Und nochmal: Qualtätsstufen der ETA-Werke!

  • Ich bins wieder mal!

    Jetzt habe ich mich tagelang intensiv in allen möglichen Foren herumgetrieben und versucht, Aufschluss darüber zu bekommen, worin denn konkret der Unterschied zwischen den Qualitätsstufen der ETA-Werke (Standard, Élaboré, Top und Chronomêtre) liegt. Ich konnte letztendlich keine Antwort darauf finden, ob es sich nur um die Finissierung, die Ganggenauigkeit (bzw. Regulationsfähigkeit) oder auch um andere qualitative Kriterien handelt. Mir (als alten Stahlboden-Fan) kommt es jedenfalls nicht auf Optik des Werkes an.

    Also: Weiss jemand definitiv, worin die entscheidenden tatsächlichen qualitativen Unterschiede bestehen und wie sich diese vor allem in der Praxis auswirken (z.B. Ganggenauigkeit, Robustheit, Langlebigkeit etc.)? Ich möchte einfach wissen, ob bzw. was ich für entsprechende Mehrkosten bekomme. Sollte es - bei ansonsten gleicher Qualität (siehe oben) - "nur" um die Ganggenauigkeit bzw. die Optik gehen, so wäre für mich die Standard-Ausführung absolut ausreichend.

    Wäre toll, wenn Ihr mir da helfen könntet. Im übrigen könnte die Beantwortung dieser Frage sicherlich auch für viele andere interessant sein, da ich, wie gesagt, hierzu schon viele Fragen, jedoch noch keine erschöpfenden Antworten gefunden habe.

    Vielen Dank schon mal im Voraus!

    Gruß

    watchwatcher


    Nicht kurz ist die Zeit, die uns bleibt, sondern lang ist die Zeit, die wir ungenutzt verstreichen lassen.

  • Das Material in den Spiralen sowie die Toleranzen müsste der Hauptunterschied sein. Elaborée ist m.E. eine Finissierungsstufe - da können trotzdem die Top-Materialien für die Spiralen und die Incablock-Stoßsicherung verbaut sein.

    Just my two bezants worth, of course ...

  • Zitat von Crusader

    da können trotzdem die Top-Materialien für die Spiralen und die Incablock-Stoßsicherung verbaut sein.

    Just my two bezants worth, of course ...

    Hier mal eine Übersicht, was die Werke denn so kosten. Die Übersicht ist auf der verlinkten Seite im unteren Viertel. Die Preise sind in Schweizer Franken.

    http://www.stetefeld-design.de/eta/eta3.htm

    Kann man sicher noch einen Aufschlag von 20-30% Preisentwicklung zurechnen. Trotzdem interessant, wie billig die Werke im Verhältnis zum Verkaufspreis der Uhren sind. Die Incabloc-Sicherung schlägt immerhin mit einem Schweizer Franken zu Buche. :D

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Zitat von Crusader

    Meiner Meinung nach ist der limitierende Faktor nicht der Herstellungspreis, sondern die Verfügbarkeit (lieferbarkeit) ab Hersteller. :wink:

    Was wird denn hier limitiert? Wenn das 2428 für SFr 30,-- und das 2892-A2 für SFr 60,-- bei Abnahme von 1000 Stück zu bekommen sind, dann spricht viel dafür, dass nichts limitiert ist, sondern es sich um Massenware handelt. Was ja nicht zwingend negativ ist. Hauptsache, die Werke ticken dauerhaft zuverlässig mit den geringstmöglichen Gangfehlern. Jedenfalls das 2892 erfüllt diese Anforderung. Das 2824 zumindest mit Abstrichen bei den Gangwerten, was man so liest und auch nach meiner eigenen Erfahrung.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Limitiert wird der Käuferkreis ,nicht jeder erhält die Werke die er braucht.Der Bedarf an Werken ist ein Jahr vorher anzumelden, Nachbestellungen sind meist nicht möglich. Diese Aussage habe ich von eienm kleineren deutschen Uhrenhersteller. ´Vieleicht auch aus diesem Grund kommt demnächst ein neuer Werkehersteller mit seinen Produkten sogenannten ETAKlones auf den Markt um die Monopolstellung der S... G... anzugreifen.

