Taucheruhr Salzwasser Resistent

  • Moin,

    Angeregt durch die vielen Bilder, in denen Mühle seine Uhren im nassen Element ablichtet (was Sinn wenig bis gar nicht macht auf Instagram) kam mir folgende Idee in den Kopf, die ich gerne hier zur Diskussion stellen möchte.

    Interesse an einer Salzwasser resistenten U Uhr ?

    Gehäuse Ubootstahl- eh kloar
    Lünette ebenfalls, auch die Schräubchen, Federringe etc in Ubootstahl
    Armband aus Ubootstahl mit Faltschließe & Verlängerung

    Alles tegimentiert ohne PVD, sofern das chemisch sinnvoll ist.
    Keine außenliegende AR Kapsel.

    Alle Federstege, Stege im Armband & Schließe, Schrauben im Armband aus Ubootstahl.

    Saphirglas mit Entspiegelung ebenfalls resistent gegen Salzwasser?

    Ziel wäre eine Uhr zum Tauchen, die man niemals abspülen muß, wenn man vom Tauchen kommt.

    Modell UX oder U2 ohne GMT Skala & Zeiger= Oder andere ?

    Hält ein SIlikonband Salzwasser aus ? Falls ja eben auch das mit einer Schließe komplett aus Ubootstahl.

    Limitierung auf 300 Stück.

    Ist so etwas machbar bis etwa 5K€? Wenn möglich ist günstiger auch okay :D

    Habe ich etwas vergessen ?

    Wäre so ein Supertaucher Zeiteisen überhaupt Interesse ?

    Ganz lieben Gruß

    Ru_Di

    Expect no quarter, expect no mercy, expect total hell

  • Hi Ru-Di,

    dachte immer das ist doch der Witz an der U-Serie, das die aus dem meerwasser-beständigem U-Boot-Stahl sind? SchuechternKichern :D


    Quelle: Sinn Katalog UX

    Ok wäre die Frage was an der Uhr (noch) nicht seewasserbeständig ist? denke das Silikonband sollte das doch auch ne Weile abkönnen. Gruebeln

    Als U-Boot-Stahl werden spezielle Stahlsorten bezeichnet, die sich durch hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit, insbesondere gegen Meerwasser, und das Fehlen jeglicher Magnetisierbarkeit auszeichnen.[1] Neben dem ursprünglichen Einsatzzweck als Hülle für U-Boote werden sie beispielsweise auch für Taucheruhren verwendet.
    Quelle: Wikipedia

    Gruß

    Selespeed

    Consul de Guinand (Markenbotschafter)
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    Stefan alias Selefan alias Sele-Blue alias Han-Sele alias For-Sele alias Cir-Sele :D
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    Bevor isch misch uffreesch is mers liewer egaaal!

  • Huhu Stefan,

    Ja das Gehäuse & die Lünette sind U Boot Stahl.

    Was nicht aus UBootstahl sondern Edelstahl ist, sind:

    Schließen, Stahl-Armbänder, Federringe, AR Kapseln, Federstege und Armbandstege, Schrauben der Armbandglieder etc.

    Salzwasser = Korrosion von allem was kein Ubootstahl ist.

    Ganz lieben Gruß

    Ru_Di

    Expect no quarter, expect no mercy, expect total hell

  • Ja klar,
    werden sie aber nicht machen da "Standard-Teile", vermutlich unbezahlbar oder schlichtweg nicht zu bekommen für Geld und gute Worte... Gruebeln FrecheFratze
    aber fragen kost ja schonmal nix Top1

    Gruß

    Selespeed

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  • Wie ist der Begriff "Seewasserbeständigkeit" oder "Meerwasserbeständigkeit" eigentlich definiert? Gibt es eine technische Norm?

    Egal - jedenfalls denke ich, dass, das Delta der Eigenschaft "Seewasserbeständigkeit" zwischen einer Uhr, die von Kampfschwimmereinheiten im Dienst getragen wird und einer Uhr, die mit dieser Eigenschaft laut beworben wird, vermutlich gering ist.

