244 - ETA 2892-A2 oder ETA 2829-A2

  • Erst nach dem Kauf meiner Sinn 244 Ti I (http://87.106.78.242/phpBB2/viewtop…7b51b172b11825e) ist mir ein Detail in der Bedienungsanleitung aufgefallen: Darin, sowie in der online auffindbaren Kopie davon, steht bei dem Werk „ETA 2829-A2“. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass in der Uhr ein ETA 2892-A2 tickt. So steht es auch auf der Homepage von Sinn.

    Handelt es sich hierbei um einen Zahlendreher in der Bedienungsanleitung, oder wurden da tatsächlich 2892-A2 Werke verbaut? Suchen hier im Forum sowie auf der ETA Homepage brachten mir kein Ergebnis bzw. Informationen zu einem ETA 2829-A2 Werk. Wer weiß mehr dazu? Welches der beiden Werke hat welche Vorzüge bzw. kann eines klar als weniger gutes Werk eingestuft werden?


    Grüße

    Michael

  • Es handelt sich wohl um einen Zahlendreher.


    EDIT: Da du den Fehler entdeckt hast, kannst du ja bei Sinn anrufen und darauf aufmerksam machen, dass sich ein Fehler eingeschlichen hat, der bei empfindlichen Lesern der Betriebsanleitung zu einem Zuckerschock-ähnlichem Koma führen kann.

    Gruß Gero

  • Jo, denk ich auch. Das 2892 A2 kenn ich.
    Von einem 2829 hab ich noch nie gehört.

    Zum 2892 A2: Gilt als robuster Traktor und (meine ich) soll stabileren Gang als das 2824 haben. Zumindest war das 2824 hier mal als etwas launischer in der Diskussion.

    Viele Grüße, Daniel

  • Zitat von Spongehead

    Zum 2892 A2: Gilt als robuster Traktor und (meine ich) soll stabileren Gang als das 2824 haben. Zumindest war das 2824 hier mal als etwas launischer in der Diskussion.

    Ich hatte allerdings bei zwei von zwei Uhren auf Basis des 2892 Probleme mit zu geringer Gangreserve. Mir erscheint das 7750 aufgrund meiner sicher nicht repräsentativen Erfahrung daher als zuverlässiger.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Zitat von bungy3000

    Ich hatte allerdings bei zwei von zwei Uhren auf Basis des 2892 Probleme mit zu geringer Gangreserve. Mir erscheint das 7750 aufgrund meiner sicher nicht repräsentativen Erfahrung daher als zuverlässiger.

    Probleme mit der Gangreserve gab es vor allem bei der ersten Serie des 2892. ETA reagierte darauf mit einer Überarbeitung des Werkes - das Ergebnis war das 2892-A2.

    Grund für die Gangreserve-Probleme war nicht so sehr das Werk selbst, sondern der Umstand, daß die flache Bauweise es sehr beliebt machte bei den ETAblisseuren, die dem Werk einen "Huckpack-Chrono" verpaßten, sprich, ein Chrono-Modul (z. B. von Dubois Depraz) aufsetzten.

    Da das Werk nur für den regulären Betrieb als Dreizeigeruhr + Datum ausgelegt war und nun plötzlich noch eine Stopuhr mitversorgen mußte, ging das natürlich zu Lasten der Gangreserve. Wie gesagt, ETA reagierte darauf, aber natürlich wurden die bereits mit dem ursprünglichen 2892 ausgestatteten Uhren nicht alle umgerüstet.

    Die wohl bekanntesten Chronos auf Basis des 2892/2892-A2 sind übrigens von Breitling. Dort bevorzugt man das flache Basiskaliber von ETA, weil es erheblich laufruhiger ist als das Valjoux 7750 und bei der Gestaltung des aufzusetzenden Chrono-Moduls größere Spielräume läßt als das 7750.

  • Zitat von HappyDay989

    Probleme mit der Gangreserve gab es vor allem bei der ersten Serie des 2892. ETA reagierte darauf mit einer Überarbeitung des Werkes - das Ergebnis war das 2892-A2.


    Die wohl bekanntesten Chronos auf Basis des 2892/2892-A2 sind übrigens von Breitling. Dort bevorzugt man das flache Basiskaliber von ETA, weil es erheblich laufruhiger ist als das Valjoux 7750 und bei der Gestaltung des aufzusetzenden Chrono-Moduls größere Spielräume läßt als das 7750.

    Bei mir handelte es sich um zwei Breilinge mit neuem Werk (aus 2005). Möglicherweise sind die Probleme nicht wirklich gelöst.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Zitat von bungy3000

    Bei mir handelte es sich um zwei Breilinge mit neuem Werk (aus 2005). Möglicherweise sind die Probleme nicht wirklich gelöst.

    Man muß fairerweise sagen, daß ETA dieses Werk nie als Basis für einen Huckepack-Chrono entwickelt hat. Das ursprüngliche Werk stammte noch von Eterna und war als Herzstück für flache, elegante Herrenuhren konzipiert worden, nicht als "Traktor für Chronographen."

    Wenn Breitling u. a. ETAblisseure unbedingt meinen, dieses Werk trotz der Gangreserve-Problematik im Zusammenspiel mit Chrono-Modulen weiterhin einsetzen zu müssen, dann sollten sie sich auch selbst um eine Lösung des Problems bemühen.

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