    Grüße

    Sinndepot

  • Zitat von sinndepot

    Limitiert wird der Käuferkreis ,nicht jeder erhält die Werke die er braucht.Der Bedarf an Werken ist ein Jahr vorher anzumelden, Nachbestellungen sind meist nicht möglich. Diese Aussage habe ich von eienm kleineren deutschen Uhrenhersteller. ´Vieleicht auch aus diesem Grund kommt demnächst ein neuer Werkehersteller mit seinen Produkten sogenannten ETAKlones auf den Markt um die Monopolstellung der S... G... anzugreifen.

    Ja, so meinte ich das. Gigantische Lieferfristen, und kein Verkauf - insbesondere von höerwertigen Versionen - an Kleinhersteller. Und die Schweizer Zwischenhändler a la Soprod etc. haben selbst giganische Lieferfristen. Da nutzt auch der niedrige Preis eines einzelnen Werkes nichts.

    Es itst schon seltsam, wenn jahrelange Lieferfristen be ieiner Stahl-Daytona schulterzuckend akzeptiert werden, aber stillschweigend von einer unbegrenzten Verfügbarkeit der Werke in allen Qualitätsstufen ausgegangen wird. :wink:

  • Na ja, aber selbst Kleinsthersteller wie Helmut Sinn/Guinand, Damasko usw bekommen ihre ETA-Werke. Selbst asiatische Fälscher kommen an 7750-Werke. Ich denke, man kann nicht sagen, dass ein Mangel an Werken den Weltmarkt kennzeichnet.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Zitat von bungy3000

    Na ja, aber selbst Kleinsthersteller wie Helmut Sinn/Guinand, Damasko usw bekommen ihre ETA-Werke.

    Ich weiß nicht, wo Du Deine Infos her hast ... die Tatsache, dass es bei den Damaskos aktuell Lieferzeiten gibt, hängt gerade an der Verfügbarkeit der Werke, die sie genau nämlich nicht von der ETA beziehen, und wo sie auf die Abarbeitung der nächsten Bestellung warten müssen. Jörg Schauer bei Stowa geht es ähnlich.

    Sinn bezieht, soviel ich weiß, direkt von der ETA, aber das heißt nicht, dass sie z.B. innerhalb von Monaten das Auftragsvolumen verdoppeln können. Du kannst auch nicht einen Mercedes mit Lieferzeit bestellen, und dann einen Monat vor Auslieferung anrufen und zwei haben wollen.

    Du argumentierst immer wieder mit einer grundsätzlichen verfügbarkeit, und leitest daraus Verfügbarkeit ohne Blick auf Qualitätsstufen und Lieferfristen ab.

    Ja, Werke sind verfügbar, aber nicht in jeder beliebeigen Qualitätsstufe mit einer beliebeig kurzen Lieferzeit. :roll:

  • Zitat von Crusader

    Du argumentierst immer wieder mit einer grundsätzlichen verfügbarkeit, und leitest daraus Verfügbarkeit ohne Blick auf Qualitätsstufen und Lieferfristen ab.

    Irgendwelche Überlegungen zum Thema Lieferzeiten habe ich nicht angestellt und auch nichts dazu hier gepostet.

    Zitat von Crusader

    Ja, Werke sind verfügbar, aber nicht in jeder beliebeigen Qualitätsstufe mit einer beliebeig kurzen Lieferzeit. :roll:

    Es ist doch selbstverständlich, dass nicht jede beliebige Menge an Werken zu beliebigen Terminen bei der ETA auf Abruf bereit liegen. Natürlich muss ein Uhrenhersteller seinen Bedarf an Werken richtig einschätzen, bevor er seine Bestellungen bei ETA tätigt. Das ist doch in anderen Produktionen auch der Fall.

