Hier mal ein Auszug der Homepage von Guinand.
Da man für Sinn als (Vor-)Fertiger tätig war gibt es wahrscheinlich keine eigene Modellnummer.
Sonst bitte ich die Experten zu korrigieren:
Einer der großen Kunden von Guinand war seit 1960 der Frankfurter Uhrenpionier Helmut Sinn. Mit der Entwicklung eines eigenen Kalibers mit Zentralminutenzähler, dem Kaliber HS 58, prägte der passionierte Flieger und visionäre Unternehmer gegen Ende der 1950-Jahre ganz entscheidend die Weiterentwicklung von Borduhren für Flugzeuge. Er entwickelte auch Armbandchronographen für Piloten und schließlich auch für den Alltagsgebrauch. In Fachkreisen gilt Helmut Sinn auch als der Wegbereiter der Fliegeruhren: Seine Uhren sprechen eine ganz eigene, charakteristische Formensprache, die bis heute von vielen Herstellern von Fliegeruhren zitiert wird.
In Guinand fand Helmut Sinn einen gleich gesinnten und verlässlichen Partner. Diese Zusammenarbeit hatte Synergieeffekte für beide Seiten und war sehr fruchtbar und wertschätzend. Ab Mitte der 60er-Jahre bis in die 90er-Jahre fertigte Guinand Watch Co. einen nicht unerheblichen Teil der Uhren der Firma Sinn.
Auch wenn die Quarz-Krise dank der Ausrichtung auf mechanische Chronographen die Fa. Guinand nicht in vollem Ausmaß traf, hatte sie doch Auswirkungen auf das Geschäft. Wie immer, suchte die Unternehmensleitung nach neuen Perspektiven. Man tat sich mit der verwandten Fa. Gallet aus Le Locle zusammen, die seinerzeit ein Kunde der ersten Stunde gewesen war. Gallet nutzte die Entwicklungs- und Produktionsexpertise von Guinand und Guinand setzte Hoffnungen in die Ausschöpfung der amerikanischen Absatzkanäle von Gallet. Die beiderseits hohen Erwartungen in die neue Konstellation erfüllten sich mittelfristig jedoch nicht und so beendete man nach zehn Jahren einvernehmlich die Zusammenarbeit. Michel Guinand ging mit der Michel Guinand SA wieder alleine seiner Wege.
1994, im Alter von knapp 80 Jahren, entschied Helmut Sinn, sich in den wohlverdienten Ruhestand zurückzuziehen und verkaufte seine Frankfurter Firma – eine „Perle der Uhrenindustrie“, wie das Uhren Magazin 1993 schrieb. Aber die Ideen sprudelten weiter und wollten umgesetzt werden. 1995 übernahm Helmut Sinn die Aktien der Guinand S.A. von der Familie Guinand und führte die Produktion für andere Marken weiter. Auch packte ihn wieder selbst die Leidenschaft und er gründete 1996 die Firma „Jubilar Uhren Inh. Helmut Sinn“ in Frankfurt am Main. Über die deutsche Firma vertrieb er die Taschenuhren „Jubilar“ und die klassischen Fliegeruhren „Chronosport“, die in seiner Schweizer Firma gefertigt wurden. Im Jahr 2000 schließlich wurde die Produktion in der Schweiz für andere Marken eingestellt und die Herstellung für die eigenen Marken Guinand, Chronosport und Jubilar nach Deutschland verlagert. Aus „Jubilar Uhren Inh. Helmut Sinn“ wurde so die Firma „Guinand Uhren Helmut Sinn GmbH“ mit Sitz in Frankfurt am Main
Lieber Michele 