Die Schaumburg-Seminaruhr

  • Hier mal einige Bilder der Uhr, die ich beim Uhrenseminar in Rinteln zusammengebaut habe. Es handelt sich um eine Schaumburg Watch Aquamatic mit einem COSC-zertifizierten Werk (Sellita SW200, praktisch baugleich mit ETA 2824-2), Gehäuse: 42 mm Durchmesser, 16 mm hoch, Heliumventil, 4 mm starkes Saphirglas, Silikonband mit Faltschließe. Die Uhr ist bis 100 bar druckfest. Zeiger und Dreiecksmarkierung in der Drehlünette sind mit grüner Superluminova belegt, die Ziffern und Indizes auf dem Zifferblatt mit orangefarbener Superluminova, deren Leuchtwirkung aber eher schwach ist.


    Zugegeben, das Design ist nicht jedermanns Sache, hat aber etwas unverwechselbares... ;)

  • ..schöne Fotos!!!

    ..am Sonntag mitbringen, Olaf!!

    Die Uhr hat mir schon bei SW gefallen.

    Gruß aus dem Rheinland
    Peter

  • In der Dunkelheit, direkt nach dem Ausschalten des Lichtes...


    ... und knapp zehn Minuten später:

    Da sage doch noch jemand etwas gegen die Superluminova auf den Zifferblättern und Zeigern der SINN-Uhren... ;) + :rolleyes:

  • Wow !!!!! :shock: :lol:
    Und ich dacht, auf Uhrenseminaren werden immer nur unattraktive, langweilige Zwiebeln zusammengesetzt.

    Die Uhr gefällt mir außerordentlich gut !!
    Von der Marke hab´ ich noch nie gehört.

    Wie funktioniert denn das Heliumventil ? Schaut ja aus wie ´ne normale Krone.

    Und was habt Ihr mit den Uhren beim Seminar angestellt ?

    Viele Grüße, Daniel

  • Zitat von Spongehead

    Wow !!!!! :shock: :lol:
    Und ich dacht, auf Uhrenseminaren werden immer nur unattraktive, langweilige Zwiebeln zusammengesetzt.

    Die Uhr gefällt mir außerordentlich gut !!
    Von der Marke hab´ ich noch nie gehört.

    Wie funktioniert denn das Heliumventil ? Schaut ja aus wie ´ne normale Krone.

    Und was habt Ihr mit den Uhren beim Seminar angestellt ?

    Guckst Du hier: Bericht zum Taucheruhrenseminar am 31.05.2008.

    Das Heliumventil funktioniert tatsächlich wie ein Krone, bloß ohne die Zeigerwelle. Das Ventil wird nur in trockenen Überdruck-Umgebungen (z. B. Druckkammerfahrten, im Tunnelbau usw.) benötigt. Dann wird es beim Verlassen der Überdruck-Umgebung einfach aufgeschraubt und sorgt dafür, daß das aus dem speziellen Überdruck-Atemgemisch stammende Helium, das mühelos auch durch moderne Dichtungen in die Uhr diffundiert und somit einen entsprechenden Überdruck im Inneren der Uhr aufbaut, auch langsam während der trockenen Dekompressionsphasen wieder entweichen kann. Nähre Infos, vor allem auch mit den physikalischen Grundsätzen und den möglichen Folgen für die menschliche Gesundheit (eine während der Dekompression kaputtgegangene Taucheruhr kann man ersetzen) findest Du hier (klick einmal) und auch hier (klick nochmal)

    Bei normalen Tauchgängen unter Wasser wird dagegen kein Heliumventil benötigt, denn unter Wasser kann kein Helium in die Uhr eindringen. Für Sporttaucher, die i. d. R. keinen trockenen Überdruck-Umgebungen ausgesetzt sind, ist ein Heliumventil an der Taucheruhr also so überflüssig wie ein Kropf.

  • Zitat von Spongehead


    Von der Marke hab´ ich noch nie gehört.

    Wie funktioniert denn das Heliumventil ? Schaut ja aus wie ´ne normale Krone.

    Schaumburg Watch wurde 1998 von Frank Dilbakowski gegründet. Bis 2000 wurden fertige Modelle vertrieben. Dann hießen die Uhren eine Zeit lang "Lindburgh & Benson" mit teilweise handgravierten Lorsa-Kalibern und Chronometerzertifikat. Aktuell gibt es 6 Mitarbeiter (meines Wissens nach) und ein Vertriebsnetz in 16 Ländern. Eigenentwicklung: Die "Schaumburger Brücke" (Platinenmodifizierung). Internet: http://www.schaumburgwatch.de

    Das Heliumventil wurde erstmals von Comex bei Rolex in Auftrag gegeben und hat folgenden Sinn: Bei Tieftauchgängen mit Heliumgemisch wird der Taucher in eine Druckkammer mit eben diesem Gemisch verfrachtet. Hierbei kann das Helium-Luftgemisch in das Innere der Uhr gelangen. Dieses Gemisch in der Uhr dehnt sich beim Auftauchen aus und kann -nach landläufiger Meinung- die Uhr sprengen (besonders beim zu schnellen Auftauchen). Das war vor einiger Zeit noch absolut richtig; diese Meinung wurde aber in neuerer Zeit vom Tiefseelabor der TU in Zürich dahin gehend widerlegt, dass das Gemisch beim Auftauchen auf dem selben Weg wie es hineingelangt ist, auch wieder hinausgelangt ohne Sprengung der Uhr (ist auch der Grund, warum lt. Lothar Schmidt bei Sinn auf ein solches Ventil verzichtet wird).

    Gruß Gero

  • Danke für die Info !!!! :thumbleft: :thumbleft: :thumbleft:

    Der Thread zum Seminar ist ja komplett an mir vorbeigegangen. Sehr stark !!

    Viele Grüße, Daniel

  • Zitat von to bi

    Eine sehr schöne Uhr, Hut ab. :salute:

    Da schließe ich mich an. Respekt!

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." (Alexander von Humboldt)

  • Ein Seminar habe ich auch schon durch.

    Ich habe eins bei Martin Braun gemacht. Das "Seminar 1".
    Diese Uhren haben wir zerlegt und wieder zusammengebaut.
    Handaufzug

    Automatic

    Ein guter Freund ist Peter Braun (der von den Armbanduhren), der hat mir auch das Seminar bei Martin Braun (weder verwand noch verschägert) empfohlen.
    Wir hatten alle sehr viel spass und haben viel gelernt.

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