    Ausgangspunkt der Diskussion waren die im Verhältnis zum Endpreis einer Uhr sehr niedrigen Preise der ETA-Werke von ca. Sfr 30 für das 2428 bzw SFr 60 für das 2892. Und da kann ich nicht erkennen, dass es eine Verknappung bei den verfügbaren Werken gibt, die dazu führt, dass der Marktpreis der Werke ansteigt. Wenn das dennoch der Fall ist, kannst Du ja mal ergänzen, ob es einen "Schwarzmarkt" für ETA-Werke gibt und wie da die Preise sind.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Zitat von bungy3000

    Es ist doch selbstverständlich, dass nicht jede beliebige Menge an Werken zu beliebigen Terminen bei der ETA auf Abruf bereit liegen. Natürlich muss ein Uhrenhersteller seinen Bedarf an Werken richtig einschätzen, bevor er seine Bestellungen bei ETA tätigt. Das ist doch in anderen
    Produktionen auch der Fall.

    Ja, aber manchmal wird man vom Erfolg einfach überrascht. Sinn gibt das z.B. für die U-Serie unumwunden zu, Damasko und Schauer mit der Marine Original genauso. Wenn jetzt die lead time für Werke in der gewünschten Qualitätsstufe (oder Gehäuse, oder Zifferblätter ...) bis zu 12 Monate beträgt, bist Du gekniffen. Genau das ist bei den genannten Marken passiert.

    Zitat von bungy3000

    Ausgangspunkt der Diskussion waren die im Verhältnis zum Endpreis einer Uhr sehr niedrigen Preise der ETA-Werke von ca. Sfr 30 für das 2428 bzw SFr 60 für das 2892. Und da kann ich nicht erkennen, dass es eine Verknappung bei den verfügbaren Werken gibt, die dazu führt, dass der Marktpreis der Werke ansteigt. Wenn das dennoch der Fall ist, kannst Du ja mal ergänzen, ob es einen "Schwarzmarkt" für ETA-Werke gibt und wie da die Preise sind.

    Nö, ich klinke mich jetzt aus der Diskussion aus. :wink:

  • Die Verbindung von Preisen und Lieferzeit bei Nachbestellungen hätte mich aber wirklich interessiert. Vielleicht findest Du ja noch die Zeit und Lust, uns über die Feinheiten des Uhrwerkhandels aufzuklären.
    :wink: :wink: :wink:

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Bei der Diskussion über Werksqualitäten und Finessierungsgrade entsteht der Eindruck, dass bei vielen das Uhrwerk der wertbestimmende Faktor der Uhr ist. Sicher ist das Uhrwerk der zentrale Baustein der Uhr, aber die oben genannten Preise für ETA Werke zeigen, dass es zwar funktionell, aber nicht wirtschaftlich das prägende Teil der Uhr ist. Der Großteil des Kaufpreises einer Uhr resultiert jedenfalls nicht aus den Kosten für das Uhrwerk.

    Das muß einem den Spaß an der Sache ja nicht nehmen. Letztlich ist das bei den meisten Luxusartikeln so. Die herstellerseitig eingebauten Kfz-Navigationssysteme machen ja auch Spaß, obwohl niemand ernsthaft glaubt, dass € 2.000 und mehr ein angemessener Preis für den technischen Mehraufwand darstellt.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Zitat von bungy3000

    Bei der Diskussion über Werksqualitäten und Finessierungsgrade entsteht der Eindruck, dass bei vielen das Uhrwerk der wertbestimmende Faktor der Uhr ist. Sicher ist das Uhrwerk der zentrale Baustein der Uhr, aber die oben genannten Preise für ETA Werke zeigen, dass es zwar funktionell, aber nicht wirtschaftlich das prägende Teil der Uhr ist. Der Großteil des Kaufpreises einer Uhr resultiert jedenfalls nicht aus den Kosten für das Uhrwerk.

