Ganggenauigkeit 657

  • Hallo miteinander.

    Zu mir, ich bin noch recht neuer Besitzer einer Sinn 657 / einer Automatikuhr überhaupt.

    In letzter Zeit verbrachte ich schon viele Stunden mit dem Lesen vieler Posts, Tips, ...
    3 Fragen bleiben jedoch immer noch über:

    1. Ist ein Gang(un)genauigkeit von 6 - 10 Sekunden / Tag für die 657 normal
    2. Warum leuchtet mein Superluomo (o. s. ä. :) nur max 2 Stunden (nach einer Stunde
      ist es eigentlich schon nicht mehr erkennbar).
    3. Gibt es ein Kautschuk / Silikonarmband zum Tauchen

    Vielleicht könnt Ihr mir diese Fragen ja beantworten - hierüber würde ich mich sehr freuen.

    Dankschön & Gruß
    hcb

  • Vielen Dank für die Links!

    Hmmm, zusammengefaßt hätte ich mir also einen Chronographen mit Tritiumzeigern kaufen müssen... ;( ?(

    Nicht das ich den Inhalt der FAQ nicht verstehe, akzeptiere und respektiere, aber durschnittlich 8 Sekunden / Tag sind dennoch schon heftig.
    Eine Stunde Leuchtzeit reicht auch nicht unbedingt für jeden Nachttauchgang (Vorbereitung im dunkelem...).

    Hmmm mal so zum Nachdenken:

    Ein 3-Liter-Motor pustet in 2 Umdrehungen 3 Liter Luft durch. Bei 6.000 U/min sind das 9.000 Liter Luft in der Minute.

    Bei 6.000 1/min beträgt die mittlere Kolbengeschwindigkeit ca. 20 m/s - das sind 72 km/h - es arbeitet aber nicht nur ein Zylinder da drin, sondern 6, die alle 2 Umdrehungen einmal ansaugen.

    Wenn er also 1 Stunde läuft, dann sind das 21.600.000 U/Std. Wenn wir nun von 99,988% ausgehen, dann sind das 2592 Zündungsaussetzer / Stunde, oder 0,72 / Sekunde. Hätte ich das nun in Huf- / Bodenberührungen eine durschnittlichen Galoppferdes umgerechnet, dann würde jeder von euch dem Pferd den Gnadenschuß geben (bedenkt bitte wie oft das Pferd stürzt...) - wenn er sich nicht vorher bei den Stürzen das Genick gebrochen hätte (den Motor würde ich übrigens auch auf dem Schrottplatz komprimieren lassen).

    Gut der Vergleich hinkt, aber ganz so kann ich das nicht akzeptieren. Eine Sekunde wäre i. O. Vielleicht auch zwei. Aber mehr?

    Zu dem Eigenlob: A) "stinkt" es nicht, und b) stimmt es ja. :thumbup:
    Mir wurden hier (dank Suchfunktion) schon so einige Fragen beantwortet. Dankeschön!

    Wie geht es denn den anderen 657-Besitzern? Sind die oben von mir genannten "Werte" mit euren 657ern vergleichbar?

  • Nicht, dass wir uns da falsch verstehen: ich bin auch ein Sekundenfuchser, aber deine Beispiele haben weit dramatischere Auswirkungen als die bei einer Uhr, zumal es sich ja hier nicht um Aussetzer handelt, sondern um Abweichungen von einer Regelmäßigkeit (dein Auto müsste also in der Lage sein, die vorgegebene Geschwindigkeit auf 0,001 Km/h zu halten, dein Pferd müsste die Schrittlänge auf konstant dem selben Abstand mit einer Abweichung von 1/10mm halten).
    Wie sich eine solche Genauigkeit im Alltag auswirkt: http://www.sinn-uhrenforum.de/phpBB2/index.p…&threadID=3611&

    EDIT: anders ausgedrückt: verschrotte dein Pferd und schlachte dein Auto, aber deine Uhr ist absolut Okay!

    Gruß Gero

    Einmal editiert, zuletzt von Chronometres (10. November 2008 um 00:17)

  • Vielen Dank für die Links!

    Hmmm, zusammengefaßt hätte ich mir also einen Chronographen mit Tritiumzeigern kaufen müssen... ;( ?(

    Nicht das ich den Inhalt der FAQ nicht verstehe, akzeptiere und respektiere, aber durschnittlich 8 Sekunden / Tag sind dennoch schon heftig.
    Eine Stunde Leuchtzeit reicht auch nicht unbedingt für jeden Nachttauchgang (Vorbereitung im dunkelem...).
    .....[]...

    ...das liegt an der weißen C1 Superluminova- Leuchtmasse. Die C3 wäre da erheblich ausdauernder und heller.

    Tritium, so wie mir bekannt und von einem Hersteller berichtet, wird nicht mehr genommen bzw. wenn, dann wird es mit minimalen Anteilen in das Superluminova hinzugefügt (3H- Kennzeichnung auf ZB).

