Hummeln.
Ich liebe Hummeln, und stecke sie mir nirgendwohin, nur um schneller voranzukommen.
Somit leben die Hummeln gut und ich geruhsam.
Vielleicht , nein ganz sicher schreibe ich noch bis Dienstag ein paar Zeilen.
Verabschieden tu ich mich noch nicht, das mach ich erst wenns sowieit ist.
Tschöö
da Pitter
Mich treibts wieder
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Viel Spaß, gute Reise und immer eine Handbreit Luft unterm Differential!

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Hallo Peter
auch ich wünsche Dir viel Spass auf Deiner Reise, auf dass Alles so geht wie Du es Dir vorstellst, und komm gesund zurück!

Gruss
Christian

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Da klingt spannend! So eine urige Kneipe würde ich auch mal besuchen, da kommt der normale Touri
wohl selten hin.
Dir eine gesunde und pannenfreie Reise
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Pedro,
die Tour hört sich spannend an - pass auf dich und dein bestes Stück gut auf, nicht, dass es mal abfällt !

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Ich wünsche Dir auch schon mal gute Reise, mein lieber Freund,
und mein lieber Scholli, da wirst Du ja einiges erleben!!!
Komm bloß gesund wieder, damit wir unser Ritual durchführen können
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Wow, Peter, das hört sich ja noch einem gewaltigem Unternehmen an !!!
Viel Vergnügen für Deine Tour und eine gute und sichere Fahrt !!!
Wenn möglich, laß uns von unterwegs an Deinen Erlebnissen teilhaben ....
Aber ... sag mal: La Paz ist wohl die größte Stadt Boliviens und auch der Regierungssitz - aber die Hauptstadt ist Sucre, wenn mich meine Geografie-Kenntnisse nicht ganz im Stich lassen

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@ INTRUDER
Na ja, so abgelegen ist dieses Teilstück nach Brasilia nicht, da sieht man schon mal nen Touri, aber mit eigenem Auto.
Leihwagenvermieter geben in der Regel keine Erlaubnis mit ihren Autos ins "Eingemachte" zu fahren.
Wenn wir 2 in so ne Kneipe gehen (ich war auf dieser Strecke noch nie in so 'ner Kneipe, diese Schuppen findest Du aber in ganz Brasilien
auf Fernstrecken und ich habe da schon einige erlebt) kommen wir 'ne ganze Woche nicht mehr raus. Am Ende sind wir abgemagert, pleite
und krank noch dazu. Das wäre der Preis für eine Woche "leben pur".
Ob dann noch alles dran ist, wird sich herausstellen (somit habe ich die Überleitung zu .........@ Andi
Solche Prachtexemplare, wenn mal abgefallen, wachsen ja nie mehr nach. Ich werde aufpassen darauf wie ein Schießhund,
außerdem lebt sichs als König beschissen ohne Kronjuwelen.@ Sinnderella
Unser Ritual wird durchgeführt, großes Indianer Ehrenwort.
(was jetzt wohl unsere Forumsfreunde denken von uns,
ganz falsch und weit gefehlt, liebe Freunde, aber ich verrate es Euch
trotzdem nicht, und Michaela auch nicht. ÄÄÄÄtsch).ALLERDINGS, liebe Michaela, wie soll ich denn den Bedankbotton von Dir auf Andis post deuten???????????????
@ toter Dichter
Der Regierungssitz ist in La Paz.
Der Sitz des obersten Gerichtshofes ist Sucre und noch immer bis dato, ist SUCRE die Hauptstadt.
Für mich, zusammen mit Cochabamba die schönste Stadt Boliviens. Ein Meer von
Blumen ranken sich an den Häusern hoch, Hibiskus in allen Farben und Bugainvillea.
Die größte Stadt Boliviens ist aber Sta. Cruz de la Sierra. Auch Hauptstadt der Provinz BENI.
(ich habe oben La Paz als Hauptstadt genannt, ist natürlich falsch, wird aber im Sprachgebrauch so genannt.
Jeder fährt nach La Paz, in die Hauptstadt, sagen sie, el Capital, sagen sie, ist aber nicht CAPITAL,
Sucre ist capital. Pardon, toter Dichter, bin ins Umgangssprachliche gestolpert.@ Cristian 60 und earloffunk
Ich werde aufpassen auf mich, natürlich auch vorsichtig sein, denn draufgängerisch und übermütig in der Natur
sind nur Angeber und Dilletanten.
Handbreit Luft unter den Diffs, ja, ich achte darauf, aber ab und zu hat er dich schon am Arsch, der Schaufelpatron.
Kannste nix machen, alle 4 drehen durch, trotz Sperren, aber solange der Fahrer nicht durchdreht ist alles wieder in Gang zu bringen.
Also. gib Gummi Baby.In eigener Sache:
Beim nochmaligen Durchlesen meines Reisevorhabens habe ich einen Fehler bemerkt. Ich schrieb:
"..... weiter nach Osten über Rio Branco nach Pucalpa", usw.
muß heißen, " weiter nach WESTEN über Rio Branco nach Pucalpa". -
Eben bin ich zurückgekommen vom Reifenfuzzi, welcher mir 4 neue Schuhe mit reichlich Profil verpasst hat.
4 Stück Pirelli Scorpion MUD, 265/75/16.
Reservereifen plus Felge und eine Decke habe ich noch neu.
Die Kuhlbox hängt seit gestern am Netz, muß sie nur noch bestücken.
Bier, Schnaps, Herztropfen und natürlich Viagra mussen reichlich mit.
Verbandsmaterial für Prachtstück natürlich auch.
Alles andere ist nicht wichtig.Heute habe ich aber Arbeit.
Das Auto muß noch eingeräumt werden.
Auf den Dachgepäckträger eine große Alukiste für leichte Sachen,
6 Benzinkanister a 20 Liter, eine kleine Alukiste für E - Teile und der Reservereifen ohne Felge.
Der mit Felge hängt hinten an der Türe.
Das Bett muß noch rein, mit 6 Schrauben befestigt, der Kocher (Gas) im Auto auf einer Platte montiert,
leicht rauszunehmen wenn ich draußen koche.
Seitlich am Dachträger die Sandbleche, eine Schaufel (man will ja schließlich etwas zu tun haben);
Der Gastank wird hinten unters Auto mit 2 Schnellverschlüssen montiert, 35 Liter, das langt.
Dann halt noch der ganze Kleinkrempel, Geschirr, Klamotten, Tischchen und Stuhl für draußen und eine Plane
als Markise für Sonnenschutz.
Moskitonetz, ganz wichtig, ich schlafe die meiste Zeit bei offenen Fenstern und Türen und da finden dich die
Quälgeister ganz schnell.
Somit ist der heutige Tag für mindestens 4 Stunden mit Arbeit verplant.
Einen 20 Meter Gurt als Abschlepphilfe, Winde habe ich keine. Will ich auch nicht, habe je eine Sperre an der VA und der HA.
ca. 10 Bücher, ich weiß die sind schwer, aber ohne lesen gehts bei mir nicht. Mein Lebenselixier.Im großen und ganzen war's das.
Heute Abend quecke ich noch meine Mails und die eventuellen Reaktionen des Forums, aber da ist bei Euch ja schon morgens früh.
Somit verabschiede ich mich von Euch, bleibt anständig und sauber, macht mir keine Schande, und wenn doch,
:whip:
ich werde es erfahren wenn ich wieder zurück bin.Adios muchachos y cuidase bien.
Un abrazzo a todos.Don Pedro
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Hast Du nicht etwas vergessen?
Die „Bösen-Abwehr“ ?
Keine Knarre, Reizgas, Baseballschläger?
Wenn Du draußen schläfst, bei offenem Fenster oder irgendwo feststeckst, bist Du leichte Beute-da grauselt es mir etwas : einschocker
Egal ob Mensch oder Tier, Du musst doch diesbezüglich auch präventiv denken, oder? -
Don Pedro, gute Reise, mein Freund!