    Ich würde es mal so ausdrücken: Bei SINN ist der Preis fürs Werk sicherlich nicht der wertbestimmende Faktor, ebenso wenig wie bei anderen Etablisseuren, die sich auf das Einschalen von ETA fertig gelieferter Werke beschränken. Allerdings: Bei anderen Firmen mag dies durchaus anders aussehen. Als Beispiele seien nicht nur Manufakturen wie Rolex oder Patek Philippe genannt, sondern auch Etablisseure, die über das reine Einschalen hinaus alle Werke komplett zerlegen, nachbearbeiten, dann wieder zusammensetzen und nach dem Einschalen möglichst auch noch feinregulieren. Breitling und IWC seien hier beispielhaft genannt.

    Aber auch bei SINN mögen die Werke mit Diapal-Technik eine Ausnahme bilden. Allerdings fehlt mir zu dieser Aussage ein Einblick in die SINNsche Kalkulation, und ich fürchte, auch bei allem freundlichen Bitten wird mir Herr Schmidt diesen Einblick nicht gewähren wollen. ;)

  • Zitat von HappyDay989


    Als Beispiele seien nicht nur Manufakturen wie Rolex oder Patek Philippe genannt, sondern auch Etablisseure, die über das reine Einschalen hinaus alle Werke komplett zerlegen, nachbearbeiten, dann wieder zusammensetzen und nach dem Einschalen möglichst auch noch feinregulieren. Breitling und IWC seien hier beispielhaft genannt.

    Da ich auf diesem Gebiet mich schlecht bis gar nicht auskenne,gehe ich mal davon aus,dass Breitling,Rolex,IWC usw die Uhren,da Manufaktur,auf Bestellung herstellen?
    Breitlinguhren,sowie IWC oder auch Rolex gibt es doch wie Sand am Meer,oder verstehe ich da jetzt etewas falsch?
    Davon mal ganz abgesehen,kann ich auch nicht verstehen,dass Breitling & Co die Werke angeblich zerlegt und nacharbeitet?
    Denn auch das Gangverhalten z.B. einer Breitling ist nicht besser als das einer Sinn.
    Wozu also dieser Aufwand,wenn das Ergebnis dadurch nicht erkennbar besser ist?

    bis später... ICEMAN

    ...bekennende Poliertuchmuschi... :o:

  • Zitat von Momentum


    Da ich auf diesem Gebiet mich schlecht bis gar nicht auskenne,gehe ich mal davon aus,dass Breitling,Rolex,IWC usw die Uhren,da Manufaktur,auf Bestellung herstellen?
    Breitlinguhren,sowie IWC oder auch Rolex gibt es doch wie Sand am Meer,oder verstehe ich da jetzt etewas falsch?

    Rolex ist ein Manufaktur, d. h. sie stellen ihre Werke selbst her und verbauen keine zugelieferten Werke. Dazu kommt auch noch, daß sie im eigenen Haus eine Fertigungstiefe von nahezu 100 % haben, d. h., die fertigen auch praktisch alle benötigten Teile in house. Rolex erreicht durch einen hohen Grad an Automation tatsächlich eine Jahresproduktion im reichlich sechsstelligen Stückzahlbereich. Auch wenn die Genfer in Sachen Verkaufszahlen als ebenso verschlossen gelten wie ihre wohl berühmteste Uhr, die Oyster, schätzen Branchenkenner den Ausstoß p. a. auf ca. 800.000 Stück - das meiste davon übrigens in Edelmetall.

    IWC ist dagegen nur eine Halbmanufaktur. Einige Werke bauen sie selbst, müssen aber einen relativ hohen Anteil der benötigten Federn, Schräubchen usw. einkaufen. Andere Werke beziehen sie dagegen als ébauches (Rohwerke) von ETA und modifizieren sie.