    Ansonsten Glückwunsch zur Sinn 657 :thumbup:


    Gruß

    Robert

  • Hallo,

    bin auch Besitzer einer 657 die mir eigentlich ganz gut gefällt (Optik, das Zifffernblatt nicht "überfrachtet", Robustheit)

    Doch Kritik habe ich auch zur Ganggenauigkeit (-8sec/24h) und zur Leuchtkraft des Ziffernblattes. Die Uhr kostet mittlerweile um die 800,-€!

    To make a long story short: Der Normalverbraucher braucht diese Funktion eigentlich nicht :P aber als "Flieger" interessiert mich die "Ausdauer" der Leuchtkraft im Nachtflug und die Ganggenauigkeit schon und da bin ich halt nicht 100% überzeugt von Sinn. Mir ist klar das ich die Sinn 657 nicht mit meiner Porsche Orfina vergleichen kann. Aber ein Mix aus 757 und Lemania-Werk mit guter Leuchtkraft und Genauigkeit wäre mein Favorit.

    Sinn macht zurzeit eine Menge in Richtung Taucheruhren (U1000) aber bei den Fliegeruhren, ? , - 20bar, Funktionssicher bei -45°C- +80°C (757), ist halt nicht der Schwerpunkt einer Fliegeruhr.

    Nevertheless macht Sinn schöne Uhren!

    Gruß Rudy

  • Doch Kritik habe ich auch zur Ganggenauigkeit (-8sec/24h)

    Noch mal zur Ganggenauigkeit: Wenn deine Uhr ständig einen Nachgang von konstant -8sek/24h aufweist, ist sie sogar enorm Ganggenau. Sie geht halt nur nach. Das klingt verrückt, ist aber begründet: Die Ganggenauigkeit definiert man über die Konstante der Leistung. Das bedeutet, wenn man den Nachgang reguliert, erhält man z.B. einen Vorgang von +1sek./24h. Wenn sie nun den Wert genau so hält, wie bisher den Nachgang, ist sie genau so konstant (und damit Ganggenau) wie bisher. Das Problem liegt hier in der Reglage, nicht im Kaliber (ein Lemania mit schlechter Reglage reagiert eben so).

    Gruß Gero

  • Hallo,

    der Nachgang ist definitiv zu groß. Wenn du noch garantie hast, wird Sinn das kostenfrei in Ordnung bringen.

    Meine Arktis ging konstant -5sec/24h, habe das auf Garantie gemacht bekommen, ink neuer Argonfüllung,

    Sulfatkapsel usw. (leider 2 Monate gedauert).

    Meine 757 Diapal läuft mit +2Sec/24h. Viel genauer ist das ohne Schwanenhalsfeinregulierung nicht zu machen.

    (Sagt mein Uhrmacher)

    Gruß Tobi

    Die 757 kostet 575 Tage Nicht-Rauchen

  • Meine 757 Diapal läuft mit +2Sec/24h. Viel genauer ist das ohne Schwanenhalsfeinregulierung nicht zu machen.

    (Sagt mein Uhrmacher)

    Das 7750 hat eine Etachron Feinregulierung, die eine entsprechende Reglage zuläßt (Trapezschieberegler). Die Schwanenhalsfeinregulierung ist bequemer einzustellen, da es eine Schraubregulierung ist. Aber Reglagen von 0,5sek.- Schritten sind m.E. nach auch mit der Etachron machbar (habe ich an meiner 356 realisiert).

    Gruß Gero

  • Nochmal zur Nachleuchtdauer:

    Die Dauer der Zeitspanne die eine Uhr (Zeiger/Indizes) mit Superluminova nachleuchtet hängt IMHO auch mit der Dicke der Leuchtfarbe zusammen. Würde die Leuchtmasse dicker aufgetragen, würde sie auch länger erkennbar nachleuchten. Meine beiden Sinn (103 Ti Ar und EZM 2) sind dabei vorbildlich und auch nach 6 h Nacht noch zu erkennen (natürlich nur leicht - und die Augen sind beim Aufwachen ja auch an Dunkelheit adaptiert). Im Vergleich dazu ist meine GMT II aus 2005 nach 6 Stunden komplett dunkel.

    Zum Tritium:
    Klar, das wäre eine Lösung gewesen. Aber kein Nutzen ohne Nachteil: Tritium hat eine Halbwertzeit von 12,3 Jahren. Bei meiner Breitling Blackbird aus 2000 (mit Tritium) hat sich das allerdings so dargestellt, daß die Leuchtkraft jetzt nach 8 Jahren bereits sooo stark nachgelassen hat, daß man eigentlich nur noch nach einem 1 stündigen Aufenthalt in einer Tropfsteinhöhle die Zeit ablesen kann. Und Superlumi "verschleißt" angeblich nie.

    Viele Grüße, Daniel

  • der Nachgang ist definitiv zu groß. Wenn du noch garantie hast, wird Sinn das kostenfrei in Ordnung bringen

    Ja, das denke ich auch! Nachgang ist immer schlecht, da dieser nach der "Eintragezeit" noch etwas größer wird. Trotzdem würde ich die Uhr erstmal ca. 3-6 Monate eintragen und dann zur Reglage geben. :huh:

    Gruß Gero

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