Es ist auch die Frage, wie oft die Uhren überhaupt zur Revision müssen. Bei regelmäßigem Tragen sagen Uhrmacher oft: alle 5 Jahre wäre optimal. Wenn ich aber einige Uhren habe und sie gleichmäßig trage, reichen vielleicht auch 8 Jahre.
(Wenn ich rein theoretisch nur 16 Uhren habe, müssen jedes Jahr 2 zur Revision. Dann gebe ich 2.000 € für ein Hobby pro Jahr aus. Macht 160 € pro Monat. Sehr human – kann man sich auch mit einem kleinen Geldbeutel leisten.
Über den Kaufpreis reden wir lieber nicht.)
Ich zum Beispiel versuche, wo immer möglich, auf Manufakturkaliber zu verzichten. Für mich wäre das eventuell sogar ein Verkaufskiller: Die Ersatzteillage kann schwierig sein, die Uhr muss oft zurück zum Hersteller, das dauert teilweise mehrere Monate, und die Revision kostet dann schnell auch über 1.000 €. In der Zeit trägt man dann oft „Übergangslösungen“ – also die anderen 15 Uhren, die man ja ganz zufällig hat.
Wenn man dagegen Uhren mit SW200, 7750 o. Ä. kauft, ist die Revision in der Regel erheblich günstiger, die Ersatzteillage ist hervorragend, und jeder gute Uhrmacher ist an diesen Werken ausgebildet. Das heißt: Auch der Juwelier um die Ecke kann die Uhr warten. Praktisch wie ein Ölwechsel beim Auto.
Oft will man aber eben genau die Uhren, die ein Manufakturkaliber haben. Ich denke dann: Augen zu und durch – und lieber nicht darüber nachdenken, was man für dieses Hobby ausgibt. 