    Hat nicht die U2 ("head only") alle von Dir geforderten Eigenschaften? Wenn ja, dann reden wir doch eigentlich nur von einem "meerwasserbeständigen" Band, od'r? Fülleich könnte der Federring (der Lünette, richtig?) womöglich unbemerkt schneller korrodieren - aber hier gäbe es sicher Lösungen aus Kunststoff was natürlich nicht so sexy ist...

    Aber wenn wir schon dabei sind: ist Titan "seewasserbeständig"?

    Vor allem aber: nach meinem Verständnis sollte auch eine "meerwasserbeständige" Uhr mit ihrem Band nach dem Gebrauch in marinen Gefilden mit klarem Wasser abgespült werden, um Hautirritationen zu vermeiden! Ich finde aber gerade keine Studie zu dem Thema SchuechternKichern

    Ihr habt die Uhren - wir haben die Zeit

    (Afghanisches Sprichwort)

  • Spontan hatte ich (von den Kosten abgesehen) folgenden Gedanken:

    Wenn ich Uhren nach dem mehrfachen Gebrauch in Salzwasser nicht mit Süßwasser spüle, werden sich Salzablagerungen bilden, die insbesondere an engen Stellen (Federstegaufnahme oder Drehlünette) zum erhöhtem Verschleiß führen, solange sich noch alles dreht. Irgendwann werden da soviel Ablagerungen sein, dass sich nichts mehr dreht. Was bedeutet, dass, auch wenn nix korrodiert, ich persönlich trotzdem mit Süßwasser spülen würde. Die angedachte Uhr hätte für mich tatsächlich also keinen oder kaum Mehrwert, so dass ich nicht bereit wäre, einen deutlichen Aufpreis dafür zu zahlen.

    Beste Grüße
    Axel

    Wenn ich alt bin, möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich.

  • Taucher spülen alles Equipment immer mit Süßwasser. Da ergibt es m. E. wenig Sinn die Uhr auszunehmen.

    Ok, dann kann man sich fragen, wozu überhaupt U-Boot-Stahl … weil‘s cool ist, wäre meine Antwort …

    Watches are the only jewelry men can wear, unless you're Mr. T
    Gordon Bethune

  • Taucher spülen alles Equipment immer mit Süßwasser. Da ergibt es m. E. wenig Sinn die Uhr auszunehmen.

    Ok, dann kann man sich fragen, wozu überhaupt U-Boot-Stahl … weil‘s cool ist, wäre meine Antwort …

    Ist dem so Claus?

    Der Hobby Taucher geht nach max. 2 Std Tauchgang zurück aufs Böötchen, legt sein Equipment ab und wäscht seine 2k + Uhr sorgfältig ab.

    Aber wie sieht es bei den beruflichen Nutzern aus? Kampfschwimmer etc.

    Die Übungen von diesen Einheiten gehen gut und gerne mal über mehrere Stunden und auch Tage.
    Und wenn diese auftauchen und das Wasser verlassen, kann es auch mal eine Zeit zu Land weitergehen und man liegt noch irgendwo eine lange Zeit auf Position etc.
    In solchen Übungen oder Szenarien hat keiner ein Uhren Süßwasser Fläschen dabei.

    Also kann es in solchen Situationen auch gut mal viele viele Stunden dauern, bis die Uhr gereinigt werden kann.
    Und auch da stellt sich die Frage, ob dies überhaupt jeder macht oder noch dran denkt?
    Nichtsdestotrotz, natürlich... Bei Kaputt gibt's neu ja..
    Das ist wohl einer der feinen Unterschiede zu uns Hobby Tauchern die viel Geld für ihren Wecker bezahlt haben.

    Lieben Gruß

  • Ich denke, aus Dir spricht ein Ungedienter ;)

    Ist ja schon eine Zeit lang her bei mir und ich war auch kein Kampfschwimmer/Minentaucher.

    Aber ich denke nicht, dass sich in der Firma beim Thema Pflege da groß was geändert hat: erst die Tiere (so vorhanden), dann das Material, dann der Mensch...

