Hallole,
mein erster Beitrag hier im Forum:
Leider habe ich meine Sinn zwar noch nicht - so ein Kauf will ja vorbereitet sein, ne 857 wirds werden - aber stolzer Fortis-Besiter bin ich.
Anno 1998 habe ich für füneffhundert Mak eine Flieger Automatic erworben. Das B-Uhren Ziffferblatt hat mich sofort Angesprochen, obwohl ich damals noch nicht wusste was eine B-Uhr ist. Nichtdestotrotz erschien sie mir als Flieger Standesgemäß, womit ich wohl nicht so falsch lag. Sinn war mir damals auch schon ein Begriff aus diversen Luftfahrtbedarf Mail-Order Katalogen, aber der Funke sprang irgendwie nicht über.
Zurück zur Fortis: Diese war während der Garantiezeit insgesamt zwei Mal bei Fortis Deutschland. Die Schraube mit der der Rotor fixiert ist hatte sich gelöst. Ob hier Fortis zur Verantwortung zu Ziehen ist wage ich zu bezeifeln. Man möge mich korrigieren, aber ausser vielleicht einer Rückerkorrektur machen die wahrscheinlich nichts am Werk.
Der Gang war zunächst bei +8 und fiel nach etwa zwei Jahren bis -4 ab.
Als weiteres Problem sei erwähnt, dass der Sekundenzeiger - Signalorange - ziemlich schnell ausgeblichen ist. UV-Schutzlacke gab es damals meines Wissens noch nicht. Insofern aber irgendwo ein Designfehler als man ein unempfindlicheres Rot hätte wählen können.
Das Federstegproblem hatte ich auch, mit fatalem Ausgang. Bei Gleiten 1 und 2 bei der Bundeswehr haben sich die Federstege auf Grund der damit verbunden Belastung etwas Verbogen und einer ist dann irgendwann mal rausgesprungen. Und ich Rindvieh habe - anstatt ihn zu ersetzten - ihn wieder reingefieselt. Das zweite mal wo er sich gelöst hat saß ich auf dem Fahrrad ... die Uhr wurde von einem Nachfolgenden Auto überrollt.
Allerdings - und hier muss man Fortis Respekt Zollen - außer einigen Schrammen hatte das Gehäuse nichts, Die ungeschützte Krone immer noch in Ordnung und dicht. Insgesamt halte ich große Stücke auf das Gehäuse - speziell im Vergleich zu Aristo.
Im Werk war der Sekundenstein zertrümmert. Ansonsten aber noch relativ gut in Schuß. Es gab dann ein neues Glas und ein neues Zifferblatt - Tritium ich liebe es - und das Gehäuse wurde perlgestrahlt. Bis auf ein paar Kampfspuren alles i.O.
Insgesamt denke ich durchaus, dass Fortis durchaus kaufbar ist, insbesondere was Gehäuse und Ziffernblatt betrifft. Aufgestossen ist mir lediglich die Preissteigerung in den letzten Jahren. Und ob man das Official Cosmonauts Gedöhns sponsern will - aber Sinn ist da ja auch nicht Waisenknabe.
Das Federstegproblem dürfte wohl jede Uhr haben, die keine verschraubten Anstöße hat. So viele OEMs gibts da wohl nicht. Nichtsdestotrotz ist es mir ein Rätsel, dass man Uhren im Kiloeuro Bereich an einen derart unvollkommenen Pfennigartikel hängt. Eigentlich unverantwortlich.
Aber auch verschraubte Anstöße können sich lösen, insbesonders wenn man beim Bandwechsel kein Sicherungsmittel verwendet hat - und mal ehrlich, macht ihr das?
Grüße
Sebastian