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Viel Spaß und Gesundheit- du Abenteuerer
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.... habe ich dabei. Wollte nicht so sehr ins Detail gehen bzgl. der Waffenkunde.
Aber weil Du halt eine Neugierdsnase bist, will ich's Dir verraten.
Ein Holzprügel, ca. 60 cm lang, liegt immer im Auto (zur Abwehr von Tieren), ebenso ein Pfefferspray.
Nur auf den Reisen kommt ein Colt King Cobra 357 M, 4" Lauf, dazu.
Jetzt weißt Du's aber ganz genau.Leichte Beute bin ich, das hättest Du wohl gerne (Spaß).
Zur Prävention habe ich meine Hündin dabei.
Sie ist nicht groß, ca. 50 cm hoch, und zu 25% Pit Bull. Rest weiß ich nicht so genau. Extrem kräftig und bemuskelt.
Habe sie von der Straße aufgelesen. Sie ist ein sehr lieber Hund, freundlich zu Menschen, aber hat reichlich Naturschärfe.
Nachts, im Haus, sollte jemand übern Zaun klettern, möchte ich nicht in dessen Haut stecken. Außerdem habe ich auch noch einen Rüden.
Ist ein Mix Schäferhund/Rottweiler. Dieser fährt aber nicht mit.
Susi, die Hündin ist immer wachsam, besonders nachts in der Wildnis. Sie wittert schon, da schlafe ich noch.
Wenns dann etwas enger wird, schlägt sie merkbar an und stellt, egal ob Mensch oder Tier. Wenn das "Objekt" noch näher kommt, greift sie an.
Sollte es für meine Person gefährlich werden, habe ich immer noch meine 357.Die liegt in Griffnähe.
Das zur Prävention. -
Dankeschön!
Jetzt bin ich aber beruhigt
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Hallo Peter!
Hatte heute abend Weihnachtsessen mit Kollegen, zum Schweizer Chäsfondue einen schönen Malbec aus Argentinien. Der hat mich nochmals an Dich und Dein Dir bevorstehendes Abenteuer erinnert. Gut behütet scheinst Du ja zu sein mit King Cobra und Hund! Wünsch’ Dir jedenfalls nochmals gute Reise und auch gute Rückkehr!
Gruss
Christian

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Bei mir ist es jetzt 20.00h und langsam gehe ich in die Heia.
Hundemüde bin ich, den ganzen Tag rumgefuhrwerkt.
Morgen früh, da ist es bei Euch schon mittag, fahre ich zu meinem Freund
auf die Finca und bringe ihm meinen Rüden (Sepp, heißt er, der Hund).
Ist sein 2tes zu Hause und hat dort Spielgefährten.
dann gehts los, nach Süden.Pfüat Eich alle mitanander, ich komme wieder gesund zurück, weil Unkraut vergeht bekanntlich ja nicht.
Gute Nacht und bis irgendwann
Euer Peter
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So, jetzt ist der letzte post von Peter genau ein halbes Jahr her, die Reise sollte ja etwa 3 Monate dauern:
UHROPA, WO BIST DU?
Melde Dich und erzähl‘ uns von Deiner Tour!
Gruss
Christian

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