    Breitling ist ein praktisch reiner Etablisseur; es werden also Rohwerke von ETA eingekauft und entsprechend modifiziert.

    "Auf Bestellung" wird da übrigens wenig gebaut.


    Zitat von Momentum


    Davon mal ganz abgesehen,kann ich auch nicht verstehen,dass Breitling & Co die Werke angeblich zerlegt und nacharbeitet?
    Denn auch das Gangverhalten z.B. einer Breitling ist nicht besser als das einer Sinn.
    Wozu also dieser Aufwand,wenn das Ergebnis dadurch nicht erkennbar besser ist?

    Das Gangverhalten von Breitling-Uhren ist i. d. R. untadelig und wird eigentlich nur von Rolex und IWC übertroffen. An deren Langzeit-Genauigkeit kann SINN nicht tippen. Bei allem ehrlichen Respekt vor der Marke muß man so etwas auch in einem SINN-Forum schreiben dürfen, und zwar einfach deswegen, weil es der Wahrheit entspricht. Wenn z. B. viele IWC- und Rolex-Träger durchaus glaubwürdig davon berichten, daß sie - ohne jegliche Tricks wie nächtliche Lagerung der Uhr in bestimmten Positionen, um gezielt Vor- oder Nachgang zu erreichen - Abweichungen von nur wenigen Sekunden im Monat erzielen, dann wäre mir nicht bekannt, daß solche Ergebnisse bei SINN der Normalfall sind.

  • Olaf, das war ein wirklich erfrischendes, weil offenes Statement. Jetzt brauchst Du wahrscheinlich den schnellen Gaul unseres Nordmanns. Der hat ja eine schnelle 903 und kann seinen Vierbeiner abgeben...

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Zitat von bungy3000

    Olaf, das war ein wirklich erfrischendes, weil offenes Statement. Jetzt brauchst Du wahrscheinlich den schnellen Gaul unseres Nordmanns. Der hat ja eine schnelle 903 und kann seinen Vierbeiner abgeben...

    Ich hoffe doch sehr, daß wir hier alle so rational sind, nicht Äpfel mit Birnen vergleichen zu wollen.

    Außerdem, seien wir doch mal fair: Eine IWC oder Rolex kostet ein Vielfaches gegenüber einer vergleichbaren Uhr von SINN. Warum sollte man angesichts solcher Preisunterschiede nicht auch etwas mehr verlangen dürfen? Für viel mehr Geld gibt's bei IWC und Rolex halt Werke mit etwas besserer Langzeit-Ganggenauigkeit, wobei Rolex auf genial konstruierte, relativ schmucklose und von kaum einer Menschenhand berührte Manufakturware aus seinem vollautomatischen Maschinenpark setzt, während IWC und Breitling in die meisten ihrer Uhren aufwendig von Hand bearbeitete Massenware von ETA einschalen.

    Um mal wieder den Vergleich mit Mode zu bemühen:

    Die Werke von Rolex sind Haute Couture, schlicht und schmucklos, aber eben genial entwickelt und mit höchster Präzision gebaut.

    Die Werke von IWC und Breitling verkörpern Prêt-à-porter im Stil von Pierre Cardin, die aufwendig von Hand nachgearbeitet wurde.

    Die von SINN eingeschalten Werke wären vergleichbar mit mittleren Prêt-à-porter-Marken wie Boss: qualitativ hochwertige Ware, aber halt von der Stange.

    Und so, wie man sich trefflich darüber streiten kann, ob ein Haute Couture-Abendkleid von Chanel, Christian Dior oder Jean-Paul Gaultier wirklich um die 100.000 $ wert ist, darf auch darüber diskutiert werden, ob Rolex-Uhren das Geld wert sind, das die Genfer dafür verlangen. Den technischen Meriten der verwendeten Werke tut dies allerdings keinen Abbruch.

  • Danke, Olaf. So wird das heute auch ein happy day.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

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