Gehäuse öffnen mit Ball

  • Moin!

    Hier schreibt Christian_60, dass er zum Öffnen von Schraubböden einen Bergeon Ball verwendet.

    Ich habe schon diverse Bälle mit verschiedenen Oberflächen verwendet, um Schraubböden zu öffnen: Gelungen ist mit das aber bisher noch nicht.
    Selbst mit dem Bergeon Java Nachbau musste ich immer recht viel Kraft aufwänden...

    Lässt sich wirklich jede Uhr mit dem Ball öffnen - oder hängt das stark davon ab, wie fest der Deckel "zugeknallt" ist?

    Oder andersherum gefragt: Ist ein Uhrenboden, der sich mit dem Ball öffnen lässt auch "fest" genug zu (z.B. um die Wasserdichte zu gewährleisten)?

  • Hab auch diesen Ball. Der ist eher gedacht für Uhren, die keine klassischen Nuten am Schraubboden haben (z.B. Rolex), Omega oder Breitling, um sich nicht die teuren Originalöffnungswerkzeuge beschaffen zu müssen.

    Funktioniert durchaus bei noch ab Werk ungeöffneten Gehäusen, aber man braucht Gefühl und viel Kraft in Kombination. Trick: Nicht "mit dem Ball die Uhr öffnen", sondern die Uhr "gegen den Ball" öffnen, und dabei den Hebelweg etwas verlängern.

    Dazu die Uhr vom Band lösen und das Gehäuse mit einem leicht (!) feuchten Lederlappen fest in der einen Hand fassen, das verlängert schonmal den Hebelweg und die Griffigkeit. In der anderen den (sauberen & fettfreien) Ball, auch der Gehäuseboden sollte sauber & fettfrei sein, damit der Kunststoff maximal "klebt". MIt viel Kraft aneinanderpressen und eher die Uhr drehen als den Ball.

    Mir ist das bei den Uhren mit Standardschraubboden (wie alle Sinn) zu aufwändig. Ich nehme einen Metall-Gehäuseöffner (den mit den drei Zungen) in Verbindung mit einem Gehäusehalter (Stichwort: Hebelweg verlängern), platziere ein Stück zweilagige Frischhaltefolie zwischen und öffne und schließe so... immer mit höchster Vorsicht. Einmal abgerutscht, ist bestenfalls das Gehäuse fratze, schlimmstenfalls hast du dir die Finger blutig gerissen.

    Bin manchmal regelrecht überrascht, wie leicht die Böden drauf sind ab Werk oder ab Revi. Oder wie fest angerissen. Dazwischen ist nicht viel. Amateure reißen die Böden meist eh viel zu brutal an. Da hat's Drehmomente teils über 200 Nm!

    Die Dichtigkeit gewährleistet immer auch ein frischer oder frisch gefetteter Dichtring!

    Herzliche Grüße
    Bodo

    Instagram 1: ponton_ponton
    Instagram 2: blauer_babybenz

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