    Wenn man einem einmal etwas dienstlich geliefert wurde (wird...), das getaugt hat, dann wurde es gepflegt wie nix. Nicht nur, weil man sich darauf verlassen musste, sondern weil es
    Technische Dienstvorschriften,
    muhackelige Materialwarte und vor allem
    ellenlange Formulare zur Schadensmeldung mit nachfolgend langen Wartezeiten gab,

    die einen zum Pragmatismus (in dem Fall der Materialpflege) zwangen.

    Mein Kappmesser (ein Statussymbol seinerzeit) war jederzeit scharf wie ein Samuraischwert, die Klinge flutschte satt geölt in der Führung und die Griffschalen waren spätestens zum nächsten Innendienst klinisch clean. Zumindest in meiner Erinnerung SchuechternKichern

    Der Hobbytaucher (m/w/d) kauft sich halt im Falle des Falles den nächsten Wecker im Rahmen des persönlichen Budgets... Issesnichso?

    Ihr habt die Uhren - wir haben die Zeit

    (Afghanisches Sprichwort)

    Einmal editiert, zuletzt von SnowfaceK (12. Mai 2023 um 17:28)

  • Die einen sagen so, die anderen sagen so. Gruebeln

    Ändert ebenso ja nichts daran, dass bei länger anhaltenden Einsätzen oder Übungen die Uhr kein Süßwasser sehen wird, weil es Situationsbedingt einfach nicht möglich ist. Liegt in der Natur der Sache.

    Und by the way, während "Normalos" in der Grundausbildung ihre Stiefel und Ausrüstung bis zur Erschöpfung polieren müssen, ist es bei Spezialkräften noch lange nicht der Fall, soviel kann ich dir versichern.
    Und ja, da wird auch ne Uhr nicht nach einer mehrtägigen Belastung nicht unbedingt mit Süßwasser gespült. ;)

    Lieben Gruß

  • Hier spricht der »ungediente« Hobby-Taucher. ich hau mich wech!

    Bei letzteren wird das nach meiner (wirklich) bescheidenen Erfahrung schon so gemacht; je nach Basis macht man das selbst, oder es gilt als Service.
    Da gibt es richtige große Spülbecken dafür. Sonst verkrustet das Salz den Atemregler etc. das braucht keiner.

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    Gordon Bethune

  • Wenn sich jemand dafür interessiert, was Salzwasser mit Uhrengehäusen macht, der sollte sich mal 50 Jahre alte Rolexuhren anschauen. Die sind oft Gehäuseseitig unter der Bodendichtung und am Rande des Deckels korrodiert.
    Dieser Rost zeigt sich schwarz und nicht braun.
    Der Rost kann sich auch in Form von Kanälen tief in den Edelstahl reinfressen, wobei man an der Oberfläche nur kleine Löchlein sieht.
    Da Rolex schon länger im Geschäft ist, hat man irgendwann mit dem Modell 168000 (man beachte die dritte Null) angefangen, auf einen anderen Stahl mit erhöhter Korrosionsbeständigkeit (PREN) zu setzen.
    Das heißt aber nicht, dass dieser Stahl total rostfrei ist. Er rostet nur langsamer. Es gab Mitte der zehner Jahre einen Fall einer SeaDweller, die bei einer Arbeit im Rahmen einer Reklamation mutmaßlich mit einem Partikel aus einfachem Carbonstahl am Heliumventil verunreinigt wurde. Daraufhin rostete das Gehäuse an dieser Stelle von innen her durch, trotz Spezialstahl. Kulanz wurde keine gewährt. Der Kunde verkaufte die Uhr frustriert.
    Will heißen: auch U-Boot-Stahl rostet, wenn auch langsamer. Pflege (abspülen) macht immer Sinn.
    904L und U-Boot-Stahl sind zwei verschiedene Stahlsorten. Das Erste wurde angeblich für die chemische Industrie entwickelt, der Zweck des zweiten ist offensichtlich. Von SEIKO gibt es bei einigen teuren Modellen noch einen nicht näher spezifizierten "Ever-Brilliant-Steel", der auch gegenüber dem normalen 316L Edelstahl eine erhöhte Pitting Resistance um den Faktor 1,7 haben soll.

    Viele Grüße,

    Bernd

    P.S.: Es soll Seewasser mit einem so hohen Salzgehalt geben, dass sogar Gold davon angegriffen wird.

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